NOSTALGIE IN ÜSKÜDAR
NOSTALGIE IN ÜSKÜDAR
Usküdar, 10. August 1985
Hoch über dem Bosporus findet sich noch heute eine Derwischbehausung (tekke) von uzbekischen Mitgliedern des zentralasiatischen, mystischen Nakschbandi-Ordens, über den Frau Prof. Dr. Dr. Schimmel in „Mystische Dimensionen des Islam" (S. 406 ff.) viel Wissenswertes zusammengetragen hat. Heute gehört die tekke einer Stiftung (wakf) zugunsten einer Familie, die den Namen Özbek nun als Familiennamen trägt. Sie restauriert das Anwesen Stück um Stück: die Männer- und Frauenflügel, die kleine Moschee (mes-cid), die große Küche, den schattigen Innenhof mit seinem Brunnen, und auch den Privatfriedhof des Ordens, der wie selbstverständlich zu diesem der Zeit und der Welt entrückten Ensemble islamischer Lebensführung gehört.
Wieder glaubte ich, mit Händen greifen zu können, was Salam - Gottes Friede - bedeutet.