Dokumentation
Filmportraits bedeutender PädagogInnen der Gegenwart

Leitung: Prof. Dr. Norbert Neuß und Prof. Dr. Ewald Kiel

Kooperationen:
Schulpädagogik und AVZ der PH Heidelberg
Schulpädagogik der LMU München und der Unterrichtsmitschau München

Das Ziel des Projektes ist es, Filmportraits von einflussreichen ErziehungswissenschaftlerInnen (und die Erziehungswissenschaft maßgeblich beeinflussende WissenschaftlerInnen) zu erstellen. Dabei sollen ihre zentralen biographischen Erfahrungen und ihr pädagogisches Wirken filmisch herausgearbeitet werden. Neben Interviewpassagen, Vorträgen und Seminar- und Arbeitssituationen werden biographisch relevante Fotos gezeigt und zentrale pädagogische Gedanken zusammengefasst. Ziel des Projektes ist es, die audio-visuelle Darstellung für die Hochschullehre der Schulpädagogik, der Sozialpädagogik und der Erziehungswissenschaft sowie der interessierten Öffentlichkeit bereitzustellen. Daneben soll das Lebenswerk der Portraitierten gewürdigt und die Erinnerung an sie wach gehalten werden.Gerade Studierenden gelingt das Verständnis von pädagogischen Gedanken viel leichter, wenn sie sich neben den wissenschaftlichen Texten auch noch ein "Bild" von dem Autor dieser Texte machen können; seine Art zu denken, zu sprechen und zu leben. Die Filmportraits versuchen, die Pädagogen hinter den Texten und theoretischen Positionen erkennbar werden zu lassen, ihr Denken, ihre Biographie und ihre Entwicklung anzudeuten.


1. Filmportrait (2002/2003): Prof. Dr. Dr. h.c. Hermann Röhrs:  Heidelberger Emeritus der Erziehungswissenschaft, Honorarprofessor der Universität Mannheim, Ehrendoktor der Aristoteles-Universität Thessaloniki, Träger des Bundesverdienstkreuzes, Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft, Ehrenpräsident der deutschsprachigen Sektion des Weltbundes für Erneuerung der Erziehung feierte am 21. Oktober 2000 bei guter Gesundheit seinen 85. Geburtstag. Der gebürtige Hamburger, der zunächst Lehrer geworden war, wurde in seiner Vaterstadt bei Wilhelm Flitner promoviert und hatte sich in Hamburg habilitiert. Er war über ein Mannheimer Ordinariat 1958 nach Heidelberg berufen worden und blieb trotz eines weiteren ehrenden Rufes in den 60er Jahren der Ruperto Carola verbunden. In der DGfE war der Jubilar, der schon 1955 in London die Comparative Education Society in Europe (CESE) mitbegründet hatte, Vorsitzender der Kommission Vergleichende Erziehungswissenschaft und Gründungsmitglied der Kommissionen Bildungsforschung mit der Dritten Welt und Friedenspädagogik. Sein vielfältiges internationales Wirken, u.a. als Präsident des Weltbundes für Erneuerung der Erziehung (deutschsprachige Sektion), in der Kooperation mit amerikanischen Universitäten, in der pädagogischen Entwicklungszusammenarbeit, seine Tätigkeit auf nationaler Ebene, u.a. als Präsident des philosophisch-naturwissenschaftlichen Fakultätentages oder als Mitglied des wissenschaftlichen Beirates beim Deutschen Sportbund, seine örtlichen Aktivitäten, u.a. als Begründer der Forschungsstelle für Vergleichende Erziehungswissenschaft (1966) und als maßgeblicher Initiator der Internationalen Gesamtschule Heidelberg, wurden neben seinem wissenschaftlichen Werk in drei Festschriften (die letzte zum 80. Geburtstag "Aspekte Internationaler Erziehungswissenschaft". Weinheim 1995) gewürdigt.

