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Da der Weg zum Chambers Pillar durch die sandige Simpson Desert führt, bin ich bei einer geführten Tour mitgefahren. Morgens um 7 geht es los. Ich werde vom Pioneer YHA abgeholt. Sechs Touristen hat der Fahrer in seinem Oka. Wir fahren einige Kilometer auf dem Stuart Highway nach Süden und beim Flughafen auf eine ungepflasterte Straße zuerst zu den Ewaninga Carvings. Hier haben Aboriginis abstrakte Malereien in freistehenden Felsen graviert. Sie erzählen eine lange Geschichte und ihnen wird große Bedeutung beigemessen, weil sie an offenen Felsen und nicht in Höhlen sind. |
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Weiter geht es nach Maryvale, dem wohl letzten Vorposten der Zivilisation in der Simpson Desert. Maryvale ist eine Station mit Tankstelle, Toiletten und Store. Über Maryvale führt übrigens der einzige Weg zum Chambers Pillar. Jetzt sind es noch 58 km dahin. John, der Fahrer hält auf Zuruf. Bald müssen wir den Hugh River überqueren. Natürlich und zum Glück ist der trocken. Wenn es regnet, wird aus dem trockenen Flußtal ein reißender Strom mit der Breite eines Highways. Da käme auch John mit seinem Oka nicht durch. Da in dem Flußbett zahlreiche Bäume stehen, könnte man leicht annehmen, einfach durch eine Senke zu fahren. |
Jetzt fahren wir durch die Simpson Desert, es ist hügelig und sandig. John bringt eine Fahnenstange am Wagen an. Damit kann ein entgegenkommender
Fahrer ihn auch dann sehen, wenn er in einer Kuhle ist. Aufgrund dessen, daß man hier sehr vorausschauend fahren muß, ist das sehr wichtig. Er hält nun
nicht mehr auf Zuruf, er fährt bis zur Spitze des Hügels und präsentiert uns einen tollen Blick über die Wüste. In der Ferne sieht man den Chambers Pillar.
So, wie an dieser Stelle Steine zurechtgelegt wurden, müssen hier mal Outback-Junkies gegrillt haben.
Bald gelangen wir am Chambers Pillar an. Eigentlich sind das drei
Sandstein-Felsen: Window Rock (Umarri), Castle Rock (Yayurara) und Chambers Pillar (Hirkawara).
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Vor dem Chambers Pillar steht Murphy Rock. An ihm hat sich die ganze Familie Murphy verewigt. Andere haben ihre Namen mit Jahreszahl in den Chambers Pillar eingekratzt. Damals war das noch nicht verboten, heute wird man dafür mit 5000 A$ bestraft. Der Chambers Pillar ist 50 Meter hoch, ein Besteigen ist auch strafbar. Bis zur Platform geht eine steile Treppe hinauf. Hier ist es sehr windig. Man kann aber sehr schön über die Simpson Desert blicken. Zu Fuße des Chambers Pillar liegt ein großes ausgetrocknetes Wasserloch. Hier haben sich die Aboriginis früher sicher öfters versammelt. In der sandigen Umgebung fand ich die Spuren eines Känguruhs, das es wohl sehr eilig hatte. |
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Am Horizont zieht ein Sandsturm auf, ein paar Regentropfen fallen vom Himmel.
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Auf einem privaten Weg fahren wir zum Stuart Highway. Dabei müssen wir die Central Australia Railway überqueren. Das macht John sehr vorsichtig. 77 km südlich von Alice Springs geht ein ungepflasterter Weg (22 km) zum Rainbow Valley. Der ist mit etwas Vorsicht auch mit einem einfachen 4WD oder auch Pkw befahrbar. Das Rainbow Valley ist eine Felsformation, die in vielen Farben strahlt, wenn die Sonne aus niedrigem Stand darauf scheint. Es lohnt sich, besonders am späten Nachmittag etwas länger zu bleiben und die Farbspiele zu beobachten. Die Rückseite des Berges ist gut bewachsen. Zudem stößt man hinter dem Berg auf den Mushroom Rock, einen Felsen, der von einer Seite betrachtet einem Pilz ähnelt. Auch hier im Rainbow Valley gibt es einen Campingplatz mit Grillstellen. Die Regierung des Northern Territory hat hier eine Luftaufnahme vom Rainbow Valley veröffentlicht. Es zeigt deutlich das Wasserloch vor dem Felsen. |
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| Zwei Wochen im Red Centre - Chambers Pillar, Ewaninga, Rainbow Valley, Simpson Desert | zurück zur Startseite |