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15.08.2010

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Geschichte

Mary Madeleine Alexandra von Sinner, genannt Sasha, wurde 1893 in Bern/ Schweiz geboren.

 

In ihrem Elternhaus- der Vater verstarb früh- pflegte die Mutter regen gesellschaftlichen Umgang mit Künstlern, war literarisch und musikalisch interessiert, so dass die Kinder der Familie von Sinner die sogenannte Reformzeit um die Jahrhundertwende ins 20. Jahrhundert “hautnah” miterlebten.

 

Sasha war schon von klein auf künstlerisch interessiert und begabt; besonders durch den Einfluss des Malers Paul Klee, einem Freund der Familie, wurde ihre Begabung gefördert und sie besuchte eine Kunstakademie in Genf.

 

1916 heiratete Sasha den Maler Ernst Morgenthaler, sie bekam drei Kinder, für die sie selbst Spielzeug anfertigte, da das, was es zu kaufen gab, ihr nicht gefiel und auch zu teuer war.

 

Besonders sind die ausdrucksvollen Stofftiere zu erwähnen, die Sasha für ihre Kinder nähte.

 

Mitte der 1930er Jahre mache Sasha eine Ausbildung zur Hebamme, während des Zweiten Weltkriegs half sie bei Kinderflüchtlingstransporten.

 

Seit Beginn der 1940er Jahre fertigte Sasha Morgenthaler Puppen an, Schaufensterpuppen und lebensgroße Marionetten, daneben auch Spielpuppen für Kinder.

 

Diese Spielpuppen konnten stets nur in sehr geringer Zahl und sehr kostenaufwendig hergestellt werden (sogenannte Studiopuppen).

 

Da Sasha ihre Puppen aber allen Kindern zugänglich machen wollte, suchte sie nach einer Lösung, ihre kleinen Geschöpfe kostengünstiger herstellen zu können und begann Mitte der 1960er Jahre eine Zusammenarbeit mit der deutschen Spielwarenfabrik Hans Götz in Rödenthal, wo von 1965 bis 1970 und später ab 1995- 2001 Vinylpuppen angefertigt wurden.

Beinahe zeitgleich begann die britische Firma Frido (John und Sarah Doggart) in Stockport nahe Manchester Sasha- Puppen für den englischen und US- amerikanischen Markt zu produzieren (ab 1966).

 

Die Zusammenarbeit mit Götz wurde 1970 beendet, Frido (später Trendon, dann Sasha- Dolls Ltd) produzierte bis 1986, die Firmeninhaber und Sasha Morgenthaler wurden gute Freunde.

 

1975 verstarb Sasha Morgenthaler.

 

1995 erteilten ihre Erben der Puppenfabrik Götz erneut eine Lizenz zur Herstellung der Puppen, diese Zusammenarbeit wurde im Jahr 2001 wieder beendet.

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