Im volkskundlichen Studium habe ich gelernt, dass vieles was von Hexen/Esoterikern zum Thema "Jahreskreis" erzählt wird schlicht nicht stimmt. Aber das ist so eine Sache mit dem Glauben; er muss nicht bewiesen werden. Dennoch bin ich vorsichtig bei den Ausführungen über die Jahreskreisfeste. Auch wenn ich weiß, dass manche Feste erfunden sind, zelebriere ich sie. Weil sie mir Halt geben, weil sie mir Kraft geben und weil sie mich "anhalten". Ich kann mit ihnen aus meinem Alltag aussteigen, sie sind mein Anker.  Es gibt keine festen Tage an denen die Jahreskreisfeste gefeiert werden können. Ich habe oft erlebt, dass ich an anderen Tagen, manchmal paar Tage vor oder nach dem vermeintlichen Datum, es einfach fühle, dass jetzt die Zeit ist zu feiern. Entscheide selbst, was für dich wahr ist.

...Samhain

Samhain ist mein liebstes Fest. Der Tag hat einfach was Magisches, das kann man nicht leugnen. Es wird in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November gefeiert. Für mich hat Samhain einen festen Ablauf. Am Morgen wenn ich am 31. Oktober aufwache, rieche ich schon die Magie des Tages im Bett. Meistens beginne ich den Tag schon mit Kochen und Backen. Allerseelenbrot, angesetzter Wein, Speis und Eis wird vorbereitet. Anschließend besuche ich alle meine Ahnen, dass sind momentan 2 Gräber. Dort pflege ich das Grab und stelle Kerzen auf. Auf dem Weg aus dem Friedhof halte ich immer ein Auge offen, wenn ein Grablicht nicht brennen sollte, somit spreche ich für alle Seelen noch ein kleines Gebet. Meistens ist es da schon dunkel oder es dämmert schon. Am späten Abend wird gegessen und getrunken und eine Kerze im Fenster aufgestellt für die Toten. Diese Kerze brennt die ganze Nacht über.

Samhain ist die Zeit des Todes, des Endens, Loslassens, aber auch die Zeit des Opfers. Die Schleier zwischen unserer Welt, dem Diesseits, und dem Jenseits sind in der Nacht sehr dünn. Leicht lässt sich Kontakt zu unseren Ahnen und Verstorbenen herstellen. Sie spielen an dem Tag eine große Rolle... man ehrt sie, man stellt Bilder von ihnen auf, man deckt für sie einen Platz mit.

Samhain ist für mich immer ein wenig traurig und fröhlich zugleich. Am Anfang trauert ich immer um liebe Verstorbene, dann weiß ich aber, dass es ein Leben nach dem Tod gibt und der Tod eben nicht das Ende ist...

Typische Speisen die an Samhain serviert werden können sind Äpfel, Kürbis, Nüsse, Brot, Korn, Kartoffel, Apfelwein und Rotwein. Die Farben des Festes sind schwarz, braun und weiß.

...Jul

Einerseits die längste Nacht im Jahr, andererseits der kürzeste Tag im Jahr. Die Freude ist da, dass die Tage nun wieder länger werden. Draußen in der Natur merkt man noch nichts davon. Gefeiert wird es um den  21. Dezember herum. Ich feier selten Jul, was daran liegt, dass der Weihnachtsstress doch einen packt und schon genug zu tun ist, um Heiligabend mit der Familie zu planen. Jul geht in meinem Jahreskreis so etwas unter. Der Glaube hinter Jul besagt, dass an diesem Tag das Sonnenrad vollkommen zum Stillstand kommt. Wird es sich weiterdrehen? Deswegen wurden symbolisch in dieser Nacht alle Feuer und Lichter des eigenen Heimes gelöscht, um anschließend ein neues zu entfachen; selbstverständlich mit der Hand und nicht mit Feuerzeug. Es war das so genannte "Notfeuer". In dieses Feuer wurde dann ein Buchen- oder Wacholderholzstück hineingeworfen und ausgekohlt oder als Asche mit ins Haus genommen. Das sollte Glück, Segen und Schutz vor Blitzeinschlägen bringen. Ich habe vor einigen Jahren an Jul selbst versucht diesen Brauch durchzuführen und ich muss sagen, ich bin kläglich gescheitert ein Feuer zu entfachen.

