Rundreise Syrien/Jordanien und
Baden in
Aqaba vom 18.02. - 05.03.2009
Am 5. Tag haben wir Syrien verlassen und sind in Jordanien angekommen. Hier empfing uns auch unser Reiseleiter für Jordanien in seiner landes-typischen Tracht. Uns fiel sofort auf, dass die Landschaft in Jordanien anders ist, als in Syrien. Hier kam uns alles viel Grüner vor. Unser Reiseleiter erklärte uns dazu, dass in Jordanien 1 % der Landschaft Wälder sind und jährlich eine weitere Aufforstung erfolgt. Das Land im Westen ist fruchtbar durch sein Mittelmeerklima wo auch Eichen, Stechpalmen, Olivenbäume, Zitrusfrüchte, Aleppokiefern und Palmen wachsen. Im Norden wird Getreide und Zitrusfrüchte angebaut. Im Osten und Süden besteht das Land aus
Ödland.

Unser erster Anlaufpunkt war Jerash. Hier besichtigten wir das "Pompeji des Nahen Ostens" - die Stadt der tausend Säulen - Jerash. Diese historische Stätte ist heute als eine der besterhaltenen römischen Provinzstädte der Welt anerkannt. Die Stadt war Jahrhunderte lang unter Wüstensand begraben und wurde in den letzten 70 Jahren nach und nach freigelegt. Beeindruckend war, dass schon damals gepflasterte und von Kolonnaden gesäumte Straßen entstanden. Wir konnten die Zeichen und Rest von Tempelanlagen und stattliche Theater sehen. Schon damals wurden großflächige öffentliche Plätze angelegt, Badehäuser und Brunnen errichtet und mit Türmen und Toren versehene Stadtmauern erbaut. Auch davon waren noch Zeugen dieser Zeit zu erkennen.
Im Alten Theater waren Militär-Musiker, die den Touristen vor der großartigen Kulisse ein Ständchen darboten. Peter ließ es sich nehmen, diese beiden Musiker
rhythmisch auf einer Trommel zu unterstützen.

In Amman, der Hauptstadt Jordaniens angekommen besichtigten wir den Zitadelle-Hügel, den Herkules -Tempel, das archäologisches Museum, das römische Theater und natürlich die Souk.
In Amman leben ca. 2.1 Mio. Einwohner Die Stadt ist eine moderne Stadt, in der Menschen verschiedener Religionen zusammen leben. Auch hier gibt es noch viele Stätten, die Zeuge der altertümlichen Zeiten sind. Wir haben allerdingt empfunden, dass dieser heutigen Finanzmetropole der Zauber des Orients verloren gegangen ist.

Auch am nächsten Tag hatten wir wieder ein volles Programm. Zuerst einmal besichtigten wir Madaba - die Stadt der Mosaiken. In der griechisch-orthodoxe Kirche sahen wir unter anderem auch das berühmte Mosaik von Madaba, das eine Landkarte Palästinas aus dem 6. Jahrhundert zeigt.

Danach besuchten wir den Berg Nebo, auf einem Felsen im Moab über dem Totem Meer und Jordangraben. Hier steht ein Gedenkstein an Moses, der vom Berg Nebo aus das Gelobte Land erblickte. Oben auf dem Nebo steht eine Kirche. Innerhalb dieser Kirche befinden sich schöne Mosaiken. Vor der Kirche steht ein großes Metallkreuz, an dem sich eine Schlange windet.

Am Schluss dieses Tages war noch eine Besichtigung der im 12. Jahrhundert erbauten Kreuzfahrerburg Kerak. Die Burg liegt hoch auf einem Berg.Von hier aus hatten wir einen herrlichen Blick über die Landschaft und das tote Meer.

Und nun endlich gings zum ersehnten Höhepunkt in Jordanien - die Besichtigung der roten Felsenstadt der Nabatäer - Petra. Mit einer Pferdekutsche fuhren wir durch die enge Felsenschlucht - den Siq. Dann gelangten wir zum Schatzhaus des Pharao.Weiter zu Fuß durchwanderten wir bei schönstem Wetter eine der imposantesten Ruinenstadt der Welt - die Stadt des Totenkultes. Es war mehr als beeindruckend, welche Meisterleistungen in der damaligen Zeit erbracht wurden, um solche Bauwerke mit den vorhandenen Mitteln errichten zu können.

Nach einer beeindruckenden Rundreise brauchten wir erst einmal etwas Ruhe und Entspannung. Sonne und Meer wollten wir in Aqaba/am Roten Meer genießen. Unser Hotel war ca. 12 km vom Touristenort Aqaba entfernt, in der Tala Bay und liegt malerisch, direkt am eigenen Privatstrand am Golf von Aqaba.. Vom Hotel-Strand aus haben wir direkten Blick auf die Halbinsel Sinai - an der gegenüberliegenden Seite des Roten Meeres gehabt. Da wir außerhalb der Saison an diesem romantischen Ort Urlaub gemacht haben, hatten wir alle Einrichtungen, den Service und den Strand fast für uns alleine. Es war fast wie im Paradies. Lediglich das Wasser war noch etwas zu kalt und so nahmen wir vom Baden lieber Abstand.

Sehr romantisch war die Stimmung, wenn bei Sonnenuntergang die Berge hinter unserem Hotel glutrot leuchteten, und die Anlage mit ihren 5 Pools im bunten Licht erstrahlten.

Aber das war nicht die einzigste Schönheit, die dieser Ort zu bieten hatte. In der Tala Bay wurde seit 2001 das erste Projekt Jordaniens für die Entwicklung des Fremdenverkehrs in Angriff genommen. Gleich neben unserem Hotel war ein integriertes Wohn- und Tourismus-Resort fast fertiggestellt worden, welches den Bedürfnissen von Besuchern aus der ganzen Welt Rechnung tragen soll. In einer geschmackvollen Wohn- und Geschäftsanlage mit Yachthafen wurde eine Idee umgesetzt, die eine Verbindung lokaler und regionaler Architektur in eine moderne Athmosphäre einbindet. Hierhin führte uns unser täglicher Abendspaziergang. Für uns war es noch sehr angenehm, das lediglich ca. 10 % der Wohn- und Geschäftseinrichtungen belegt waren. Wir könnten uns vorstellen, dass bei vollem Betrieb dieser Anlage zwar rund um die Uhr etwas los ist, dass es aber auch mit der Ruhe in dieser idyllischen Gegend dann vorbei sein wird. Jedenfalls war für uns der Zustand ideal.

Das war eine tolle Reise. Die Faszination des Märchenhaften in Syrien, die besonderen historischen Stätten in Jordanien und die Vielzahl romantischer Panoramen in Aqaba haben diesen Urlaub zu etwas ganz Besonderem gemacht.