Tot, aber immer noch gut im Geschaeft...

Tot, aber immer noch gut im Geschaeft...

Tote Topverdiener Einmal im Jahr veröffentlicht das Magazin "Forbes" die Liste der am besten verdienenden toten Prominenten. Im letzten Jahr wurde Elvis Presley von Kurt Cobain zum ersten Mal vom Thron gestoßen. Kann der "King" sein Comeback feiern? Dreizehn tote Reiche umfasst die Liste auch in diesem Jahr, und gemeinsam haben sie in den letzten zwölf Monaten 232 Millionen Dollar (160 Millionen Euro) verdient. Die Liste wurde anhand der Einnahmen erstellt, die von Oktober 2006 bis Oktober 2007 mit dem Werk der Verstorbenen erzielt wurden. Aus diesem Grund - so viel sei verraten - tauchen erst kürzlich Verstorbene wie Luciano Pavarotti nicht auf. Auch in diesem Jahr finden sich sich so unterschiedliche Künstler wie Schriftsteller, Musiker und Schauspieler in der Liste, und sogar ein Wissenschaftler hat es (wieder) geschafft. Im Vergleich zum Vorjahr können die Top 13 zudem vier Neuzugänge verbuchen. Platz 13: James Dean Neu in der Rangliste der toten Topverdiener ist James Dean. Der Schauspieler verdiente im Laufe des vergangenen Jahres 3,5 Millionen US-Dollar, unter anderem durch "Auftritte" in Werbespots von Chrysler und Lee. Zu Lebzeiten schaffte es James Dean, mit nur drei Filmen zu einem Jugendidol zu werden - sein frühzeitiger Tod tat sein Übriges, um ihn zu einer Kultfigur zu machen. Noch heute ist er das Sinnbild des jugendlichen Rebells, den er in "...denn sie wissen nicht, was sie tun" verkörperte. Für seine Rollen in "Giganten" und "Jenseits von Eden" wurde er postum für den Oscar als bester Schauspieler nominiert. Am 30. September 1955 kam er im Alter von nur 24 Jahren in einem Autounfall ums Leben. Platz 12: Bob Marley verbessern. Der Reggae-Musiker verdiente durch Tantiemen aus seinen Songs und den Verkauf von Kleidung und Memorabilia vier Millionen US-Dollar. Der am 6. Februar 1945 auf Jamaika geborene Robert Nesta Marley wurde als Bob Marley mit seiner Band The Wailers der bedeutendste Vertreter der Reggae-Musik und machte diese mit Hits wie "I Shot the Sheriff" oder "No Woman No Cry" international bekannt. Zudem wird er noch heute als Botschafter der Rastafari-Bewegung hoch geschätzt. Am 11. Mai 1981 verstarb er an einer Krebserkrankung. Platz 11: James Brown Neu in der Liste der dreizehn bestverdienenden toten Prominenten ist James Brown. Der Verdienst des Soulmusikers - hauptsächlich aus Tantiemen - belief sich auf fünf Millionen Dollar. Als James Brown im vergangenen Jahr 73-jährig verstarb, verlor die Musikwelt den "Godfather of Soul". Besonders mit der Entwicklung des Funk-Sounds setzte er sich selbst ein Denkmal - ebenso wie mit dem wahrscheinlich selbst verliehenen Titel Minister of The New New Super Heavy Funk. Den Durchbruch schaffte er 1963 mit dem selbst finanzierten Livealbum "Live at the Apollo", das noch heute zu den wichtigsten Livealben der Popmusik zählt. Brown verstarb am 25. Dezember 2006 an den Folgen einer Lungenentzündung. Platz 10: Steve Mc Queen Ebenfalls neu in der Rangliste ist Steve McQueen. Im vergangenen Jahr verdiente der Schauspieler sechs Millionen Dollar, die im Wesentlichen durch den Erlös aus zwei Auktionen zusammenkamen. Zudem tauchte sein Bild in Werbungen für Ford Mustangs und Uhren von Tag Heuer auf. Zu Lebzeiten bekam McQueen den Spitznamen "King of Cool" verpasst. Diesen verdiente er sich hauptsächlich durch den Film "Bullitt", in dessen Mittelpunkt eine beispiellose und in der Folgezeit oft kopierte Autoverfolgungsjagd stand. Weitere wichtige Filme waren "Die glorreichen Sieben", "Papillon" und "Getaway". Das Magazin GQ wählte McQueen im vergangenen Jahr zu einem der 50 bestangezogenen Männer der letzten 50 Jahre. Am 7. November 1980 starb der leidenschaftliche Rennfahrer im Alter von 50 Jahren an einem Herzinfarkt nach einer Operation, bei der ein Krebstumor entfernt werden sollte. Platz 9: Marilyn Monroe Ihren neunten Platz aus dem Jahr 2006 halten konnte Marilyn Monroe. Die Rechte an dem Bild der Schauspielerin waren in diesem Jahr sieben Millionen Dollar wert. Marilyn