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Georg Friedrich Händel
In meinem Vortrag möchte ich über das Leben und Wirken G. F. Händels berichten.
Er war ein bedeutender Komponist von Opern und Oratorien im 18 Jahrhundert.
Seine hervorragendsten Werke waren die Wassermusik, die Feuerwerksmusik und der Messias.
Davon möchte ich euch die Wassermusik vorspielen.
Georg Friedrich Händel wurde am 23.Februar 1685 in Halle geboren.
Im Taufbuch <<Unserer Lieben Frauen>> hat man den Täufling unter dem 24.Februar 1685 eingetragen.
Somit wird vermutet, dass er einen Tag eher geboren wurde.
Georg Friedrich war das zweite Kind der neuen Ehe, von seinem Vater, Georg Händel, der bereits 63 Jahre alt war.
Dieser war Leibchirurg und Kammerdiener und galt als Wunderarzt.
Er stammte aus einer Handwerker - Familie.
Die Mutter, Dorothea Händel geborene Taust, war 34 Jahre alt.
Sie kam aus einer Familie von Theologen.
Georg Friedrich Händel wuchs im Spätbarock auf.
Schon als Junge zeigte Georg Friedrich Händel großes Interesse an der Musik, obgleich ihn sein Vater nicht dazu ermutigte.
Dieser wollte nämlich, dass sein Sohn eine Juristische Laufbahn einging.
Weil er ja keine Musik machen durfte, schmuggelte er ein Clavichord auf den Dachboden, wo er dann heimlich übte.
Ein Clavichord ist ein kleines Tasteninstrument mit schwachem Klang.
Schon als Kind musste Georg Friedrich Händel ein großes Talent besessen haben, denn er brachte sich selbst bei, auf dem Clavichord zu spielen.
Bei einem Besuch beim Herzog von Weißenfels wunderten sich alle, woher er so gut musizieren konnte.
Und da war er noch nicht mal 8 Jahre alt.
Daraufhin riet der Herzog, Händel in Musik zu unterrichten.
Diese Aufgabe fiel Friedrich Wilhelm Zachow zu.
Zachow unterrichtete ihn während seiner Schulzeit am örtlichen Gymnasium.
Von diesem damals angesehenen Komponisten erhielt Händel eine solide Grundausbildung in verschiedenen Kompositionstechniken.
Nach dem Tode seines Vaters im Jahre 1697 komponierte Georg Friedrich Händel Kirchenkantaten und Orgelstücken.
Zur gleichen Zeit war er Organist am Dom und der Schlosskirche von Halle.
Das müsst ihr euch ein mal vorstellen und das alles im Alter von 12 Jahren.
Auch im Gedenkheft der Leichenfeier seines Vaters ist neben den Sermonen und Gedichten der verwandten Pastoren Taust und Roth erstmals ein Trauercarmen unter Händels Namen aufgenommen.
Diesen Trauercarmen bzw. das Gedicht will ich euch vortragen, das er im Alter von 12 Jahren schrieb:
Gedicht
Beeindruckend oder?
1704 zog Händel in die Fürsten freie Stadt Hamburg, wo man viele deutsche Künstler traf.
Dort spielte er zweite Geige in der Hamburger Gänsemarktoper und gab Privatunterricht.
Nach einem Jahr wurde Händels erste Oper Almira aufgeführt.
Diese war ein voller Erfolg.
1710 wurde er formal für 6 Jahre Hofkapelmeister in Hamburg.
1706 war er in Italien und studierte eingehend die italienische Oper.
In den folgenden Jahren verbuchte er große Erfolge mit seinen Opern.
Der italienische Adel schätzte den Deutschen, so das er bald auch in Venedig seine Opern aufführen konnte.
Während der Zeit in Venedig freundete er sich auch mit
Domenico Scarlatti an.
Händel ging 1710 nach London, wegen den musikalischen Möglichkeiten.
Sofort nach seiner Ankunft fing er an zu komponieren und ein Jahr später (1711) wurde seine Oper "Rinaldo" aufgeführt, die bei den Leuten sehr gut ankam.
Danach kehrte er nach Deutschland zurück und um nach seiner Familie zu sehen.
Bei ihnen blieb er 15 Monate .