Typische Speisen für Jul sind Wildbraten, Geflügel, Rotkohl, Zwiebel, Bratäpfel, Nüsse, Früchtekuchen, Lebkuchen, Kräutertees, Eierlikör, Glühwein und Weißwein. Die Farben des Festes sind rot, grün und gold.

...Imbolc

Imbolc, auch Lichtmess, Brigid und Oimelc (Mutterschafmilch, da um diese Zeit die ersten Lämmer geboren werden) genannt, wird am 2. Febr. gefeiert.  Imbolc ist das Fest des wiederkehrendes Lichtes und besitzt (angeblich) einen keltischen Ursprung. Nun sind endlich die drei dunkelsten Monate vorbei. Februar ist der kürzeste Monat in unserem Kalender. Er besitzt jedoch viel Kälte und zeigt dennoch auf der anderen Seite die ersten Frühlingsboten. Ist euch auch aufgefallen, wie verrückt die Vögel zwitschern, wenn die Sonne scheint? An Lichtmess wird es spätestens Zeit sich Gedanken fürs kommenden Jahr zu machen und dazu die ersten Schritte zu planen. Setzt euch hin, meditiert ein bisschen, bzw. was man heute sagen würde, schaltet eure Gedanken mal ein und hört euch zu. Überlegt welche neue Ziele ihr euch selbst stellen wollt und welche Ideen ihr verwirklichen wollt. Stellt euch dabei die Fragen, wohin ihr gehen wollt, wohin ihr  Kraft investieren wollt? Und ob ihr wirklich glücklich seid? Doch seid nicht zu voreilig mit euren Zielen und Wünschen, denn wenn man sich zu früh nach draußen drängt, muss man sich vielleicht noch mit dem herrschenden Frost auseinandersetzen. Noch sollte man stillhalten und warten.

Imbolc wird auch das "Fest der tausend Lichter" genannt. Wie der Name schon sagt, ist es die beste Zeit Kerzen aufzuladen und sich spirituell zu reinigen.  Dazu brauchst du natürlich Kerzen, einen spitzen Gegenstand zum Ritzen und Eiswasser (geschmolzenes Eis). Tauche die Kerzen mit ihrer unteren Hälfte in das Wasser. Dann sprichst du etwas ähnliches wie:  "Ich weihe die Kerzen mit Hilfe des Lichts. Sie soll stets hell brennen in dunklen Zeiten. " Tauch dann nacheinander jede Kerze hinein und leg sie auf ein Handtuch. Dann nimmst du den spitzen Gegenstand und ritzt unten in die Kerze ein Pentagramm. Diese Kerzen eignen sich besondern wenn du dich schlecht fühlst und ein Licht am Ende des Tunnels brauchst. 

Der Name "Februar" kommt aus dem lateinischen (Februare) und bedeutet "reinigen". Es hängt auch mit dem Wort "fibris" zusammen, welches "Fieber" bedeutet. Daher ist auch der Februar ideal fürs große Reinemachen. Schmeißt endlich alles weg, was ihr über 2 Jahre nicht angefasst oder gebraucht habt. Sei es in den Mülleiner, zur Spende oder auf den Dachboden. Februar ist die Zeit des Verschenkens, loslassen und Platz machen's fürs Neue. Du kannst dich auch selbst reinigen, indem du deine Hände in Eiswasser tauchst und dabei etwas ähnliches sagst: "Alles, was noch vom letzten Jahr an mir haftet wird abgewaschen."

Die Farben des Festes sind weiß, grün und gelb. Als Speisen eignet sich Lammfleisch, alle Milchprodukte (Milch, Käse, Butter, Joghurt und Quark), Fisch und Honig. Beliebt waren auch kleine runde Brote bzw. Waffeln.

...Ostara

Ostara, auch Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche genannt, wird um den 21.3. gefeiert. An diesem Tag ist die Nacht und der Tag gleich lang. Von diesem Augenblick an, hat das Licht endgültig über den Schatten gesiegt. Die Themen des März sind " das neue begrüßen" bzw. " die ersten Schritte wagen". Im Winter waren wir stets zurückgezogen und erneuerten unsere Energien und Ideen, jetzt wird es Zeit in die Hände zu spucken.  Wir sollten ernst machen für neue Projekte oder Ideen. Aus Fantasie wird Realität. Aus Planung wird Gesätes.

