Allgemeine Tips
Vorab muß ich sagen, daß jeder erfahrene Artemiazüchter seine eigenen Aufzuchttips hat. Was bei dem einen gut funktioniert, geht bei dem anderen überhaupt nicht. Deshalb sollten diese Seiten liberal gesehen werden. Die Artemias sind ein recht anpassungsfähiges Völkchen, d.h. sobald sich ein Lebenskreislauf gebildet hat, haben sich die Salinenkrebschen an ihre Umgebung einigermaßen gewöhnt und machen quasi das Beste daraus. Jede weitere Generation paßt sich besser an.....

Ich greife nie mit meinen Fingern in das Wasser, das sollte man beherzigen. Sollte man ein labiles Ökosystem in seinem Becken haben, kann das der ausschlaggebende Punkt sein, daß einem das Wasser "umkippt".
Jeder Gegenstand, der in das Wasser kommt, sollte kurz vorher mal der Desinfektion halber mit kochendem Wasser übergossen worden sein.
In der Zoohandlung gibt's kleine Beutelchen mit Artemia-Lebendfutter (zwischen 50 und 100 Tiere) für wenig Euro. Dieses Beutelchen hat ein ganz besonderes Wasser - es hat die optimale Qualität ! Es befinden sich lebende Algen darin und die richtigen Mikroorganismen in der richtigen Menge. Gerade, wenn die Zucht nicht so richtig gelingen will, kann so ein Beutelchen ware Wunder bringen.
Das Wasser im Aquarium sollte immer klar sein. Die Artemia filtern ihre Umgebung immer gut durch. Wenn es nach einigen Tagen nicht sauber wird oder einen schlechten Geruch hat, dann ist es angebracht einen Wasserwechsel vorzunehmen. Das alte Wasser muß dann leider weggeschüttet werden. Bei allen anderen Fällen, z.B. bei einer Standardreinigung, ist es nicht notwendig das Salzwasser zu entfernen - im Gegenteil, es ist sogar sinnvoll es weiter zu benutzen.
Sehr gute Erfahrungen habe ich mit unterschiedlichen Wasserständen durch Verdunstung gemacht. Eins bis zweimal im Jahr ruhig das Wasser bis zur Hälfte verdunsten lassen.
Wenn viel Wasser dem Aquarium fehlt, sollte davon abgesehen werden, die komplette fehlende Menge mit einem Schlag zu ersetzen. Meistens verkraften die meisten Tiere die neue Salzkonzentration nicht. Also jeden Tag ein bißchen nachfüllen ist o.k., solange bis der ursprüngliche Wasserstand wieder hergestellt ist.

Nie Reinigungsmittel verwenden, keine Seife, keine Waschmittel ! Das Risiko ist zu hoch, daß Rückstände davon zurück bleiben.
Man verlängert das Leben der Tiere, wenn man die Temperatur nicht über 20 Grad Celsius und die Salzkonzentration sehr niedrig hält. Dazu noch selten gefüttert (natürlich nicht verhungern lassen !) und die Krebse werden steinalt !
Jedes mal wenn neue Nauplien auftauchen, Liquizell benutzen.
Algen sind das A und O für ein funktionierendes Miniökosystem in
Deinem Becken. Am besten können sie sich auf Tonscherben festsetzen, aber
auch ein normaler Kieselstein kann ihnen helfen Fuß zu fassen.
Alle Vorteile und Infos mal zusammengefaßt:

Riesiger Algenteppich im Salzsee in Utah, die Hauptnahrung von Artemia
. 
Mein eigener Algenteppich im Becken. Hier sieht man schön wie weitere Algen an den Tonscherben wachsen !
Staub ist eine unangenehme Sache. Ist er erstmal im Becken, verheddern sich gerne junge und altersschwache Artemia darin und die Fusseln bereiten ihnen einen unangenehmen Tod. Am besten ein wenig abdecken (nicht komplett, Sauerstoff sollte schon noch dran kommen !)
Sollten mal transparente "Flocken" herumschweben handelt es sich
dabei normalerweise nicht um Staub oder ein Pilz. Wie alle anderen Krebse auch,
häuten sich die Artemia in ganz bestimmten Abständen (ca. 16 -17 mal).
Diese Haut schwebt dann als Knäuel herum.
Wenn man keine Lust mehr auf die Krebse hat, dann bitte das Wasser samt Inhalt nicht wegschütten. Einfach solange stehen lassen, bis das Becken komplett ausgetrocknet ist. Die Artemia haben dann genug Eier gelegt und die Algen halten einen "Winterschlaf". Selbst nach einigen Jahren können durch einen einfachen Wasseraufguss die Krebse und die Algen wiederbelebt werden.