Urlaub auf der Insel Usedom
vom 13. Juni bis 20. Juni 2010

Nach einer ca. 5stündigen Autofahrt kamen wir am Nachmittag in Karlshagen auf der Sonneninsel-Usedom endlich an.
Gebucht hatten wir im Strandhotel Karlshagen eine Woche Vital-Urlaub im Studio. Das Hotel ist ein modernes und dennoch sehr traditionelles 4Sterne-Hotel direkt am Strand. Das Zimmer war super mit direktem Blick auf das Meer. Diesen Blick konnten wir sogar vom Bett aus genießen. Das Zimmer war riesengroß und sehr geschmackvoll eingerichtet. Am Abend unternahmen wir noch einen Strandspaziergang. Vom Strand aus konnten wir auch unser Hotelzimmer sehen.

Aber der Knüller war das Essen, immer spitzenmäßig angerichtet und äußerst schmackhaft. Sehr angenehm war es auch, morgens das Frühstück auf der Terrasse einnehmen zu können.
Aber wir wollten ja nicht die ganze Woche im Hotel verbringen.

Und so gings am nächsten Vormittag auf Erkundungstour in Karlshagen. Dabei kamen wir am Strandvorplatz mit Konzertmuschel vorbei, durch das Ostseebad mit seinen modernen Hotels und an den gepflegten Eigenheimen teilweise mit Reedbedachung kamen wir zum Yachthafen am Ostufer des Peenestromes.

Am Nachmittag gings zum Ostseebad Zinnowitz . Ein toller Strand, über den die Vineta-Seebrücke ins Meer führte. Ein früheres Fischerdorf, das eine Vielzahl von Gaststätten, Cafès und Verkaufseinrichtungen zu bieten hat und seinen Gästen kulturell und zur Erholung fast jeden Wunsch erfüllen kann. Typisch waren die Hotel-, und Ferienanlagen im Seebadstil.

In diesem Ort gab es für uns 2 besondere Attraktionen einmal die Tauchgondel und zum Anderen den Ostseelift.

Der Ostseelift. In einer bunten Kuppel befindet sich ein Kaffee mit rundum Fensterverglasung. Die Kuppel bewegt sich 30m über dem Meeresspiegel. In dieser Höhe konnten wir bei einer Tasse Kaffe den phantastischen Blick über Zinnowitz, die Seebrücke und die Ostsee auf uns wirken lassen.

Nach diesem Höhenerlebnis ging es dann in die Tiefe - mit der Tauchgondel an der Seebrücke Zinnowitz.
Ca. 4m unter Wasser und somit 1m über dem Meeresgrund tauchte die neuartige Gondel in die Ostsee. Während des Tauchganges wurde uns eine Einführung in den Lebensraum der Ostsee, seine Besonderheiten und seine Gefährdung gegeben. Ein etwas komisches Gefühl hatten wir schon, als wir durch die Fenster das Wasser außen steigen sahen. Ganz unter der Wasseroberfläche machte die Gondel halt. Die Fenster wurden mit Rollos verdunkelt und jeder der Besucher setzte seine 3-D-Brille auf. In einem Film wurde uns die Wunderwelt Ostsee in 3D nahe gebracht. Schade, dass wir unter Wasser das wahre Leben nicht sehen konnten - na wie denn auch. Alles in allem eine hübsche Abwechlung, zumal diese Art der Taucheinrichtung neuartig in der Welt sein soll.

In unserem Paket Vital-Urlaub war auch ein Tag mit dem Rad und ein Picknick enthalten.
Uns so stand der nächste Tag ganz im Zeichen der Romantik. Am frühen Vormittag machten wir uns radelnder Weise und mit viel Proviant bepackt auf nach
Trassenheide. Der Radweg führte durch einen Wald am Strand entlang. Das war eine nicht sehr weite Strecke, dieser Tag sollte ja aber nicht in Stress ausarten, sondern rundum Freude bereiten.