Bezug:  nneuss(at)arcor.de
Format: VHS oder DVD; je 20.-Euro zuzgl. Versand
Länge: 70 Minuten; (unter Mitarbeit von Prof. Dr. Volker Lenhart)


2. Filmportrait (2003/2004): Prof. Dr. Hermann Giesecke: 1932 geboren in Duisburg-Hamborn, 1939 Schuleintritt in Duisburg-Beeck, 1942 bis 1953 Besuch verschiedener Gymnasien in Neubrandenburg, Halberstadt, Wernigerode und Duisburg, 1953 Abitur am Landfermann-Gymnasium in Duisburg, anschließend Betriebspraktikum bzw. Industriearbeit in Duisburg und Ratingen, 1954 Beginn des Lehramtsstudiums in Münster (Geschichte, Latein, Philosophie und Pädagogik),1960 1. Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien mit den Fächern Geschichte und Latein, 1960 bis 1961 Jugendsekretär ( = Dozent) für Politische Bildung am Jugendhof Steinkimmen, 1961 bis 1963 Leiter des Jugendhof Steinkimmen, 1963 bis 1967 Wiss. Ass. am Institut für Pädagogik der Universität Kiel, 1964 Promotion zum Dr. phil.( Pädagogik, Geschichte, Philosophie) mit einer Arbeit über Politische Bildung in der außerschulischen Jugendarbeit ("Die Tagung als Stätte politischer Jugendbildung"), 1967 Professor für Pädagogik und Sozialpädagogik an der Pädagogischen Hochschule Göttingen, nach deren Integration an der Universität Göttingen, 1997 Emeritierung.

Bezug:  nneuss(at)arcor.de
Format: DVD; 20.- Euro zuzgl. Versand
Länge: 52 Minuten

Materialhinweise allgemein                         Filmrelevante Materialhinweise 
Homepage von Prof. Dr. Giesecke    Wozu ist die Schule da?


3. Filmportrait (2003/2004): Prof. Dr. Dr. h.c. Karl-Heinz Flechsig: geb. 1932, Abitur 1950, Arbeit im Bergbau 1950/51, Studium der Anglistik, Romanistik, Pädagogik, Philosophie und Soziologie, Staatsexamen 1951 - 1956, Gymnasiallehrer 1956 - 1960, Wissenschaftlicher Assistent im Fach Pädagogik 1960 - 1962, Promotion (Pädagogik, Soziologie, Romanistik) 1963, Mitarbeiter in der universitären Erwachsenenbildung 1963 - 1964, Leiter der Arbeitsgruppe für Unterrichtsforschung Universität Göttingen 1964 - 1968, Ordentlicher Professor für Erziehungswissenschaft Universität Konstanz 1968 - 1971, Ordentlicher Professor für Hochschuldidaktik und Leiter des "Interdisziplinären Zentrums für Hochschuldidaktik" der Universität Hamburg 1971 - 1975, Ordentlicher Professor für Pädagogik an der Universität Göttingen seit 1975, ab 1989 mit dem Arbeitsschwerpunkt "Interkulturelle Didaktik", Lehrbeauftragter für das Fach "Interkulturelle Didaktik" seit 1994 an der Technischen Universität Dresden, Ehrenpromotion (Dr. phil. h. c.) Technische Universität Dresden 1997

Bezug: nneuss(at)arcor.de
Format: DVD
Länge: 56 Minuten; je 13.- zuzgl. Versand

Arbeitsmaterialien zum Film:


