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Highlights entlang des Nils vom 11.11. bis 25.11.2010 |
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Gegen 17.00 Uhr sind wir in Luxor angekommen. Es war sehr heiß.
Der Transfer verlief reibungslos und wir wurden schon sehnsuechtig von unseren Miturlaubern
erwartet. Als wir unsere Kabine zwar auf dem Oberdeck aber ganz hinten im Schiff betratenten,
waren wir geschockt. Unter uns ratterten die Motoren des Schiffes und der Boden bebte.
Also gabs nur eins - Kabinenwechsel. Alles musste schnell gehen, denn die nächste
Gruppe stand schon zur Zimmerbelegung auf dem Gang. 3 Kabinen weiter zur Schiffsmitte
hin wurde uns eine neue Unterkunft zugewiesen. Nicht ganz so unerträglich, aber
dennoch laut. |
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Um 5.20 Uhr gings mit dem Bus nach Theben West ins Tal der Könige. Es war gut, dass uns unser Reiseleiter so früh auf Trab hielt, da kamen wir nicht so in die Mittagshitze und in unendliche Touristenströme. Vom Busparkplatz aus ging der Transport mit Elektrobahnen "Taf-Taf" bis zum Sammelplatz der Grabkammerbesichtigungen,wo sich u.a. das Grab von Tutenchamun befindet. Insgesamt wurden uns die noch recht gut erhaltenen Grabmalereien und Schriftzeichen an Wänden und Decken z.B. von Ramses dem III erläutert. Das war sehr interessant, da die Luft in den Grabstätten aber schnell verbraucht war, war es mit der Konzentration auch schon bald vorbei. Schade, dass man nicht einmal das Tal fotografieren durfte. |
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Nächste Station war Der-el-Bahari, wo wir den Tempel von Pharaonin Hatshepsut bewundern konnten. Der Terrassentempel zeigt eine für Ägypten ungewöhnliche Architektur. |
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Auf dem Rückweg machten wir noch einen kurzen Abstecher ins Tal der Königinnen. Auch hier, wie an vielen Stätten Ägyptens werden heute noch eine Vielzahl von Zeichen der Pharaonenzeit entdeckt und geborgen. |
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Unterwegs gab es einen Fotostopp bei den überwältigenden Memnon Kollossen, deren gewaltige Erscheinung ihren Namen alle Ehren machte. Die Kollosse bewachten einst den Eingang zum Totentempel Amenophis III. |
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Nachmittags bis zum späten Abend ging die Fahrt mit dem Schiff weiter. Es war sehr schön, an Deck die Wüstenlandschaft hinter dem grünen Nilufer vorbeiziehen zu sehen. Das I-Tüpfelchen setzte ein perfekter Sonnenuntergang hinter den Ufern des Nils bei einem Gläschen "Gutelaunetrunk" auf. |
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Gegen 3.00 Uhr morgens wurden wir durch volle Maschinenenkraft aus dem Schlaf gerissen. Das Schiff fuhr demzufolge bereits nachts von unserer Anlegestelle in Esna nach Edfu. Der Lärm war so belastend, dass es nicht möglich war, für den Rest der Nacht noch einmal einzuschlafen. Also versuchten wir noch etwas zu dösen und haben beim Schauen aus dem Fenster diesen herrlichen Sonnenaufgang bewundert. |
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In Edfu steht der besterhaltensten Tempel Ägyptens, der Horus-Tempel. Während des 2-stündigen Aufenthaltes in dieser Stätte erfuhren wir von unserem Reiseleiter jede Menge Interessantes zu den Bedeutungen von Schriftzeichen und bildlichen Darstellungen der alten Ägypter. |
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Der Nachmittag stand zur freien Verfügung, denn eine größere
Fahrtstrecke bis |
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Nach einer fahrtfreien und relativ ruhigen Nacht und einem kräftigen Frühstück gegen 6.45 Uhr gings dann auch schon wieder zu dem ersten Besichtigungspunkt. Mit einem Motorschiff fuhr unsere Gruppe zu einer kleinen Insel - zum Philae Tempel -. Ursprünglich befand sich der Tempel auf der gleichnamigen Insel, die seit der Fertigstellung des alten Assuan-Dammes jedoch unter Wasser stand. 1980 wurde die gesamte Tempelanlage ab-und auf der höher gelegenen Insel Agilka wieder aufgebaut. Von einem kleinen Kaffee in der Anlage aus hatten wir einen wunderschönen Blick auf den alten Assuan-Staudamm.
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Über den alten Hochdamm gelangten wir zum Assuan Staudamm am Nassersee, einem Bauwerk, welches
für Ägypten von größter politischer und wirtschaftlicher Bedeutung
ist. Am Bau dieses monströsen Werkes waren u.a. auch die Sowjetunion beteiligt,
die die Umsetzung dieses Projektes planten und ermöglichten. Zum Dank und in Freundschaft
wurde dieser Nation ein Denkmal gesetzt - "die Lotusblüte". Für
die Umsetzung eines Tempels, der durch den Bau des Staudammes dem Wasser zum Opfer
gefallen wäre, wurde dieser der deutschen |
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Wie bei fast allen Reiseunternehmen gab es noch eine Werbeveranstaltung. Heute war es die Erläuterung der Papyrosherstellung mit Verkauf. Das interessierte uns weniger - es gab aber leckeren Tee und die WC-Benutzung war auch kostenlos. In der Manufaktur gab es doch ein paar Papyrus-Leckerbissen, die
natürlich ihren Preis hatten. Als Souvenier hatten wir uns dann wenigstens für
ein paar "echte Papyrus-Lesezeichen" entschieden. |
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Anschließend segelten wir entlang der faszinierenden Landschaft
des 1. Nilkatarakts still und gemütlich,
während uns das Segelboot auf die Kitchener Insel brachte. Von diesem artenreichen
botanischen Garten aus hatten wir einen wunderschönen Blick auf das Mausoleum
des Agha Khan.
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Zu einer willkommenen Pause machten wir an einer romantische Bucht am Ufer des Nils Halt. Typische Wohnbauten, kleine Fischerboote und Kamele waren das Erste, was uns auffiel. Aufgeweckte Kinder und sehr freundliche Bewohner halfen den älteren Touristen aus dem Boot. In einem kunstvoll gestalteten Nachbau eines Hunderwasserhauses (es ist ein kleines Hotel) gabs Kaffee oder Tee. Von hier aus hatten wir einen herrlichen Blick über einen Teil des Nilufers, an dem alles von der Landschaft Ägyptens in einem zu sehen war; Wasser, Wüste, Dschungel, Architektur der südlichen Länder, Esel, Kamele und die arabisch gekleideten Mensche, die Sonne und den strahlend blauen Himmel nicht zu vergessen. Unsere abendlichen Genüsse haben den Tag zu einem perfekten Urlaubstag gemacht.
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Der nächste Tag begann gegen 3.00 Uhr morgens. Eine 4-stündige Busreise nach Abu Simbel war unser Ziel. Nach dem Sonnenaufgang konnten wir die Tempel des Ramses II und seiner Gemahlin Nephrisiris im tieforangenem Sonnenlicht am Westufer des Nassersees erblicken. Der prachtvolle Felsen-Tempel des Ramses II beeindruckte uns besonders durch die majestätisch in den Himmel ragenden Kolossalstatuen. Sehr klein gegen die Statue des Ramses erscheint an dessen Fuß die Statue der Nephrisiris. Das zeigt aber keinesfalls die Bedeutung seiner Gemahlin, denn nach dem Glauben der alten Ägypter kommt den Füßen die größte Bedeutung zu, da hier der Lebenskreislauf beginnt und endet. Seiner geliebten Frau hat er zu seiner Rechten einen fast gleichgroßen Tempel erbauen lassen, der die Größe und Bedeutung der Geliebten sinnbildlich zum Ausdruck bringt. In beiden Tempeln zeugen wahrhaft kunstvoll nachgestaltete Szenen in Stein gemeißelt und mit sehr gut erhaltenen natürlichen Farben dargestellt, von den Ereignissen der damaligen Zeit. Wichtig wäre noch zu erwähnen, dass beide Tempel vor der Errichtung des Assuan Staudammes ca. 200 m östlich und viel tiefer ihren ursprünglichen Standort hatten. Um dieses vielleich sogar "8. Weltwunder" vor dem Wasser des Staudammes zu retten, hatten nationale und internationale Fachkräfte beide Tempel abgetragen und am jetzigen Standoert Stein für Stein wieder aufgebaut. Dabei wurde das Bergprofil aus Beton errichtet und die Außenhaut mit den originalen geschnittenen Sandsteinen verkleidet. Aus dem Steinstaub wurde die Sanierung und Verfugung der Fassaden vorgenommen. Der gesamte Mittelteil von Innen und Außen wurde 1:1 erhalten und umgesetzt. Auch bei dieser bedeutenden Aktion war u.a. die deutsche Baufirma Hoch-Tief beteiligt.
