Rompeprop

Hässliche Gore Grinder im Konflikt mit dem niederländischen Königshaus


Nach tollen Veröffentlichungen, wie unserer Split des Monats September "Just A Matter Of Splatter", und umjubelter Auftritte, z.B. beim diesjährigen Obscene Extreme, wurde es Zeit ein Interview mit den Porn/Gore Grinder von Romprop zu machen. Bassist Micheil (Menstrual Mummy), stellte sich zur Verfügung meine Frage per E-mail zu beantworten und das in einem fetten Umfang. Der Kerl scheint wirklich viel Zeit zu haben. ;) Lest dieses witzige Interview und erfahrt etwas über Unfälle, Harmonizer und Blastbeats. Viel Spaß!!! (die verwendeten live Fotos stammen von www.obscene.cz)


NachWuchsReiter: Hi Micheil! Danke, dass du dem NECROSLAUGHTER WEBZINE ein Interview gibst!
Micheil: Nein, ich danke euch! Ihr habt eine tolle Site, also ist, das ein Vergnügen!

NachWuchsReiter: Ihr habt eine neue CD raus, die mit "Just A Matter Of Splatter" betitelt ist. Was ist der Unterschied zwischen dieser Split und dem "Pornflakes" Album?
Micheil: Ähm, wir haben andere Songs benutzt, hehe. Nee, das ist Schwachsinn. Ich denke es gibt keinen großen Unterschied. Vielleicht ist dieser Release etwas brutaler als der Vorgänger, mehr Uptempo-, weniger Midtempoparts. Wir haben die CD auch in einem anderen Studio aufgenommen, also ist der Sound ein bisschen anders. Eben die logische Folge von "Hellcock's Pornflakes".

NachWuchsReiter: Was war wichtig für euch, die neue CD betreffend? Was wolltet ihr erreichen?
Micheil: Nichts besonders. Wir hatten neue Songs, also dachten wir, dass es Zeit wäre für eine neue CD. Vielleicht war eine Sache, die wir schaffen wollten, eine letzte brutale CD mit Steven Smegma, unserem alten Meister des Gurgelns, raus zu bringen. Bloß um ihm die Chance zu geben sein Verlassen der Band zu erklären und ihm das letzte schmutzige Bellen in die Welt zu gestatten.

NachWuchsReiter: Auf ""Just A Matter Of Splatter", Stevens letzter CD mit euch, steuerte er richtig geile Screams zu "We Want Gore" bei. Das macht eure Vocals nochmals interessanter. Wollt ihr in der Zukunft weiterhin Schreie einbauen oder war das Ganze nur ein Experiment?
Micheil: Es war in der Tat eine Art Experiment. Nachdem er uns verlassen hatte beschlossen wir drei uns die Vocals zu teilen. Es wäre jedoch sehr langweilig, wenn wir alle das gleiche Gurgeln machen würden. Also haben wir ein paar verschiedene Schreie und Grunzer ausprobiert. Der Song war ideal dafür und wir denken, dass das Ergebnis ziemlich okay ist. Wir werden so was nicht in jedem Song nutzen aber, in Zukunft, bestimmt öfter einsetzen.
Ich würde noch gerne daran erinnern, dass viele Gurgler auf der Split bereits von Dr. Dente und Jores stammen.


NachWuchsReiter: Wie ist der Kontakt mit Tu Carne zustande gekommen? Seid ihr befreundet oder ist das nur eine weitere Split mit einer Band deren Musik ihr mögt?
Micheil: Wir denken, dass Tu Carne ein ziemlich kranke Band sind. Wir hören ihr Zeug oft im Proberaum. Als Roman (von Bizarre Leprous) uns sagte, dass sie interessiert wären an einer Split CD mit Rompeprop, brauchten sie natürlich nicht zweimal zu fragen. Wir sind froh, dass wir es gemacht haben und stolz, dass wir die Chance hatten eine Scheibe mit diesen Grindsickos aufzunehmen.