4. Filmportrait (2004/2005): Prof. Dr. Dr. h.c. Hartmut von Hentig: geb. 1925 in Posen, Sohn des Diplomaten Werner Otto von Hentig und seiner Frau Natalie geb. von Kügelgen, 1943 Abitur amam Französischen Gymnasium in Berlin; zwei Jahre Soldat, halbjährige Gefangenschaft; 1945 Studium der Altphilologie an der Universität Göttingen, 1947 Studium der Altphilologie an der University of Chicago, danach Lehrer am Birklehof (ein humanistisches Landerziehungsheim im Schwarzwald), 1963 Ordentlicher Professor (ehem. Lehrstuhl von Herman Nohl) und Direktor des Pädagogischen Seminars in Göttingen; 1968 Ruf an die Universität Bielefeld, 1974 Gründung der Laborschule Bielefeld und des Oberstufenkollegs, 1987 Emeritierung; 1987 bis 1993 Vizepräsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Herausgeber der Vierteljahres-Zeitschrift für Erziehung und Gesellschaft, Neue Sammlung. Diverse Auszeichnungen und Ehrungen: u.a. 1970 Schillerpreis, Bundesverdienstkreuz, 1986 Sigmund Freud Preis, 2003 Eugen-Kogon-Preis der Stadt Königstein, Comeniuspreis, 2003 Preis der Schweizer Dr. Margit Egnér-Stiftung aus Zürich. Bedeutende Werke: * Ach, die Werte. Ein öffentliches Bewusstsein von zwiespältigen Aufgaben. Über eine Erziehung für das 21. Jahrhundert, Hanser, München, Wien, 1999 * Arbeit am Frieden. Übungen im Überwinden der Resignation, Hanser, München, Wien, 1987 * Aufgeräumte Erfahrung. Texte zur eigenen Person, Hanser, München, Wien 1983. * Bibelarbeit. Verheissung und Verantwortung für unsere Welt, Hanser, München, Wien, 1988 * Bildung. Ein Essay, Hanser, München, Wien 1996. * Die Bielefelder Laborschule. Aufgaben, Prinzipien, Einrichtungen. Eine empirische Antwort auf die veränderte Funktion der Schule. Band 7 Bielefeld, 1998 * Die Schule neu denken. Eine Übung in praktischer Vernunft, Hanser, München, Wien, 1993 * Ergötzen, Belehren, Befreien. Schriften zur ästhetischen Erziehung, Hanser, München, Wien 1985. * Kreativität. Hohe Erwartung an einen schwachen Begriff, Hanser, München,Wien, 1998. * Warum muss ich zur Schule gehen? Eine Antwort an Tobias in Briefen, 2001 * Der technischen Zivilisation gewachsen bleiben,Beltz, 2002 * Rousseau oder die wohlgeordnete Freiheit, C.H. Beck, München, 2003

Bezug: nneuss(at)arcor.de
Format: DVD; je Teil 30.- Euro zuzgl. Versand
Länge: ca. 120 Minuten in drei Teilen:

Teil 1:
Biographie und Pädagogik
(55 Min)

Teil 2:
Schule als Erfahrungsraum
(35 Min)

Teil 3:
Öffentlichkeit, Bildung und Politik
(33 Min.)

Arbeitsmaterialien zum Film

Ein Interview aus dem Jahr 2002

Jürgen Oelkers: Die Reform der Pädagogik: Hartmut von Hentig


5. Filmportrait (2005/2006): Prof. Dr. Dres. Dr. h.c. Wolfgang Klafki: Wolfgang Klafki, geboren 1927 in Ostpreußen, ist einer der bedeutendsten lebenden Erziehungswissenschaftler der letzten 50 Jahre. Nach dem Krieg studierte er zuerst an einer Pädagogischen Hochschule und wurde Lehrer. Er begann anschließend ein zweites Studium der Pädagogik, Philosophie und Germanistik in Göttingen und Bonn. Seine einflussreichsten akademischen Lehrer waren Erich Weniger und Theodor Litt. Seit 1963 lehrt Klafki in Marburg. Er ist heute emeritiert. Neben seinem umfangreichen wissenschaftlichen Werk hat sich Klafki auch bildungs- und wissenschaftspolitisch für die Demokratisierung der Schule und des Unterrichts engagiert. Ein früher Weggenosse Klafkis war Wolfgang Kramp - wie Klafki Schüler Erich Wenigers. Wolfgang Klafki hat weit über 400 Schriften veröffentlicht, die in viele Sprachen übersetzt worden sind. Zu seinen bedeutenden Werken gekören: Klafki, Wolfgang: Das pädagogische Problem des Elementaren und die Theorie der kategorialen Bildung. Weinheim: Beltz 1957 * Klafki, Wolfgang: Pestalozzis "Stanser Brief". Beltz Weinheim 1969 (7); Klafki, Wolfgang u.a.: Funkkolleg Erziehungswissenschaft, 3 Bd., Weinheim 1971 * Klafki, Wolfgang: Zum Verhältnis von Allgemeiner Didaktik und Fachdidaktik. In: Meyer, M./Plöger, W. (Hrsg) (1993): Allgemeine Didaktik und Fachunterricht. Weinheim 1993 * Klafki, Wolfgang u. a.: Schulnahe Curriculumentwicklung und Handlungsforschung, Forschungsbericht des Marburger Grundschulprojekts. Weinheim 1982 * Klafki, Wolfgang/Meyer, E./Weber, A. (Hrsg.) (1981): Gruppenarbeit im Grundschulunterricht. Paderborn/München 1981 *  Klafki, Wolfgang/Otto, Gunter/Schulz, Wolfgang: Didaktik und Praxis, Weinheim/Basel 1977 * Klafki, Wolfgang: Neue Studien zur Bildungstheorie und Didaktik. 5. Auflage Weinheim/Basel 1996 *  Klafki, Wolfgang: Schulforschung und Schulentwicklung im politisch-gesellschaftlichen Kontext. Ausgewählte Studien, Weinheim/Basel 2002.

