Frederik Wolfgang von Fells
Faustspaltereien
Inspired by Esther Wolf
Des Lustspiels erster Teil
Die Nacht war klar, der Vollmond lachte
Richard gespannt vor seiner Kammer wachte
Es war ihm aufgefallen, nur zu klar,
Dass Kammerdiener Mark ihn im Auge sah!
Und schnell geschah’s, binnen der ersten Stund
Drehte Mark zu Richards Kammer seine Rund!
Lüsternd schnaubend schlich er entlang
Dem Hörer wurde es rasch in der Hose bang
„Nun ist’s soweit“, hauchte Richard entzückt,
„er geht mir ins Netz, es ist schon geglückt!“
Und wie’s gesagt, trat’s auch in Kraft
Hatte Mark es direkt vor Richards Augen gepackt!
Doch beschämt konnte dieser keinen Schritt mehr wagen
erkannte die List und fühlte sich vor Pein erschlagen!
„Was wolltest du mit dieser Hosenbeule, sprich!“
Entgegnete ihm hochamüsiert das Friseurangesicht.
„Die blonde Kurtisane erwählen!“
„Das kannst du jemand anderem erzählen!“
„So, mein Freund, verspürst du nicht die großartige Lust?“
Verkündete Richard mit stolz geschwellter Brust
So langsam wollte ich dir mal verkünden
Wie gern ich mich mit dir würde verbünden!"
Doch Mark antwortete schlicht:
„Nein, das würde mich dir ach zu stark versünden!
So einen Unfug mach ich nicht!“
Aber Richard trotzte seinem sturen Gemüt
Hatte auch in seiner Hose schon längst etwas geblüht!
Erlösung wünschte er sich in Lende und Po
So richtig mit Knospen und Prostata und so!
„Nie bekommst du mich zum koitieren!“
Begann Mark zu argumentatieren
„Seit Anbeginn der Zeit galt ich als Vollblutmacho!
Das heißt: Ich bin 100prozentig hetero!“
Doch Richard hatte weit gestrebt
Sich diese Worte schon vorgelegt:
„Ich bin ein Teil von jener Kraft
Die Orgasmen will und Liebe macht!
Ich bin ein Teil der stets verneint
Profanes sagt und Geschlechtsverkehr meint!
Und das mit recht, denn alles männliche was entsteht
Hat ein Recht dass es mit einem Burschen zu Bette geht!
Burgen mit hohen Mauern und Zinnen,
Mädchen mit stolzen höhnenden Sinnen,
sind mir bei deinem Anblick völlig egal,
Entlade bei dir gerne meinen heiligen Gral!“
Mark, geschockt, doch tief berührt
Wurde rasch von roten Wangen geziert
Sein Innerstes erstrahlte heiter
Und seine Hosenbeule wuchs beständig weiter!
„Der Frühling sendet sein blaues Band schimmernd durch die Lüfte,
was interessieren mich da wohlgeformte weibliche Brüste?“
Doch eine letzte Sorge noch auf Marks Schultern schlief
„Hast du auch ein Präservativ?“
„Nein!“, schrie Richard, die Mundwinkel verziehen
„Ich habe mein letztes heute morgen dem Hofnarr geliehen!
Er bettelte so, und machte mich weich,
da entledigte ich mich des Gummi gleich!“
„Und was machen wir jetzt?“, begann Mark zu schniefen
Aus den Augen beständig Tränen liefen
Wie gern würde er aufhören zu stammeln,
um Richard stattdessen mit voller Wucht in den Podex zu rammeln?
„Verzage nicht!“, lenkte der Friseur behände ein
„Führe ihn in meinen Mund hinein!
Und morgen früh, in heller Stund
Kaufe ich schnell ein neues Gummirund!“
Doch, welch Glück, so weit musste es gar nicht kommen
Hatte sich doch der Kaiser selbst besonnen,
Wollte Richards Dienste sich zu nutzen machen,
hörte bei Marks Anblick aber rasch auf zu lachen
Bei seiner Pein gegrämten Flucht
Flatterte durch sein Kleid die Schlossesluft
Und wie er auch so hetzend rann’t
Fiel ihm sein Kondom aus dem Gewand!
„Juchu“, begann Richard hinterher zu schielen,
„Dieses Gummi kann gut unseren Zwecken dienen!
Komme mit, mein junger Knabe,
auf dass ich mich an deinen Früchten labe!
Und noch ehe der Hahn dreimal kräht,
Habe ich dich dreizehnmal flach gelegt!“
Doch Mark, ängstlich und wenig entzückt
Stolpert bei den jähen Worten einen Schritt zurück.
„Ich könnte dich umspielen, doch weiß ich nicht wie!
Ich will einen Mann befriedigen, doch tat ich es noch nie!“
Richard begriff rasch, doch wollte es nicht wahrhaben
Konnte sich etwa noch nie jemand an Marks Künsten laben?
Nach kurzer Zeit formulierte er es genau:
„Ey Alta, biste etwa noch Jungfrau?“
„Ja, und mach keine Witze drüber,
sonst hau ich ab und treib’s mit dem Kaiser lieber!“
„Ach Quatsch“, murmelte Richard erregt,
„Du hast schon viel zu lang als Jungfrau gelebt!
Komm in meine Kammer und ich lasse dich erst mal deine Seele sammeln!“
„Und du bist auch nicht grob zu mir?“
„Nein! Ich liebe dich und helfe dir!
Und danach werden wir wie die Wilden rammeln!“
Und mit einem letzten Gedanken betrat Mark die Kammer, als Richard in küsste:
„Boah, wenn meine nymphomanische Schwester das wüsste!“
Coming soon:
Des Lustspiels zweiter Teil! (Die SEXSZENE!!!)
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Ich bedanke mich ganz herzlich bei meinen großen Vorbildern Esther Wolf und Johann Wolfgang von Goethe; auf das Haarspaltereien in Zukunft in gymnasialen Oberstufen zur Pflichtlektüre werde!
Fortsetzung folgt...