MUSLIME DIE SAUBEREREN DEUTSCHEN?
MUSLIME DIE SAUBEREREN DEUTSCHEN?
Bonn, 16. August 1983
Wenn immer man eine andere Rasse nicht leiden mag, stellt man fest, daß man sie nicht riechen kann. Kurzum: der Feind stinkt. Über Juden und Polen sagten das die, ach so sauberen Deutschen, von denen übrigens erwiesen ist, daß sie sich durchschnittlich nur am Samstag baden, nur dann die Wäsche wechseln, aber manchmal dazwischen sich auch die Zähne putzen.
Neuerdings sagen die Deutschen das auch über die Türken: sie sind anders, also sind sie schmutzig. (Die Türken haben nach gleichem psychologischen Mechanismus inzwischen ihrerseits festgestellt, daß „die Araber" schlecht riechen; seitdem diese nämlich in großer Zahl als Luxustouristen die schönsten Hotels am Bosporus blockieren.)
Diese Art von durchsichtiger Selbsttäuschung ist gegenüber Muslimen und unter Muslimen schon deshalb grotesk, weil es ihre religiöse Pflicht ist, sich häufig -jedenfalls vor dem Gebet - zu waschen. (Wenn türkische Frauen Kopftuch tragen, dann auch deshalb, weil sie sich mehrmals pro Woche die Haare waschen müssen und sich nicht ständig eine Friseuse erlauben können.)
Nun muß ich leider zu Protokoll geben, daß ich bei Menschenansammlungen schon öfter geruchsbelästigt worden bin. Zum Beispiel in der Pariser Opera, im Lincoln Center in New York City, im Münchner Nationaltheater, jedoch niemals in einer Moschee! Könnte es sein, daß Muslime die saubereren Deutschen sind?