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3-tägige Wandertour durch den Harz


KarteDer Winter war lang, und endlich schien das Wetter stabiler zu werden. Ich müßte mal wieder draußen schlafen. Montags Abend bei meinem Bruder Gregor angerufen wie es mit 3-4 Tagen wandern aussieht. Ziel steht noch nicht fest. Alles klar Donnerstag gehts los, bis dahin muß ich mir einfallen lassen wohin.Foto


FotoDonnerstag 5.Mai 2005 (Christi Himmelfahrt): Die Entscheidung ist gefallen -> in den Harz. Als grobe Strecke ist eine Umrundung des Brockens geplant.
11:30 in Ilsenburg angekommen. Einer der wenigen Parkplätze ohne Parkscheinautomten in der Gegend.
12:00 alles bereit, es geht los.
Gleich hinter unserem Auto fließt die Ilse wo wir Stromauf gehen.
Unterwegs treffen wir viele angetrunkene Wandergruppen (Himmelfahrt).
Auf einem Fels im Fluss Pause gemacht und gegessen.
Am Ilsenfall steht ein Gedicht von Heinrich Heine. Vom seiner Beschreibung der tosenden Gischt ist nichts zu sehen. Entweder hat sich der Fluss extrem verändert, oder der Dichter hat noch nie in Norwegen Wasserfälle gesehen. Vielleicht hat er auch 'Bewusstseins erweiternde Kräuter' genommen

FotoDer Anstieg zum Brocken ist lang und unbequem. Der Weg sieht wie ein alter Militärweg aus. Die ganze Zeit Betonplatten.
Oben am Brocken sehen wir mehrere Leute, die anscheinend mit dem Zug hochgefahren sind, frieren. Uns ist vom Aufstieg heiß, wir haben nur T-Shirts an, und erregen deshalb etwas Aufsehen.
Im Brockenhotel gegessen. Vor dem Fenster liegt ein Rotfuchs.
Beim Abstieg auf der Südseite sehe ich kleine Flächen mit Altschnee. Ein Schneeball kommt geflogen.

FotoAn den Bahngleisen den 'neuen Goetheweg' entlang, und dann Richtung Eckerstausee einen Lagerplatz gesucht.
Bei Sonnenschein Abendbrot gegessen und gedöst. Sicherheitshalber die Plane für die Nacht aufgespannt.


FotoFreitag 6.Mai 2005: 8:00 aufgewacht. Regen tropft auf unser Tarp. Alles so weit wie möglich vom Rand des Tarps weg packen. Vieles ist leider schon nass oder feucht. Weiter schlafen und Warten!
Gegen 11:00 reißt der Himmel auf und strahlender Sonnenschein! Schlafsäcke zum trocknen ausbreiten und Tee fürs Frühstück machen. 12:00 alles im Rucksack und weiter.
An einer malerischen Bank an einem Bach Pause gemacht. Alles sieht aus wie eine Kulisse für einen Märchenfilm.
In Torfhaus essen gegangen. Der Koch erzählte, das für kommende Nacht Schneefall über 800m vorhergesagt wurde. In der Gaststätte einen starken Regenschauer mit Hagel abgewartet, im leichten Nieselregen weiter.
FotoDen 'Abbegraben' entlang, Richtung 'Dreieckiger Pfahl'.
Im Wald vom Regen überrascht worden. Unter einem Baum Plane über den Kopf und warten.
Die 'Sandbrinkstraße' immer die Kalte Bode entlang. Hier gibt es noch recht viele Altschneefelder.
Die Suche nach einem Schlafplatz ist schwieriger als gedacht. Entweder ist alles sumpfig, sehr steil oder einfach kein Platz zwischen den Bäumen.
Auf einem stillgelegtem Wanderweg doch noch ein Plätzchen gefunden. Regen geht los also Plane gespannt. Nach einigen stärkeren Windstößen ist uns klar, hier können wir auf keinen Fall bleiben. Als der Regen aufhört weiter.
Direkt hinter einer Brücke über die Bode mitten auf einer sumpfigen Wiese einen guten Platz zwischen 2 Bäumen gefunden. Trocken und Windgeschützt.
Gemütliches sitzen unter den Tannenbäumen. Wie doch schönes Wetter die Stimmung innerhalb von Minuten heben kann.


FotoSamstag 7.Mai 2005: 7:00 aufgewacht. Schnee! Foto gemacht, weiter schlafen.
9:00 der Schnee geht in Regen über, und die Begeisterung lässt nach. Gleichmäßig starker Regen. Kein Chance weg zukommen. Warten!
11:00 immer noch Regen. Etwas Schokolade zum Frühstück. An meinen Kocher komme ich leider nicht ohne nass zu werden ran.
13:00 immer noch Regen. Keine Änderung in der Stärke. Mein Schlafsack liegt am Fußende in einer Pfütze.
14:00 der Regen ist schwächer geworden, die Schlafsäcke sind nass. Da keine Möglichkeit zum trocknen besteht beschließen wir die Tour heute zu beenden.

FotoUnter den Bäumen die Sachen gepackt. Es geht wieder bergauf Richtung Brocken. Erst mal unterwegs ist es nicht mehr so schlimm mit dem Regen. Der Schnee ist weg geregnet.
Wie wir höher kommen, ist wieder mehr Schnee zu sehen.
Das Brockenbett erreicht, jetzt gehts nur noch abwärts. Immer den 'Gelben Brink' entlang. Neben uns trifft die Ilse auf den Weg.

FotoEinen Fuchs gesehen
18:30 das Auto erreicht. Endlich trockene Klamotten und die Schuhe ausziehen. Eine Dose mit Mandarinen gegessen und ab nach Hause. Bei einer Pause an einer Tankstelle humpeln wir beide um die Wette.



Trifft eine Fee einen durchnässten Wanderer.
"Du hast einen Wunsch frei"
Wanderer: "Ich wünsche mir ein trockenes, warmes Plätzchen"
Pling!: Die Fee reicht ihm ein frisches Mandelplätzchen. - "Guten Appetit"

Jaaa - bei viel Regen kann man über so etwas lachen.

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