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Eigentlich ist dieses eins der günstigsten und später noch eins der am wenigsten aufwendigsten Hobbys die die kenne.
Wie jedes andere Hobby auch, braucht man eine Grundlage um es überhaupt auf die Beine zu stellen. Die nächsten Zeilen sind schlicht einfach nur Empfehlungen, ohne die es bestimmt auch geht. Jeder macht es ein wenig anders. Das wird sich aber mit der Zeit heraus stellen, wie und was das Beste dafür ist.
Das Aquarium
Als sinnvoll entpuppt sich ein hohes und schmales Gefäß, für max. 2 - 3 Liter. Die herkömmlichen Aquarien aus dem Zoogeschäft eigenen sich zur Beobachtung dieser Tiere nicht so, da sie ihnen zu viel Platz liefern. Nach längerer Suche fand ich endlich ein perfektes Aquarium an einem Ort, an dem man normalerweise nicht so was sucht. Bei IKEA. Die Vasen dort haben die optimal Form für unsere Zwecke. Abgesehen davon sind sie recht günstig. Ansonsten eignen sich alle Arten von Gefäßen. Auf keinen Fall sollten Metallgefäße benutzt werden - dies oxidieren im Salzwasser zu leicht und können so der Brut schaden.
Das Wasser
Von Ort zu Ort gibt es unterschiedliche Leitungswasserqualitäten. Sehr kalk- oder metallhaltiges Wasser wirkt sich nicht gerade günstig auf die Entwicklung der Artemia aus. Dennoch ist es möglich. Auf jeden Fall empfehle ich das Wasser vorher gut abzukochen und ein paar Tage abstehen zu lassen. Man wird schnell herausfinden, daß das den Tieren gut bekommt. Wer lange keine Erfolge erzielt sollte es mal mit Flaschenwasser ohne Kohlensäure oder mit destilliertem Wasser probieren. Die aller letzte Chance wäre Osmose-Wasser. Das ist ein speziell für Aquarianer gefiltertes Wasser aus der Zoohandlung, garantiert frei von allen eventuellen Giftstoffen. (10 Liter ca. 1 Euro)
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Das Salz Das ist das Wichtigste. Es muß Salzwasser sein, in einer Konzentration
von 2,5 - 3,8 %. (das sind ungefähr drei bis vier gehäufte Teelöffel
Salz auf ein Liter Wasser) Es kann spezielles Artemia Salz sein oder einfaches
Kochsalz aus der Küche. Zwei Sachen sollten in dem Salz nicht vorhanden
sein: Jod verzögert das Ausschlüpfen und das Trennmittel wie
E 535 ( Natriumhexacyanoferrat ) erzeugt starke Trübungen und verstopft
die Poren der Cysten. Die Auswirkungen sind geringere Schlupfraten. Trennmittel
(mineralische) wie Kieselsäure (kolloidale Kieselsäure) sind
kaum in Verwendung und sind für unsere Nauplien harmlos. Optimal
ist das Salz von Hobby Dohse
Aquaristik. Für 2 - 3 Euro bekommt man in jedem ordentlichen Zoogeschäft
das Spezialsalz in einer kleinen Behälter für 5 Liter Wasser.
Dieses Salz ist mit Nahrungsbstandteilen wie Phytoplankton und Mikroorganismen
versetzt und bietet den jung geschlüpften Krebsen gleich die beste
Babynahrung für den Anfang. Es gibt auch Red Sea Salt von Coral Reef
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Die Artemia Eier (Cysten) Werden in verschiedenen Gewichtsklassen angeboten, von wenigen Gramm
bis zu einigen Kilo. Für unsere Zwecke reicht die kleinste Menge
von 15 g die es zwischen 3 und 4 Euro im Handel von Dohse
gibt. Darin enthalten sind Millionen von Eiern und die müssen erstmal
aufgebraucht werden ! Es gibt zwei verschiedene Arten von Eiern, entkapselte
und normale. In einem komplizierten Verfahren werden die Eierschalen entfernt
und das Ei wird nur noch durch die innere Haut zusammengehalten. Dieses
ist nützlich, wenn ziemlich schnell eine große Population Artemia
hergestellt werden soll. So kann die Schlupfzeit auf wenige Minuten verkürzt
werden. Im normalen Zoofachgeschäft gibt's aber nur die herkömmlichen
Eier mit einer Schlupfzeit von 24 Stunden bis 7 Tagen. Cysten, die älter
sind als ein Jahr haben eine spürbar schlechtere Schlupfrate. Deshalb
sollten sie nur in Bedarfsmengen gekauft werden, auch wenn es gerade wieder
günstige Angebote gibt. Die Schlupfrate von Cysten schlechter Qualität
oder überalterten Cysten läßt sich steigern, wenn sie
dekapsuliert werden. Super Angebote bei Versteigerungen sind daher nicht
zu empfehlen. Wie das geht erfährst du hier.
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Das Futter Auch hier kann ich nur auf das Artemiafutter von Dohse
verweisen. Davon gibt es zwei Arten.: Liquizell und Mikrozell. Mikrozell
ist das Hauptfutter und besteht aus getrockneten und gemahlenen Algen,
die zu Tonnen in den Salzseen wachsen. Liquizell ist die flüssige
Babynahrung der Artemien. Es besteht größtenteils aus noch
lebenden pflanzlichen Plankton, welches besonders leicht von den Krebsen
aufgenommen werden kann. 15 ml Mikrozell reichen ewig und kosten ca. 3,50
Euro. Das Liquizell gibt's in kleinen 50 ml Fläschchen und kostet
ca. 5 Euro. |
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Die Luftpumpe "Sea Pump" Die Sea Pump gibt es leider nicht einfach so zu kaufen. Man ist gezwungen sie über eine kommerzielle "Sea Monkey" Seite zu beziehen. Sie kostet um die 5 Euro, was man dem Material gar nicht ansieht. Die Sea Pump ist aber eine praktische Angelegenheit um manuell den Sauerstoffgehalt im Wasser zu erhöhen. Ausreichend Sauerstoff ist für die Nauplien wichtig. Die Ansätze können auch mit einer Pumpe belüftet werden. Dabei sollte man nur den Luftschlauch verwenden, also ohne den fein perlende Ausströmer, denn die Bläschen könnten sich unter die Panzer setzen. Wem das alles zu professionell ist, kann sich mit einer täglichen mehrminütigen Umrühraktion mit einem Löffel vergnügen. Sollte die Wasseroberfläche groß genug sein, wird auch über diesen Weg Sauerstoff in das Wasser kommen. Sauerstofftabletten eignen sich nur bedingt. Es gibt beim Einsatz immer eine Schaumkrone auf dem Wasser und weiße krümelige Überreste am Boden. Wem das nichts ausmacht, kann sie gerne benutzen. Schön ist es aber nicht. |
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Die Pipette "Aqua Leash" Wie die Sea Pump gibt es die Aqua Leash Pipette nur im Internet über eine "Sea Monkey" Seite zu kaufen. Leider kostet auch sie um die 5 Euro. Eine herkömmliche Pipette eignet sich nicht für diese Zwecke, weil die Öffnung nicht groß genug ist für einen ausgewachsenen Krebs. Man braucht die Aqua Leash Pipette zum Umsetzen der Tiere in ein anderes Becken. Ein einfacher Löffel könnte da auch herhalten, aber wenn man erstmal diese Pipette ausprobiert hat, will man den Löffel gar nicht mehr benutzen. |
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Tonscherben
Wie bei jedem anderen Aquarium auch, macht es immer was her, wenn diverse Gegenstände sich auf dem Boden befinden. Da sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Sehr schön sehen bunte Steine, Glasperlen oder Plastikpflanzen aus der Zoohandlung aus. Nur sollte beachtet werden, daß sich keine Stoffe aus den Materialien herauslösen. Kristalle und geklebte Gegenstände eignen sich überhaupt nicht. Als sehr praktisch haben sich Tonscherben erwiesen. Denn bei diesem "Gestein" gibt es genug Ecken und Lücken, daß sich später dort Algen ansiedeln können. Wenn genügend Algen gewachsen sind können sie die Ausscheidungsprodukte der Krebschen umsetzen und dienen zusätzlich als Futter und Sauerstoffproduzent.
Der Rest
Ein leichte Abdeckung für das Gefäß ist sinnvoll damit kein Staub ins Wasser fällt. An den feinen Staubfäden verheddern sich leicht die jungen Nauplien und sterben dann. Weiterhin kann man damit die Verdunstung ein wenig unterdrücken, was aber nicht notwendig ist.
Mit einem Plastiklöffel lassen sich später gut die gelegten Eier abschöpfen.
Ein Stab, mit dem man (sollte man keine Pumpe besitzen) das Wasser täglich ein paar Minuten mal umrührt, damit Sauerstoff vom Wasser aufgenommen werden kann.
Mit einem einfachen Zahnstocher kann man am besten das Mikrozell beim Füttern dosieren. Es sollte immer wenig gefüttert werden. Ein Zahnstocher bietet hier die optimale Oberfläche für den Transport des Pulvers.
Ein Wasseraufbereiter (z.B. aqua vital) ist nur sinnvoll, wenn abkochen und abstehen lassen des Leitungswassers keinen Erfolg bringt.
Um den biologischen Kreislauf im Miniaquarium zu verbessern, bietet sich der Biostarter "nitrivec" von sera an. Wenige Tropfen von dem Zeug genügen um die "guten" Mikroorganismen im Wasser zu bevorteilen, damit die Ausscheidungen, etc. der Krebse besser in Dünger für die Algen umgewandelt werden können.