NachWuchsReiter: Gibt es eine Band da draußen, die der perfekte Partner für eine Split CD wäre? Mit welcher Band wäre es eine Ehre zu arbeiten?
Micheil: Es gibt eine: Bile! Das ist ein Projekt von Loek (Bassist von Inhume), Ben (Gitarrist von Inhume) und Nabbe, der hinter den Kesseln sitzt. Diese verrückten Grolsch-Grinder würden perfekt passen! Außerdem sind sie gute Freunde von uns und wir haben viele Gigs zusammen gespielt. Vielleicht werden wir eine Live-Split mit ihnen machen...

NachWuchsReiter: Erzähl mal was zu eurer Bandgeschichte! Wie lange gibt es Rompeprop, Line-up Wechsel, CDs, etc.
Micheil: Die Idee wurde von Steven Smegma geboren. Im Dezember 2000, einige Jahre nachdem er bei seiner vorherigen Band Bowelcrust ausgestiegen war, war seine Lust nach Blut noch immer nicht gestillt. Im Dynamo Club traf er Dente (Gitarrist) und Jores (Drums) und die drei beschlossen, nur des Spaßes wegen, etwas Krach zusammen zu machen. Bier trinken und die Wochenenden mit Grind verbringen. Sie hatten eine geile Zeit zusammen und rotzen einen Song nach dem anderen raus. Also hatten sie im Februar 2001 bereits fast alle Songs für unser erstes Album "Menstrual Stomphulk" fertig. Eine Sache aber fehlte ihnen…ein Bassist!
Im Mai traf ich diese Arschlöscher auf dem Fuck The Commerce, eigentlich nur wegen eines Unfalls. Als sie zu diesem Festival fuhren verreckte ihre Karre und ich und meine Freunde beschlossen diesen armen Kerlen zu helfen. So fuhren wir gemeinsam zum Festival.
Nach einigen Tagen mit viel alkoholischem Spaß sagten sie zu mir: "Hicks…also Micheil…hicks…es ist echt Schade, das du keinen Bass spielst…hicks…du hättest perfekt in unsere neue Band Rompeprop gepasst…hicks." Die blöde Sache dabei war, dass ich nicht wusste, dass sie einen Bassisten suchten. Noch blöder war die Tatsache, dass ich zur gleichen Zeit eine neue Band suchte. Es war also ein riesiger Zufall.
Einige Tage später probten wir gemeinsam und bei derselben Probe entstand "Pelikanelul". Rompeprop waren vollständig!
Im Februar 2002 brachten wir unsere erste CD "Menstrual Stomphulk" raus. Ein großer Erfolg! Die ersten 500 Stück waren innerhalb eines Monats ausverkauft. Unseren ersten Auftritt hatten wir im Dynamo Club, weitere in der Umgebung von Eindhoven sollten folgen.
Ein Jahr später, im Februar 2003, nahmen wir "Hellcock's Pornflakes" auf, was der Anfang von Gigs weiter entfernt war. Wir spielten an verschiedenen Orten in Holland, z.B. "Dynamo - Houdoe en Bedankt Fest" mit Doro, Skyclad, Sinister, Destroyer 666, etc. oder "Op Volle Snoeren" mit Gorerotted, C.B.T., Inhume, Pigsty und L.D.O.H. Wir hatten viele Auftritte.
Steven kam damit nicht mehr klar. Seine schlechte Gesundheit und sein Job zwangen ihn die Band zu verlassen. Das war ein großer Schock, denn er war ein super Kumpel und ein großartiger Frontmann. Wir versuchten einen neuen Vokalisten zu finden aber, das funktionierte nicht. Das waren alles gute Jungs aber sie passten nicht. Sie waren zu ernsthaft, während wir nur ein Haufen besoffener, dummer Gore Grinder sind, die nur Scheiße machen…
Also entschieden wir uns das Gurgeln selbst zu übernehmen und das war gar nicht so schlecht. Da Steven die Band verließ wollten wir, dass er die meisten Vokals auf "Just A Matter Of Splatter" übernehmen sollte, als eine Art Abschied und um zu erklären warum er aufhört. Natürlich auch, weil er den Pitchifter, wie kein anderer benutzen konnte.
Nach dieser Zeit waren wir sehr neugierig, ob die Fans Rompeprop so mögen würden, wie vorher, da Steven der Frontmann war und nun nur noch wir drei übrig waren, also ein großer Teil fehlte.
Aber wir haben aus der ganzen Welt tolles Feedback bekommen. Unglaublich!
Danach spielten wir viele Gigs: "No Fillers Just Killers" in Deutschland, "Sursee" in der Schweiz, "Obscene Extreme" in Tschechien, "Maryland Deathfest" in den Vereinigeten Staaten und an vielen weiteren Orten.


