Kurztrip nach Schwerin und zur BUGA 09
vom 09.-12.09.2009

Nach vielen Jahren wollten wir sehen, was sich in der alten Residenzstadt Schwerin und jetzige Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern so getan hat. Ein guter Grund für uns, Schwerin gerade in diesem Jahr einen Besuch abzustatten, war natürlich auch ein Besuch der
30. BUGA 2009.
Begonnen hatten wir unsere Tour mit einem Spaziergang entlang des Pfaffenteich bis in die Altstadt. Das Wasser, schöne Gebäude und alte Plätze prägen das Bild des historischen Stadtkerns.


Das Schweriner Schloss, größte Sehenswürdigkeit und Wahrzeichen Schwerins liegt in romantischer Lage auf einer Insel im Schweriner See. Es zählt zu den bedeutendsten Bauten in Europa. Im seeseitigen Gebäuden ist in drei Etagen das Schlossmuseum etabliert. Der Burggarten wurde angelegt im Stil eines englischen Landschaftsgartens. Mit seltenen Gehölzen, einer terrassenförmigen Anlage über Orangerie und Grotte bis zu den Rasenflächen am Ufer und Blick auf den größten See Mecklenburgs, den Schweriner See, lädt er zum Spaziergang ein. Im barocken Schlossgarten, entstanden nach Plänen Legeays, umrahmen 14 Gartenplastiken aus der Werkstatt Permosers den doppelarmigen Kreuzkanal.

Besonderes Glück hatten wir, dass vom 10.-13.09.2009 das traditionelle Schweriner Altstadtfest zu einem bunten, ausgelassenen Treiben einlud. Rund um den Pfaffenteich und in der Mecklenburgstraße - Schwerins Flaniermeile - wurde ein viertägiges Spektakel über ca. 2 km betrieben. Rund 300 Händler und Gastronomen boten kulinarische Köstlichkeiten, Kunsthandwerk, allerlei Waren des täglichen Gebrauchs an. Rasante Fahrgeschäfte sorgten für Nervenkitzel, verschiedene Tanzgruppen heizten mit flotten Rhythmen die Besucher an und auf den 4 Show-Bühnen rund um den Pfaffenteich brachten zahlreiche Bands das Publikum in Schwung. Hier war wirklich für Jeden und natürlich auch für uns allabendlich etwas dabei. Romantische Stimmung kam bei Einbruch der Dunkelheit auf, wenn sich die Lichter der Buden und Karrussells, besonders des Riesenrades, im See widerspiegelten.


Eröffnung diurch die
Oberbürgermeisterin


Christiane Ufholz ist eine deutsche
ock-, Jazz- und Bluessängerin.


Rhythmischen Beat der 60er gabs mit der
Gruppe Sixty Beats


und auch die Paperbays brachten
riesige Stimmung unters Publikum


kein Vordringen zur Bühne war für uns
beim Auftritt der Gruppe City
möglich.

Diese 30. Bundesgartenschau war für uns dahingehend etwas besonderes, da sie sich mit ihren 7 Themengärten auf 7 Inseln in idyllische Landschaft um den Schweriner See präsentierte. Von überall aus hatten wir einen wunderschönen Blick auf das wunderschöne Schweriner Schloss. Die einzelnen Gärten konnte man per Schiff oder zu Fuß über die schwimmende Ponton-Brücke erreichen. Durch ein Meer von bunten Blüten, Obstgehölzen, an Kräutergärten vorbei, durch Mustergärten oder entlang von Grabgestaltungen bis hin zum Garten des 21. Jahrhundert gab es genug zu sehen. Plätze zum Verweilen oder Gaststätten und Stände für das leibliche Wohl waren ausreichend vorhanden.. Da das Wetter auch mitspielte, war dieser Besuch ein gelungener Tag.

Einen guten Tipp hatten wir von Bekannten erhalten: Wenn wir schon einmal im Norden Deutschlands sind, sollten wir unbedingt einen Abstecher nach Wismar machen.
Die Hansestadt Wismar liegt an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns am südlichen Ende der durch die Insel Poel geschützten Wismarbucht.

Schnell hatten wir einen Parkplatz am alten Hafen gefunden und konnten den Duft von frisch geräuchertem Fisch, der auf kleinen Booten verkauft wurde, wahrnehmen. Und da lagen auch schon einige Dampfer bereit, um den Interessierten Hafen- und Seerundfahrten anzubieten. Natürlich konnten wir uns diese Gelegenheit nicht entgehen lassen und so gings auch schon nach einigen Minuten los - aufs Meer.

Die Stadt gefiel uns auf Anhieb. Mit ihren sehenswerten aufwendig restaurierten Bürgerhäusern in der Altstadt und der gewaltigen gotischen Nikolai-Kirche waren wir vom ersten Moment an gefesselt. Der riesige Marktplatz mit seinem Brunnen und die Kulisse der historischen Bürgerhäuser empfanden wir als einen der schönsten bisher gesehenen Plätze. Gestört hatte uns nur, dass ein großer Teil für Parkplätze genutzt wurde. Die Stadt hatte für uns eine Vielzahl architektonischer Leckerbissen aufzuweisen, was uns bei schönstem Sonnenschein den perfekten Tag bescherte. Auch das Bummeln in breiten Straßen, gesäumt von einer Menge Geschäftshäusern oder in kleinen engen malerischen Gassen war Balsam für die Seele.

Auf dem Rückweg von Wismar nach Schwerin machten wir noch einen kleinen Abstecher in das Slawendorf in Gross-Raden. Hier wurde ein altslawischer Tempelort des 9. und 10 Jahrhunderts mit Flechtwandhäusern und Wallanlage nachgestaltet. Dies ist sehr authentisch gestaltet und konnte uns einen hervorragenden Einblick in die Lebensweise unserer Vorfahren vor 1000 Jahren und mehr gewähren.