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Am 22. August 1999 reisten wir, Gunda und ich,
per Scanrailticket für 480,- DM pro Person von
Puttgarden über Kopenhagen und Göteborg
nach Abisko, wo wie am späten Nachmittag des
folgenden Tages ankamen, um gleich noch ein paar
Kilometerchen bis zur ersten (und einzigen legalen)
Zeltmöglichkeit im Abisko-Nationalpark.
An diesem Plätzchen, das auch in der
Fjällkartan (BD6: Abisko - Kebnekaise -
Narvik) verzeichnet ist, gibt es auch eine nach vorne
offene Schutzhütte
mit Feuerstelle.
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Am nächsten Tag war das Wetter
äußerst durchwachsen, vor allem die
heftigen Winde machten uns zu schaffen. Nach einem
schönem Weg durch Birkenwald
entlang dem Abiskojaure erreichten wir die
Abiskojaurehütte. An der Hütte war es
dann so windig und kalt, dass wir uns
entschlossen, noch weiter zu laufen, um in der
Nähe der nicht geöffneten Kieronstugan,
die auf der Karte gar nicht mehr soo weit weg
aussah, unser Zelt aufzuschlagen.
Nach der Abiskojaurehütte ging es dann durch
baumloses Gebiet leicht bergauf, an einem Bach gab es wunderbare Zeltplätze. Danach
ging es steil
nach oben. Als wir uns dann, schon mit den
Kräften so ziemlich am Ende, hochgekämpft
hatten, stellten wir fest, dass die besagte
Hütte schwerer zu erreichen war als gedacht,
weil sie auf der anderen Seite eines kleinen Tals
lag. Da es dort auch nicht nach Wasser aussah und
es scheinbar keinen geeigneten und
windgeschützten Zeltplatz gab, machten wir uns
unter Fluchen und Jammern wieder bergab
zu den schönen Zeltplätzen ganz unten.
Kaum war das Zelt (wir waren ganz allein da)
aufgebaut, fing es fürchterlich an zu regnen,
wovon wir allerdings nicht viel mitbekamen, weil
wir sogleich in einen tiefen Schlaf
verfielen.
Auf jeden Fall hatten wir unsere Lektion
gelernt. Ich musste meiner Freundin hoch und
heilig versprechen, zukünftig genauer auf die
Karte zu sehen, bevor ich einen Zielpunkt
ausrufe...
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Am nächsten morgen ging es dann halt wieder
die alte Strecke bergauf bei bewölktem Himmel,
starkem Wind und schweren Beinen. Ja ja, der dritte
Tag. Oben im Fjäll dann kam endlich die Sonne kurz
raus und wir konnten während unserer Rast am
höchsten Punkt dieser Steigung einen
phantastischen Blick übers Fjäll genießen.
Dann ging es wieder ein Stückchen hinunter
und der Wind blies uns einmal mehr volle Kanne ins
Gesicht. Zelten war dann kaum möglich: zu
steinig und zuviel Gestrüpp. Am Alesjaure waren es noch ca. 7 km bis zur Alesjaurehütte.
Glücklicherweise ging von hier ein Boot(*).
1999 galt folgender Fahrplan:
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Alesjaure Tourist Station
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Outlet of Alesjaure (*)
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Abfahrt: 9am, 2.30pm, 6pm
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Abfahrt: 9.30am, 3pm, 6.30pm
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Preis 90 Kronen pro Person, fuhr vom
01.07. bis 31.08.1999
Extratouren können zwischendurch
von 8am bis 8pm geordert werden, man
muss nur am Outlet eine Fahne hissen.
Kosten dann: 540 Kr pro Tour, maximal 6
Personen
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Wer will, kann natürlich auch zu Fuß
weitergehen. Wir hatten allerdings den Eindruck,
dass sehr viele Wanderer sehr glücklich
über diese Möglichkeit waren und gerne bezahlten...
Die Zeit bis zur Abfahrt nutzen wir, um
uns ein wenig zu erfrischen.
An der Alesjaurehütte kauften wir erst mal ein
paar Bier und bauten das Zeltchen in
der Nähe der Hütte auf.
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Am vierten Tag dann lachte uns die Sonne
ununterbrochen an. Die ersten Rentiere kreuzten
unseren Weg und der Wind hielt sich endlich mal
zurück. Nach der Alesjaurehütte ging es zunächst durchs wunderschöne Alesvaggi.