Fertigstellung: Juli 2006
Bezug: Unterrichtsmitschau LMU München
Format: VHS oder DVD;
Länge: ca. 75 Minuten in zwei Teilen. Teil 1: Biographische Stationen; Teil 2: Kategoriale Bildung, Schlüsselprobleme und Kritisch-Konstruktive Erziehungswissenschaft

Arbeitsmaterialien zum Film:


6. Filmportrait (2006); Prof. Dr. Gunter Otto; (1927- 1999) gehört zu den bedeutenden Kunstpädagogen und Allgemeinen Didaktikern nach dem II. Weltkrieg. 1945 beginnt er das Studiums an der Hochschule für Bildende Künste zu Berlin; war von 1946 bis 1956 im Schuldienst und dann als Dozent an der Pädagogischen Hochschule in Berlin tätig. 1961-1965 Leitung des Didaktikums an der PH Berlin; im Jahre 1971 wurde er Professor für Erziehungswissenschaft an der Universität Hamburg. "Die allgemeine Didaktik praktisch machen - die Fachdidaktik allgemein machen" lautet sein meistzitiertes Motto.

Wichtige Publikationen:

  • Heimann, Paul; Schulz, Wolfgang; Otto, Gunter: Unterricht - Analyse und Planung. Hannover 1965.
  • Otto, Gunter: Kunst als Prozeß im Unterricht, Braunschweig.1969.
  • Otto,Gunter/Otto, Maria: Auslegen. Ästhetische Erziehung als Praxis des Auslegens in Bildern und des Auslegens von Bildern. Seelze 1987.
  • Otto, Gunter: Lernen und ästhetische Erfahrung. In: Koch, Lutz/Marotzki, Winfried/Peukert, Helmut (Hrsg.): Pädagogik und Ästhetik. Weinheim 1994b, S. 145-159.
  • Kunst und Unterricht. Theorieforum 1, 1987.
  • Otto, Gunter: Lernen und Lehren zwischen Didaktik und Ästhetik. Bd. 1-3. Seelze 1998.
  • Grünewald, Dietrich u.a. (Hrsg.): Ästhetische Erfahrung. Perspektiven ästhetischer Rationalität. Seelze (Friedrich Verlag) 1997. (Festschrift für G. Otto)

Fertigstellung: Februar 2006
Bezug: bei Dr. Norbert Neuß
Format: DVD; Kosten: alle drei Teile als DVD 30 Euro zuzgl. Versand
Länge: ca. 107 Minuten in drei Teilen (Mit Materialien, Mitarbeit und freundlicher Unterstützung von Cornelia Schiemann, Prof. Dr. Franz-Josef Pazzini, Prof. Dr. Wolfgeng Legler, Prof. Dr. Maria Peters, Prof. Dr. Pieangelo Maset.

            Teil 1:            
Biographisches
(33 Min)

                           Teil 2:                           
Didaktik & Kunstpädagogik
( 38 Min)

               Teil 3:                
Auslegen
( 35 Min.)

Arbeitsmaterialien zum Film und zu Gunter Otto

  • Das Berliner Modell
  • Wolfgang Legler: Gunter Otto - Begründung und Ende einer Kunstdidaktik
  • für Teil 1: Otto, Gunter: Es war alles so normal - und doch ganz anders. In: Klafki, W.: Verführung, Distanzierung, Ernüchterung. Kindheit und Jugend im Nationalsozialismus. Autobiographisches aus erziehungswissenschaftlicher Sicht.Weinheim 1988, S. 120-130.
  • für Teil 1: Anmerkungen zu G. von G. In: Görzinger, A./Luther H. (Hrsg.): Religion und Biographie. Festschrift für Gert Otto.München 1987, S. 13-29.
  • für Teil 2: Otto, Gunter: Das Ästhetische ist "Das Andere der Vernunft". Der Lernbereich Ästhetische Erziehung. In: Friedrich Jahresheft 1994, S. 56-58
  • für Teil 3: Kunst und Unterricht 90/1985 mehrere Beschreibungen zum Umgang mit dem Bild von Harald Duwe Sonntagnachmittag; u.a. "Die sollen was spielen" - Eine Unterrichtseinheit aus dem 3. Schuljahr.

