Das Verhältnis des Islam
16. Das Verhältnis des Islam zu anderen Religionen
16. Das Verhältnis des Islam zu anderen Religionen
Der Islam hat ein enges Verhältnis zu anderen Religionen, betrachtet aber einige Sachverhalte aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. In diesem Zusammenhang möchte ich hier "Maryam", die Mutter Jesu, erwähnen, deren Namen die 19. Sure des Koran trägt. In dieser Sure wird ihre Geschichte ausführlicher erzählt. Auch die Propheten Abraham, Jesus, Mose, Jakob, Ismael, Aaron, Noah, Zacharias, Johannes, Isaak und Idris u.a. werden im Koran erwähnt.
Dies ist Jesus, Sohn der Maria - die Aussage der Wahrheit, über die sie uneins sind. Es geziemt Allah nicht, Sich einen Sohn zuzugesellen. Gepriesen sei Er! Wenn Er etwas beschließt, so spricht Er nur: "Sei!" und es ist. "Und wahrlich, Allah ist mein Herr und euer Herr. So dient Ihm: das ist ein gerader Weg." (19:34-36)
Laut Koran empfing Maria Jesus durch den Willen Gottes ohne Mitwirkung eines Mannes. Sie war ein Vorbild an Tugend und Gottergebenheit. Der Koran bezeichnet sie als Tochter Imrans:
Und Maria, die Tochter Imrans, die ihre Keuschheit bewahrte -darum hauchten Wir von Unserem Geist in sie ein; und sie glaubte an die Worte ihres Herrn und an Seine Offenbarungsschriften und war eine der Gehorsamen. (66:12)
Damals sprachen die Engel: "O Maria, siehe, Allah verkündet dir ein Wort von Ihm; sein Name ist der Messias, Jesus, der Sohn der Maria, angesehen im Diesseits und im Jenseits und einer von denen, die (Allah) nahe stehen. (3:45)
An anderer Stelle heißt es:
Sprich: Wir glauben an Allah und an das, was auf uns herabgesandt worden ist, und was herabgesandt worden ist auf Abraham und Ismael und Isaak und Jakob und die Stämme (Israels), und was gegeben worden ist Moses und Jesus und den Propheten von ihrem Herrn; wir machen keinen Unterschied zwischen ihnen, und Ihm sind wir ergeben. (3:84)
Der Islam erkennt also alle früheren Offenbarungsschriften und alle im Alten und Neuen Testament erwähnten Propheten an (2:4). Hierzu ein Beispiel: