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Hier stehen Fragen, die immer wieder auftauchen oder die auf meinen anderen Seiten noch nicht geklärt wurden.
Fragen zu Artemia:
Wie alt werden Artemias ?
Wie groß werden Artemias ?
Woran erkennt man Männchen und Weibchen ?
Was sind Naupilen ?
Vertragen sich Artemias mit Fischen oder anderen Tieren ?
Wie schnell wachsen die Krebse ?
Wie lange paaren sich die Artemias?
Schlafen die Artemias ?
Was ist das für eine braune Kugel am Schwanzende bei den Artemias ?
Warum schlüpfen nie alle Eier wen man sie ins Wasser gibt ?
Unter welchen Bedingungen schlüpfen die Eier am besten ?
Wie lange dauert es bis die Artemias schlüpfen ?
Stimmt es, daß selbst aus toten Artemias noch Nauplien schlüpfen
?
Was sind Sea Monkeys ?
Aus meinem ersten Ansatz schlüpften nur Weibchen, bekomme ich jetzt keinen
Nachwuchs ?
Fragen zur Pflege:
Welche Futterarten gibt es ?
Was ist der Unterschied zwischen Mikrozell und Liquizell ?
Welche Temperatur sollte das Wasser haben ?
Das Wasser ist sehr trübe geworden und / oder riecht schlecht.
Woran liegt das ?
Wie oft muß ich das Wasser wechseln ?
| Fragen zum Material / Zubehör: | ![]() |
Wie groß sollte das Becken sein ?
Welche Pflanzen kann ich in das Becken pflanzen ?
Kann man mit einem normalen Heizstab heizen ?
Wie soll ich das Becken belüften ?
Kann man auch Sauerstofftabletten verwenden ?
Was sind Sea Diamonds ?
Kann ich auch Aquariumsand reintun ?
Allgemeine Fragen:
Wie werden die Artemias noch genannt ?
Was sind das für Flocken, die im Becken schweben ?
Was passiert mit den Eierschalen ?
Kann ich das Becken direkt in die Sonne stellen ?
Was mache ich bei einer Bevölkerungsexplosion ?
Was ziehen die Tiere für Fäden hinter sich her ?
Ich habe versehentlich zu viel Futter reingemacht, ist das schlimm
?
Kann ich die Tiere einfärben ?
Welche Bücher beschäftigen sich mit dem Thema Artemia
?
| Antworten: | ![]() |
Antworten zu Artemia:
In freier Wildbahn werden die Krebse 1 - 2 Monate alt, doch bei und zu Hause
im Aquarium können sie unter günstigen Bedingungen bis zu 10 Monate
alt werden. Wenn sich ein Kreislauf gebildet hat, werden die Kinder langsam
immer älter als die Eltern.
Die Größe ist abhängig von der Wasserqualität und dem
Salzgehalt. Zwischen 1,1 und 1,7 cm sind möglich.
Woran erkennt man Männchen und Weibchen ?
Die Männchen erkennt man an den zwei Greifarmen (Mandiblen) am Kopf.
Das sieht aus wie ein zu groß geratener Schnurrbart. Damit umklammert
es das Weibchen bei der Paarung. Charakteristisch für das Weibchen ist
in seiner späteren Entwicklung der Eiersack - ein Stecknadelkopf große
braune Kugel am Ende zwischen Schwanz und Beinen.
Nauplien sind die frisch aus den Eiern geschlüpften Jungtiere der Krebse.
Vertragen sich Artemias mit Fischen oder anderen Tieren ?
Artemias haben ihren Siegeszug in die Aquarien nicht geschafft, weil sie
besonders schön zu beobachten sind, sondern weil sie eigentlich als Lebendfischfutter
dienen. Mit den sehr proteinhaltigen Tiere werden ganze Fischzuchten gefüttert.
Also wäre es nicht die beste Idee, seine mühevoll aufgezogenen Artemias
als Spielkameraden den Aquarienfischen zu geben.
Wie schnell wachsen die Krebse ?
Bei besonders ungünstigen Lebensbedingungen versuchen die Krebse möglichst
schnell zu wachsen. So können sie schon 8 - 14 Tage nach ihrer Geburt schwanger
werden. Dann sind sie ca. 7 mm groß. Sollten sie nach 4 - 6 Wochen immer
noch nicht richtig ausgewachsen sein, dann liegt das an den guten Lebensbedingungen.