Das Fotografieren war an dieser denkwürdigen Stätte nur von Außen erkaubt. Natürlich haben wir und alle anderen Besucher uns an diese verständliche Regelung gehalten, denn die Schätze dieser Zeit 2000 v. Christi sollen auch noch vielen Generationen nach uns erhalten bleiben. |
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Zurück in der modernen und schönen Stadt Assuan haben wir uns schon sehr auf den 2. Teil des Ausfluges "Land und Leute" gefreut. Begonnen hat das Programm mit einer kleinen Stadtrundfahrt. Während eines Besuches einer Moschee haben wir einen Einblick in die Religion des Moslem erhalten. Eine weitere Glaubensrichtung, das Christentum, ist in Ägypten mit ca. 12 % vertreten. Auch die Besichtigung einer Kirche gehörte zum Programm. |
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Auf einer Terasse eines Felsenhotels konnten wir uns bei Tee oder Kaffee und Kuchen von einem Bilderbuch-Sonnenuntergang hinter dem Nildelta verzaubern lassen. Aber der herrliche Tag war noch nicht zu Ende. Nach dem Abendessen gings zu einem Nachtbummel über einen der größen Basare Assuans zum Shoppen, Handeln und Schauen. Besonders viel Spaß hat das Handeln bei den Gewürzen und Uwe`s Weihrauchausstattung gemacht. An der Schiffs-Bar gabs dann noch Ouso und Fruchtsäfte bis kurz vor Mitternacht. |
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Am nächsten frühen Morgen legte das Schiff zur Rückreise
nach Luxor ab. Auf einem Zwischenstopp in Kom
Ombo besichtigten wir den
Doppeltempel, Und abends gabs noch ein gemütliches Beisammensein mit arabischen Klängen. |
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In Luxor angekommen gings wieder vor Sonnenaufgang in den Karnak-Tempel, einem religiösen Komplex mit Tempeln, Toranlagen und Kolonnden mit dem Heiligen See. Berühmt ist die gewaltige Säulenhalle mit 134 Säulen. Über eine Allee aus widderköpfigen Sphingen betraten wir den großartigen Tempelbezirk.
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Danach fuhren wir zum Luxor-Tempel. Der Eingang wird von zwei riesigen Statuen Ramses dem Großen und einem Obelisken flankiert. Der dazugehörige zweite Obelisk befindet sich heute in Paris auf dem Place de la Concorde. Der Luxor-Tempel ist über eine Straße der Sphinx mit 3 km Länge mit dem Karnak-Tempel verbunden. Die Ausgrabungen sind hier noch nicht vollständig abgeschlossen, so dass ein Spaziergang über diese gesamte Strecke noch nicht möglich war. |
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Nach einem kleinen Stopp in einer Parfümerie gings zurück
zum Schiff. Am Abend hatten wir fakultativ die Möglichkeit eine Licht- und Tonshow
im Karnak-Tempel zu besuchen. Nach einer Licht- und Akustikführung durch die gesamte
Tempelanlage nahmen wir auf einer Tribüne am See platz, wo uns eine wunderbare
Show mit Beleuchtungs-effekten an der Tempelanlagenmauer und dazu in kurzen Zügen
die Geschichte der Pharaonen und deren Untergang präsentiert wurde. Eine Veranstaltung,
die man sich nicht entgehen lassen sollte. |
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Zum Abschied wurde uns auf dem Schiff noch eine ägyptische Veranstaltung mit Bauchtanz und Derwisch dargeboten.
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Insgesamt können wir einschätzen, dass eine Nilkreuzfahrt - besonders das Ausflugsprogramm - unbedingt empfehlenswert sind. Wir hatten auf dem Schilff entsprechend Empfehlung eine Kabine auf dem Oberdeck gebucht, mit dem Wunsch, im vorderen Schiffsteil. Unsere Kabine war nun leider nicht im vorderen Schiffsteil, so dass der Geräuschpegel in der Nähe des Motorraumes doch sehr extrem und belastens war. Nicht gewußt hatten wir allerdings, dass die örtliche Lage dahin keine Rolle spielte, da in den Häfen bis zu 9 Schiffen nebeneinander und 4-5 Schiffe vor und hinter unserem Schiff anlegten. Alle Schiffe hatten zur Stromversorgung Tag und Nacht die Motoren laufen lassen. Also waren auch alle Kabinen mit Geräuschen und bei offenem Fenster mit jeder Menge Abgasen ständig belastet. An 3 Tagen und 4 Nächten hatten wir aus unserer Kabine diesen tollen Ausblick, so dass man sich das Geld für eine teurere Kabinenkategorie ruhig sparen kann. |
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Die abendlichen Show`s haben wir bei einem leckeren Drink genossen. Zufrieden, ausgeruht und braun haben wir dann auch am letzten Abend auf den gelungen Urlaub angestoßen. |
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