NachWuchsReiter: Heutzutage bietet das Internet Bands die Chance sich der ganzen Welt zu präsentieren. Warum gibt es keine Rompeprop Homepage? Habt ihr Pläne für so etwas?
Micheil: Wir arbeiten daran. Keiner von uns ist ein Computerfreak, also hat es gedauert aber wir haben einen Anfang gemacht. Hier findet ihr eben diesen: http://home.zonnet.nl/zilver_band/rompesite/
Noch immer im Aufbau aber hoffentlich bald fertig, hehe.

NachWuchsReiter: Ihr teilt euch Stevens Arbeit aber ein Frontmann bringt immer Bewegung auf der Bühne. Gibt es nicht doch die Chance für einen neuen Vokalisten?
Micheil: Diese Möglichkeit gibt es immer. Alkoholische Gore-Bastarde, besonders weibliche, die keine Hemmungen und kein Hirn und immer Pornos im Kopf haben (keine zärtlichen oder schwulen) sind immer bei einer Probe willkommen.

NachWuchsReiter: Warum tragt ihr bei euren Auftritten Masken? Gibt es eine Chance euch ohne diese Dinger auf der Bühne zu begutachten?
Micheil: Wir sind zu hässlich zum Betrachten. Sogar für Gore Grind. Nein, wirklich, das ist kein Witz! In Dr. Dentes jungen Jahren hatten seine Eltern kein Geld ihm eine Zahnspange zu kaufen, also hat er jetzt eine Pferdefresse. Manchmal, wenn er seinen Mundschutz auf der Bühne nicht trägt, bedeckt er seinen Mund mit Blut oder lässt seine Haare vor seinem Gesicht hängen, damit man nichts sieht. Wenn man seine Augen genau betrachtet, merkt man, dass die ebenfalls komisch sind. Er hat eine seltsame "Augendruckkrankheit". Ist er zu aktiv ploppen diese Dinger fast raus.
Ich wurde vor 6 ½ Jahren von einem Dobermann angegriffen. Dieses blöde Tier biss mich in meinen linken Arm, mein Gesicht und in meinen Bauch, knapp über meinen Schwanz. Also habe ich eine große Narbe an meinem linken Unterarm, eine vom linken Ohr bis zur Nase und zu guter letzt eine von meinem Nabel bis…zu meinem Schwanz. Warum meinst du gaben sie mir den Namen "Menstrual Mummy"?
Jores hat einfach keine Haare aber, das ist ein Geheimnis, also habt ihr das nicht von mir.
Ich denke, dass man uns niemals ohne Masken auf der Bühne sehen wird.

NachWuchsReiter: Eure Artworks, Lyrics und euer ganzes Image bestehen aus Pornografie. Beschäftigt ihr euch auch mit Pornos in eurer Freizeit oder hat eure Privatleben damit nichts zu tun?
Micheil: Die Pornoindustrie ist ein Teil meines Lebens. Die momentane Wirtschaftssituation zwingt mich mir etwas "Schwarzgeld", neben meinem normalen Job, in dieser Szene dazu zu verdienen. Um mein Leben bezahlen zu können habe ich alte, einsame Frauen gefickt, die die 60 schon überschritten hatten. Es ist ein schmutziger Job, der aber gut bezahlt wird und einer muss ihn ja machen. In einer gewissen Weise bin ich eine Art Sozialarbeiter.