Zum Ende hin erreichen sie eine stattliche Größe von 1,7 cm.
Wie lange paaren sich die Artemias ?
Wenn sich Männchen und Weibchen optimal verbunden haben, dann dauert
die Paarung zwischen wenigen Stunden bis zu 7 Tagen.
Die Krebse müssen sich ständig bewegen. Sie fächern sich
durchgehend Wasser und Spurenelemente zu, damit sie nicht verhungern und nicht
ersticken. Es gibt kurze Ruhephasen, in denen sie etwas langsamer schwimmen,
aber schlafen wie wir, das tun sie nicht.
Was ist das für eine braune Kugel am Schwanzende bei den Artemias ?
Das ist der Eiersack. Dort entwickeln sich die Cysten. Je nach den Lebensbedingungen,
werden die Cysten schon im Mutterleib ausgebrütet oder werden als sogenannte
Dauereier in die Umwelt abgelassen. Sollten lebende Nauplien geboren werden,
sieht man das vorher an dem heller werdenden Eiersack. In einem Eiersack können
sich bis zu 150 Cysten befinden.
Warum schlüpfen nie alle Eier wenn man sie ins Wasser gibt
?
Man weiß nie, unter welchen Umständen die Cysten gezeugt wurden.
Sind sie unter der Voraussetzung vom Muttertier gelegt worden, damit sie kurze
Zeit später selbst schlüpfen, dann ist die wahrscheinlich groß,
daß sie sofort auf die Welt kommen. Wurde sie als Dauereier gezeugt, um
schwierige Zeiten zu überstehen, dann kann es durch aus noch Tage dauern
bis sie schlüpfen. Im ungünstigsten Fall brauchen sie noch eine Trockenphase
um Schlupfreife zu bekommen.
Auch die Wasserqualität und der Salzgehalt spielen da mit. Optimale Bedingungen
bedeutet keine 100 %ige Schlupfrate.
Überlagerte Cysten können genauso daran Schuld sein, schlechte Schlupfergebnisse
zu erzielen.
Unter welchen Bedingungen schlüpfen die Eier am besten
?
Wenn die Wassertemperatur 22 Grad Celsius beträgt und die Salzkonzentration
hoch ist. Dann schlüpfen sie am schnellsten, werden aber bei konstanten
Umweltbedingungen nicht besonders alt. Temperaturen um die 19 Grad und eine
niedrige Konzentration, lassen die Krebse langsamer schlüpfen und länger
leben.
Wie lange dauert es bis die Artemias schlüpfen ?
Die Krebse können schon nach wenigen Stunden das Licht der Welt erblicken,
daß kommt aber eher selten vor. Normal hat man mit einer kleinen Bevölkerungsexplosion
nach 24 - 48 Stunden zu rechnen. Bei ungünstigen Bedingungen kann der Schlupf
sich durchaus um eine Woche verzögern.
Stimmt es, daß selbst aus toten Artemias noch Nauplien
schlüpfen ?
Die Cysten im Mutterleib erreichen sehr schnell ein eigenständiges
Stadium, welches nach kurzer Zeit schon unabhängig von der Mutter macht.
Sollte in dieser Phase das Muttertier sterben bleiben die im Eiersack enthaltenen
Cysten überlebensfähig, so das nach einer Trockenphase durchaus wieder
lebende Artemias entstehen können.
Aus den Leichen der Artemias werden direkt keine neuen Nauplien entstehen.
Die Sea Monkeys sind die kommerzielle Version der Artemias. Als Hybride
Art werden sie als Spielzeug in den Vereinigten Staaten groß vermarktet.
Als eigenständige Art werden sie angesehen. Artemia Nyos werden sie auch
genannt. NYOS setzt sich aus den Anfangsbuchstaben "New York Ocean Science"
Laboratories zusammen, weil sie dort gezüchtet wurden. Angeblich werden
sie bis zu 2 cm groß und 2 Jahre alt. Wissenschaftlich sind sie als "echte"
Unterart noch nicht anerkannt.
Aus meinem ersten Ansatz schlüpften nur Weibchen, bekomme ich jetzt keinen Nachwuchs ?
Es kommt ab und zu mal vor, daß bei einem neuen Ansatz nur Weibchen
aus den Cysten schlüpfen. Dieses passiert nur, wenn zum Zeitpunkt des "Wecksignals"
der Cysten ganz bestimmte Umweltbedingungen herrschten. Ein Beweis offensichtlich
dafür, daß das Geschlecht variabel zur Außenwelt ist. Die Natur
dachte sich dann wohl, es sei das Beste zu diesem Zeitpunkt die Art zu erhalten.
In einem solchen Fall pflanzen sich die Artemias durch Parthenogenese (Jungfernzeugung)
fort.
Antworten zur Pflege:
Es gibt das Mikrozell und das Liquizell. Beides sollte sparsam verwendet
werden. Als Alternative kann man auch Frischhefe oder Trockenhefe nehmen. Von
anderen Futterarten sollte man abgesehen, da sie bei Nichtverzehr im Becken
vergammeln und die Wasserqualität stark beeinträchtigen.
Was ist der Unterschied zwischen Mikrozell und Liquizell ?
Liquizell gilt als Babynahrung für Artemia. Es ist flüssig und
besteht aus extra kleinen und teilweise noch lebenden Plankton und Algenteilen,
die leicht von den Nauplien aufzunehmen sind. Mit Liquizell kann man die "Kindersterblichkeit"
bei den Krebse gut in den Griff bekommen.
Das Mikrozell besteht aus getrockneten und gemahlenen Algenpulver und ist gut
für die Ernährung der Erwachsenen Krebse geeignet.
Welche Temperatur sollte das Wasser haben ?
Zu den Umwelteinflüssen gehört auch die Temperatur. Zwischen 16
und 26 Grad Celsius sind für die Krebse akzeptabel. Bei Temperaturen unter
19 Grad wird man die Tiere ziemlich langsam durch Wasser schwimmen sehn, bei
über 22 Grad flitzen die Krebse durchs Becken. Optimal sind 21 Grad.
Das Wasser ist sehr trübe geworden und / oder riecht schlecht.
Woran liegt das ?
In 90 % aller Fälle ist es Überfütterung. Nicht weil die
Tiere zuviel gefressen haben, nein. Eher weil das übrig gebliebene Futter
im Wasser zu gammeln anfängt. Böse Bakterien finden so ihren Nährboden
und das endet meist mit dem Tod der noch lebenden Artemias. In so einem Fall
ist unbedingt ein Wasserwechsel notwendig, das alte muß weggeschüttet
werden.
An dieser Stelle sei geraten: Immer wenig füttern. Die Nauplien brauchen
erst nach dem dritten Tag ihres Daseins das erste Futter. 1 -2 Tropfen, bzw.
wenige Krümel Futter genügen meistens eine ganze Woche. Erst füttern,
wenn das Wasser wieder klar ist.
Wenn das Wasser in keinem guten Zustand ist, es aber sonst keine Probleme macht,
kann durch einfaches reinhalten eines Fingers, das Wasser "umkippen".
Deshalb ist an dieser Stelle Vorsicht und Hygiene angebracht.
Nie die Finger ins Becken halten. Jeden Gegenstand, bevor er ins Wasser gelangt
, einmal mit kochendem Wasser übergießen.
Wie oft muß ich das Wasser wechseln ?
Wenn´s gut geht gar nicht. Hat sich erstmal das Biotop gefestigt,
sollte man es bewahren, indem man das Wasser alle halbe Jahre vorsichtig durch
einen Kaffeefilter gießt und so den groben "Dreck" davon trennt.
Danach benutzt man es weiter.
Verdunstetes Wasser füllt man einfach mit abgekochten und abgestandenen
Wasser in maßen nach.
Ein kompletter Wasserwechsel ist nur notwendig, wenn es sehr trübe geworden
ist oder anfängt unangenehm zu riechen. Dann ist es höchste Zeit das
Wasser auszutauschen.
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Antworten zum Material / Zubehör:
Wie groß sollte das Becken sein ?
Das Becken kann so groß sein wie will. Man muß nur das Salz
- Wassergemisch neu anpassen. Man sollte aber beachten, ob es Sinn bringt für
relativ winzige Tiere ein riesen Aquarium bereit zu stellen. In besonders hohen
und schmalen Gefäßen lassen sich die Krebse besonders gut beobachten.
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Welche Pflanzen kann ich in das Becken pflanzen ?
