Verbreitung des Islam
14.3. Verbreitung des Islam
14.3. Verbreitung des Islam
14.3.1. Die Epoche der vier rechtschaffenen Kalifen (632-661)
Nachdem wir uns mit der Entwicklung des Islam zu Lebzeiten des Propheten befasst haben, wenden wir uns nun der Ära der vier rechtschaffenen Kalifen Abu Bakr, Umar, Uthman und Ali zu. Diese 30 Jahre wurden später als das goldene Zeitalter des Islam bezeichnet, in denen der Islam in allen Lebensbereichen der Muslime an Bedeutung gewann. Abu Bakr wurde zum direkten Nachfolger des Propheten gewählt. In seiner Regierungszeit (632-634) wurde der Koran in schriftlicher Form niedergelegt und erwies sich fortan als Stützpfeiler der gesellschaftlichen Ordnung. Unter der Führung Umars (634-644) wurden Syrien, Palästina, Aserbaidschan und Ägypten erobert. Dieser Kalif war berühmt für seine Gerechtigkeit. Ihm verdankt die islamische Gesellschaft ihr erstes Verwaltungswesen. Unter dem dritten Kalifen Uthman (644-656) dehnte sich der Herrschaftsbereich des Islam weiter aus. Mehrere Abschriften des Koran wurden angefertigt und in neue islamische Zentralregionen geschickt. Der vierte Kalif Ali (656-661) musste sich mit seinem Widersacher Muawiya auseinander setzen, der sein Kalifat nicht anerkannte. Mit seiner Ermordung endete die Epoche der vier Kalifen, die durch freie Wahlen an die Macht kamen. Das Kalifat ging an die Dynastie der Umayyaden über.