Farbschläge und ihre Geschlechtserkennungsmerkmale
Auf diesen Seiten könnt Ihr die verschiedensten und häufigsten
Farbschläge, die in Deutschland gezüchtet werden, sehen.
Die Galerie dient unter anderem aber auch der Geschlechtsbestimmung,
da die Hähne einiger Farbschläge, wie wildfarben, geperlt oder zimt nach der ersten großen Mauser eine
Art Farbwechsel durchgemacht haben und somit sehr einfach zu bestimmen sind.
Die Geschlechtsbestimmung anhand des Gefieders ist bei Schecken (manchmal auch Perlschecken, da
einige Hähne hin und wieder recht lange ihre Perlen behalten), bei Lutinos
und Weißkopflutinos recht schwierig, weshalb oftmals nur das Studieren des Verhaltens
Aufschluss über das Geschlecht gibt. Hilfreich kann zudem diese Soundseite von verschiedenen Nymphensittichen
sein, wo Junghähne, Hähne und Hennen zu hören sind.
Ferner gibt es auch die Möglichkeit das Geschlecht anhand frischgezupfter
Federn, d. h. per DNA-Test, feststellen zu lassen. Informationen zum Test erhaltet Ihr im Internet oder bei Eurem Tierarzt.
Die Beschreibungen auf dieser Seite beruhen auf meinen eigenen Beobachtungen und Erfahrungen.
Sollte ich etwas inkorrekt dargestellt haben, sendet mir doch bitte eine E-Mail.
Wildfarben
Die Geschlechter wildfarbener Nymphensittiche sind nach Abschluss der ersten großen Mauser sehr
gut zu unterscheiden. Es gibt keine Verwechslungsmöglichkeiten. Vor der Mauser sehen alle Jungvögel farblich gesehen,
den Hennen ähnlich, während ausgewachsene Hähne eine kräftig gelbe Maske haben. Die gebänderten Schwanzfedern werden durch
einheitlich grau (Oberseite) / schieferschwarze (Unterseite) Federn getauscht und etwaige Punkte auf den Flügelfedern verschwinden
ebenfalls.
Hennen hingegen färben sich nicht so intensiv um, die Grautöne können nach der ersten großen Mauser aber ebenfalls
kräftiger erscheinen. Sie behalten die Punkte auf den Flügelfedern und auch die gelb-schwarze Bänderung
auf den Schwanzfedern bleibt bestehen.
Wildfarben geperlt/opalin
Auch bei diesem Farbschlag kann man die Geschlechter nach dem Durchmausern gut bestimmen, da die Hähne ihre
Perlen nach und nach verlieren und gegen graue Federn austauschen.
Die ersten beiden Bilder zeigen einen Hahn und wie er sich verändert hat. Die restlichen gelben Federn werden
nach einigen Monaten ebenfalls komplett verschwunden sein.
Geperlte Hennen hingegen behalten diese schöne Zeichnung. Durch Hormonstörungen kann diese Perlung allerdings
auch verlorengehen.
Schecke wildfarben
Schecken kann man fast gar nicht anhand der Färbung bestimmen. Weder eine gelbe Maske, noch die Schwanzfederzeichnungen
sind hier ein Indiz für das Geschlecht, da diese Merkmale durch die Farbzucht nahezu verlorengegangen sind.
Oftmals wird hier die Hennenbänderung auch mit scheckenüblichen Sprenkeln verwechselt. Lediglich Hähne, die
nach der Jugendmauser dunkle Schwanzfedern ohne jegliche Bänderung bekommen haben, könnte man evtl. erkennen.
Scheckenhahn mit Detailansicht der Schwanzfedern. Die leicht erkennbaren "Streifen" deuten nicht auf eine Henne hin!
Scheckenhahn und Detailansicht der Schwanzfedern. Bei diesem Hahn sind deutlich die dunklen, einfarbigen Schwanzfedern zu erkennen, die
bei Hennen nicht vorkommen:
Einzige Ausnahme stellen die Kopffleckschecken dar. Diese sehen, bis auf einige wenige Flecke im Nacken oder
auch am Körper oder einigen Flügelfedern, wie wildfarbene Nymphensittiche aus und zeigen deshalb auch die typischen
Geschlechtsmerkmale.
Nachfolgend seht Ihr einen Kopffleckscheckenhahn und eine Kopffleckscheckenhenne.
Perlschecke/Opalin Schecke wildfarben
Bei diesem Farbschlag kann man die Geschlechter mehr oder weniger auseinanderhalten. Einige Perlscheckenhähne
behalten nämlich außergewöhnlich lange ihre Perlenzeichnung. Diese ist mit 2 Jahren zwar nicht mehr ganz so intensiv
wie man sie von einem Jungvogel oder einer Henne her kennt, doch wenn man das Verhalten bisher nicht deuten kann, ist es
oftmals sehr schwierig herauszufinden, welches Geschlecht der Nymphensittich hat.
Auf den nachfolgenden zwei Bildern seht Ihr den gleichen Hahn. Auf dem ersten Bild hat er noch eine sehr intensive Perlung, auf
dem zweiten ist nur noch eine Restperlung erkennbar.