Leider keine. Selbst Meerespflanzen können sich nicht an den hohen
Salzgehalt des Artemiabeckens anpassen. Nach einiger Zeit werden sich aber im
Gefäß Algenbüschel bilden. Wenn man Steine oder noch besser
Tonscherben ins Becken legt, können sich daran besonders gut Algen festsetzen.
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Kann man mit einem normalen Heizstab heizen ?
Man kann mit einem Heizstab das Becken auf einer konstanten Temperatur halten,
aber warum sollte man das tun ? Die Krebse sind Temperaturschwankungen gewohnt.
Zwischen 16 - 26 Grad Celsius können sie gut verkraften. Nicht das solche
Temperaturunterschiede besonders förderlich sind, aber wer will schon eine
ganze "verweichlichte" Artemiazucht verlieren, nur weil man mal vergessen
hat, die Heizung anzustellen ?
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Wie soll ich das Becken belüften ?
Solange die Krebse noch im Nauplienstadium sind, ist genügend Sauerstoff
sinnvoll. Mit der "Aqua Leash" Handpumpe kann man genau das gleiche
Ergebnis erzielen, indem man sie täglich 2 - 3 mal benutzt. Sauerstofftabletten
funktionieren auch, leider hinterlassen die Tabletten weiße Krümel
und häßliche Schaumkronen im Wasser. Der natürlichste Sauerstoffproduzent
sind die am Boden wachsenden Algen. Das Gefäß an einen sonnigen Standort
gestellt, läßt die Algen ware Rekordhalter in der Sauerstoffproduktion
werden.
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Kann man auch Sauerstofftabletten verwenden ?
Leider hinterlassen die Sauerstofftabletten eine häßliche Schaumkrone
im Aquarium und seltsame weiße Krümel am Boden. In den Tabletten
befinden sich Percarbonate oder Perborate die ähnlich wie H2O2 langsam
Sauerstoff abgeben. Die Stoffe reizten im Tierversuch die Schleimhäute,
deshalb sollte man diese Methode der Sauerstoffzufuhr sich vorher gut überlegen.
Ansonsten habe ich mit den Sauerstofftabletten keine schlechten Erfahrungen
gemacht.
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Sea Diamonds sind kleine überteuerte transparente Plastikstücke, die es in dreißiger Packs in den Sea Monkeys - Shops separat zu kaufen gibt. Ins Wasser gegeben schwimmen die Stückchen, je nach Wassertemperatur und Salzkonzentration oben oder unten im Becken. Die Werbung gaukelt dem Käufer vor, die Tiere würden tatsächlich mit den Sea Diamonds spielen. In Wirklichkeit nutzt man nur den Greifreflex der Artemiaart aus. Die Krebse greifen instinktiv nach allem was ungefähr so groß wie sie selber sind und tragen es so eine Zeit lang mit sich rum. Sehr gut läßt sich das beobachten, wenn sie kleine Algenbüschel kreuz und quer durchs Becken tragen.
Kann ich auch Aquariumsand reintun ?
Wenn man unbedingt Sand zu den Artemias hinzufügen möchte, dann
sollte man dies sehr gewissenhaft vorbereiten. Der Sand sollte gut gewaschen
und absolut staubfrei sein. Die Gefahr ist recht groß, daß die Tiere
durch unsauberen Sand stark in Mitleidenschaft gezogen werden. Das nächste
Problem taucht bei der Reinigung des Beckens auf. Der Sand wirkt störend
beim Filtern des Wassers und beim Umsetzen der Krebse. Empfehlen würde
ich Sand also nicht.
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Allgemeine Fragen:
Wie werden die Artemias noch genannt ?
Im Internet findet man noch eine menge Informationen, wenn man statt Artemia
mit den Begriffen: Urzeitkrebse, Salinenkrebse, Salzkrebse, Sea Monkeys, Artemia
Salina, Feenkrebse oder Brine Shrimp arbeitet.
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Was sind das für Flocken, die im Becken schweben ?
Wie alle anderen Krebse auf dieser Welt, muß auch der Artemiakrebs
sich mal häuten. Bis die Tiere ausgewachsen sind, haben sie 16 - 17 mal
ihre Haut abgestreift. Artemia gehören im Tierreich zur Unterklasse Anostraca,
was auf Deutsch "die Schalenlosen" bedeutet. Sie haben also nicht
so einen kräftigen Panzer wie z.B. ein Flußkrebs. D.h. ihre abgestreifte
Haut ist ziemlich weich und verdichtet sich nach ihrem Abwurf zu einer Flocke.