Doch er wollte wieder nach London, versprach aber dem Kurfürsten Georg Ludwig von Hannover nach nicht allzu langer Zeit wieder zurück zu kommen.
Doch inzwischen hatte Händel Englisch sprechen gelernt und die musikalischen Mittel, die sich ihm in London boten, waren sehr verlockend.
Kaum war er also angekommen, hatte er sich entschlossen, sich in London nieder zu lassen.
So kam es, dass er restlichen Jahre seines Lebens in London verbrachte.
Von 1713 bis 1716 wohnte er dann bei den Burlingtons, die wichtige Förderer der Kunst zu dem Zeitpunkt waren.
Ihnen widmete er auch die Oper SILLA, die 1714 im Burlingten House uraufgeführt wurde.
Bei diesem wohnten auch andere große Künstler.
Darunter waren auch Alexander Pope und John Gay.
In dieser Zeit komponierte er auch Kirchenmusik.
Nach dem Tode von Königin Anne von England, im August des Jahres 1714, bestieg Georg Ludwig, der Kurfürst von Hannover, den Händel "im Stich gelassen hatte" als Georg 1. den Thron von England.
Georg 1. war Händel aber nicht lange böse, lud ihn zu sich zum Hof ein und ließ ihn seine Werke vorspielen.
1716 kam Händel für einen kurzen Besuch nach Deutschland, um seine Familie zu besuchen.
Unteranderem besuchte er auch Dresden, Hamburg und Ansbach, wo er seine Stücke vorführte.
1717 wurde in England ein Hoffest gefeiert, wo es auch eine Fahrt auf der Themse gab.
Aus diesem Anlass komponierte Händel die Wassermusik.
Von 1720 bis 1728 konzentrierte sich Händel ganz auf das Kings Theater am Haymarkt.
In dieser Zeit komponierte er viele Stücke, und auch einige seiner besten Werke.
Mit 41 erhielt Händel seine britische Staatsbürgerschaft.
Dies ist meiner Meinung etwas besonderes, weil die deutschen in England nicht angesehen waren.
Im Jahr darauf schrieb er das Stück "Zadok der Priester", das heute noch bei jeder Krönungsfeier in England gesungen wird.
1728 verkündete die Royal Academy of Music ihren Bankrott.
Händel mietete die Academy mit Heidenegger bis 1734, zog dann aber in das Theater in Covent Garden, wo 1735 zwei seiner bedeutendsten Opern ARIODANTE und ALCINA aufgeführt wurden.
Heidenegger war einer in der Direktion des Opernhauses am Haymarkt.
1737 kam dann der Untergang aller Londoner Opernhäuser.
Kurz zuvor hatte Händel einen Schlaganfall erlitten, und fuhr zur Kur nach Aachen.
Er erholte sich schnell und bald komponierte er wieder eine neue Oper.
Obwohl Händel noch weitere Opern schrieb, war er mehr an Oratorien interessiert.
Mit den Oratorien fand er auch wieder Zuhörer, die meist aus der Mittelschicht kamen und seine biblischen Werke mochten.
In der Spielzeit 1740/41 führte Händel seine letzten Opern L ALLEGRO, IL PENSEROSO und ED IL MODERATO vor, sie fanden jedoch wenig Gehör.
Es gingen Gerüchte um, dass er England verlassen wollte.
Vorerst nahm er die Einladung, in Dublin zu gastieren an.
1741 bereitete Händel sich auf seine Irland Tour vor, indem er ein neues Werk schrieb.
Dieses hieß DEIDAMIA.
Seine Werke fanden in Irland große Begeisterung und er war wieder angesehen, doch der Höhepunkt seiner Dublin - Reise war die Premiere des Stückes "Messias" am 13 April 1742.
Zur Entstehung dieses Werkes, als Händel am 21. August 1741 einen Brief auf seinem Schreibtisch vorfindet.
Es ist ein Auftrag für ein Oratorium.
Er schlägt das Titelblatt auf und sah den Namen des Stücks Der Messias.
Als er die ersten Zeilen liest, kann Händel die Musik dazu in Gedanken hören. Er ist so begeistert, dass seine Müdigkeit verschwindet und er sich mit vollen Kräften dem neuen Werk widmet.
Nach drei Wochen harter Arbeit ist das Werk vollendet.
Völlig übermüdet, aber glücklich über das vollendete Werk fällt er ins Bett und schlaft ein.
