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Archiv 2007 "Wort des Monats"
An dieser Stelle stellen wir jeden Monat ein "typisch fränkisches" Wort
vor, das auch im Handwörterbuch von Bayerisch-Franken
verzeichnet ist. Wir haben darauf geachtet, daß es ein Wort mit großer
Verbreitung ist, das noch häufig verwendet wird.
Neben Aussprache und Bedeutung wird auch die Herkunft angegeben, soweit
dies auf dem derzeitigen Stand der Forschung möglich ist.
Deshalb geben wir Ihnen, wie im Fernsehquiz, vier denkbare Wortbedeutungen
vor, aus denen Sie die richtige erraten sollen. Wir wünschen Ihnen
viel Vergnügen mit unserem kleinen Rätsel:
Dezember 2007:
weifen
Aussprache: waafm, wääfm
Antwortmöglichkeiten (zur Auflösung bitte anklicken):
- Ziellos spazieren gehen
- Frisch gebrochenen Flachs grob durchkämmen
- Einen Teich im Herbst kreisförmig abfischen
- Reden, plaudern, quasseln ohne wichtigen
Inhalt.
November 2007:
fert
Aussprache: feerd(n), faad(n)
Antwortmöglichkeiten (zur Auflösung bitte anklicken):
- Letztes Jahr, vergangenes Jahr, im Gegensatz
zu heuer "dieses Jahr"
- Ein kleiner Bach, den man an jeder Stelle durchwaten kann, ist überall
fert
- Ein Mensch, der außer Hauses oder verreist
ist, ist fert
- Ein Kind, das frech, ungezogen ist, ist
fert
Oktober 2007:
einschiftig
Aussprache: aaschifdi, ääschifdi
Antwortmöglichkeiten (zur Auflösung bitte anklicken):
- Zugefrorene Pfützen, die Kinder zum Schliddern
benutzen sind einschiftig
- Ein ausgetretener Pfad, im Gegensatz zu
einem Fuhrweg hat nur eine Spur, ist einschiftig
- Primitiv gewebtes Tuch, Sackleinen wurde
von den Webern als einschiftig bezeichnet.
- Wer einzeln lebt, unverheiratet bleibt, lebt
einschiftig
September 2007:
and tun, es tut mir and
Aussprache des dud mer and
Antwortmöglichkeiten (zur Auflösung bitte anklicken):
- Sehnsucht nach etwas haben, eine Tat bedauern
- In der Kirche oder vor Respektspersonen Abbitte
leisten
- Sich nach längerem Überlegen an etwas erinnern
- Ein unwillkommenes Ereignis befürchten, Vorahnungen
haben
August 2007:
gliedgut
Aussprache: gliiguud, gliigoud, gligguad, gliidguad
Antwortmöglichkeiten (zur Auflösung bitte anklicken):
- Nach einem Knochenbruch wieder gesund sein.
- Von gebrauchten Geräten, alten Gebäuden: (noch)
in gutem Zustand
- Ironisch für einen kräftigen, aber nicht
besonders intelligenten Menschen
- Einzelnes Gebäude auf einem Gehöft,
in dem die Eltern des Bauern oder der Bäuerin wohnen.
Juli 2007:
Peterlein
Aussprache: Beederla, Bäiderla
Antwortmöglichkeiten (zur Auflösung bitte anklicken):
- Ursprünglich Bezeichnung des Stadtviertels
St. Peter in Nürnberg, übertragen auf die ganze Bevölkerung
von Nürnberg
- Bezeichnung für ein Suppengewürz
- Kleines Geschenk für Kinder am Tag Peter-und-Paul
- In katholischen Gegenden Bezeichnung für den
Rosenkranz, in evangelischen für eine Perlenkette
Juni 2007:
Tote
Aussprache Duud, Doud, Dood
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- Mundartliche Bezeichnung für Buttercremegebäck
- Mundartliche Bezeichnung für Friedhofskapelle
- Mundartliche Bezeichnung für die Elster (Pica
pica)
- Mundartliche Bezeichnung für den Taufpaten
Mai 2007:
Ehalten
Aussprache: Eeholdn, Äiholdn
Antwortmöglichkeiten (zur Auflösung bitte anklicken):
- Kinder, die bei einer Hochzeit das Brautpaar
vor der Kirche anhielten und um Geld oder
Süßigkeiten bettelten.
- Dienstboten auf dem Bauernhof, die jeweils für
1 Jahr in Stellung gehalten wurden.
- Die Stützen, die ausgehend vom Fahrgestell,
die Leitern des traditionellen Heuwagens
stabilisieren.
- Die Tage zwischen Weihnachten und Dreikönig,
an denen man mit der Hausarbeit (z.B.
Wäsche waschen) innehalten mußte.
April 2007:
enterisch
Aussprache endrisch, enderisch
Antwortmöglichkeiten (zur Auflösung bitte anklicken):
- wetterwendig,
launisch (von Menschen)
- unheimlich, furchterregend (von Situationen, Orten)
- begehbar, befahrbar (von Feldwegen)
- renoviert, neu gestrichen (von Gebäuden)
März 2007:
gefenzig
Aussprache: gfenzi, fenzi
Antwortmöglichkeiten (zur Auflösung bitte anklicken):
- vorwitzig, quirlig (Mädchen)
- mit einem Zaun eingefriedet (Grundstück)
- polizeilich verboten (Sonntagsarbeit)
- zäh, nicht durchgebraten (Fleisch)
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