Diese Flocken schweben dann ziemlich lange im Wasser rum.
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Was passiert mit den Eierschalen ?
Die übrig gebliebenen leeren Eierschalen sammeln sich leider zu Massen
an der Wasseroberfläche oder am Aquariumgrund. Dort geben sie einen nicht
so schönen Anblick ab. Am Grund fallen sie im günstigsten Fall den
wuchernden Algen zum Opfer und verschwinden so, aber die schwimmenden Varianten
bekommt man leider nur raus, wenn man das Wasser durch einen Filter gießt.
Wie das geht, habe ich beim Thema Aufzucht beschrieben.
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Kann ich das Becken direkt in die Sonne stellen ?
Generell ist es eine gute Idee das Becken in die direkte Sonne zu stellen.
Denn Sonnenlicht fördert das Wachstum der Algen, welche diese Situation
mit schnellem Wachstum und erhöhter Sauerstoffproduktion quittieren. Beides
ist gut für unsere Artemias. Weiterhin ist Sonnenlicht verantwortlich für
eine bessere Schlupfrate.
Sollte aber das biologische Gleichgewicht im Aquarium nicht stimmen, kann man
mit direkter Sonnenbestrahlung auch den entgegengesetzten Effekt erzielen -
man sagt "das Wasser kippt um !" So wird es trüb oder fängt
sogar an zu riechen. Nach so einem Erlebnis sollte man sich für ein helles
Nordfenster entscheiden.
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Was mache ich bei einer Bevölkerungsexplosion ?
Auf den ersten Blick sieht ein Neuansatz meist gleich wie eine Bevölkerungsexplosion
aus. Hunderte von Nauplien tummeln sich im Glas. Meistens reguliert sich das
von selbst. 90 % aller Nauplien überstehen leider die erste Woche kaum.
Es überleben meist nur so viele, wie Sauerstoff und Nahrung zu Verfügung
steht. Dennoch finden ohne weitere Probleme gut 100 Tiere in 1 Liter Wasser
platz.
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Was ziehen die Tiere für Fäden hinter sich her ?
Das ist ein Zeichen dafür, daß die Krebse eine gute Verdauung
besitzen. Es handelt sich dabei um Kotfäden, quasi ihre letzte Mahlzeit
die sie hinter sich her ziehen.
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Ich habe versehentlich zu viel Futter reingemacht, ist das schlimm
?
Naja, gut ist es nicht. Wenn die Krebse mit dem Fressen nicht hinter her
kommen, dann wird das übrig gebliebene Futter im Becken verfaulen und das
wiederum ist nicht gut für die Wasserqualität. Da das Mirkozell noch
eine kurze Zeit an der Oberfläche schwimmt, kann man noch es versuchen
schnell wieder raus zu fischen. Ansonsten muß man hoffen, daß die
Tiere großen Hunger entwickeln und das meiste wegfressen. Wenn man Pech
hat, muß man einen Wasserwechsel durchführen.
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Kann ich die Tiere einfärben ?
Versuche mit Lebensmittelfarben schlugen bisher fehl und andere Farben sind
wegen der Giftigkeit halber nicht zu empfehlen. Einen natürlichen Rotton
nehmen die Artemia an, wenn sie in sauerstoffarmen und salzreichen Wasser auf
die Welt kommen. Unter den Bedingungen ist es aber schwer die Krebse zu züchten.
Dennoch wird man ab und zu mal einen roten Krebs zwischen den anderen sehen.
Welche Bücher beschäftigen sich mit dem Thema Artemia
?
Bekannte Literatur ist rar. Ein relativ gutes Buch heißt " Artemia,
der Urzeitkrebs ... mehr als nur Fischfutter ". Erschienen ist es im M+S
Verlag, geschrieben von Martina Hayo und Gerhard Schwarz.
Dann gibt es noch ein Buch von Hans J. Forchheimer "Der Salinenkrebs"
und "Dino-Krebse - wirklich nur Fischfutter ?" von Kosmos.
Von den letzten beiden Büchern habe ich keine weiteren Informationen.
Sollte man in der Buchhandlung keinen Erfolg erzielen, an diese Bücher
ran zu kommen, dann lohnt sich der Weg in die Zoohandlung. Darüber kommt
man bestimmt an das eine oder andere Buch heran.
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