Um den Frühling zu begrüßen und um die Mutter Erde aus dem Winterschlaf zu wecken, wurden an Quellen oder Bäumen bunte Bänder aufgehängt. Auch das Schlagen mit Ruten (Zweige aus Birke, Hasel und Wacholder) brachte Wachstum, Gesundheit, Fruchtbarkeit und Glück!

Typische Ostaraspeisen sind Fisch (vor allem Lachs, und Forelle), Eier, Lamm, Kohl, Karotten, Honigkuchen, Bärlauch, Brennnessel, Waffeln und Met. Die Farben des Festes sind weiß, gold, gelb und alle Pastelltöne.

Traditionell werden an Ostara "Oster"-eier gefärbt. Es müssen allerdings nicht immer die Farben aus dem Kaufhaus sein... unsere Natur beinhaltet genügend Eierfarben :-)

Farbe Gelb:
Birkenblätter, Apfelbaumblätter, Kamilleblüten

Farbe Orange:
Karotten, getrocknete Ringelblumenblüten

Farbe Grün:
Brennnessel, Petersilie, Johanniskraut, Spinat

Farbe Rot:
Rote Beete, Rotkohlblätter, Schwarze Johannisbeeren

Farbe Blau:
Holunderbeeren, Heidelbeeren

Farbe Braun:
Kaffee, Tee, Zwiebelschalen, Haselnussstrauchblätter

Verziehungstechniken: Tolle Effekte erzielt man indem man ein Ei zum Beispiel mit Zwiebelschalen umwickelt und diesen in einen Nylonstrumpf steckt. So wird das Ei in das Farbbad gelegt. Strumpf wird erst abgenommen, wenn das Ei getrocknet ist. So kann man auch andere Motive ans Ei bringen. Leben sie zum Beispiel ein Blatt auf das Ei und geben Sie es in den Nylonstrumpf. Was meine Oma auch gemacht war, dass sie nach dem Zwiebelfärben mit einem Messer Muster ins Ei geritzt hat.

 

...Beltane

Beltane wird in der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai gefeiert. Es ist das Fest der Fruchtbarkeit, denn an diesem Tag wird die Vereinigung vom Männlichen und Weiblichen gefeiert. Der Sonnengott ist nun kein Jüngling mehr sondern ein Mann. Die Göttin wird durch seinen Samen befruchtet und wandelt sich von einer Jungfrau zur Mutter. Beltane steht also für die Leidenschaft, wilde Energie, Hoffnung, Liebe und Vereinigung. Der Altar wird nun bunt geschmückt mit Birkenzweigen, bunten Bändern und Blumen und mit Sonnensymbolen. Als Räucherung eignen sich feurige Düfte, wie Sandelholz und Weihrauch. Traditionell wird auch der Maibaum geschmückt, der normalerweise aus Birke oder der Esche besteht. Ebenso kann ein Beltanefeuer entfacht werden, worüber man springen kann, um damit eine Art Segnung zu erhalten.

Der Name April kommt aus dem lateinischen Wort "aperire", das soviel wie "sich öffnen" heißt. Im April öffnet sich eine Menge in der Natur, von Knospen und Blüten und natürlich auch unsere Laune. Obwohl es im April noch manchmal Frost, Stürme, wilden Regen und Kälte gibt ist die Natur bereit sich zu öffnen. Und das sollte auch von uns Menschen beherzigt werden. Wir haben im März erste Ideen für unsere Ziele und Plänen geschmiedet und jetzt muss mit wackeligen Beinen der ersten Schritt gewagt werden. Ängstlich darf man sein, Unsicher darf man sein, aber erst das Ausprobieren und das Wagen macht uns selbstsicher. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir direkt auf Gefahren losstürmen sollen. Sich öffnen bedeutet auch sich zu schützen, denn durch das Öffnen wird man verletzlich. Der Mai hingegen ist ein Monat um einfach wahrzunehmen und zu feiern. Die ersten Schritte für unsere Ziele und Ideen sind getan, jetzt haben wir uns eine kleine Verschnaufpause verdient. Wir genießen, um dann voller Tatendrang durchzustarten und weitere Schritte zu gehen, bis es nur noch vom Glück abhängt ob unsere Ideen und Wünsche wahr werden...