Nach 20 Stunden Schlaf hat sich der Musiker wieder erholt.
Seine Diener und sein Arzt wissen nicht, was mit ihm geschehen war: Händel fühlt sich vollkommen verändert und wieder voller Energie.
Einige Monate später klopfen zwei Männer an seiner Tür.
Sie bitten Händel, seinen Messias in Dublin das erste Mal zu spielen und bieten ihm dafür viel Geld.
Händel lehnt ab, er wolle kein Geld, denn dieses Stück sollte nur den Kranken und Gefangenen gewidmet sein.
Händels Messias ist sein größtes und berühmtestes Stück, es war nicht nur seine Sternstunde, sondern auch eine Sternstunde für die Menschheit.
Nach Recherche von Zweigs hat Händel tatsächlich in einem wahren Schaffensrausch von nur 23 Tagen seinen Messias geschrieben.
Am 13. April 1742 wurde das Oratorium in Dublin aufgeführt.
Leider wiederholte sich dieser Erfolg, aber nicht in London, da sich religiöse Einwände der Protestanten regten.
Fast 30 Jahre lang hatte Händel sich mit Opern beschäftigt, jedoch ohne finanzielle Vorteile daraus ziehen zu können.
Die Zustimmung zum Oratorium in Dublin beflügelte ihn, sich von nun an nur noch diesem Thema zu widmen.
Der Messias stand am Anfang dieser Entwicklung, die Händel mehr Ansehen brachte, als alle seine anderen Werke.
Inhaltlich geht es um das Leben und Leiden Jesus in seiner Bedeutung für die Menschheit.
Der "Messias" ist in drei Teile gegliedert: die Geburt Jesus, die Leidens-Geschichte und das ewige Leben, welches als Symbol für den unerschütterlichen christlichen Glauben und die Dankbarkeit und Demut vor Gott steht.
Der Dichter des "Messias" hieß Charles Jennens und hielt Händels Vertonung keineswegs entsprechend.
Nach der umstrittenen Londoner Aufführung, für die Händel auf Jennens Wunsch zwar einige, aber anscheinend nicht genügende Änderungen vorgenommen hatte, sprachen beide wochenlang kein Wort mehr miteinander und waren verfeindet.
Dennoch setzte sich Händels Komposition durch.
Gegen Ende des Sommers 1742 war Händel wieder in London.
Nach den Schwierigkeiten der vergangen Jahre war der Erfolg in Dublin eine große Abwechslung, und Händel führte nun ein geordnetes Leben.
Er hatte das Komponieren von Opern aufgegeben, obwohl er diesbezüglich viele und verlockende Angebote bekam.
Die Spielzeit 1743, in deren Mittelpunkt die Aufführung der Oper "Samson" stand, war ein voller Erfolg.
1748 war das Jahr des Friedens in Aachen.
Händel erhielt daraufhin den Auftrag, für ein Feuerwerk ein Stück zu komponieren.
So entstand die "Feuerwerksmusik".
Noch 1759 leitete Händel eine seiner alten Oratorien.
Am 14 April 1759, starb Händel im Alter von 74 Jahren in seinem Haus in der Brook Street.
Wenige Tage vor seinen Tode hatte der kinderlose Mann sein Testament geändert.
Darin stand, dass 1 000 Pfund an die Unterstützung notleidender Künstler gehen, 600 Pfund seinem Diener Duburk und das der Rest unter denn Freunden und Angestellten aufgeteilt werden sollte.
Zu seiner Beerdigung kamen am 20.April 1759 ca. 3000 Londoner Bürger.
Große Chöre gaben sich dabei die Ehre.
Der Chapel Royal, der St. Pauls Cathedral und der Westminster Abbey sangen die Trauerhymne.
Solche Ehre wurde nur bestimmten englischen Persönlichkeiten zugewiesen.
Der deutsche Bürger war in England nicht beliebt.
In einem Kommentar von Jonathan Swift über Händel heißt es :
"Ein Deutscher, und ein Genie - ein Wunder".
Die Oratorien von Händel wurden in England zu nationalen Institutionen, fast einer Art Gottesdienst.
Händel schrieb in seinem Leben
18 Orgelkonzerte, 40 Opern und 21 weitere Oratorien.
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