Ideen >> Strom aus Früchten


Experten sind sich einig: Wasserstoff soll der Energieträger der Zukunft werden. Doch ich meine, die Zukunft liegt in Obst! Häää? Vielleicht seit ihr ja nacher schlauer!

Das braucht man:

 

1 Apfel

1 alten Taschenrechner oder eine alte Digitaluhr mit Flüssigkeitskristall-

    anzeige (Schrift ist schwarz, leuchtet nicht im Dunkeln)

2 Kupferblechstückchen (ca. 7cm × 2cm)

2 Eisenblechstückchen (ca. 7cm × 2cm)

Ein paar Kabel

1 Lötkolben (Möglichst keinen 200W "Brummer" für den Taschenrechner

   oder die Digitaluhr.)

Ein bisschen Erfahrung in Sachen löten.

 

1. Schritt: Taschenrechner "umbauen":

 

Wahrscheinlich wird der Taschenrechner oder die Digitaluhr mit einer 1,5 V Knopfzelle betrieben. Um an diese zu gelangen muss in den meisten Fällen das Gehäuse geöffnet werden. Als nächstes wir die Knopfzelle entfernt. Anschließend wir das "externe" Anschlusskabel für die Stromversorgung angelötet. Dieses kann man entweder auf die Bleche mit denen die Knopfzelle festgehalten wurde löten oder direkt auf die richtigen Lötstellen der Platine. Wobei letzteres in den meisten Fällen einfacher ist. Anschließend muss noch ein kleines Loch in das Gehäuse gebohrt, geschliffen oder "geschnitzt" werden.

Anschließend wird das Gehäuse wieder geschlossen.

 

Bei mir hat das dann wie folgt ausgesehen:

 

2. Schritt: Verlöten der Bleche:

 

Die Bleche müssen nun nach folgendem Plan verlötet werden:

 

 

Und nun werden die "Elektroden" wie folgt in den Apfel gesteckt:

 

 

Jetzt müsste der Taschenrechner/die Digitaluhr eigentlich funktionieren. So wie bei mir:

 

 

Die Anzeige ist leider auf dem Bild nicht gut erkennbar


Hier noch einige mehr oder weniger wichtige Informationen:

 

Bei diesem Vorgang wird Chemische Energie in Elektrische Energie umgewandelt. Das ganze nennt man auch Galvanischer Prozess. Die Obstsäure, das Elektrolyt reagiert mit den Metallen - Wie bei einer normalen Batterie. Dabei wird elektrischer Strom erzeugt. Dieser reicht, einen Taschenrechner oder eine Digitaluhr mit Strom zu versorgen. Da ein Elektrodenpaar nicht reichte um den Taschenrechner mit 1,5 V zu versorgen steckte ich zwei in den Apfel und schaltete dann diese in Reihe.

Dann ergab sich eine Spannung von ca. 1,6 V die ausgereicht hat, den Taschenrechner zu betreiben. Die Kurzschlussstromstärke betrug bemerkenswerter Weise 0,5 mA (siehe unten). Zum vergleich: Der Taschenrechner benötigte nach meinen Messungen nur 0,005 mA.

Das ganze funktioniert - wie auch bei einer normalen Batterie oder Akku-

nicht ewig. Bei meinem Versuch ca. 2 Stunden. Danach schaltete sich der Taschenrechner aus. Man konnte ihn dann aber wider anschalten.

Wenn die Leistung zu schwach wird kann man die Stelle, in der die Bleche stecken auch wechseln.

 

 

Der Apfel leistet also mit zwei Elektroden 0,0008W. Nun kann man sich überlegen, ob nun unser Energieproblem mit Obst zu lösen währe. Es gibt ja schon Wasserstoffaustos. Sagen wir mal wir wollten einen wirklich kleinen Kleinwagen mit einem Motor mit einem "Bedarf" von 35 kW (ca 45PS) mit eienm Apfel-Akku ausrüsten. Das währen 35000 W. Unser Apfel líefert 0,0008 W. Also 35000 W / 0,0008 W = 43750000 Äpfel.

Da bräuchte unser Auto einen ganz schön großen Anhänger.

Mein Tip: Lassen wir lieber dem Wasserstoff den Vortritt.

 

 

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