Die typischen Speisen zu Beltane sind Kräuter (Löwenzahn, Gänseblümchen, Weißdorn, Sauerampfer), Milch-, Eier- und Käseprodukte, sowie alle Arten von Butter. Zudem frische Salate, Erdbeeren, Kuchen, Gebäck und kandierte Blüten. Als Fleisch eignet sich Geflügel, Fisch oder Lamm. Als Getränk eignet sich Waldmeisterbowle, Met und Erdbeerwein.

 

... Litha

Litha, auch Mittsommer oder Sommersonnenwende genannt, wird am 21. Juni gefeiert. Dieser Tag ist der längste Tag im ganzen Jahr. Die Sonne bzw. das Licht hat nun ihren Höhepunkt und ihre vollste Kraft erreicht. Nach dieser Nacht werden die Tage wieder kürzer. Alles ist gesät und teilweise schon hoch gewachsen, es fehlt nur noch die Reife. Litha ohne einem Mitsommernachtsfeuer ist heute kaum vorstellbar. Es wird entzündet und jeder springt über das Feuer. Das schützt vor bösen Geistern und Hexen und bringt Reinigung und Glück.  Auch heute ein langsam wieder auflebender Brauch sind die Feuerräder, die einen Berg hinunter gerollt werden (Feuerräder stellen die Sonne dar, die durch den Himmel wandert).

Litha ist ideal für alle Arten von Weissagungen. Für prophetische Träume kann man ein Stück Beifuss neben sein Kopfkissen legen. Alles was man von seinen magischen Sachen loswerden möchte, sollte an diesem Tag ins Mittsommernachtsfeuer geworfen werden. Litha ist auch die Zeit der Elfen. Diese Nacht gehört ihnen und sie feiern an diesem Tag wie wild in ihren Steinkreisen. An Litha bzw. Johannitag (am 24.6.) werden traditionell Kräuter gesammelt, vor allem Eisenkraut und Johanniskraut. Ebenso kannst du deinen Hauseingang mit verschiedenen Kräutern schmücken. Litha eignet sich außerdem ausgezeichnet dafür seine Kristalle aufzuladen. Dafür die Steine vorher einfach reinigen (unter Wasser halten) und die Steine in die Morgensonne legen. Dort sollten sie bis zum Sonnenuntergang liegen.. Ideal ist an diesem Tag auch seinen Zauberstab herzustellen. Dazu sollte man sich morgens auf die Suche nach einem geeigneten Ast machen. Das Holz sollte idealerweise frisch und jung sein (nicht älter als ein Jahr). Bis zum Abend sollte er dann fertig sein... dann wird er mit Lorbeer, Zedernholz und Weihrauch geweiht.

Im Monat Juni sollten wir sehr auf unser Wohlbefinden achten. Das Lernen von sich-selbst-lieben steht in diesem Monat im Mittelpunkt. Akzeptiere dich so wie du bist, versuche nicht irgendwelche negativen Seiten an dir zu entdecken. So wie du jetzt bist ist es gut. Liebe dich selbst und deinen Körper. Fördere dich und deine positiven Eigenschaften, entfalte dich. Genauso verhält es sich mit deinen Zielen und Ideen, bringe sie zur weiteren Entfaltung und stehe treu hinter ihnen und dir.

Die Farben des Festes sind gelb, orange und sattes grün. Geschmückt wird der Altar mit Sonnenblumen, Kräutern, frischen Früchten, Holunder und Eichenzweigen, die um diese Zeit blühen. Für die Sommersonnenwende eignen sich Räucherungen wie etwa Fichte, Thymian, Eisenkraut, Lavendel, Rose und Beifuss (die Elfen lieben diese Räucherungen!). Typische Speisen sind frisches Gemüse, Salate, Kräuter (Johanniskraut), Fisch, Obstkuchen, Käse, Quark, Joghurt, Brot, Met, und Fruchtweine zu sich genommen. 