Ein 3-jähriger Hahn:
Ausgefärbter Hahn mit Detailansicht der Schwanzfedern:
Hennen behalten ihre Perlenzeichnung und auch die Bänderung auf den Schwanzfedern:
Zimt
Die Geschlechter zimtfarbener Nymphensittiche sind nach Abschluss der ersten großen Mauser wie die wildfarbenen sehr
gut zu unterscheiden. Es gibt keine Verwechslungsmöglichkeiten. Vor der Mauser sehen alle Jungvögel farblich gesehen,
den Hennen ähnlich, während ausgewachsene Hähne eine gelbe Maske haben. Die gebänderten Schwanzfedern werden durch
einheitlich zimt (Oberseite) / dunkelbraun schimmernde (Unterseite) Federn getauscht und etwaige Punkte auf den Flügelfedern verschwinden ebenfalls.
Auf diesem Bild seht Ihr einen ausgewachsenen wildfarbenen Hahn und einen jungen zimtfarbenen Hahn, welcher anfangs
irrtümlich für eine Henne gehalten wurde.
Auf den zwei folgenden Bildern sind Hahn und Henne leicht zu unterscheiden.
Zimtfarben geperlt/opalin
Nach dem Durchmausern kann man bei diesem Farbschlag, wie bei den wildfarbenen auch, das Geschlecht einfach bestimmen,
da die Hähne ihre Perlen nach und nach verlieren und gegen zimtfarbene Federn austauschen. Nachdem alle Federn durch neue
ersetzt wurden, sehen diese Hähne wie normale zimtfarbene Hähne aus.
Zimtfarbener Hahn vor der Jugendmauser:
Der gleiche Hahn nach der Jugendmauser:
Schecke zimtfarben
Auch die zimtfarbenen Schecken kann man fast gar nicht anhand der Färbung bestimmen. Weder eine gelbe Maske, noch die Schwanzfederzeichnungen
sind hier ein Indiz für das Geschlecht, da diese Merkmale durch die Farbzucht nahezu verlorengegangen sind.
Oftmals wird hier die Hennenbänderung auch mit scheckenüblichen Sprenkeln verwechselt. Lediglich Hähne, die
nach der Jugendmauser dunkle Schwanzfedern ohne jegliche Bänderung bekommen haben, könnte man evtl. erkennen.
Einzige Ausnahme stellen die Kopffleckschecken dar. Diese sehen, bis auf einige wenige Flecke im Nacken oder
auch am Körper oder einigen Flügelfedern, wie zimtfarbene Nymphensittiche aus und zeigen deshalb auch die typischen
Geschlechtsmerkmale. Nachfolgend ist eine Henne zu sehen.
Perlschecke/Opalin Schecke zimtfarben
Bei den zimtfarbenen Perlschecken kann man die Geschlechter nur mehr oder weniger auseinanderhalten. Auch bei diesem
Farbschlag behalten einige Perlscheckenhähne außergewöhnlich lange ihre Perlenzeichnung. Diese ist mit 2 Jahren zwar nicht
mehr ganz so intensiv wie man sie von einem Jungvogel oder einer Henne her kennt, doch wenn man das Verhalten bisher nicht
deuten kann, ist es oftmals sehr schwierig herauszufinden, welches Geschlecht der Nymphensittich hat.
Lutino
Diesen Farbschlag kann man, wenn man genau hinschaut, recht gut bestimmen. Lutinohennen zeichnen sich nämlich, wie die
wild- und zimtfarbenen durch Punkte auf den Flügelfedern und eine Bänderung auf den Schwanzfedern aus. Diese ist allerdings
nur in weiß-gelb und im gutem Licht zu erkennen. Lutinohähne entwickeln mit einigen Jahren zudem einen beigefarbigen "Mantel",
auf den Flügelfedern. Auch die Schwanzfedern können in diesem zarten Ton erscheinen.
Zwei Lutinohähne:
Eine Lutinohenne mit den typischen Flügel- und Schwanzfederzeichnungen:
Lutino geperlt/opalin
Wie alle Geperlten kann man auch bei diesem Farbschlag nach dem Durchmausern das Geschlecht recht einfach bestimmen,
da die Hähne ihre Perlen nach und nach verlieren und gegen weißes oder gelbe Federn austauschen. Nachdem alle Federn durch neue
ersetzt wurden, sehen diese Hähne wie normale Lutinohähne aus.
Gelbwangen
Dieser Farbschlag bezieht sich im Allgemeinen auf die gelben Wangen der Nymphensittiche. Sie kommen bei allen
zuvor genannten Farbschlägen vor, so dass die Geschlechterbestimmungen auch hier entsprechend Anwendung finden.
Nachfolgend sind einige Bilder von verschiedenen Gelbwangen zu sehen.
Zimt Opalin Henne
Zimtschecke Gelbwangenhahn
Zimt Gelbwangenhenne
Falben
Dieser Farbschlag sieht wie eine Mischung zwischen einem Lutino und zimtfarbenen Nymphensittich aus. Das Gefieder,
Schnabel und Füße sind deutlich heller als bei wildfarbenen Nymphensittichen. Die Augenfarbe dieses Farbschlages ist
rot, wie bei den Lutinos. Auch Weißköpfe und Opalin (geperlte) Falben gibt es mittlerweile.
Nachfolgend sind zwei Falbenhähne zu sehen:
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Weiterführende Weblinks
Auf den nachfolgenden Seiten könnt Ihr alle obigen Farbschläge und einige andere, hier noch nicht so oft
anzutreffende sehen.
Cockatiels at Geoff & Jo's Aviary
Tiel Treasures - Cockatiel Mutations
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