Der Höhepunkt jeder Outback-Reise ist der Uluru. Uluru ist der Aborigini-Name für den Ayers Rock. Die traditional owners, die
hier lebenden Aboriginis nennen sich selbst Anangu.
Weil dieser Monolith sehr groß ist und
einige Wasserlöcher beherbergt, war er für die Ur-Australier schon immer von besonderer Bedeutung. Dazu kommt noch die Magie, die er
ausstrahlt, weil er von jedem Standpunkt aus betrachtet ganz anders aussieht. Das machen auch die Sonnenstrahlen, die auf die vielen
schwarzen Rinnen scheinen, an denen Regenwasser entlang herunterfließt. Diese Regenrinnen erinnern die Aboriginis an die Geschehnisse
der Dreamtime. Manche stellen den Kampf zwischen der guten und der bösen Schlangen dar. Dabei hatte glücklicherweise die gute gesiegt.
Um den Uluru herum gibt es viele Höhlen, die zu betreten es Nicht-Aboriginis untersagt ist. Manche Höhlen sind auch nur für Männer oder
nur für Frauen reserviert. Das Land hier gehört den Aboriginis, sie haben es der australischen Regierung nur verpachtet für 99 Jahre
(bis zum 25. Oktober 2084 für 150.000 A$ p.a.). Die Aboriginis bitten darum, den Uluru wegen seiner spirituellen Bedeutung
für sie nicht zu besteigen.
In dem Visitor-Center in der Nähe des Uluru kann man sich von Aboriginis viel über ihr Volk und ihre Traditionen erzählen lassen und ein Eis schlecken. Ich konnte den alten Aborigini nicht verstehen, das war übelster Slang. Von dem Visitor Center führt ein kurzer Wanderweg durch baumreiche Prärie zum Aufstieg. Auf diesem Weg soll man Gelegenheit haben, typische Pflanzen und Tiere zu finden. Mit Tieren sind wohl hauptsächlich giftige Schlangen und Spinnen gemeint, deren Nähe man besser meidet. In respektvollem Abstand liegt der Sunset View, ein Parkplatz, von dem aus man den Uluru gut am späten Nachmittag und in der Dämmerung betrachten und fotografieren kann. In vielleicht 50 m Abstand führt eine Straße um den Monolithen. An einem Parkplatz ist der Aufstieg. Man darf den Uluru nur bis 11 Uhr vormittags besteigen. In der Mittagshitze ist es da oben unerträglich, mal abgesehen vom Wind. Bei schlechtem Wetter (d.h. auch an besonders heißen Tagen) ist der Aufstieg aber gesperrt. Als ich auf den Uluru wollte, war der Aufstieg wegen kritischer Wettervorhersage gesperrt. Um in den Uluru National Park zu gelangen, muß man für drei Tage 16,25 A$ Eintritt zahlen für einen Pkw. Im Visitor Center im Ayers Rock Ressort und an der Rezeption des Outback Pioneer Hotel & YHA Lodge kann man die aktuelle Wetterlage und Wettervorhersage erfragen und erfährt auch, ob der Uluru oder Kata Tjuta gesperrt sind. Im YHA kann man in Lodges (37 A$) oder in großen Räumen (30 A$) im 20-Betten-Haus übernachten. Es gibt hier auch einen Campingplatz. Zum YHA gehört noch ein Freiluftpub mit einem Grill. Man kauft an der Theke rohes Känguruh-, Krokodil-, Emu- oder Lammfleisch und grillt es sich dann selbst, genau so, wie man es mag. Ein besonderer Spaß für Japaner. Von einem kleinen Hügel aus kann man hier auch den Uluru betrachten, man blickt von dort über den Ort Yulara, wo die Bediensteten wohnen. In einigen Kilometern Entfernung liegt der Flugplatz. Außerdem gibt es hier noch das Ayers Rock Ressort, ein Komplex mit Apartment-Hotel, Restaurants und Geschäften.
Die Regierung des Northern Territory hat hier und hier zwei Luftbilder vom Uluru veröffentlicht.
| Zwei Wochen im Red Centre - Uluru | zurück zur Startseite |