Einige Defekte und Unregelmäßigkeiten die uns im Laufe der Jahre bei unseren Schraubereien an Ladas untergekommen sind.

 

Abgelöster Bremsbelag vorn kommt immer mal vor. Besonders wenn die Beläge deutlich überaltert, weit abgenutzt sind oder überhitzt wurden. Links im Bild ist gut zu sehen, dass bei langer Standzeit der Rost auf den Belagträger unter den Bremsbelag gewandert ist und diesen abgelöst hat.

 

 

Hier wurde der Gaseinfüllstutzen am eigenen Niva von einer Fachwerkstatt montiert. Schon nach einem Jahr war deutlicher Rostschaden sichtbar, da überhaupt keine vorbeugenden Maßnahmen getroffen wurden. Die "Fachleute" haben einfach ein Loch ins Blech  geschnitten und den Stutzen eingeschraubt. Und dafür durfte man sogar noch Euros zahlen.

 

 

Die gebrochene Kupplungsgabel ist sicher ein ganz seltener Fehler, wenn es um Kupplungsprobleme geht. Abgebildet ist die Kupplungsbetätigung eines VAZ 21044, die aber mit der des Nivas identisch ist.

 

 

 

Hiebei handelt es sich um den oxidierten Zündkabelanschluß beim Niva 1.7i mit der Singlepoint-Einspritzung. Wenn es so weit fortgeschritten ist, gibt es einen abgeschwächten Zündfunken, evtl. eine ungenügende Verbrennung, das Abgas wird überfettet. Das System wird versuchen, das Gemisch abzumagern. Ursache war ein locker sitzender Zündkabelstecker -> Funkenstrecke.

 

 

Die mit Karosseriekit gefüllte Fuge zwischen Frontscheibenrahmen und Kotflügel ist hier über die Jahre von Rost unterwandert. Dies sollte auch bei den älteren PKW-Modellen ständig beobachtet werden.

 

 

 

Beim 1600er Niva mit kurzer Heckklappe wurde im oberen Teil eine Leiste angenietet, welche verhinderte, dass bei geöffneter Heckklappe Regenwasser in der Kofferraum läuft. Mit reichlich Silikon bei nicht auseichender Rostvorsorge konnte sich der Rostfraß von den Nietlöchern aus unter dem Silikon entlang verbreiten. Die ganze Klappe (weit über 20J) war mit reichlich Spachtel und mehreren Farbschichten versehen. Auf den ersten Blick sah sie ganz brauchbar aus. Erst nach dem Entfernen der Scheibe offenbarte sich das ganze Ausmaß. Der im unteren Bereich weggerostete Scheibenrahmen wurde teilweise mit Holz hinterlegt, um das Blech in Form zu halten.

 

 

Hierbei handelt es sich um ausgebrochene Zähne im Getriebe, deren Ursache uns nachwievor unbekannt ist.

 

 

Es gibt auch mal angelaufene Stellen auf der Druckplatte und Risse in der Härteschicht. Die Ursache liegt in der starken Belastung oder Überhitzung durch langes Schleifenlassen der Kupplung.

 

 

Einige Kupplungsautomaten sind mit einem Graphitring versehen und haben ein etwas kürzeres Ausrücklager. Hier hat sich der Ring (schlagartig) aufgelöst, was zu starker Rauch- und Geruchsentwicklung führte. Des Weiteren verschob sich der Schleifpunkt der Kupplung und somit trennt diese kaum noch. Das schwergängige Ausrücklager ist meist die Ursache.

 

 

Hier sei eine tief eingelaufene Rinne im Anlasserkranz erwähnt. Dabei handelt es sich um angelaufene Stellen und Risse in der Härteschicht. Ursache war eine stark abgenutzte Treibscheibe, bei der bereits die Befestigungsnieten hervorschauten und sich in die Schwungscheibe eingearbeitet hatten.

 

 

Rostschaden hinter der oberen Federtellerabstützung am Längsträger. Dieser ist mehrlagig ausgeführt und schwierig zu reparieren. Ursache ist die Rostvorsorge mit dem falschen Unterbodenschutz, welcher schön den Rost versteckte. Besser wäre die Verwendung kriechfähiger Rostschutzmittel.

 

 

Beim 1700er Niva ist in der linken Heckseite der ungünstig verlegter Kabelbaum. Durch das Einklemmen am Wasserbehälter besteht die Gefahr, dass die Kabelisolierung blank gescheuert wird. Die "Pfuscherklemmen" im Kabelbaum sind sowieso ein Kapitel für sich.

 

 

Hier ist die Befestigung des Vorderachs-Stabilisators gerissen. Dadurch dass der abgerissene Bolzen der Haltelasche nicht bemerkt wurde, arbeite der Stabilisator an seinem Lagerpunkt so stark, wodurch das Blech rund um den zweiten Befestigungbolzen eingerissen ist.