Padinia.de.vu: Pferde

Reiten und ich

Meine reiterliche Karriere startete im Alter von vier Jahren auf irgendeinem Jahrmarkt, wo Ponys in einem Führringe geführt wurden und die Kinder durften auf ihnen sitzen. Da begann die Liebe zum Pferd. Danach folgten etliche Besuche auf dem Ponyhof Leiting. Mama und Papa oder ein pferdeverrücktes Mädchen führten das Pony und ich thronte obendrauf. Auch habe ich etliche Pferde gepflegt (wortwörtlich "gepflegt", putzen ja, reiten nein). Ich weiss nicht, wie viele Pferde ich bei Schweckhorst in Haldern geputzt habe. Es hieß immer, wenn Du regelmäßig kommst und Pferde putzt, darfst Du auch mal reiten. - Wie Ihr Euch sicher denken könnt, habe ich dort kein einziges Mal auf dem Pferd gesesssen.

Reiten lernen durfte ich in meiner Kindheit nie. War ja zu gefährlich. Aber mit acht oder so durfte ich zum Voltigieren. - Hm. Was ist wohl gefährlicher??? Reiten oder voltigieren?????!!!!! Naja. 

Als ich 1997 meine Ausbildung beendet hatte und mein eigenes Geld verdiente ünd weit über die Volljährigkeit hinaus war, habe ich mir gedacht: OK, Du lernst jetzt reiten.

Ich wohne zwar am Niederrhein und hier gibt es auch etliche Pferde und Reitställe, aber trotzdem erwies es sich als schwierig eine Reitschule zu finden, in der man vernünftig reiten lernen konnte.  Zu Schweckhorst wollte ich nicht. Schließlich hatte ich dort schon etliche Pferde kennengelernt und zudem gefiel mir der Ton und der Unterricht dort nicht.  Die Reitställe in Dingden, Brünen, Diersfordt, Obrighoven, Töven, Wittenhorst, etc. hatten nicht wirklich Schulpferde. Man muss Vereinsmitglied sein und wenigstens ein Pflegepferd dort haben, damit man dort reiten konnte. Also vielen diese auch schonmal weg. Letztendlich bin ich auf den Gervershof in Loikum gestoßen. Dort habe ich dann reiten gelernt. Habe dort zwar viel gelernt, aber nachdem mich der Reitlehrer dort anbaggerte und anzüglich wurde, habe ich den Reitstall verlassen. Ergo: Kein Pferd, kein Reitstall, kein Reiten.

Meine Mutter hat irgendwann mal Padinias Besitzerin beim Einkaufen getroffen und sie haben sich nett unterhalten. Irgendwann kam die Sprache auf mich und meine Reiterei und dann fiel der Name Padinia und das Wort Pflegepferd.

Gesagt, getan, ich habe mir Padinia angesehen und wir haben es miteinander versucht. Wenn man bedenkt, dass ich nicht sonderlich erfahren war, klappte es ganz gut mit uns beiden. Meine weitere Geschichte mit Padinia könnt Ihr unter Padinia lesen.

2004 habe ich meinen Job gewechselt und hatte wieder mehr Freizeit. Ich wollte wieder reiten. So ging wieder die Überlegung los wohin. Der Reitstall bei uns vor Ort bot sich an, weil dort wieder eine Freizeitreitergruppe unterrichtet wurde. Da habe ich mich dann angeschlossen. Viel gelernt habe ich dort nicht. Und die Pferde waren ehrlich gesagt auch nicht so glücklich. Alles in allem gefiel es mir nicht wirklich. Hinzu kam, dass die Pferde und ich so untrainiert waren, dass ich Rückenprobleme bekommen habe.

Sommer 2006 habe ich dann die Grütjes-Kate über eine Zeitungsanzeige entdeckt. Ich habe einen Termin verabredet und bin hin. Und was war? Klingt übertrieben aber: der Himmel auf Erden. Liebe Pferde, super nette Reitlehrer und der Stall ist auch topp.

Ich will ja hier keine Lobeshymnen schwingen, aber mir hat es dort sofort gefallen. Und es gefällt mir immer noch super gut dort.

Leider bin ich kein einfacher Reitschüler. Ich bin der totale Kopfmensch, der ständig über alles nachdenken muss und Losgelassenheit ist wirklich ein Fremdwort für mich. Aber ich besser mich von Woche zu Woche. Obwohl es für mich wirklich schwer ist. Ich meine immer, dass ich supergut sein muss und meiner Reitlehrerin das auch beweisen muss und versaue mir dadurch immer alles. Aber wie gesagt: Ich arbeite daran.

Hiermit lieben Gruß an Dörte, und natürlich auch an Claudia!

Den Link zur Reitschule findet Ihr hier: Grütjes-Kate

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Pferderassen

Untenstehend habe ich Euch mal ein paar Pferderassen aufgeschrieben, die ich ganz gerne mag. Vielleicht interessiert Euch das ja ein bisschen.