Am Ende des Tals ging es dann wieder steil rauf
bis zur Tjäktjahütte, kurz vorm
höchsten Punkt des Kungsleden, dem
Tjäktjapass.
In der Nähe der Hütte, hinter
der Brücke, stellten wir
sichtgeschützt unser Zelt auf und waren auch
hier abends mutterseelen alleine.
Dort genossen wir noch ein wenig die Ruhe,
bevor wir entschliefen.
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Der Tag fing an wie der vorige aufhörte. Es
folgte der Aufstieg
zum Tjäktjapass. Nach kurzem Aufenthalt
bewölkte sich der Himmel wieder und wir
stiegen hinab ins ewig lange Tjäktjavagge.
Nachdem wir am Nachmittag dann endlich die
Sälkahütte erreichten, die wir schon
lange vorher hinter jedem Hügel vermutet
hatten, kauften wir noch ein wenig Knäckebrot
ein, um dann noch etwa einen Kilometer zu gehen.
Wir kamen an einem wunderschönen
riesigen Areal, geeignet für hunderte Zelte,
an, wo wir, hm?, die einzigen waren.
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Zunächst ging es heute weiter durchs karge
Tjäktjavaggi, entlang des Tjäktjajakke,
welches allerdings gegen Ende ein wenig bunter
wurde.
Das Wetter war wieder einmal durchwachsen, aber
glücklicherweise auch mal wieder kein Regen am
Tag. Wir ließen die Abzweigung zum Kebnekaise
hinter uns, passierten die Singihütte und
zelteten nach ca. 3 km an einem süßen
Bächlein.
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Der zweite hundertprozentige Sonnentag begann.
Heute ging es in die BD 8 hinein. Bis zur Kaitumjaure
wurde die Landschaft immer abwechslungsreicher,
auch deshalb, weil es endlich wieder mal unter die
Baumgrenze ging.
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Vor der Kaitumjaurehütte
stand noch ein Schild:
Achtung! Boote werden von allen Seen
vom 20.09. bis 20.06. entfernt. Keine
Überquerungen
möglich!
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In der Kaitumjaurehütte kauften wir
nachmittags ein wenig ein. Hier ein kleines
Beispiel, was das in den STF-Hütten so
kostete:
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Spiritus 1 Liter
Schokolade 200 gr
Trekkingfood (1 Portion)
Spaghetti 500g
Dosenfleisch mit Gemüse 450g
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37 SEK, ca. 8,50 DM
28 SEK, ca. 6,40 DM
54 SEK, ca. 12,40 DM
18 SEK, ca. 4,10 DM
40 SEK, ca. 9,20 DM
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1 Deutsche Mark = 4.3664
Schwedische Krone
1 Schwedische Krone (SEK) = 0.2290 Deutsche Mark
(DEM)
Stand 01/2000
Nach der Kaitumjaurehütte schien immer noch
die Sonne und es wurde zunächst immer bunter:
Dann ging es wieder bergauf, die Füße
schmerzten und am Ende beim supersteilen Abstieg
zur Teusajaurehütte meldeten sich lautstark
auch noch die Knie.
Für diejenigen, die dann
verständlicherweise zu schlapp zum rudern
sind, gibt es einen Fahrdienst für 50 SK. Wir
fuhren am späten Nachmittag noch rüber
und zelteten direkt am Ufer des Teusajaure als
einzige.
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Heute gab es eine der schwersten Etappe des
gesamten Kungsleden. Der Aufstieg nach dem
Teusajaure von 500m auf über 940m gegen einen
eiskalten Sturm war extrem hart. Dabei hatten wir
kurz nach dem Aufbruch noch bestes Wetter und
schönste Aussichten:
Dann wurde es wegen dem Gegenwind eisig, oben
hatten wir jedoch einen selten genialen Ausblick
auf die Gipfel des Sarek:
Der Abstieg nach Vakkotavare zog sich und war so
steil, dass die Füße und Knie
jaulten.
Vakkotavare hat jedoch wiederum Anschluss
an die Zivilisation. Busse nach Gallivare, mit Stop
in Kebnats, wo es mit der Fähre (direkter
Anschluss) weiter nach Saltoluokta, wo der
Kungsleden weitergeht, fahren täglich. 1999
gab es folgende Verbindung von Vakkotavare nach
Kebnats (Uhrzeit ist Abfahrt in Vakko, Linie 93, 28
sk/person):
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14.00 Uhr
17.10 Uhr
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17.07. - 15.08.99
14.06. - 26.09.99
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Abends waren wir dann an der Saltoluokta Fjällstation, wo man gegen eine Gebühr sein
Zelt aufschlagen kann. Hier gibt es sogar Duschen
und Kochgelegenheiten.
