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STONEHENGE    ein prähistorisches Observatorium

 

Stonehenge birgt eine Menge Geheimnisse. Es ist immer noch ungeklärt, von wem und vor allem wie dieses Monument gebaut worden ist.

Wie schafften es die Erbauer, solche Megalithbauten zu errichten, zumal einer diese Steine ein ungefähres Gewicht von 26 Tonnen besitzt?

Warum schafften sie die Steine von den Preseli-Bergen im Südwesten von Wales heran, obwohl in der näheren Umgebung genug Steine vorhanden waren?

Zu welchem Zweck wurde Stonehenge errichtet?

 

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Stonehenge liegt in der Grafschaft Wiltshire, im Herzen Südenglands, etwa 13km von der heutigen Stadt Salisbury entfernt. Die heutigen noch sichtbaren Überreste des megalithischen Monuments aus dem Neolithikum sind nur noch ein Bruchteil des ursprünglichen Felsentempels. Man erkennt noch die ursprüngliche Form, obwohl schon ein Teil der Steine umgefallen sind, oder unter dem Erdreich begraben liegen. Stonehenge ist neben Avebury wohl das wichtigste Megalithmonument Englands und zählt zu den bedeutenden prähistorischen Bauwerken.

 

Stonehenge wurde in verschiedenen Abschnitten in der Zeit von etwa 3000 bis 1500 v. Chr. gebaut.

 

Vor dreihundert Jahren vertrat der Altertumsforscher John Aubrey die Meinung, Steinkreise seien Tempel der Druiden. Seit damals wurde allgemein angenommen, Stonehenge sei von den Druiden erbaut und benutzt worden. Diese Annahme ist sicherlich falsch. Alles, was wir über die Druiden wissen, wurde von Schriftstellern der Antike festgehalten - wie etwa von Julius Cäsar. Sie berichten, dass es sich um eine keltische Priesterschaft handelte, die ihre Blütezeit in Britannien in der Zeit der Eroberung durch die Römer, eventuell aber auch schon in einigen vorausgehenden Jahrhunderten hatte. 

 Zu jener Zeit jedoch standen die Steine von Stonehenge schon seit zweitausend Jahren, und das Denkmal war wahrscheinlich bereits eine Ruine. Überdies ist diesen Berichten ganz klar zu entnehmen, dass die Druiden keine eigenen Tempel bauten, sondern ihre Zeremonien auf Waldlichtungen abhielten. Es mag jedoch sein, dass die Druiden ihr Wissen und die Beobachtung von Naturereignissen - wozu auch Astronomie gehört - von den Erbauern Stonehenges ererbt hatten, und dass dieses Wissen über Jahrhunderte hinweg weitervermittelt worden war. 

 

War Stonehenge - ein Sonnentempel, ein Mondobservatorium, ein Zentrum der heiligen Energie, ein außerirdisches Monument?

 

Es wurde sehr viel über die angeblichen Peillinien geschrieben, die einige Steine mit Ereignissen des Sonnenkalenders verbinden sollen. Deshalb kam man zu dem Schluss, dass Stonehenge als komplexes, astronomisches Observatorium errichtet wurde. Es stimmt auch, dass die Linie, die vom Heelstein zum Altarstein führt, weiter zu dem Punkt gezogen werden kann, an dem die Sonne am Tag der Sommersonnenwende aufgeht.

Stonehenge wurde benutzt, um die Sommer- und Wintersonnenwende, das Frühlings- und Herbstäquinoktium (Tagundnachtgleiche) sowie Sonnen- und Mondfinsternis vorauszusagen. Es hat auch zur Vorhersage der verschiedenen Stellungen von Sonne und Mond zur Erde und damit zur Vorhersage der Jahreszeiten gedient, war also ein Kalender.

Die Achse des Kreises aus Sarsensteinen weist auf einen Punkt, von dem aus ein Beobachter im Zentrum von Stonehenge den Sonnenaufgang am längsten Tag des Jahres in seiner am Horizont am weitesten nördlich liegenden Stellung sehen konnte. Der Eingang wurde ebenfalls während der Zeit der Benutzung von Stonehenge geringfügig neu ausgerichtet, um astronomische Veränderungen des Sonnenaufgangs zur Zeit der Sommersonnenwende über Jahrhunderte hin zu kompensieren.

 Der Ring der Aubrey-Löcher war ein vereinfachtes Modell der Umlaufbahn von Sonne und Mond, um Eklipsen vorauszusagen. Außerdem hat Stonehenge als Observatorium gedient, um sehr genaue Beobachtungen der äußersten Punkte für Aufgang und Untergang des Mondes vorzunehmen.

 

 

Rechenmaschinentheorie

Man setzte gegenüberliegend zwei Steine ein, die die Mondknoten repräsentieren, und bewegt sie in jedem Jahr um drei Löcher im Uhrzeigersinn weiter, ebenso einen Mondstein, der jeden Tag gegen den Uhrzeiger um zwei Löcher, und einen Sonnenstein, der alle dreizehn Tage um zwei Löcher, ebenfalls gegen den Uhrzeiger versetzt wird. Die entstehenden Differenzen zum tatsächlichen Lauf der Gestirne ließen sich durch andauernde Beobachtung ausgleichen. Kommen nun Mond- und Sonnenstein mit einem Stein der Mondknoten in einem Punkt zusammen, zeigen sie eine Sonnenfinsternis an. Auf diese Weise kann eine Verfinsterung im Voraus angekündigt werden. So betrachtet war Stonehenge ein hinreichend gutes Abbild der Himmelsmechanik.

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