NachWuchsReiter: Gibt es eine (berühmte) Frau (oder einen Mann), die ihr gerne auf einem eurer CD Cover sehen würdet (wahrscheinlich nackt)?
Micheil: Wir hatten eine. Maxima, Prinzessin von Prinz Willem-Alexander, der Niederlande. Wenn du dir, unsere erste CD von hinten anguckst, siehst du diesen mongoloiden Kerl mit seiner pissenden Fotze. Im Original war, das Maxima mit ihrer pissenden Muschi aber nach einigen Recherchen sagte uns so ein offizieller Typ, dass wir großen Ärger und eine hohe Strafe erwarten könnten, wenn wir diese Idee verwirklichen würden. Eines Tages werden wir, das vielleicht machen, wenn wir das Geld oder nichts mehr zu verlieren haben…

NachWuchsReiter: Ihr habt ein ziemlich extremes Pornoimage. Wie akzeptiert man euch in euren Familien?
Micheil: Fast komplett! Unsere Familien mögen unser Zeug sehr gerne, weil sie selbst Pornofreaks sind. Fakt ist, dass einige unserer Lyrics von ihnen geschrieben wurden. Manche Texte sind sogar inspiriert von Dingen, die wir sie tun sahen. Z.B. "I am The Dolphin Sprayhole Fucker" basiert auf einer wahren Geschichte, die Jores Bruder Hendrik-Jan erlebt hat (leider ist der Songtext auf niederländisch, Anm. d. Verf.). Du siehst, dass sie uns voll und ganz unterstützen.

NachWuchsReiter: Welche Ziele stecken hinter euren Artworks? Wollt ihr einfach nur provozieren oder gibt es einen künstlerischen Aspekt?
Micheil: Ich denke nicht, dass unsere Artworks Provokation sind. Und sie sind auch nicht so gemeint. Alles was ein Mensch erfinden kann, soll auch eines Tages verwirklicht werden. Das gehört zu unserem Charakter. Es gibt viele Leute, die die Dinge denken oder tun worüber wir schreiben aber sie trauen sich nicht darüber zu sprechen. Wir machen es einfacher für solche Leute, indem wir diese Dinge zur Sprache bringen. Wir halten ihnen nur den Spiegel vor.

NachWuchsReiter: Gibt es etwas, was zu krank oder pervers wäre um einen Song darüber zu machen? Über welches Thema würdet ihr niemals schreiben?
Micheil: Nein, so was gibt's nicht! Vielleicht politischer Scheiß aber nur, weil es uns nicht betrifft. Moment, warte! Wir würden niemals einen Song über "den Zick Zack Spermakundschafter" (hä? - Anm. d. Verf.) schreiben. Das ist viel zu überspitzt.
Aber, das sind die EINZIGEN zwei Sachen!

NachWuchsReiter: Könntet ihr euch vorstellen in Zukunft politische oder ernste Texte zu schreiben?
Micheil: Nö. Genau, wie ich bereits gesagt habe. Unsere Musik hat damit nichts am Hut. Schreiben wir nicht ernsthaft genug, haha?!

NachWuchsReiter: Eine ganze Menge Bands, in der Grindcoreszene, basteln Sample-Intros vor ihre eigentlichen Songs. Was mögt ihr an solchen Intros? Unterscheiden sich eure Intros von denen anderer Bands?
Micheil: Wenn das Sample zum Song passt ist es in Ordnung, denke ich. Aber man muss aufpassen, dass es nicht zu lang wird. Dass man also nicht mehr Intro als Song hat. Es muss ein Bonus sein und nicht etwas, das den Song ausmacht.
Nur die Intros von "Menstrual Stomphulk" sind anders. Die anderen unterscheiden sich nicht wirklich von denen anderer Bands.

