2.11.07 Adler Mannheim - Augsburger Panther 3:1 (Spielberichte)

2.11.07 Adler Mannheim - Augsburger Panther 3:1 (Spielberichte)

Rheinpfalz: Adler verschaffen sich etwas Luft EISHOCKEY: Mannheimer besiegen konzeptlose Augsburger Panther 3:1 - McGillis erneut schwach Von unserem Mitarbeiter André Dinzler MANNHEIM. Erfolgreicher Start ins Doppel-Heimspiel-Wochenende für die Mannheimer Adler: Gestern Abend besiegte der strauchelnde Deutsche Meister Tabellennachbar Augsburger Panther mit 3:1 (2:1, 1:0, 0:0) und verschaffte sich somit vor dem Duell morgen (18.30 Uhr) gegen die starken Eisbären aus Berlin zumindest etwas Luft. 13.600 Zuschauer gegen das chronische Kellerkind Augsburg - ein Ausrufezeichen der Mannheimer Fans in der SAP Arena. Und sie sahen eine stets bemühte eigene Mannschaft. Auch gestern klappte zwar noch vieles nicht beim Titelverteidiger, doch der Einsatz stimmt, ein kleiner spielerischer Fortschritt ist zu erkennen und - ganz wichtig - am Ende bleiben die Punkte in der Kurpfalz. 93 Sekunden waren gestern absolviert, da führten die Gastgeber bereits. Vorzeige-Arbeiter Ronny Arendt, mit seiner Reihe um Christoph Ullmann und Tomas Martinec erneut einer der großen Aktivposten, traf unbedrängt aus wenigen Metern. Doch ein stürmisch euphorischer Auftakt der Adler, die mit ihrem kompletten Kader antraten, war es trotzdem nicht - im Gegenteil: Sorgenkind Dan McGillis schlenzte den Puck in der vierten Minute schön Richtung Torwinkel - allerdings auf das von Adam Hauser gehütete und somit falsche Gehäuse. Überhaupt: Der NHL-Veteran findet einfach keine Bindung, wirkt unglücklich und ohne Power in seinem Spiel. Auch beim 1:1 war McGillis auf dem Eis, den Fehler aber machte Kollege Pascal Trepanier, der den Augsburgern den Puck maßgenau servierte, zwei Pässe und schwups stand es 1:1. Die Partie danach unterhaltsam. Vor allem auch deshalb, weil der einst im Mannheimer Probetraining gescheiterte Patrick DesRochers zwischen den Pfosten der Schwaben klasse hielt, viele Chancen der Mannheimer souverän meisterte. Besonders sehenswert: Sein Hechtsprung gegen Michael Hackerts Schuss aufs leere Tor (15.). Nach zwei Pfostentreffern durch Olimb auf Augsburger (17.) und Ancicka auf Mannheimer Seite (18.) war es Francois Bouchard, der 39 Sekunden vor Drittelende mit einem Schlenzer die erneute Adler-Führung besorgte. Enorm wichtig diese Führung für die Gastgeber, die dadurch selbstbewusst in den Mittelabschnitt starteten und - auch begünstigt durch viele Augsburger Strafen - die Partie immer besser in den Griff bekamen. Doch es dauerte lange, bis daraus Zählbares resultierte: 23 Sekunden vor der Sirene erst schob Jason Jaspers, nach toller Vorarbeit des gestern stark verbesserten Eduard Lewandowski, den Puck zum 3:1 in die Maschen, Patrick DesRochers rutschte die Scheibe durch die Schoner, er war dennoch schuldlos. Kurios: Das Match musste nach 21:57 für etwa fünf Minuten unterbrochen werden, da der Eppelheimer Schiedsrichter-Novize Stefan Kadow bei seinem Debüt in der SAP Arena nach einem Zusammenprall mit einem Adler-Spieler in der Kabine behandelt werden musste. Er konnte aber weiter machen und lieferte eine prima Leistung ab. Nicht ganz so glänzend aber sehr engagiert das Comeback von Adler-Kapitän René Corbet, der viel unterwegs war und seine Kollegen immer wieder anstachelte. Die beschränkten sich im letzten Drittel vorwiegend auf die Verwaltung des Zwei-Tore-Vorsprungs. Das Low-Budget Team aus Schwaben dagegen versuchte (meist konzeptlos) anzurennen, die Mannheimer verhinderten mit Glück und Geschick einen Treffer. Adam Hauser hatte - so wie über weite Strecken des Abends - praktisch nichts zu tun, meisterte die wenigen Bewährungsproben aber mit Bravour. Verzichten mussten die Adler im letztes Drittel auf Colin Forbes, der an einer Fußprellung laboriert. Ihn ersetzte an der Seite von Jeff Shantz und Rick Girard der zuletzt als Verteidiger eingesetzte Marcus Kink. So spielten sie Adler Mannheim: Hauser - Butenschön, Trepanier; Ancicka, Bouchard; McGillis, Sloan; Petermann . Lewandowski, Methot, Jaspers; Forbes, Shantz, Girard; Arendt, Ullmann, Martinec; Fata, Hackert, Corbet; Kink Tore: 1:0 Arendt 1:33, 1:1 Pratt (Gordon) 4:53, 2:1 Bouchard (Fata) 19:21, 3:1 Jaspers (Lewandowski) 39:37 - Strafminuten: 20 - 22 - Beste Spieler: Lewandowski, Ullmann - DesRochers, Pratt - Zuschauer: 13.600 (ausverkauft) - Schiedsrichter: Kadow (Eppelheim).