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Hier ist die Reparatur der Blattfederaufnahme links beschrieben
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Beim Reifenwechsel knirschte es verdächtig am Ansetzpunkt des Wagenhebers unter dem Fahrzeug. Der Blick von unten zeigte nichts ausser altem Unterbodenschutz. Allerdings fühlte sich das Bodenblech vor der Blattfederaufnahme weich an. Mit dem Schraubenzieher konnte es problemlos aufgebogen werden

Der erste Eindruck    

Da wusste ich noch nicht was mich erwartet. Ich erwartete zwar Schlimmes als ich im Juli 2011 mit der Flex dran ging, aber doch nicht so schlimm wie es dann rauskam. Zuerst wurde das marode Bodenblech vor der Aufnahme und der morsche Längsträger ausgeschnitten. Dann konnte man sehen, das daß äussere senkrechte Stehblech auch marode war.

Marodes Blech entfernt               

Der Blick nach hinten zeigte noch schlimmeres. Die beiden Querbleche zwischen dem senkrechten Stehblech und der Blattfederaufnahme waren nur noch papierdünn. Deren Sinn ist mir zwar nicht ganz klar, aber ich vermute, das sie sie Aufnahme gegen Querbewegungen bei Kurvenfahrten abstützen
 
Papierdünne Querbleche

Nach weiterem untersuchen musste dann sogar ein Teil des Radlaufes entfernt werden, denn der Rost zog sich bis dort hin. An der roten Markierung (nur in der Vergrösserung) sieht man, das der Längsträger eine etwa zwei Zentimeter breite Durchrostung auf die ganze Höhe aufweisst.

Entfernter Radlauf

Das einzig positive war die eigentliche Federaufnahme. Sie war nur oberflächig angerostet und konnte drin gelassen werden. Die Schwarzfärbung im Hintergrund stammt vom Fertan. Nachdem alles marode Blech weggeschnitten war, wurde das verbliebene und oberflächlich angerostete mit Fertan behandelt. Die Federaufnahme erhielt die Behandlung erst nachdem das Foto aufgenommen wurde.

Intakte Federaufnahme          Intakte Federaufnahme

Nachdem das Fertan abgewaschen war begann die eigentliche Reparatur. Das Stehblech wurde mit 0.8mm V4A-Blech neu angesetzt. Da das alte nur schwer entfernt werden konnte gab es eine sehr unregelmässige Schnittkante. Aus diesem Grund wurde das neue aus mehreren kleinen Stücken angesetzt.

Neues Stehblech

Als zweites wurde die Durchrostung im Längsträger mit 0.8mm V4A-Blech zugeschweisst. Die Innenseite des Trägers wurde mit dem selben Material von innen aufgedoppelt. Ursprünglich bestand er auch aus zwei Blechen, das innere war jedoch vollkommen zusammengerostet. Nach dem Schweissen wird immer mit Brantho Korrux Rostschutzfarbe gestrichen, um das Rosten der Schweisspunkte zu minimieren.

Geschweisster Längsträger     Aufgedoppelter Längsträger

Danach wurde das total weggerostete Aussenseitige Blech des Längsträgers (normalerweise unsichtbar da unter dem Bodenblech) durch ein 1,4mm starkes V4A-Blech ersetzt. Dieses Innenblech war beim Auftrennen des Bodens bereits nicht mehr vorhanden. Es wurde bereits in Form von Rostkrümeln vor etwa einem Jahr entfernt, als das Bodenblech im Innenraum unter der hinteren Sitzbank ersetzt wurde. In des Blech wurde eine Wasserablauföffnung geflext, denn der Träger geht durch bis zum Fahrzeugende und ist hinten offen. Unten setzte ich einen  2cm breiten Streifen aus dem gleichen Material an, um darauf die Stoßkanten des Bodenbleches zu verschweissen. Das eingesetzte 1,4mm Edelstahlblech zeigte mir dann langsam die Grenzen meiner Werkstatt-Ausrüstung auf. Jetzt weiß ich auch, wieso hochwertige Tresore oft auch Einlagen aus Edelstahlblech aufweisen. Sowohl der Nibbler als auch die Karosseriesäge versagten als ich das Entwässungsloch reinarbeiten wollte. Der Nibbler blockierte sofort, das Sägeblatt heizte sich in kürzester Zeit bis auf Rotglut auf, bevor es seine Zähne verlor.

Geschweisster Längsträger

Danach wurde die beiden oben erwähnten Querbleche mit 0.8mm V4A-Blech neu gestaltet. Das vordere wurde dabei bis an den Längsträger durchgehend gefertigt und auch mit der Blattfederaufnahme verschweisst. Gut zu sehen ist die o.e. Wasserablauföffnung im Längsträger und die angesetzten Stosskanten.

Neu gestaltets vorderes Querblech     Beide neu gestalteten Querbleche

Nachdem alle inneren Bleche eingeschweisst und gestrichen waren, wurde mit dem Zuschweissen begonnen. Für den Längsträger wurde wieder 1,4mm dickes V4A verwendet. Auf dem linken Foto sieht man unten rechts bereits das schmale Stück Bodenblech (0.8mm V4A), das bereits zum einschweissen festgeklammert ist. Auf dem zweiten Foto sind alle 0.8mm V4A-Bodenbleche eingeschweisst, aber noch nicht mit Rostschutzfarbe gestrichen.

Zugeschweisster Längsträger     Eingeschweisste Bodenbleche

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