![]() |
||
| . Home Kolleg Ausbildung Träger Kollegiaten Ausschreibung Publikationen Links Kontakt |
Yoan Vilain Paris - Berlin Projektbeschreibung - Lebenslauf - Veröffentlichungen FORSCHUNGSPROJEKT Der Fragestellung dieser Arbeit liegt eine spezielle Wahrnehmung der Dezentralisierung zugrunde. Hier wird nicht nur erforscht, was die jeweilige Verfassung hinsichtlich einer Dezentralisierung von Aufgaben vorschreibt, sondern auch, was sie verbietet. Ist ein Mehr an Aufgaben für die Kommunen nicht auch ein Weniger an Handlungsspielraum? Dementsprechend nimmt der in dieser Arbeit vorgenommene deutsch-französische Rechtsvergleich die Autonomie der Gebietskörperschaften in den Blick, die das tertium comparationis der Untersuchung darstellt. Dabei hat die Arbeit erstens zum Ziel, eine rechtsvergleichende Typologie dieser Autonomie zu erstellen. Unterschiede und Ähnlichkeiten der jeweiligen Funktionen der Gebietskörperschaften in Frankreich und Deutschland werden herausgearbeitet. Im Anschluss dazu wird die herrschende Ansicht in Frage gestellt, dass der größte Dezentralisierungsgrad in Bundesstaaten zu finden sei. Einheitsstaaten können in vieler Hinsicht dezentraler sein. Das Fehlen einer substaatlichen Ebene kann in einem polyzentrischen Mehrebenensystem strukturell dazu führen, dass das kommunale Selbstverwaltungsrecht auf zentraler Ebene effizienter wahrgenommen wird. Darüber hinaus soll durch den deutsch-französischen Ansatz gezeigt werden, dass es sich bei der Dezentralisierung um ein Element "gemeineuropäischer" Verfassungsstaatlichkeit und ein Strukturprinzip Europas handelt. Aus
theoretischer Sicht führt diese Untersuchung dazu, die Funktion
des Staates im seinem Verhältnis zu den Kommunen zu prüfen.
Die Dezentralisierung von Staatsaufgaben markiert den Höhepunkt
des generellen Trends, Leistungen, die bislang von der Ministerialverwaltung
wahrgenommen worden sind, drastisch zu reduzieren bzw. zu übertragen.
Zentrales Erkenntnisinteresse der Untersuchung ist es zu klären,
inwiefern die Staatsaufsicht genuine Aufgabe der unmittelbaren Staatsverwaltung
und daher dogmatisch aufzuwerten ist. AUSBILDUNG 10/2006 - 09/2009: Forschungsaufenthalte am Centre Marc Bloch (CNRS, Berlin) und an der Deutsche Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer. Assoziierter Kollegiat am Grakov (HU Berlin). 10/2006 - 02/2008: Exzellenz-Stipendium des französischen Auswärtigen Amts (Lavoisier Programm). 10/2003 - 09/2006: Wissenschaftlicher Mitarbeiter (allocataire-moniteur) an der Universität Paris 1 Panthéon-Sorbonne. Depuis
10/2003: Doppelpromotion an der Universität Paris 1 Panthéon-Sorbonne
(Prof. Dr. Dr. Otto Pfersmann) und an der Humboldt Universität
zu Berlin (Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Grimm) 10/2002 - 09/2003: Masterstudiengänge an der Universität Paris 1 Panthéon-Sorbonne und an der Humboldt Universität zu Berlin: DEA
(Master 2) an der Sorbonne in Rechtsvergleichung des öffentlichen
Rechtes der europäischen Staaten, Prädikat Gut (15,9P.,
Jahrgangsbester). Preis für die beste Magisterarbeit durch das
französische Zentrum für Rechtsvergleichung. LL.M.
an der Humboldt-Universität zu Berlin, Prädikat Summa cum
laude (1,0). 10/2001 - 08/2002: Maîtrise de Droit public (Hochschulabschluss), Prädikat Befriedigend. Auslandsstudium an der Humboldt-Universität zu Berlin (Sokrates-Programm). 10/1998 - 06/2001: Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Jean Moulin Lyon 3: DEUG (Zwischenprüfung) und Licence de droit (Bachelor). 06/1998:
Französisches Abitur. Prädikat Befriedigend. BERUFSERFAHRUNG 10/2003 - 09/2006: Lehrbeauftragter an der Universität Paris 1 Panthéon-Sorbonne in Bachelor- und Masterstudiengängen: Methodenlehre; öffentliches Wirtschaftsrecht; allgemeines Verwaltungsrecht; Grundrechte (Team-Leiter). Wissenschaftliche
Tätigkeit : 2006 - 2008: Doktorandenvertreter am Centre Marc Bloch (CMB). 10/2003 - 09/2006: Koordinator des Masterstudiengangs in Rechtsvergleichung der öffentlichen Rechte der europäischen Staaten an der Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne. Seit 2004: Mitglied des wissenschaftlichen Beirats bzw. der Organisationsteam folgender Tagungen: 10) Oktober 2009: Organisationsteam der Sommerkonferenz des Grakov (HU Berlin) zum Thema " The Rule of Law in a World of Multilevel Jurisdictions ". 9) Dezember 2008: Mitveranstalter mit Prof. Dr. Pascale Laborier und Prof. Dr. em. Helmut Wollmann einer Tagung (CMB und GRALE) zum Thema "Kommunale Selbstverwaltung in Europa: Auslauf- oder Zukunftsmodell? Im deutsch-französischen Vergleich und Dialog". 8) November 2008: Organisationsteam des Symposiums (CMB und Deutsches Historisches Museum) zum Thema "Im Namen der Freiheit: Verfassung und Verfassungswirklichkeit in Frankreich, Deutschland und Europa". 7) Juni 2008: Mitveranstalter der Konferenz (CMB und Walter Hallstein Institut) von Prof. Dr. Olivier Beaud über "Europa als Föderation? Relevanz und Bedeutung einer Bundeslehre für die Europäische Union". 6) Juni 2008: Organisationsteam der Sommerkonferenz des Grakov (HU Berlin) zum Thema "Europa jenseits seiner Grenzen. Historische, politologische und rechtliche Zugriffe". 5) Juni 2007: Mitveranstalter mit Dr. Danièle Bourcier, Prof. Dr. Geneviève Koubi und Prof. Dr. Yves Sintomer (CMB und CERSA) einer Tagung zum Thema "Beteiligung: Ansätze aus Politikwissenschaft und Recht in Deutschland und Frankreich". 4) Dezember 2005: Veranstalter unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Otto Pfersmann (Paris 1) und von Prof. Dr. Michael Thaler (Salzburg) eines internationalen Seminars zur Rechtsphilosophie an der juristischen Fakultät der Salzburger Universität. 3) November 2005: Mitveranstalter mit Dr. Valérie Amiraux, Prof. Dr. Olivier Beaud, Dr. Dieter Gosewinkel und Prof. Dr. Pascale Laborier einer Tagung (CMB und WZB) zum Thema "Was tun mit der Religion in staatlichen Schulen?". 1 & 2) September 2004 - September 2007: Gründer und Mitveranstalter der zwei ersten deutsch-französischen Doktorandenseminare zur europäischen Rechtsvergleichung (Paris 1 und DHV Speyer). VERÖFFENTLICHUNGEN |
|