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Einen Ruhetag gönnten wir uns in der Fjällstation am
See. Dann ging es weiter Richtung Sitojaure. Bei
Sonnenschein stiegen wir zunächst auf durch
bunteste Landschaft von 370 auf 720 Meter. Oben im baumlosen Fjäll
bewölkte es sich stark und zur
Abwechslung kam tosender Gegenwind auf. Die Etappe
zog sich immer länger. Sie beeindruckte durch Weite
und Rentiere.
Die 20 km dieser Etappe ließen uns abends in
der Sitojaurehütte selig schlummern,
während draußen ein Sturm tobte.
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Morgens ließen wir uns für 90 SK
über den Sitojaure schippern. Man kann
natürlich auch hier rudern, nur die Entfernung
ist ziemlich lang.
Folgende Bootsverbindungen gab es von der Sitojaure
Hütte aus über den See (und dann wieder
zurück):
Schon kurze Zeit nach der Ankunft auf der
anderen Seeseite begann es wie verrückt zu
regnen (übrigens der erste Regentag auf
unserer Tour!!).
Dann stiegen
wir in die Regenwolken auf; die Sichtweite lag
oben bei ca. 10m. Eine Orientierung war nur noch
aufgrund der regelmäßig errichteten
Steinhaufen möglich. Auf der anderen Seite
stiegen wir dann wieder nach Aktse (13 km)
hinunter. Hier warteten wir in der Hütte
zunächst das Ende des Regens ab. Auch hier gibt es einen Bootsfahrdienst über den Laitaure,
man kann sich bei Bedarf auch in den Sarek fahren
lassen. Folgende für die Überfahrt
Richtung Kungsleden:
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Abfahrt 9 Uhr und 17 Uhr von Mitte Juni
bis 31.8., ansonsten auf Anfrage, Preis
100 SK/Person
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Da wir überhaupt keine Lust hatten schon
wieder ein Nacht in der Hütte zu verbringen,
ließen wir uns um fünf Uhr bei starkem
Wellengang noch rüberfahren. Nebenbei hat man zur
rechten einen tollen Blick aufs Tor zum Sarek, dem
Rapadelta samt Skierfe.
Wir waren gut unterwegs, außerdem war das
Wetter wieder besser, der Weg
war wunderschön. Bald erreichten wir am
späteren Abend den Sarek und stellten unser
Zelt ganz einsam einfach irgendwo
in den Wald.
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Die vorletzte Etappe heute war mit 20 km noch
einmal sehr anstrengend. Zunächst genossen wir
noch die Sicht auf den Sarek bei gutem Wetter.
Auf der Hälfte kochten wir in der
Rittakhütte auf die Schnelle noch ein paar
Nudeln, dann fing es furchtbar an zu regnen. Der
Abstieg zur Partehütte war sehr
steinig-glitschig und anstrengend. In der Hütte
dann gab uns der nette Hüttenwirt einen ganzen
Achterraum für uns alleine und unterhielt sich
gerne mit uns.
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Die letzte Etappe von Parte nach Kvikkjokk
ließ sich trotz teils extrem schlechten Wegs
ganz gut bewältigen. Abends saßen wir
bereits im Bus nach Jokkmokk (schöne
Jugendherberge) , wo wir dann noch am nächsten
Tag das gute Samenmuseeum besuchten und eine
weniger gute Pizza aßen. Abends ging es mit dem
Bus nach Murjek, von da gleich weiter mit dem Zug
nach Stockholm.
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In Stockholm kamen wir morgens an, strahlender
Sonnenschein, kurze Klamotten, besuchten
Nachmittags die Museumsinsel mit dem faszinierenden
Wasa-Museum und ließen den Abend
gemütlich auf der urigen Dreimaster -
Jugendherberge Af-Chapman ausklingen.
Am nächsten Tag abends um zehn Uhr ging es dann
wieder nach Hause.
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infos
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Über
uns, über die Ausrüstung und ein
Vergleich zum West-Highland-Way
(Schottland)
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Nachdem uns die
West-Highland-Way
Tour im vorigen
Jahr von der Faszination eines Trekking-Urlaubes
voll überzeugt hatte, beschlossen wir also,
dieses Jahr den nördlichen Kungsleden zu
laufen.
