... DRUM AND BASS ...

Hier möchten wir kurz erklären was Drum and Bass (D'n'B) überhaupt ist, wie wir dazugekommen sind und weshalb es uns so fasziniert.

Die gesamte Entstehungsgeschichte zu erzählen wäre wohl etwas lang(weilig), daher beschränken wir uns auf eine kurze Zusammenfassung:
Die Musik kommt aus England. Genauer gesagt ursprünglich aus London. Als es dort Mitte/Ende der 80er mit Detroit-Techno und House los ging war der Grundstein gelegt. Bei diesen Musikstilen wurden teilweise in den Songanfängen und -Überleitungen Breakbeats verwendet. Das sind im Prinzip Drumsamples und Loops wie sie im HipHop verwendet werden, nur schneller gespielt. Es gab einige Leute die machten auf einmal ganze Songs aus diesen Breakbeats. Am Anfang wurde noch alles zusammen gespielt, aber es gab immer mehr Leute denen diese Beats viel besser gefielen als der große Rest der Musik, die gespielt wurde. Anscheinend wurde von einigen Leuten jedes Mal wenn so ein Song gespielt wurde, "Jungle, Jungle" gerufen. So oder anders kam die Musik (und die Hörer/Fans, die "Jungslists") dann erstmals zu ihrem Namen. Vorher sagte man "Hardcore" oder "Hardcore-Breakbeat" dazu.

Langsam aber sicher bildete sich so ein Sub-Genre in der elektronischen Tanzmusik heraus. Zuerst beschränkte sich das auf London, nach kurzer Zeit kamen aber viele Interpreten/Produzenten aus den unterschiedlichsten Städten Englands, bald auch anderer europäischer Länder dazu. Erste Labels, die sich auf diesen Stil konzentrierten, wurden gegründet. Das war so Anfang der 90er.
Mitte der Neunziger gab es einen riesigen Hype um die Musik. Es gab auch einige Songs mit Chartplatzierungen (in England, wohlgemerkt). Die Musik wurde sehr stark von Reggae-Einflüssen geprägt und es entstand schnell ein falsches Image der Szene in der Öffentlichkeit (nur Schwarze, Gangster usw., obwohl es schon immer eine "Multi-Kulti"-Szene war). Aufgrund dessen bekam die Bezeichnung "Jungle" einen negativen Beigeschmack. Bald wurde ein anderer Name immer populärer: Drum and Bass. Am Anfang stand dies noch für die eher experimentelle und "kopflastige" Stücke. Es wurde aber mit den Jahren mehr und mehr zum allumfassenden Namen für diese Musik. Jungle ist heute für viele der Ausdruck für die "oldskool"-Songs. Es gibt aber keine genaue Abgrenzung zwischen Jungle und D'n'B.

Nach der Reggae-beeinflussten Phase wurde es erstmal still um D'n'B. Es wurden härtere Sachen populär - "Darkside" (Ende der Neunziger) gefolgt von "Techstep". Es gab wieder eine Welle von neuen Labels die sich diesem speziellen Sound verschrieben. D'n'B war von den riesigen Raves und illegalen Parties weg gekommen und erreichte das Publikum in Clubs. Dann gab es eine sehr große Aufspaltung der verschiedenen Stilrichtungen und es gab ab 1999/2000 sehr viele neue, experimentierfreudige Produzenten, sodass der Begriff "D'n'B" heute ein Riesenspektrum an unterschiedlichsten Stilrichtungen verbindet. Alles basiert aber auf Breakbeats zwischen (ganz grob) 160 und 190bpm (bpm = beats per minute).

Hier eine grobe Einteilung der Stilrichtungen (teilweise ist der Übergang fließend):
• Soul/Funk/Pop beinflusste Songs - genannt "Liquid"
• ruhigere, Ambient und Jazz beeinflusste Sachen - "Intelligent"
• "kopflastige" Stücke die sich meist auf die (das) Drum(s/programming) konzentrieren - "Drumfunk"
• Rave-Tunes und einfachere "eingängige" Sachen - "Jump Up" und/oder abfällig "Clownstep" genannt
• technoide, kalte, industrielle Stücke - "Techstep", die Dancefloor-orientierte Variante "Neurofunk"
• harte Stücke, oft mit Samples aus Horror und Sci-Fi - "Hardstep", neuerdings auch teilweise "Breakstep" genannt
• stark Raggae- und teils Breakcore-beeinflusste Songs - "Raggajungle"

Daneben gibt es auch noch Songs, welche durch den Synthiepop der 80er-Jahre und/oder Trance beeinflusst sind. Ein bekannter Produzent ist z.B. John B. Viele Produzenten und Labels folgen auch nicht nur einem Style, sondern veröffentlichen Stücke aus und mit vielen Stilrichtungen.

 

stgt-dnb.de

Stuttgarter D'n'B- und Breakbeat-Szene

future-music.net

Größtes und bekanntestes D'n'B-Portal in Deutschland

dnb-sets.de

Drum 'n' Bass Mix Archiv

 

 

... DUBSTEP ...
 

Dubstep ist eine noch sehr junge Musikrichtung, die wie Drum ’n’ Bass aus dem musikalischen Herzen Englands – London – kommt.
Ein genaues Ursprungsjahr kann man nicht nennen, die ersten Songs die stark in die Richtung gehen, was jetzt „Dubstep“ genannt wird, tauchten 2002/2003 auf.
Inspiriert von düsteren UK Garage / 2Step-Songs wie von Zed Bias waren diese ersten Tunes  anfangs meist sehr minimalistisch angelegt. Vom 2Step wurde die Geschwindigkeit (um die 140bpm) sowie die Beats übernommen. Es setzte sich aber bald eine neue Art Beats durch, die sehr schleppend und durch die Betonung sehr langsam wirken. So ist die gefühlte Geschwindigkeit von Dubstep trotz des 140bpm-Tempos (was ungefähr die Geschwindigkeit von Electro und Minimal Techno ist) wie langsamer HipHop.
Die ersten Labels, die sich diesem Sound verschrieben waren u. A. Tempa, Big Apple und DMZ; alle aus England.
Der Sound begann in den Clubs Fuß zu fassen und schwappte langsam über die Küsten nach Europa und Amerika.
Momentan gibt es noch keine Aufsplittung in verschiedene Subgenres wie bei anderem Musikstilen, es wird alles als Dubstep bezeichnet.
Obwohl es doch schon diverse höchst unterschiedliche Songs und Produzenten gibt.  

Eine Mischung aus Dubstep und (Dub/Minimal-)Techno, wie sie von z. B. Scuba, Headhunter und Shackleton gemacht wird, gewinnt gerade viele neue Fans.
Des weiteren gibt es härtere Songs mit Einflüssen aus Breaks und Industrial; wie frühe Distance, Toasty und Vex’d – Songs.
Weitere Einflüsse sind u. A.: Reggae, HipHop, D’n’B, Rock/Metal, Grime, Pop, Indie. 

Das Klangbild eines „typischen“ Dubstep-Songs ist sehr minimalistisch: der schleppende Rythmus, extrem tiefer und präsenter Bass; und sehr spärlicher, dafür umso effizienterer Einsatz von Samples wie Stimmen, kleinen Melodielinien oder einfach nur Geräuschen.

(Junge) Klassiker sind u. A.: Benga & Skream – The Judgement / Skream – Midnight Request Line / Loefah – Mud (VIP) / Digital Mystikz – Anti War Dub / Rusko – Cockney Thug / Burial – Ghost Hardware
 

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