Monroe war DAS Sexsymbol der 50er Jahre - 1953 erschienen ihre Bilder in der ersten Ausgabe des "Playboy". Auch in Filmen wie "Blondinen bevorzugt" und "Manche mögen's heißen" spielte sie mit diesem Image. Legendär ist ihre Antwort "Chanel No 5" auf die Frage eines Journalisten, was sie im Bett trage. Und auch das gehauchte "Happy Birthday, Mr. President" für John F. Kennedy gehört zu den berühmtesten TV-Momenten des 20. Jahrhunderts. Als Sängerin machte die Monroe ebenfalls eine gute Figur, wie unter anderem "Diamonds are a Girl's best Friend" zeigte. Sie starb am 5. August 1962 im Alter von nur 36 Jahren an einer Überdosis Schlaftabletten. Platz 8: Tupac Shakur Höchster Neueinsteiger in der Rangliste von 2007 ist Tupac Shakur. Der Rapper verdiente im vergangenen Jahr neun Millionen Dollar mit den Tantiemen aus seiner Musik und seiner Modelinie "Makaveli". Shakur, der hauptsächlich unter dem Pseudonym 2Pac bekannt wurde, ist mit 75 Millionen Platten der erfolgreichste Rap-Musiker der Geschichte. Zu Lebzeiten hatte er so viel Material aufgenommen, dass auch nach seinem Tod bislang sechs Alben veröffentlicht werden konnten. Zudem sind derzeit eine Verfilmung seines Lebens, ein Broadway-Musical und ein Tupac-Computerspiel in Planung. Genauso viele Schlagzeilen wie mit seiner Musik und Rollen in diversen Kinofilmen machte er jedoch mit seiner Verwicklung in die "East Coast vs. West Coast"-Streitigkeiten zwischen rivalisierenden Rappern. Im Zuge dieser Fehde wurde er am 7. September 1996 angeschossen und erlag sechs Tage später im Alter von 25 seinen Verletzungen. Platz 7: Dr. Seuss Seinen siebten Platz behaupten konnte Dr. Seuss alias Theodor Geisel. Der Autor verdiente durch Verkauf seiner Bücher und deren Aufführungen am Broadway im vergangenen Jahr 13 Millionen Dollar. Theodor Geisel ist bekannt für seine Kinderbücher, die er unter dem Künstlernamen Dr. Seuss schrieb und die vor allem in den USA jedes Kind kennt. 250 Millionen verkaufte Bücher in mehr als 20 Sprachen sprechen da eine deutliche Sprache. Seine wohl bekannteste Figur ist die des Weihnachtshassers Grinch, der im Jahr 2000 in "Der Grinch" mit Jim Carrey in der Hauptrolle auch zu Leinwandehren kam. Im nächsten Jahr soll mit "Horton hört ein Hu" eine weitere Seuss-Verfilmung in die Kinos kommen, und zwar als Animationsfilm. Dr. Seuss starb 1991 kinderlos im Alter von 87 Jahren. Platz 6: Andy Warhol Ebenfalls seinen Platz behaupten konnte Andy Warhol. Der Künstler verdiente im vergangenen Jahr 15 Millionen Dollar. Seine Werke werden unter anderem in der Werbung für Produkte wie Seiko-Uhren und Levi's-Jeans verwendet. Warhol war in den 50er Jahren einer der Mitbegründer der US-amerikanischen Pop-Art, die sich Motiven aus dem Alltag bediente: Ein auch Kunstbanausen bekanntes Werk ist Warhols "Campbell's Soup Cans", auf dem lediglich Suppendosen zu sehen sind. 1968 verübte die Frauenrechtlerin Valerie Solanas ein Attentat auf Warhol, das der Künstler jedoch schwer verletzt überlebte. Im selben Jahr sagte er den Satz, der als sein bekanntestes Zitat gilt und der die Flüchtigkeit der Promi-Welt bis heute treffend beschreibt: "Es wird die Zeit kommen, da ist jeder für 15 Minuten berühmt." Warhol starb am 22. Februar 1987 im Alter von 58 Jahren an den Komplikationen nach einer Operation an der Gallenblase. Platz 5: Albert Einstein (nanu?) durch die Rechte an seinem Bild und vor allem durch den Verkauf der in Nordamerika sehr beliebten Kinder-Videos und Spielzeuge der Marke "Baby Einstein" zusammen. Alle Rechte an seiner Person vermachte der aus einer jüdischen Familie stammende Einstein übrigens der Hebräischen Universität von Jerusalem. Albert Einstein ist als Begründer der Relativitätstheorie auch heute noch der bekannteste Physiker der Welt. 1921 wurde er mit dem Nobelpreis ausgezeichnet, allerdings für seine Arbeiten zum photoelektrischen Effekt. Im Vorfeld des Zweiten Weltkriegs ging Einstein 1932 nach Princeton in den USA und sprach sich offen gegen die Nazi-Diktatur aus. 1999 kürte ihn das US-Magazin "Time" zur "Person des Jahrhunderts". Albert Einstein