...Lammas

Lammas... einer meiner Lieblingsfeste, welches am 1. August gefeiert wird. Es wird auch Lughnasadh, Lugh oder Schnitterfest genannt. Es fällt uns auf, dass zu dieser Zeit überall das Korn geerntet wird.  Die Felder werden nun immer leerer und der Herbst ist nun in greifbarer Nähe. Für uns auf der psychologischen Seite ist zu sagen, dass die Blüte nun vorbei ist. Die Reife, die Vollendung, also das Ernten was man gesät hat stehen nun im Vordergrund. Nicht nur das. Aus unserem Projekt entspringen wieder Samen, die wir gewiss und geschützt ins nächste Jahr nehmen können. Es ist die Zeit des Freuens und Genießens.  Der Altar kann ich in allen Farben des Kornes gestaltet werden, aber auch blau für die wunderschöne Kornblume. Als Räucherung eignen sich Sandelholz, Brombeerblätter sowie Apfelblüte.

Das Korn und das Brot sind heilig an Lammas. Das Getreide, das Samenkorn welches für Wachsen steht wird nun von der Sensefrau geerntet, die den Tod bringt. Anfang und Ende. Brotbacken ist also eine rituelle Handlung. Die wichtigsten Zutaten werden dafür benötigt wie Mehl, Eier und Milch. Von daher backe ein Brot an Lammas, dieses Brot hat besondere Kräfte und ist ein Segen für alle, die es essen. Zudem kann alles gegessen werden, was geerntet wird. Obst (Kirschen, Äpfel, Beeren...) Feldfrüchte, sowie Gemüse (Kohl, Salat, Rüben, Kartoffeln, Zwiebeln, Spinat usw.), Pilze, sowie Fleisch, Fisch und Wild. Getrunken werden kann Fruchtweine oder Apfelsaft.

...Mabon

Mabon, ein Herbstfest.  Der Sommer ist nun endgültig zu Ende und alles befindet sich im Gleichgewicht. Ein Rückzug ins Innere ist jedoch zu beobachten. Die Blätter färben sich in alle möglichen Farben, es wird leiser in der Natur. Nur noch hier und da hört man paar Nüsse auf den Boden krachen. Eine kalte leichte Brise weht durch das Land. Die ersten Zugvögel machen sich auf den Weg in wärmere Gebiete.

Die Themen für Mabon sind das Gleichgewicht. Die Mitte in uns zu finden ist nicht immer einfach. Wir sind oft gereizt, manchmal zu nett und manchmal zu hart. Wir verfallen lieber in alte Muster, anstatt über jede Situation kurz nachzudenken. Man muss gleich viel geben und nehmen. Die Energien sollten immer fließen, hin und her, sich vermischen und verdrehen, aber immer in Balance sein. Zieh Bilanz! Hast du etwas bekommen? Und was hast du gegeben? Musst du lernen etwas zu verlangen, was dir zusteht? Kannst du geben, ohne geizig zu sein? Schaffe einen Ausgleich und lerne anzunehmen und vor allem auch zu Danken. Man hat wieder ein Jahr mehr oder weniger geschafft. Auch wenn es nicht so erfolgreich war, hattest du ein Dach unter deinem Kopf, Essen und vielleicht auch eine geliebte Person. Sei dankbar für alles und für jede Erfahrung.

Für unsere Vorfahren war der September nicht so ein gemütlicher Monat. Harte Arbeit war angesagt. Wir sollten daran denken. Vielleicht ist das für dich die beste Zeit zu lernen, was man in der Natur alles finden kann. Wie kann man was einlegen? Probier es einfach mal aus. Arbeite... für dich.

Mabon wird am 21.9. gefeiert und wird auch Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche genannt. Auch hier ist zum zweiten Mal im Jahr, die Nacht genauso lang wie der Tag. Mabon steht dabei für das Ende der Erntezeit und ist ein Sonnenfest. Es ist also die perfekte Zeit für die Ernte und seine Erfolge zu danken und Sachen weiter zu schenken, die man im Überfluss hat. Nun habt ihr die letzte Chance noch Kleinigkeiten zu beenden oder zu verändern. Ihr habt auch die Möglichkeit die erste Bilanz für das alte Jahr zu ziehen. War ich erfolgreich? Hab ich meine Träume und Ziele erreicht? Was hätte ich besser machen können? Was lief dagegen richtig gut?

Typische Speisen und Symbole für Mabon ist natürlich der Wein, Weintrauben. Pilze, Nüsse, Hagebutte, Äpfel und anderes Obst, Getreide und Brot. Von daher sind auch die Farben des Festes alle  Rot-, Gelb- und Brauntöne.