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Der höchste Berg Islands ist ein Vulkan am südlichen Rand
des größten europäischen Gletschers Vatnajökull
- Die Küste Islands befindet sich nur 20km südlich
- Der sehr lange Aufstieg beginnt fast auf Meeresniveau bei dem verlassenen
Hof Sandfell in der Nähe Skaftafell-Nationalpark (der niederschlagsreichste
Ort des auch sonst nicht gerade trockenen Islands) und wird durch
ein sehr wechselhaftes windiges Wetter erschwert.
Islandurlaub - mit der Familie - Juli /August 2006
29.7. - Nach einer anstrengenden Wanderung durch den Cañon
der Fjardara - der Weg ist der vier Grad kalte Fluß - fahren
wir nach dem Mittag mit unserem Mitsubishi L200-Camper auf den Skaftafell-NP
zu. 
Plötzlich lichten sich die Wolken und zum ersten Mal seit Tagen
scheint die Sonne. Da es ja sowieso nie dunkel wird, beschließe
ich den Berg gleich heute noch zu besteigen.
Um 15.30 Uhr parken wir am Friedhof von Sandfell und ich laufe los.
Zuerst ist alles wunderbar. Die Sonne scheint und nach einer Stunde
bin ich schon 850m hoch. Am Beginn des Gletschers verlaufe ich mich
ein bißchen und muß zur Strafe einige fiese Geröllhänge
zusätzlich erklettern. Dann auf dem Gletscher bricht der Sturm
los! Der Wind bläst so stark, dass man kaum atmen kann und nur
schwer vorwärts kommt. Dazu peitschen einem noch irgendwelche
Eisstückchen ins Gesicht. Nur mit Qualen erreiche ich das Plateau.
Das nun folgende ebene Stück geht dann etwas leichter und auch
der Gipfelhang liegt etwas im Windschatten. Etwa um 20 Uhr bin ich
oben. Treibende Wolkenfetzen im Sturm lassen kaum Gipfelfreude aufkommen.
Der Abstieg geht wie von selbst - der Wind bläst einen förmlich
den Berg hinunter. 22.30 bin ich bei einsetzendem Regen wieder am
Auto. In der Nacht tobt nun auch im Tal ein solcher Sturm, dass wir
glauben unser Auto kippt um. Hätte ich zwei, drei Stunden länger
am Berg gebraucht, hätte dieses Abenteuer ein böses Ende
nehmen können.