Am Ortsausgang von Trassenheide erblickten wir dann dieses Horroungeziefer.

Natürlich hatten wir auch in Trassenheide eine Attraktion ausgemacht. - ein Haus, das auf dem Kopf steht. Aber nicht nur, dass im Haus die Möbel und Sanitäreinrichtungen an der Decke hingen, nein auch konnte man auch eine nicht unerhebliche Neigung der Flächen wahrnehmen. Beim Eintritt in das besondere Haus hatten wir ein leichtes Schwindelgefühl. Das verging aber sehr schnell, denn was wir in den einzelnen Zimmern sahen, verschlug uns die Sparache. Da hingen die Tische, Stühle, Liegeflächen und Sanitäreinrichtungen an der Decke, Fenster und Türen standen auf dem Kopf. Der Fußboden, auf dem wir standen war mit Deckentäfelung verkleidet und die Decken waren mit Dielung belegt. Hier konnte jeder Besucher seine Phantasie walten lassen. Geschickt gestellte Fotos, die man dann um 180 grd. drehte, brachten die originellsten Motive zum Vorschein - aber seht selber! :-)


Haus auf dem Kopf und rundherum Miniaturausstellung


Einflug durchs Fenster


Handstand auf Katzenkorb


Ein-Handstand im Klobecken


Handstand auf Tisch und Couch

Nun hatten wir aber Hunger und so gings auf zum Strand. Ein Strandkorb ist zu dieser Jahreszeit im Norden ein Muss, da der Seewind noch sehr frisch ist. In unserer windgeschützten Behausung haben wir dann unser Picknick gemacht. Wir hatten riesigen Hunger und so waren die Leckereien vom Hotel ratz-batz verzehrt. Zufrieden und satt haben wir bei Sonnenschein ein kleines Nickerchen gemacht, bevor es dann per Rad wieder nach Karlshagen zurück ging.

Der nächsten Morgen begrüßte uns mit einem Sonnenaufgang wie im Bilderbuch. Dazu mußten wir nicht einmal aufstehen, denn dieses Bild konnten wir vom Bett aus sehen.

So wunderschön wie der Sonnenaufgang war dann auch das Wetter den ganzen Tag. Also legten wir heute einmal einen Faulenzertag am Strand ein. Sonnen, Musik hören, Zeitung lesen, Rätsel lösen, barfuß am Strand spazieren und öfter einmal einfach vor sich hin träumen. Auch das hat etwas für sich.

Auf dem Strandplatz war an diesem Tag auch viel los. Es war richtig auffällig, wie die Sonne die Urlauber nicht nur an den Strand, sondern auch in die Biergärten, Cafes und auf die Straßen und Plätze lockte.

17.06.10 Auch heute ließ sich der Tag mit viel Sonnenschein ganz nach unseren Wünschen an . Wir hatten uns vorgenommen, mindestens die 3 bekanntesten Ostseebäder zu besuchen. Heute sollte es Ahlbeck sein. Geparkt hatten wir am Rathaus, auf einem der vielen öffentlichen Parkplätze Zu dieser Jahreszeit ist es nicht so schwer einen strandnahen Parkplatz zu finden. Über die Einkaufpassage mit vielen kleinen Geschäften und Verkaufsständen gelangten wir zur Kurpromenade. Majestätisch säumten die typischen Seebadvillen die gepflegte Promenade. Eine Vielzahl von Cafes, Imbissständen und Restaurants luden zu einem kleinen Erfrischungsstopp ein. Von der Promenade aus führten viele Zugänge zum feinsandigen, weißen und gepflegten Strand. Überall waren Strandkörbe zur Vermietung angepriesen und man konnte Fahrräder ausleihen. Kleine Kurbahnen fuhren von hier aus bis nach Bansin. Auch Kutschen boten kleine Rundfahrten durch das wunderschöne Örtchen Ahlbeck an. Nach einem angenehmen Spaziergang im Sonnenschein erreichten wir den Seebrückenvorplatz. Sehr schön war die historische Uhr mitten auf dem Platz anzusehen. Ein Highlight war natürlich die Seebrücke von Ahlbeck. Vom Ende der Seebrücke hatten wir einen umfassenden Blick über den Strand und die historischen Gebäude der Strandpromenade.

