Die islamische Geschichte
14. Die islamische Geschichte
14. Die islamische Geschichte
14.1. Die vorislamische Zeit (die Zeit vor der Prophetenschaft Muhammeds)
Die Zeit vor dem Islam wird als "Zeitalter der Unwissenheit" (Dschâhiliyya) bezeichnet. Damals galt das Recht des Stärkeren. Sklaven wurden wie Waren ge- und verkauft. Mädchen wurden zum Teil lebendig begraben, da nur die Geburt eines Jungen zählte. Frauen hatten keinerlei Rechte. Unzucht und Unmoral waren so weit verbreitet, dass einige Kinder nicht wussten, wer ihre Väter sind. Die Menschen hatten unter Wucherzinsen zu leiden. Nur eine Religion konnte die Aufgabe angehen, alles Übel dieser degenerierten Gesellschaft zu beseitigen und die Menschen zu wahrer Menschlichkeit zu erziehen. So sandte Gott der ganzen Menschheit durch den Propheten Muhammed den Islam als die letzte Religion.
In der vorislamischen Zeit glaubten die Araber an Götzenbilder, die sie selbst hergestellt hatten. Die bekannteste und größte Gottheit war Hubal, der in der Ka'ba ausgestellt war. Andere Götter hießen Lat, Uzza und Manat, von denen sich die Herrscher besonderen Beistand für die Aufrechterhaltung ihrer Macht erhofften. Der Götzenglaube war auf der ganzen Arabischen Halbinsel verbreitet. Daneben gab es jedoch auch Menschen, die den Glauben an Götzen verurteilten und stattdessen die alte Religion Abrahams befolgten. Diese nannte man "Hanifen". Sie zeichneten sich dadurch aus, dass sieRespekt vor Ka'ba hatten,die Pilgerfahrt vollzogen,Opfertiere schlachteten undkeine Götzen anbeteten.Die Hanifen waren weder vom Judentum noch vom Christentum beeinflusst, die beide in diesen Breiten keine Chance hatten. Mekka war immer eine Stadt der Götzenanbeter geblieben, in der kein Platz für andere Religionen war.