starb am 18. April 1955 im Alter von 76 Jahren in Princeton. Platz 4: George Harrison Einen großen Sprung nach vorne macht George Harrison, der im Vorjahr noch Rang 12 belegte. Der "Stille Beatle" verdiente 22 Millionen Dollar, was er hauptsächlich der Beilegung von Rechtsstreitigkeiten mit Apple und der Plattenfirma EMI zu verdanken hat. Dazu kommen natürlich noch Tantiemen aus seinen Solo-Alben und Gelder vom Cirque du Soleil, dessen Las-Vegas-Show "Love" die Beatles zum Thema hat. Der eher zurückhaltende George Harrison stand bei den Beatles häufig im Schatten von John Lennon und Paul McCartney. Daher wird er auch oft der "Dritte Beatle" oder der "Stille Beatle" genannt. Die musikalischen Fähigkeiten des Leadgitarristen sind jedoch unumstritten. So überrascht es nicht, dass das erfolgreichste Soloalbum eines Beatle von Harrison stammt: "All Things must pass", das erste Dreifach-Album der Popgeschichte, erreichte sechsfachen Platinstatus. Ab 1988 war Harrison neben Bob Dylan, Jeff Lynne, Tom Petty und Roy Orbison Mitglied der All-Star-Band "Traveling Wilburys". 1997 wurde bei ihm Krebs diagnostiziert, an dem er am 29. November 2001 im Alter von 58 Jahren starb. Platz 3: Charles M. Schulz Die Top 3 eröffnet wie im letzten Jahr Charles M. Schulz. In dem Fall des Zeichners sind die 35 Millionen Dollar, die er im vergangenen Jahr verdiente, wirklich "Peanuts". Schulz ist der Schöpfer der weltweit erfolgreichen Comic-Serie um Charlie Brown und Snoopy. Die Strips wurden vom 2. Oktober 1950 bis zum 13. Februar 2000 veröffentlicht und erschienen in bis zu 2600 verschiedenen Zeitungen. Geschätzte 355 Millionen Leser in 75 Ländern erfreuten (und erfreuen sich noch immer) an den Abenteuern der "Peanuts". Neben den Comics gab es auch zahlreiche TV- und Kinofilme, und sogar den Weg an den Broadway fanden die Figuren. Charles M. Schulz starb am 12. Februar 2000 - also einen Tag vor Veröffentlichung des letzten "Peanuts"-Comics - im Alter von 77 an Krebs. Eine Fortsetzung der Serie wird es nicht geben, da Schulz dies in seinem Testament untersagt hat. Platz 2: John Lennon Genauso wie sein Mit-Beatle Harrison macht auch John Lennon einen Sprung in der Rangliste, wenn auch nur vom vierten auf den zweiten Platz. Auch er profitierte von den ausgeräumten Rechtsstreiten mit Apple und EMI und kassierte im vergangenen Jahr 44 Millionen. Lennon war Mitbegründer der Beatles und gemeinsam mit Paul McCartney für die meisten Lieder verantwortlich. Schlagzeilen machte seinen Aussage, die Beatles seien "beliebter als Jesus". Nach dem Ende der Band im Jahr 1970 widmete er sich mit seiner zweiten Ehefrau Yoko Ono, die oft für das Ende der Beatles verantwortlich gemacht wird, pazifistischen Aktionen wie den "Bed-Ins" und seiner Solokarriere, die unter anderem Hits wie "Imagine" und "Instant Karma" hervorbrachte. John Lennon wird am 8. Dezember 1980 von Mark David Chapman in New York erschossen. Platz 1: Elvis Presley The King is back: Nachdem er im letzten Jahr von Kurt Cobain (der in diesem Jahr überhaupt nicht mehr vertreten ist) vom Thron gestoßen wurde, kehrt Elvis Presley 2007 auf Platz eins der bestverdienenden toten Berühmtheiten zurück. 49 Millionen Dollar Jahresverdienst kamen zusammen - vor allem aus dem Verkauf seiner "Greatest Hits"-CDs, aber auch durch Erlöse aus Besuchen auf dem Anwesen "Graceland". Über den "King" muss man nicht viele Worte verlieren. Er war quasi im Alleingang für den beginnenden Siegeszug von Rock'n'Roll in den 50er Jahren verantwortlich und versetzte mit seinem Hüftschwung Heerscharen von Frauen in Ekstase - nicht umsonst trug er auch den Spitznamen "Elvis the Pelvis" (zu dt. "Becken"). Neben seiner musikalischen Karriere drehte Elvis auch 33 Spielfilme, die jedoch eine weitaus geringere Halbwertszeit als seine Lieder haben. Nach einer langen musikalischen Pause feierte er Ende der 60er Jahre sein Comeback, bald danach jedoch begann der Absturz: Elvis wurde fresssüchtig und medikamentenabhängig. Am 16. August 1977 starb er an einem Herzstillstand. (Quelle: http://portal.gmx.net/de/themen/unte...er,page=0.html)