Nach einem sehr leckeren Mittagessen machten wir noch ein kleines Sonnenpäuschen am Strand. Und im Hintergrund war die wunderschöne Seebrücke auch von hier aus zu sehen. So macht Urlaub Spaß. Ins Wasser haben wir uns (außer bis zu den Knien) nicht getraut. 15 grd waren uns dann doch zu kalt. Aber auch das Sonnenbad tat sein bestes für Körper und Seele.

Vor der Weiterfahrt gabs noch ein paar stimmungsvolle Klänge auf der Kurbühne von Ahlbeck.

Auf dem Rückweg nach Karlshagen besuchten wir noch das Seebad Bansin. Auch hier prägten die Seebad - Villen das Ortsbild, flanierten die Urlauber über eine gepflegte Strandpromenade und erholten sich am feinsandigen Strand .Für die Kultur und das leibliche Wohl ist gesorgt. Die Seebrücke ist zwar nicht so spektakulär, wie die in Ahlbeck aber für einen Blick vom Ende der Seebrücke zum Strand und die Skyline lohnt sich ein Spaziergang bis zum Ende der Brücke allemal. Außerdem gelangt man per Schiff nach Polen oder über mehere Station bis zur Insel Rügen. über den Anlagesteg der Brücke. Es war nun fast abend und es war ein herrliches Schauspiel, wie die Sonne das Wasser des Meeres zum Glitzern brachte.

Es war heute ein rundum gelungener und wundervoller Tag. Wir sind gespannt, was der morgige Tag bringt.

Nun blieb uns noch das Ostseebad Heringsdorf. Für diesen Tag hatten wir etwas besonderes gebucht. Ein Flug mit der Antonow 2 entlang der Seebäder sollte es sein. Der Flug wurden wegen des WM-Fußballspieles Deutschland gegen Serbien von 13.15 Uhr auf 16.00 Uhr verlegt. Am Vormittag kamen wir in Heringsdorf an und machten unsere typische Erkundungstour durch den Ort. Auch hier wieder die typisachen Seebadvillen, eine gepflegte Kurpromenade, ein sauberer feinsandiger Strand, viele hübsche Cafes und Restaurants, eine Pianobar, eine Spielbank, und natürliche auch Konzertmuschel für kulturelle Veranstaltungen. Auch hier war alles vorhanden, was Touristen und Urlauber sich wünschen. Ganz toll fanden wir die Seebrücke von Heringsdorf. Diese ist modern gestaltet und am Zugang der Brücke sind eine große Anzahl von Geschäften. Es gab so viel zu sehen, so dass die Zeit verging wie im Flug. Ab 13.30 Uhr suchten wir eine Eisdiele auf, in der das Fußballspiel mit Deutschland live übertragen wurde. Hier konnten wir wenigstens die erste Halbzeit sehen, bevor es weiter ging zum Flughafen. Im Auto haben wir dann die zweite Halbzeit des Spieles und natürlich das traurige Ergebnis für unsere Sportler mitbekommen. Dadurch konnte uns aber die Freude und Spannung auf den bevorstehe nden Flug nicht genommen werden.

