Das Ergebnis

Am Ende der Befeuerung weist der Rennofen eine ganze Reihe von Spannungsrissen auf. 

Jetzt muss er erst einmal auskühlen.

 

Am Samstag, den 19.7.2003:

Mit Hammer und Axt wird der ausgekühlte Rennofen geöffnet.

Im geöffneten Rennofen befinden sich Reste der Holzkohle und des Eisenerzes.
Es bleibt die bange Frage, ob aus einem Teil des Eisenerzes tatsächlich eine ausschmiedbare Eisenluppe entstanden ist. Am Ende findet sich eine recht große Eisenluppe. Ob sie tatsächlich ausschmiedbar ist, soll ein anschließender Versuch im Bauerngerätemuseum Hundszell zeigen.
Im Bauerngerätemuseum Hundszell stehen alle notwendigen Utensilien für einen Schmiedeversuch zur Verfügung. Herr Nadler hat einen Teil unsere Luppe im Feuer bis zur Rotglut erhitzt.
Zerborsten! Leider lässt sich die Eisenluppe nicht ausschmieden. 

Die möglichen Ursachen sind vielfältig: 

  • Aus Angst die nötige Temperatur von ca. 1300°C nicht zu erreichen, bzw. zu wenig Luft in den Ofen zu bekommen, haben wir mit unseren technischen Hilfsmitteln wahrscheinlich zuviel Luft eingeblasen und dadurch eine zu hohe Temperatur bekommen.
  • Unser Eisenerz hatte mit einem ca. 91%-igen Anteil an Eisen(III)-oxid eine viel höhere Qualität als die Erze, die die Kelten in ihren Rennöfen verarbeiteten (Anteil an Eisen(III)-oxid: ca. 40-60%).