Lampertheimer Zeitung: "Dann kann uns nichts aufhalten" DEL: Der Lampertheimer Constantin Braun ist Teil des Eisbären-Jugendkonzepts BERLIN Wenn die Eisbären Berlin am morgigen Sonntag (18.30 Uhr) in der Mannheimer SAP Arena bei den Adlern gastieren, ist es für den Eisbären-Stürmer Constantin Braun ein ganz besonderes Spiel. Von Maik Richter "Natürlich, die Spiele gegen Mannheim sind immer etwas ganz Besonderes", bestätigt der 19-Jährige, der bis 2004 bei den Jungadlern im Team stand, ehe er sich eine disziplinarische Verfehlung leistete und aussortiert wurde. Bei den Eisbären kam er unter, durchlief die nötigen Stationen und steht nun im Profiteam. "Es läuft hervorragend", strahlt der 1,90 Meter große und 89 Kilogramm schwere Stürmer. Braun wurde von seinem Trainer Don Jackson in dieser Saison in allen 17 Spielen eingesetzt und erzielte dabei schon zwei Tore und zwei Assists. Die Eisbären wollen das von Coach Pierre Pagé entworfene Jugendkonzept weiterentwickeln und haben hierfür extra Don Jackson als Übungsleiter eingestellt. Der momentane Erfolg gibt den Hauptstädtern recht: Das Team liefert sich an der Tabellenspitze der DEL einen heißen Zweikampf mit den Frankfurt Lions. Gestern Abend standen die Berliner beim Tabellenletzten Füchse Duisburg auf dem Eis, bevor morgen in Mannheim das letzte Spiel vor der Deutschland-Cup-Pause ansteht. Berlin scheint vor einer rosigen Zukunft zu stehen. Der Kader ist gespickt mit jungen Talenten, die an der Seite von routinierten Hasen auflaufen. Die Hierarchie passt. "Die jungen Spieler sind hungrig, ihre Einstellung und Fitness stimmt, und sie lassen sich von den Leitwölfen führen", lobt Don Jackson. Constantin Braun darf sogar in den Special Teams ran, das ist nicht unbedingt alltäglich in der DEL. "Der Trainer schenkt uns dieses Vertrauen, und wir zahlen es ihm zurück", schwärmt "Tine". Einer jener alten Hasen, denen die Führungsrolle zugetragen wurde, ist Kapitän Steve Walker. Er sagt: "Unser Trainer gibt den jungen Spielern die Chance, auch in entscheidenden Situationen zu spielen." Das härtet den Nachwuchs ab, auch wenn´s manchmal schief geht. Aber Braun sagt: "Ich kann auch mal einen Fehler machen und weiß, dass ich dann nicht sofort auf die Bank gesetzt werde." Das wirkt entspannend auf die jungen Nerven. Der zweimalige Meister ist nach dem Scheitern in den Pre-Play-offs letzte Saison wieder da. Und freut sich bereits auf die neue Multifunktionsarena "O2 World" , die bis Herbst 2008 am Berliner Ostbahnhof entsteht. "Wir blicken hoffnungsvoll in die Zukunft", bestätigt Braun. "Wenn wir so weitermachen, hält uns nichts auf", sagt er selbstbewusst. Morgen aber soll erst mal ein Sieg gegen die Adler her. "Meine Mutter und mein Vater werden zuschauen und freuen sich bereits." Und die will er neben seinem Trainer natürlich nicht enttäuschen.