7. Filmportrait 2010: Prof. Dr. Dieter Baacke
(1934-1999) - Eine Collage

Dieter Baacke war deutscher Erziehungswissenschaftler an der Universität Bielefeld, Fakultät für Pädagogik. Nach dem Abitur (Hannover) Studium u. a. der Germanistik, Latinistik, Theologie, Philosophie, Pädagogik (Marburg, Wien, Göttingen), war er ab 1972 Professor an der Universität Bielefeld. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehörten die Kinder- und Jugendforschung, die Medienpädagogik und die Allgemeine Pädagogik. Seine Kinder- und Jugendforschung war in Anlehnung an die Frankfurter Schule einem sozial-ökologischen Ansatz verpflichtet. In die medien-politische Diskussion führte er den Begriff der 'Medienkompetenz' ein, der mittlerweile in zahlreichen Regierungsprogrammen zu finden ist. Dieter Baacke war langjähriges Vorstandsmitglied der Kulturpolitischen Gesellschaft Deutschland. Seit ihrer Gründung 1984 war er Vorsitzender der 'Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur' (GMK), außerdem Vizepräsident des Deutschen Kinderhilfswerks, Mitglied zahlreicher Kuratorien (u.a. Kinder- und Jugendfilmzentrum Deutschland). Er engagierte sich auch im Bereich Kunst/Kultur, beriet offizielle Stellen und Regierungen und war Mitdirektor der 'Akademie für Medienpädagogik, Medienforschung und Multimedia' (AMMMa). Er hat zahlreiche Veröffentlichungen zu Themen der Jugend- und Medienforschung vorgelegt. Zu den wichtigsten gehören: Kommunikation und Kompetenz. München 1973, Jugend und Mode (mit anderen Autoren). Opladen 1988, Weltbilder, Wahrnehmungen, Wirklichkeit. Der ästhetisch organisierte Lernprozeß (zusammen mit F.J. Röll). Opladen 1995, Italienische Jugend (zusammen mit I. Fracasso-Baacke). Weinheim 1993, Handbuch Jugend und Musik. Opladen 1997, Einführung in die Medienpädagogik. Tübingen 1997, Die 13- bis 18jährigen. Weinheim 1994 (7. Auflage), Die 6- bis 12jährigen. Weinheim 1995 (6. Auflage), Die 0- bis 5jährigen, Weinheim 1999.

Fertigstellung: März 2010
Bezug: bei Prof. Dr. Norbert Neuß
Format: DVD; 30.- Euro zzgl. 2.-Euro Versand
Länge: ca. 180 Minuten

Mit Materialien, Mitarbeit und freundlicher Unterstützung von Ippazio Fracasso-Baacke, Prof. Dr. Th. Schulze, RTL-Fernsehen, SIN e.V., Prof. Dr. H. von Hentig; Dr. W. Zacharias (interaktiv)


8. Filmportrait 2006: Prof. Dr. Theodor Schulze:

Theodor Schulze zählt zu den Begründern der deutschen Erziehungswissenschaftlichen Biographieforschung und der "Lehrkunst-Didaktik" (zus. mit Christoph Berg). Sein besonderes Interesse gilt den autobiographischen Quellen und ihrer Bedeutung für die Erziehungswissenschaft, den lebensgeschichtlich bedeutsamen lernprozessen und der Entwicklung einer Pädagogischen Ikonologie.
Theodor Schulze wurde 1996 in Hannover geboren,war von 1944 bis 1946 Luftwaffenhelfer, Soldat, Kriegsgefangener und Landarbeiter. Von 1946-1950 studiert er diue Fächer Pädagogik, Philosophie, Literaturwissenschaft und Geschichte in Göttingen und heidelberg. !955 promoviert er bei Erich Weniger und Herman Nohl über "Die Dialektik in Schleiermachers Pädagogik". 1955-1961 Assistent am Päd. Seminar in Göttingen. 19961 Ruf an die PH Flensburg (Allgem. Pädagogik und Politische Bildung), 1971 Ruf an die neubegründete Uni Bielefeld (Didaktik der Primar- und Sekundaarstufe), 1988 bis 1991 wiss. Leiter der Laborschule Bielefeld. Zahlreiche Ehrungen: zuletzt 2006: Auszeichnung mit dem Ernst-Christian-Trapp-Preis  