Pünktlich um 16.00 Uhr gingen wir 6 Fluggäste mit den 2 Piloten und einem Fotografen zum historischen russischen Doppeldecker. Der Co-Pilot erläuterte einige technische Details und dann stiegen wir ein. Vor dem Start erhielten wir Bonbons - ganz wie zu DDR-Zeiten. Die Tür zum Cockpit stand die ganze Zeit während des Fluges offen, so dass wir auch hier immer auf dem Laufenden über die technischen Daten waren. Knatternde Geräusche begleiteten uns wärend des gesamten Fluges. Die Maschine wiegte sich aber während des Startes, des Fluges und während der Landung sehr gleichmäßig und sanft. Der Flug dauerte ca. eine halbe Stunde und verlief entlang der Seebäderküste. Es war ein sehr erhebendes Erlebnis und den Preis von 59,00 Euro auf alle Fälle wert.

Unser letzter Urlaubstag ist angebrochen und das Wetter war heute nicht so super, wie in den letzten Tagen. Eigentlich wollten wir mit dem Rad nach Peenemünde fahren. Da der Himmel aber stark bewölkt war, haben wir dann doch lieber das Auto genommen. Ansehen wollten wir uns eigentlich das U-Boot-Museum und das Phänomenta (Museum in dem man physikalische Alltagsphänomene selbst ausprobieren kann. In Peenemünde angekommen waren wir nicht nur über den Zustand der völlig verfallenen Wohngebäude, sondern ebenfalls über unverschämte Parkplatz- und Toilettennutzungspreise entsetzt.

Peenemünde war bekannt geworden durch die Heeresversuchsanstalt Peenemünde („Peenemünde-Ost“) und die Erprobungsstelle der Luftwaffe „Peenemünde-West“ deren Gelände bis 1952 als sowjetischer Marine- und Luftwaffenstützpunkt genutzt wurde.Danach ging der Stützpunkt an die Nationale Volksarmee der DDR über. Auf dem Gelände sind demzufolge Raketen, Waffen, Kriegsschiffe und sonstiges ausgestellt. Also für uns wirklich nichts zum Anschauen.

Also machten wir uns schnellstens auf den Weg zum Phänomenta. Um in dieses Museum zu gelangen, gingen wir durch ungepflegte Unkrautflächen, an echt verfallenen Gebäuden vorbei. Hier leuchtete an angetünchte Fassade mit dem Schriftzug Phänomente. Von dieser Ausstellung waren wir wiederum begeistert.


Größentäuschung


Peter in Seifenblase


Kopf auf Silbertablett


Peter hebt einen Trabi an

Unser Besuch in Peenemünde hat nun doch nicht so lange gedauert, wie geplant. Gut dass wir doch das Auto mit hatten. So sind wir noch nach Wolgast zum 3. Erdbeerfest gefahren. Auf dem Rathausplatz war jede Menge los. Verkaufsstände mit allerlei Klimbim, Obst, Gemüse und natürlich Erdbeeren sowie Getränken und Gegrilltem waren aufgebaut. Den ganzen Tag über wurden Programme für Kinder und Erwachsene aufgeführt. Um 15.00 Uhr spielte ein Akkodeonorchester. Die Musiker ließen sich durch einen kräftigen Regenschauer auch nicht aus dem Konzept bringen. Am Fischmarkt, ganz in der Nähe der Peenebrücke waren wir noch einmal richtig toll Fischessen. Sehr viel haben wir uns von der Stadt nicht angesehen, denn dazu war das Wetter nicht gerade ideal.

Es war wieder nachmittags und Fußballtime. Wir waren in der Nähe von Koserow und da lag es nahe, dass wir uns eine Lokalität suchten, die das aktuelle Spiel live überträgt. In diesem Fall war es ein Cafè am Strand. Und so haben wir die Gelegenheit wahrgenommen, uns die Gegend und besonders die Seebrücke anzuschauen. Koserow war interessanter, als wir dachten.

Am Abend haben wir dann zum Abschluss unseres Ostseeurlaubs auf dem Strandvorplatz noch einem Dixieland-Konzert mit der Tower Jazzband aus Berlin gelauscht.
Das war ein würdiger Abschluss für einen wunderschönen und erlebnisreichen Urlaub.