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Rechte der Kinder

20. Rechte der Kinder

20. Rechte der Kinder

Kinder genießen im Islam Priorität. Der Schutz der Familie ist, wie bereits an anderer Stelle erwähnt, eines der 5 Grundrechte im Islam. Stichpunktartig folgen nun einige Punkte, die Eltern gegenüber ihren Kindern beachten sollten:Zukünftige Eltern müssen sich von Alkohol und Drogen fernhalten und Milieus, in denen ansteckende Krankheiten (z.B. AIDS) grassieren, meiden.

Bereits im Mutterleib besitzt ein Kind Rechte. Nach 120 Tagen gilt es als vollwertiger Mensch. Eine Schwangerschaft darf danach nicht mehr unterbrochen werden, sofern nicht das Leben der Mutter in Gefahr ist.

Kinder sollten 2 Jahre lang gestillt werden (2:233). Wie wichtig und wertvoll die Muttermilch für die Entwicklung von Kindern ist, hat die Wissenschaft längst bewiesen.

Jedes Kind hat das Anrecht auf einen schönen Namen.Eltern müssen ihre Kinder so sorgsam erziehen wie möglich.Söhne müssen beschnitten werden.

Kinder sollten wie Erwachsene behandelt werden, sie sollten spüren, dass sie wertvoll sind und geliebt werden; sie sollten einzeln begrüßt und im Krankheitsfalle besucht werden.

Kinder dürfen nicht körperlich misshandelt werden.Falls Kinder Probleme haben, müssen diese ausgeräumt werden.

* Dem islamischen Recht gemäß sollten Richter bei Ehescheidungen mit Rücksicht auf die Kinder urteilen.

Als Vorbild im Umgang mit Kindern kann den Muslimen der Prophet Muhammed dienen:

Der Prophet Muhammed empfand es nicht als schlimm, Kindern zuliebe das Gebet zu verkürzen. Als er einmal gerade dabei war, den Koran zu rezitieren, sah er seinen Enkel alleine hereinkommen. Da unterbrach er seinen Vortrag und kümmerte sich sofort um das Kind. Seine Begründung: Beim Gebet möchte ich gern lange Verse lesen, doch wenn ich ein Kind weinen höre, mache ich es so kurz wie möglich, damit die Mutter nicht in Sorge gerät.

Oft näherte er sich spielenden Kindern, begrüßte und ermunterte sie. Den Eltern empfahl er: In Gegenwart eurer Kinder seid auch ihr wie Kinder und spielt mit ihnen.

Einmal sagte er: Fürchtet euch vor Gott und behandelt eure Kinder gerecht.

Aber auch Eltern haben gegenüber ihren Kindern Rechte. So sind die Kinder dazu angehalten, ihre Eltern zu lieben und zu ehren. Sie sollen auf sie hören und für sie sorgen, wenn sie Hilfe benötigen. Im Koran heißt es:

Und wir haben dem Menschen anbefohlen, gegen seine Eltern gütig zu sein. Seine Mutter trug ihn wider Willen, und wider Willen brachte sie ihn zur Welt. (46:15)

Und dein Herr hat befohlen: "Verehrt keinen außer Ihm, und (erweist) den Eltern Güte. Wenn eine Elternteil oder beide bei dir ein hohes Alter erreichen, so sage dann nicht,Pfui!'zu ihnen und fahre sie nicht an, sondern sprich zu ihnen in ehrerbietiger Weise." (17:23)