Zum Gartenschläfer 26 KB

 G A R T E N S C H L A E F E R

Der Gartenschläfer (Eliomys quercinus) ist ein faunistisches Kleinod. Außer einigen kleinen Populationen im Westerzgebirge sind die Vorkommen im Elbsandsteingebirge die einzigen in Sachsen. Er bewohnt hier die Felsgebiete der Hinteren Sächsischen Schweiz, wird aber immer seltener. In der Vorderen Sächsischen Schweiz ist er wahrscheinlich schon seit Anfang der 50er ausgestorben. Der Grund für den Rückgang ist möglicherweise die Verarmung der Insektenwelt, einer seiner Hauptnahrungsquellen.

Genau wie der Siebenschläfer ist auch der Gartenschläfer ein sehr gewandter Kletterer und Springer. Dass beide gemeinsam in der Sächsischen Schweiz vorkommen, ist eine weitere Besonderheit. Der Siebenschläfer besiedelt vor allem die Laubwälder der Niederungen und Täler und kommt über die Buchenwälder ins Gebirge, der Gartenschläfer ist der eigentliche Bewohner des Fels-Kiefernwaldes. Während der letzen Jahrzehnte hat sich der Siebenschläfer aber auch in Gebiete östlich des Großen Winterberges ausgebreitet, wo früher nur der Gartenschläfer vorkam. 

Der ausgiebige Winterschlaf wird in gut gepolsterten Felsspalten gehalten, von Oktober bis Mai. In solche Spalten und Höhlen baut der Gartenschläfer auch sein Nest. Laub, Gras, Haare und Moos machen die Sache gemütlich. Die Jungen werden 4 Wochen lang gesäugt und sind nach 2 Monaten selbstständig. Wenn es Nachwuchs im Nest hat, reagiert das Weibchen empfindlich auf Störungen und trägt die Kleinen an einen anderen Ort.

Da er nachtaktiv ist, kann man den Gartenschläfer am ehesten in der Boofe beobachten, wo er sich bisweilen als Nahrungsgast einfindet. Tagsüber entdeckt man ihn höchstens in seinem Schlafnest am Felsen.

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