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CLEVELAND BAY

In der Mitte des 20. Jahrhunderts starb der CLEVELAND BAY fast aus. Inzwischen erholen sich die Bestände wieder. Die Rasse entwickelte sich aus dem braunen Chapman Horse, welches mit Berbern und iberischen Pferden gekreuzt wurde. Der CLEVELAND BAY eignet sich hervorragend für die Feldarbeit. Er ist aber auch ein ausgezeichnetes Kutschpferd. CLEVELAND BAYS mit Vollblutanteil finden oft Einsatz bei Fahrturnieren. Auch in den Stallungen des englischen Königshauses stehen CLEVELAND BAYS und ziehen bei besonderen Anlässen die Galakutschen. CLEVALAND BAYS haben ein gelassenes Temperament (manche bezeichnen es als stur). Sie haben keinen Fesselbehang und sind ausdauernd und kräftig gebaut, ohne dabei grob zu wirken. Die Farbe ist stets braun ohne Abzeichen, und die Größe liegt meist zwischen 162 und 165 cm.

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CLYDESDALE

Der CLYDESDALE wurde ursprünglich als Zug- und Landwirtschaftspferd gezogen. Mittlerweile setzen traditionelle Brauereien und Schnapsbrennerein diese Kaltblüter als Zugtiere für ihre Wagen ein. In Schottland werden sie ausserdem in der Forstwirtschaft gebraucht und helfen in Städten bei der Instandhaltung von Parkanlagen. Man sieht es auch häufig auf Zugwettbewerben und bei Wettkämpfen, bei denen es um Leistungen beim Pflügen und Ziehen geht. CLYDESDALES sind starke, robuste Pferde mit einem freundlichen, ausgeglichenen und guten Charakter. Sie sind fleissig, temperamentvoll und ausdauernd. Sie sind genügsam und anspruchslos. Sie reagieren weniger empfindlich auf nasses und kaltes Wetter. Können sich aber auch in heissen Ländern gut anpassen. Gewöhnlich sind CLYDESDALES Farbschimmel oder Braune. Man findet aber auch Dunkelbraune, Rappen und Füchse. Sie haben meist ein Stockmass von 162 bis 170 cm.

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FJORDPFERD oder NORWEGER

Das FJORDPFERD ist ein trittsicheres und furchtloses Bergpferd. Man verwendet es noch heute in unebenem Gelände zum Pflügen. Es ist aber auch ein beliebtes Trekkingpferd. Bei Trabrennen, Distanzritten und Fahrturnieren ist es auch immer häufiger anzutreffen. Das FJORDPFERD ähnelt dem Przewalski-Pferd und ist ein alter Pferdetyp. Farbe und Abzeichen sind typisch für ein Primitivpferd, und es ist ein guter Vertreter der Keltenponys. FJORDPFERDE sind freundlich und willig, manchmal aber etwas dickköpfig. Sie sind sehr stark und zäh und haben viel Ausdauer. Die Farbe der FJORDPFERDE ist unverkennbar. Sie sind fast immer gelb- oder mausfalb mit dreischichtiger Mähne. Sie haben häufig Zebrastreifen an den Beinen. Gelegentlich haben sie weisse Abzeichen am Kopf. Ihr Stockmaß liegt zwischen 132 und 145 cm.

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FREIBERGER

Der FREIBERGER entstand zum Ende des 19. Jahrhunderts aus Kreuzungen von einheimischen Stuten mit Englischen Vollblütern und Anglo-Normannen. Später kamen Ardenner und Comtois hinzu. Shagya Araber sowie Vollblutaraber sorgten für Leichtfüssigkeit und Eleganz. Der FREIBERGER wird in zwei Typen gezüchtet: als Zugpferd fü den leichten und mittleren Zug und als Reitpferd. Die Tiere haben ein gelassenes Temperament und verrichten willig ihre Arbeit. Es ist ein kompaktes, mittelschweres Pferd, das für jeden Zweck geeignet ist. Am häufigsten kommen Braune und Füchse mit wenig Abzeichen vor, gelegentlich sieht man Schimmel oder dunkle Dauerschimmel. Es ist zwischen 145 und 154 cm groß.

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FRIESE

FRIESEN findet man überall auf der Welt. Ihre eindrucksvolle Erscheinung und ihre attraktive Trabaktion macht sie zu idealen Schaupferden für Gespannfahrten und -rennen, die vor allem in ihrer Heimat (Friesland/Niederlande) beliebt sind. Der Friese wird neuerdings für die Hohe Schule herangezogen. Es ist ein zähes, ausdauerndes Allzweckpferd. Es ist ein leichtes bis mittelgewichtiges Pferd mit stolzem, dabei aber freundlichem Habitus. Die meisten sind ziemlich fügsam, wenn auch energisch und stürmisch. FRIESEN sind ausschließlich Rappen, erlaubt ist maximal ein winziger Stern auf der Stirn. Das Stockmaß liegt bei 150 cm und drüber.

