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Kanutour in Schweden (Glaskogen) 2001 |
Als
erstes muß ich wohl erwähnen, das ich vor diesem Urlaub
noch nie in einem Zelt geschlafen habe und auch noch nie in einem
Kanu gesessen habe. Ich hatte also die besten Voraussetzungen.
:-)
Wie kam es zu diesem Sinneswandel? Wie immer war ein Mann an
allem Schuld. Er heißt übrigens Micha und wir hatten
danach noch viele schöne andere Urlaube.
Wir
wollten also nach Schweden. Eigentlich sollte ein Haus gemietet
werden und wir wollten dann verschiedene Tagestouren machen. Das
hatte Micha aber nie vor. Die Sache mit dem Haus diente nur zu meiner
Beruhigung. Er wendete die so genannte Schocktherapie an.
Dann kam
der große Tag. Auto voll gepackt und los gings. Erst bis
Rostock, dann mit der Fähre nach Trelleborg.
Wenn
ihr die Möglichkeit habt Essbares aus Deutschland mitzunehmen,
dann tut es. Das Essen in Schweden ist zum Teil doch
gewöhnungsbedürftig und auch etwas teurer.
Auf der
Hinreise sagte Micha mir dann, daß er vor Ort ein Haus mieten
wollte. Das stimmte natürlich auch nicht und so langsam dämmerte
es bei mir. Ich hab mich dann damit abgefunden, daß das wohl
mein erster Zelturlaub wird.
Endlich
sind wir dann auch in Lennungshammar angekommen. Ein wunderschöner
Zeltplatz mitten im Wald. Zwischen
Arjang und Arvika.
Meine erste Nacht im Zelt verlief ohne
Komplikationen. Ich habe tief und fest geschlafen. Morgens bin ich
mit bester Laune aufgestanden und Micha wurde sichtlich ruhiger.
:-)
Nach einem schönen Frühstück kam dann die
nächste Herausforderung für mich. Wir haben uns einen
Kanadier für eine Tagestour ausgeliehen. Also rein ins Boot und
rauf aufs Wasser. Und was soll ich sagen, ich war begeistert. Am
nächsten Tag gings dann richtig los.
Eine
Tour über mehrere Tage mit Camping in der "Wildnis".
Bevor es los geht, müssen die Sachen in wasserdichte Tonnen oder
Säcke verstaut werden. Kann ja sein, das man doch mal umkippt.
Essen solltet ihr auch ausreichend mitnehmen. Unterwegs ist schwer
was aufzutreiben. Kleiderschrank und Kosmetikkoffer bleiben auf dem
Zeltplatz. Solche Sachen braucht ihr unterwegs wirklich nicht.
Wichtig sind Klamotten die gegen Regen und Wind schützen. Einen
warmen Pullover sollte man auch noch dabei haben. Und dann eben
wetterentsprechende Kleidung.
Endlich
waren wir fertig mit packen und es ging los.
Das es in der Gegend
sehr viel Wasser gibt, brauch ich wohl nicht extra erwähnen.
:-)
Große Seen auf denen es etliche kleine Inselchen gibt.
Auf einer solchen haben wir dann auch mal unser Nachtlager
aufgeschlagen. Eine ganze Insel für uns alleine. Nachdem alles
aufgebaut war, hat Micha uns ein schönes Essen gemacht. Mit
einem Benzinkocher und zwei Töpfen. Konservenessen schmeckt in
der freien Natur hundertmal besser als zu Hause in der Wohnung. Ist
wirklich so.
Und
so war es dann jeden Tag. Frühstücken, alles einpacken, los
paddeln, die Natur und die Ruhe genießen, abends ein schönes
Plätzchen suchen und Zelt aufbauen. Wenn trockenes Holz
vorhanden ist, kann man auch ein schönes Lagerfeuer machen.
Klingt vielleicht etwas langweilig,aber das ist es ganz und gar
nicht. Das war ja nun meine erste Tour und ich fand es sehr
aufregend. Gleichzeitig aber auch sehr erholsam und
entspannend.
Baden war ich nicht ein einziges mal. Das Wasser ist
eisig kalt. :-)
Und so verging eine Woche leider viel zu schnell.
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