NachWuchsReiter: Ihr schreibt relativ simple Gitarrenriffs. Könnt ihr euch vorstellen technischer zu werden oder passt, das nicht zu eurem Musikstil? Ich denke es gibt eine leichte Weiterentwicklung auf der Tu Carne Split.
Micheil: Ich denke nicht, dass wir, das machen müssen. "Um so einfacher, desto eingängiger!" Außerdem sind technische Riffs beschissen, wenn du besoffen auf der Bühne stehst. Und, das kommt ziemlich oft vor…

NachWuchsReiter: Wären Growls ohne Effekte etwas für euch oder wird der Harmonizer für immer zu Rompeprop gehören?
Micheil: Auf keinen Fall! Das Teil ist unser bester Freund und sehr wichtig für den Klang unserer Musik. Wir werden NIEMALS ohne es spielen. Es wäre das Gleiche, wenn wir die Gitarrenverzerrung weglassen würden. Stell dir das mal vor! Das wäre genauso bescheuert.
Also, kein Harmonizer, kein Rompeprop!

NachWuchsReiter: Eure Songs bestehen hauptsächlich aus Uptempoteilen ohne Blastbeats. Wie wichtig sind die Blasts für eure Musik? Warum setzt ihr sie relativ selten ein?
Micheil: In einer gewissen Weise sind sie sehr wichtig. Wenn du einen Song nur im Midtempo schreibst wird er irgendwann langweilig. Also braucht man Umtempo oder Blasts um aus dem Midtempo raus zu kommen.
Ein anderer Grund einen Blastteil zu haben ist, weil er wie ein Porno ist.
Man fängt ein Mädchen einfach und gemütlich an zu ficken. Und langsam beginnt man die Schlampe so hart zu bumsen, wie man kann. Am Ende nimmt man sie so brutal, dass ihr Kopf hoch und runter fliegt und sie nicht mehr weiß wo sie ist und die einzige Sache, die sie noch tun kann ist laut zu schreien: "Ja! Ja! Härter! Fick mich, härter!"
Das ist schön zu hören und zu tun. Und, wenn sie dir nach einer Zeit einen bläst und deinen Schwanz auslutscht, dann hast du dein Mid- oder Uptempo wieder. Das ist erstaunlich. Darum ist ein Blastteil wichtig. Aber ich mag auch einen Blowjob ohne einen Fick. Also ist es nicht immer ein Muss. (Reden wir jetzt hier von Blast- oder Blase- Teil? - Anm. d. Korrektors)


NachWuchsReiter: Könntet ihr euch vorstellen irgendwann auf Death Metal umzusteigen oder wird sich euer Grind niemals verändern?
Micheil: Vielleicht werden wir ein paar Deathriffs in unsere zukünftigen Songs stecken aber wir werden bei unserem Basissound bleiben. Es ist nett ein bisschen zu experimentieren, trotzdem werden wir unseren Stil nicht verändern. Viele Bands machen das, doch es ist Schade. Ich mag eine Band wegen den Songs, die sie geschrieben haben und nicht wegen dem Stil der Songs, die sie vielleicht in Zukunft machen werden. Wenn also jemand von uns die Lust verspürt Death Metal zu machen, dann muss er eine neue Band gründen, denn Rompeprop ist Gore Grind und wird es immer bleiben!

NachWuchsReiter: Eine sehr beliebte Porn Grind Band verabschiedet sich von ihrem Image und der blastenden Mucke. Was hältst du von dem neuen Cock And Ball Torture Album?
Micheil: Tolle Band aber ihre älteren CDs sind besser. Die Neue ist ein bisschen langweilig. Es gibt sehr wenig Variation in den neuen Songs, und genau, wie du sagst, ich vermisse die Blastparts.