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IRISH COB

Der COB ist keine Rasse, sondern ein bestimmter Pferdetyp, wobei genaue Vorstellungen über Aussehen, Eigenschaften und Beurteilung bestehen. Im Grunde ist ein COB ein nicht sehr großes, stämmiges Pferd mit kurzen, stämmigen, starken Beinen, doch vor allem besitzt es einen besonderen, unverwechselbaren Charakter, den man bei keinem anderen Pferd findet. Viele COBS haben einen ausgesprochenen Sinn für Humor und sind Menschen gegenüber so einfühlsam, dass man ihnen bedenkenlos Neulinge oder ältere und behinderte Reiter anvertrauen kann. Sie sind in der Lagen sich um ihren Reiter zu \"kümmern\" und ihm ein großes Gefühl von Sicherheit zu vermitteln. Man kann ihm bedingungslos vertrauen. COBS sind sehr kooperativ und äußerst leistungswillig, sie können als Allround-Reitpferd eingesetzt werden, im Geschirr gehen, geben aber auch hervorragende Hunter ab. Bei den COBS treten alle Farben auf und die obere Grenze für ihre Größe liegt bei 151 cm Stockmaß.

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KNABSTRUPPER

KNABSTRUPPER werden als Freizeitpferde genutzt und auf Zuchtschauen vorgestellt. Wegen ihrer außergewöhnlichen Färbung sind sie auch im Zirkus sehr beliebt. Es ist ein solides, verlässliches und bequemes Reitpferd. Der KNABSTRUPPER ist ein intelligentes, waches und umgängliches Reitpferd. Die Tiere haben eine Vielzahl von Flecken und Punkten auf weissem oder meliertem Fell. Das Langhaar ist bei klar gezeichneten Tieren gewöhnlich üppig, bei melierten eher dürftig. Sie haben ein Stockmaß zwischen 154 und 156 cm.

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SCHWARZWÄLDER FUCHS

Der SCHWARZWÄLDER FUCHS ist eng mit dem Noriker verwandt. Es ist ein leichter Kaltblüter, der im Typ zwischen Noriker und Haflinger steht. Dieses Pferd ist ein gängiges, bewegliches Arbeitspferd. Der SCHWARZWÄLDER FUCHS ist eifrig, willig, intelligent und genügsam. Es hat sehr lebhafte, energische Bewegungen im Schritt und Trab und ist sehr trittsicher. Wie der Name schon sagt gibt es bei dieser Rasse nur Füchse, wobei es die verschiedensten Schattierungen gibt. Sie haben wie die Haflinger einen hellen Schweif und eine helle Mähne. Die Größe beträgt 150 bis 155 cm.

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SHIRE HORSE

SHIRE HORSES werden noch oft als reine Arbeitspferde gehalten. Häufig werden sie als Zugpferde eingesetzt; entweder als Arbeitspferd oder auf Wettkämpfen. Aufgrund ihrer Größe und Stärke sind die Pferde natürlich für das Ziehen von Lasten geradezu ideal geeignet. SHIRES haben meist ein zahmes, geduldiges Wesen und sind sanft und gutmütig. Sie sind robust und widerstandsfähig gegen Kälte und Nässe, doch sollte man sie vor extremen Temperaturen schützen. Sie benötigen anderes Futter als leichtere Rassen und fressen riesige Mengen Stroh, Kraftfutter, Heu und Wurzelgemüse verschiedener Art. Die überwiegende Farbe bei den SHIRE HORSES ist braun (oft mit deutlichen Flecken) bzw. dunkelbraun. Jedoch kommen Schimmel und Rappen ebenfalls häufig vor. Ihr Stockmaß liegt oft bei 170 cm. Viele erreichen allerdings auch ein Stockmaß von über 180 cm. Sie sind die größten Pferde der Welt. Das derzeit größte SHIRE HORSE hat ein Stockmaß von 210 cm.

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TINKER

Der TINKER hat eine kräftige Statur, Ausdauer und Leistungsbereitschaft. Seine Gesundheit ist robust, sein Anspruch an Unterbringung und Nahrung bescheiden. Es ist ein zuverlässiges und besonders menschenbezogenes Freizeit-, Western-, Kutsch- oder auch Therapiepferd. Im Schritt und Trab zeigt sich der TINKER ausdauernd. Im Galopp ermüdet er jedoch schnell und sollte nicht überfordert werden. Dasselbe gilt auch für sein Springvermögen. Hindernisse wie Baumstämme oder niedrige Mauern nimmt es mühelos. Die meisten TINKER sind Rapp-, Braun- oder Fuchsschecken. Das Stockmaß liegt zwischen 142 und 158 cm.

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WESTFALE

Der WESTFALE wird als Reit- und Fahrpferd eingesetzt. Die Hauptbegabung liegt allerdings im Springreiten und in der Dressur. Manche WESTFALEN sind sogar schnell genug für die Vielseitigkeitsprüfung. Es ist ein mutiges, lebhaftes und temperamentvolles, dabei aber friedfertiges und williges Pferd. Den WESTFALEN gibt es in allen Grundfarben. Weiße Abzeichen an Kopf und Beinen sind bei ihm erlaubt. Das Stockmaß beträgt in der Regel 152 bis 162 cm.

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