-Der
Doppelgipfel der Grauspitze besteht aus Hintergrauspitz (2574m) und
Vordergrauspitz (2599m).
-Diese Gipfel befinden sich auf der Grenze zur Schweiz in einem 2,5km
langen zackenreichen Grat, der sich vom Naafkopf (2570m) bis zum Falknis
(2564m) erstreckt. Dort fällt das Gebirge 2100Hm steil zum Rheintal
ab.
-Die Besteigung kann entweder von Norden von Steg durch das Samina-Tal
über Matten und Geröll oder von Süden über die
Maienfelder Almen (ja richtig! wo einst Heidi und Alm-Öhi wohnten)
erfolgen.
Rätikon-Tour mit Jürgen, 7./8. September 2002
Am 7. September Abfahrt von Marksuhl um 2.00 Uhr um noch rechtzeitig
unsere reservierten Plätze in dem allerliebsten Älpli-Bähnli
zu erreichen. Um 7.45 Uhr dann quetschen wir uns mit zwei weiteren
Furchtlosen in die ca. 1qm große Gondel um unseren Magen mit
1000 Hm wildem Geschaukel zu prüfen.
Oben gehen wir dann den schönen Weg über die Almen von Kamm,
Bad und Fläsch bis ins Fläscher Tal. Hier ist die Grauspitze
zum ersten mal zu sehen und wir können uns einen Weg zum Gipfel
heraussuchen.
Da wir gerade davorstehen, versuchen wir es mit dem Südostgrat.
Über Gras und Blöcke geht es bis zu einem jetzt trockenem
Wasserfall, der eine rund 30m hohe Steilstufe runterfällt. Was
so einfach aussieht, erweist sich auf Grund der steilen ,total brüchigen
und grifflosen Schieferplatten als ganz schön knifflig. Nach
ziemlich langer Zeit haben wir es aber geschafft und dürfen uns
nun zur Belohnung 250Hm einen sehr steilen instabilen Schotterhang
hocharbeiten. Einige Steinböcke schauen uns amüsiert dabei
zu.
Das
letzte Stück geht es jetzt noch gegen den Sturm den Grat hoch
und so sind wir gegen 11.00 Uhr auf dem Gipfel.
Als Abstieg versuchen wir den direkten Weg zur Alpe Ijes, welcher
sich als lustiges Gerutsche, Gehüpfe und Gestürze bis um
13.00 Uhr bewältigen lässt. Da der Tag noch jung und das
Wetter jetzt auch sonnig ist, beschließen wir noch zur Schesaplana-Hütte
zu laufen und erst am Sonntag zurück nach Hause zu fahren.