NachWuchsReiter: Was denkst du über klassischen Grindcore, wie ihn etwa Napalm Death spielen/spielten?
Micheil: Das ist geil! Bands, wie Napalm Death und Carcass machten eine Art Grindcore, die man einfach mögen muss. Ich höre mir diesen Scheiß jeden Tag an und bin abhängig davon. Das ist gutes, pures Zeug! Sie sind Götter, ihre Musik wird niemals sterben!

NachWuchsReiter: Nenn uns mal die beste Grind Band!
Micheil: Kann ich nicht, es gibt zwei. Impetigo und Gut. Ich denke, da ist keine Erklärung notwendig.

NachWuchsReiter: Image ist ein Hauptteil eurer Band. Glaubst du, dass ihr genauso erfolgreich wärt, wie heute, wenn ihr keine Masken tragen würdet, normale CD Cover hättet und die Lyrics nicht abdrucken würdet?
Micheil: Unsere Musik ist natürlich das Wichtigste aber die anderen Dinge spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Wir wollten nie eine T-Shirt/Jeans Band sein, weil das nicht zu der Band und unserer Lebensweise gepasst hätte. Wir wollen die Leute sehen lassen, worüber wir singen. Sie sollen die "Welt" von Rompeprop sehen. Mit unseren Kostümen geben wir den Zuschauern etwas Visuelles auf der Bühne und, das es macht interessanter als, wenn wir es nicht machen würden. Das gilt genauso für die Artworks. Die Lyrics sind, wegen dem einfachen Grund, dabei, weil sonst niemand verstehen würde worüber wir gurgeln. Und das wäre eine Schande!
Also nein, ich denke wir wären nicht so, wie jetzt, wenn wir uns nicht in dieser Weise ausdrücken könnten.

NachWuchsReiter: Wie wichtig ist die Band für dich persönlich? Was würdest du für sie aufgeben?
Micheil: Fast alles, wirklich! Außer meinem Bier, meinem Schwanz und meiner linken bzw. rechten Hand. Die Band ist mein Leben!

NachWuchsReiter: Erzähl mal etwas über eure Tourpläne! Besonders in Deutschland.
Micheil: Es tut mir leid dir sagen zu müssen, dass wir im Moment keinen einzigen Gig in Deutschland geplant haben. Wir hatten gerade einen auf dem Gorefest in Trier. Einige Auftritte sind in Weert, Holland ("Bloodshedfest"), Eindhoven, Holland ("Gorecity I") und wir machen eine einmonatige Tour durch Brasilien (Rio De Janeiro, Sao Paulo, etc.). Außerdem haben wir noch Gigs in Belgien, Frankreich und Tschechien.

NachWuchsReiter: Da wir uns dem Ende des Interviews nähern, wird es Zeit für die Zukunftsfrage (Album, Tour, etc.).
Micheil: Im Moment arbeiten wir an einer neuen CD (Digipack), die irgendwann 2005 erscheinen soll. Den Rest des Jahres werden wir mit Auftritten verbringen. Im Januar 2005 werden wir die Gigs mit der großen Brasilien Tour beenden. Danach werden wir die CD fertig stellen und aufnehmen, die irgendwann Mitte 2005 erhältlich sein soll. Ich muss noch sagen, dass wir unsere erste CD "Menstrual Stomphulk" noch mal raus bringen, weil wir einige Probleme mit unserem alten Label hatten. Es hat etwas gedauert doch jetzt haben wir unsere Rechte zurück und wir werden dieses Stück Scheiße so schnell, wie möglich, raus hauen!

NachWuchsReiter: Vielen Dank für das Interview! Du hast dir echt Mühe gemacht und verdammt viel geschrieben. Respekt dafür!
Die letzten Worte gehören dir.
Micheil: Vielen Dank für deine Unterstützung, Mann! Stay Gore und lasst eure Schwänze um euch herum schwingen! Natürlich nicht die Frauen, ihr spreizt einfach die Beine und den Rest erledigen wir, hehe.
Cheers!!!

Interview:NachWuchsReiter 12.10.2004

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