Fertigstellung: Juli 2010
Bezug: Norbert Neuß, nneuss(at)arcor.de;
Format: DVD; 30.- Euro zuzgl. Versand
Länge: ca. 90 Minuten
Literatur:

Baacke, Dieter/Schulze, Theodor (Hrsg.): Aus Geschichten lernen. Zur Einübung pädagogi-schen Verstehens. Weinheim/München 1993.
Schulze, Theodor: Erziehungswissenschaftliche Biographieforschung. Anfänge - Fortschritte - Ausblicke. In: Krüger Heinz-Hermann/Marotzki, Winfried (Hrsg.): Handbuch Erziehungswissenschaftliche Biographieforschung. Opladen 1999, S. 34-55.
Schulze, Theodor: Pädagogische Dimensionen der Biographieforschung. In: Hoerning, Erika M. u.a.: Biographieforschung und Erwachsenenbildung. Bad Heilbrunn/Obb. 1991, S. 135-181.
Schulze, Theodor: Schule vor dem Horizont einer Geschichte des Lernens. In: Die Deutsche Schule, 85 Jg. (4) 1993, S. 320-436.
Schulze, Theodor: Strukturen und Modalitäten biographischen Lernens. Eine Untersuchugn am Beispiel der Autobiographie von Marc Chagall. 2003.
Schulze, Theodor: Bilder zur Erziehung. Annäherungen an eine Pädagogische Ikonologie. In: Schäfer/Wulf (Hrsg.): Bild - Bilder - Bildung. Weinheim 1999.
Schulze, Theodor: Interpretation von autobiographischen Texten. In: Friebertshäuser/Prengel (Hrsg.): Handbuch qualitative Forschugnsmethoden in der Erziehungswissenschaft. München 2003, S. 323-340.
Schulze, Theodor: Von dem Weg des menschlichen Lebens. In: Die Sammlung. 1955, S. 66-68.


9. Filmportrait 2010: Prof. Dr. med. et phil. Helm Stierlin:

Prof.Dr.med. et. phil., geb. 1926 in Mannheim. 1955 bis 1974 Arbeit an verschiedenen psychiatrischen Kliniken und Forschungsinstituten, vor allem in den USA. Von 1974 bis zur Emeritierung im Jahre 1991 ärztlicher Direktor der Abteilung für Psychoanalytische Grundlagenforschung und Familientherapie der Universität Heidelberg. Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Psychotische und schwere psychosomatische Störungen; Ablösungsprozesse in der Adoleszenz; systemische Familientherapie.

Veröffentlichungen: ca. 200 wissenschaftliche Arbeiten und zwölf Bücher, u.a.: Das Tun des Einen ist das Tun des Anderen. Eine Dynamik menschlicher Beziehungen (1971); Adolf Hitler. Familienperspektiven (1975); Eltern und Kinder. Das Drama der Trennung und Versöhnung im Jugendalter (1980); Individuation und Familie. Studien zur Theorie und therapeutischen Praxis (1994); Haltsuche in der Haltlosigkeit. Grundfragen der systemischen Therapie (1997); Krebsrisiken - Überlebenschancen (1998, 2. Auflage 2000).

Fertigstellung: März 2010
Bezug: nneuss(at)arcor.de;
Format: DVD; Teile 1-4, 35.- Euro zuzgl. 2 Euro Versand
Inhalt:

1. Teil: Biographie und wissenschaftliches Wirken (ca. 40 Min.)
2. Teil: Konstruktivismus und die Systeme der Psyche (ca. 42 Min.)
3. Teil: Systemische Familientherapie - Ein kommentiertes Beispiel (ca. 48 Min.)
4. Teil: Vortrag "Gerechtigkeit in nahen Beziehungen" (ca. 34 Min)

