Mit einer außergewöhnlichen Aufgabe, die betontechnologisches Wissen
voraussetzte, großes handwerkliches Geschick abverlangte und letztlich
meisterhaft gelöst werden konnte, waren die Abteilungen Schalungsbau,
Produktion und Montage bei dem familiengeführten Unternehmen Hering mit
Hauptsitz in Burbach (NRW) in diesem Jahr beschäftigt.
Nach der Herstellung von mehreren Handmustern, die Aufschluss über
Farbigkeit und Oberflächenstruktur geben sollten, wurden je ein Großmuster in
doppelwandiger stehender und in liegender Schalung produziert. Da die sieben
Meter hohen Fertigteile nicht nur gekrümmt, sondern auch in sich verdreht
waren, galt es herauszufinden, welche dieser Schalungen für die Produktion der
Fertigteile die besten Ergebnisse liefern würde. Die Oberflächen sollten
qualitativ so gut sein, dass eine umfangreiche Nacharbeitung entfallen konnte.
Beim Vergleich beider Fertigungsarten entschied Hering sich für die liegende
Schalung. Sie hatte Ähnlichkeit mit einem Bootsrumpf und war dreifach lackiert.

Nach dem Erhärten des Betons wurden die Außenseiten fein gesäuert, während
die Innenseiten eine mit der Kelle geglättete Oberfläche erhielten. Um ihr weißes
Erscheinungsbild vor einer zu schnellen umweltbedingten Verschmutzung zu schützen,
wurden die Fertigteile hydrophobiert. Zusätzlich erhielten sie eine farblose,
nicht glänzende Anti-Graffiti-Beschichtung.

Die Monteure setzten die sieben Tonnen schweren Fertigteile auf der Baustelle
zu einem offenen Kegel zusammen. In den schmalen, konisch zulaufenden Lichtöffnungen
zwischen den Elementen ließ der Bauherr im Nachgang farbiges Sicherheitsglas
einsetzen. Die Anordnung der Wände zu einem Kegel entsprach der Grundidee eines
Schutzmantels, denn in der Kapelle wird eine Marienstatue ihr zu Hause finden,
die unter ihrem weit geöffneten Mantel den Hilfesuchenden Schutz bietet. Die
Kegelspitze, mit einem Durchmesser von zwei Metern, wurde als letztes Bauteil
auf den „Mantel“ gesetzt und mit diesem kraftschlüssig verbunden.

Sie umschließt eine Krone aus Edelstahl, die mit 24-karätigem Blattgold
beschichtet ist. Den Abschluss bildet ein schlichtes, weißes Holzkreuz.


Pressebericht
des Weilburger Tageblattes zum 1.Jahrestag der Weihe der Schutzmantelkapelle am
6.9.2009


Einen
Prospekt gibt es hier>> 