Abgesehen von der
Tatsache, dass sowohl der WHW als auch der
Kungsleden durch landschaftlich eindrucksvolle
Gebiete verlaufen, ist der Kungsleden in Bezug auf
konditionelle, wetterabhängige und
organisatorische Faktoren eine Anforderungsstufe
höher einzuordnen.
Während man am WHW
nahezu an jedem Etappenende ein- und aussteigen
kann, sowie Pubs und kleine Shops vorhanden sind,
es in den Sommermonaten wohl kaum schneit, und man
"schlimmstenfalls" von tagelangem Regen heimgesucht
wird, gibt es unterwegs am Kungsleden nur in folgenden
Hütten Verpflegungsmöglichkeiten:
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Abisko - Alesjaure(35km)
- Sälka(25km) -
Kaitumjaure(25km) -
Saltoluokta(24km bis Vakkotavare,
dann Bus und Boot) - Aktse(33km) -
Kvikkjokk(40km)
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Zu kaufen gibt es das
Notwendigste: Knäckebrot, Cola, Bier,
Spaghetti, Soßen, Trekkingfood
(schmackhaft!), Schokolade, Klopapier, Spiritus,
Dosenfleisch, Käse, u.a., allerdings zu
verschärften Tankstellenpreisen und auch nur
in den Sommermonaten (Meist Mitte Juni - Mitte
September).
Zum
Wetter:
Das Wetter kann sehr
ungemütlich werden. Es kann orkanartig stürmen, wie aus Kübeln regnen und auch
schneien. Aus diesem Grund: Dicke Mütze,
Handschuhe, lange Unterhose, Halstuch einpacken,
sowie genügend Verpflegung für ein bis
zwei Zelttage zwischen den Hütten mit
Verpflegungsmöglichkeit immer dabei
haben!
Unser Wetter Ende August
war eher sehr stürmisch als regnerisch, vor
allem das Gehen im Fjäll gegen dröhnenden
und kalten Wind war teilweise recht
nervig.
Zur wichtigsten
Ausrüstung:
Ich vermute, die
kältesten Nächte waren so an die Null
Grad. Mein Daunenschlafsack, der bis Minus 5 Grad
ausgelegt ist, aber schon 5 Jahre alt und mehrfach
benutzt ist, war für mich verfrorenen Typen in
Verbindung mit Baumwollinlet und langer Unterhose
auch in den kältesten Nächten
ausreichend. Meine Freundin schlief in einem
tausendmal benutzten, über 15 Jahre altem
Daunenschlafsack bestens.
Beim Kochen ist ein Spirituskocher erste Wahl: Er funktioniert immer
und Spiritus gibt es in jeder Hütte mit
Verpflegungsmöglichkeit zu kaufen; Wasser
gibt es im Überfluss in Bächen und
Seen.
Jeder von uns hatte einen
Trekkingstock, der das Gehen, vor allem bei den
häufig steinigen Wegen, unglaublich
Erleichtert hat. Schon nach kürzester Zeit
konnte ich mir ein Gehen ohne Stock überhaupt
nicht mehr vorstellen. Beim nächsten Mal sind
vielleicht sogar zwei Stöcke pro Person
angesagt.
Kartenmaterial kann in
Abisko bzw Kvikkjokk erworben werden. Besser ist es
aber, sich die Karten (Fjällkartan BD 6,
BD 8 und BD 10 je 24,80 DM) vorher im
Buchhandel zu bestellen, um sich schon im Vorfeld
einen Eindruck über die Strecke machen zu
können.
Eine ganz gute
Einführung ist auch das Kungsledenbuch von
Rüdiger Lohf aus dem Stein-Verlag
(22 DM).
Zu uns:
Nachdem wir, wie bereits
erwähnt, im vorigen Jahr die 150km des West
Highland Ways abgelaufen waren, trauten wir uns nun
auch den Kungsleden zu. Der konditionelle Anspruch
war teilweise enorm, meine Freundin war am Ende
einer Etappe nicht nur einmal mit den Nerven und
den Kräften so ziemlich am Ende.
Jedoch nach kurzer Zeit im Zelt und einer warmen
Mahlzeit war die Welt wieder in
Ordnung und alles vergessen. Am nächsten Tag ging es mit Vorfreude auf die nächsten Kilometer
wieder auf die Piste.
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