Länge: ca. 170 Minuten
Literatur:
Artikel über Prof. Helm Stierlin


10. Filmportrait 2007: Prof. Dr. Ariane Garlichs

Prof. Dr. Ariane Garlichs gehört zu den bekanntesten GrundschulpädagogInnen. Sie hat seit 1971 Erfahrung mit Unterrichts- und Schulforschungsprojekten. Dies kommt institutionell u. a. durch ihre Mitarbeit in der Kommission Schulpädagogik/Didaktik der DGfE, durch ihre federführende Mitwirkung im Arbeitskreis Grundschule, in der Stiftung "Praktisches Lernen" sowie als Mitherausgeberin der "Grundschulzeitschrift" zum Ausdruck. Ihr besonderes Interesse galt wissenschaftlich-pädagogischen Initiativen zur Entwicklung der Grundschule zu einem Ort selbsttätig-offenen Lebens und Lernens mit Kindern (Gründung der "Grundschulwerkstatt" an der Universität Kassel; wissenschaftliche Begleitarbeit an der Grundschule Lohfelden-Vollmarshausen; schulvergleichende Untersuchungen Kassel/Jena). Sie arbeitete u.a. an folgenden Projekten mit:

  • "Schüler in offenen Lernsituationen" (Forschungsprojekt der Interdisziplinären Arbeitsgruppe Grundschulpädagogik an der Universität Gesamthochschule Kassel);
  • "Lebenssituationen und Schulalltag 6- bis 10jähriger Kinder" (Rekonstruktion von Wochenverläufen ausgewählter Schüler mit Fallanalysen; Projekt der Interdisziplinären Arbeitsgruppe Grundschulpädagogik);
  • "Bildung und Zukunft: Die Zukunft der Schule" (Forschungsverbund des Fachbereichs Erziehungswissenschaft/Humanwissenschaften an der Universität Gesamthochschule Kassel);

Fertigstellung: Oktober 2008
Bezug:
Format: DVD
Länge: ca. 90 Minuten


11. Filmportrait 2007/2008: Prof. Dr. Dres. Dr. h.c. Hans Thiersch

Prof. Dr. Hans Thiersch (geb. 1935), gehört zu den wichtigsten Impulsgebern in der Sozialpädagogik. Er war von 1970 bis 2002 Professor für Erziehungswissenschaft und Sozialpädagogik an der Universität Tübingen / emeritiert seit dem 31. 03. 2002. Prof. Thiersch studierte Philologie, Philosophie, Theologie und Pädagogik, war von 1961-1967 wissenschaftlicher Assistent an der Universität Göttingen (bei Heinrich Roth), war von 1967-1970 Professor an der PH Kiel. Ehrendoktor der Technischen Universität Dresden und der Universität Lüneburg.

Arbeitsschwerpunkte:

  • Theorie der Sozialpädagogik und der Sozialen Arbeit
  • Sozialethik
  • Alltags- und lebensweltorientierte Soziale Arbeit
  • Fragen der Handlungskompetenz und der Institutionalisierung in Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit (z.B. Beratung, Erziehungshilfen, Erlebnispädagogik, Gemeindepsychiatrischer Dienst)

Wichtige Publkationen:

  • Die Erfahrung der Wirklichkeit, Weinheim 1986
  • Deutsche Lebensläufe in Autobiographien und Briefen (m. Walter Jens), Weinheim 1987
  • Lebensweltorientierte Soziale Arbeit, 1992, 6. Auflage, Weinheim 2005
  • Lebenswelt und Moral, Weinheim 1995
  • Positionsbestimmungen der Sozialen Arbeit, Weinheim 2001
  • Sozialpädagogisches Denken. Wege zu einer Neubestimmung (m. L. Böhnisch und W. Schröer), Weinheim 2005
  • Handbuch Sozialarbeit/Sozialpädagogik (m. H. Eyferth u. H.-U. Otto, 1984,) 2., völlig neu bearbeitete Aufl. m. H.-U. Otto, Neuwied 2001
  • „Überall in den Köpfen und Fäusten“ – Auf der Suche nach Ursachen und Konsequenzen von Gewalt, m. J. Wertheimer u. K. Grunwald, 1994;
  • Praxis der Lebensweltorientierten Sozialen Arbeit, hrsg. m. K. Grunwald, Weinheim 2004

Fertigstellung: Februar 2009
Bezug:
Format: DVD
Länge: ca. 90 Minuten
Materialien zum Film: