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Expredition Diskobucht Grönland eine Expeditionsreise mit der
MS FRAM entlang der Westküste Grönlands Die Diskobucht verdankt ihren
Namen der vor der Westküste Grönlands gelegenen Disko-Insel. |
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Über das Klima und die passende Kleidung auf dieser Reise haben
wir uns natürlich im Vorfeld gründlich informiert. Auch das Schiff, dessen
Ausstattung, Service und Verpflegung gab es bereits jede Menge Informationen im Internet.
Also machten wir uns gut gewappnet auf eine lange Reise mit 4 Flugstationen, bis wir
nach ca. 19 Stunden auf dem Schiff ankamen. Das Schiff entsprach den Informationen
und auf jedem Fall unseren Vorstellungen. Besonders erfreut waren wir, wie gut die
Kabinen gegen Schall isoliert waren. Da könnte sich so manches Luxus-Urlaubshotel
eine Scheibe abschneiden. Das Essen war sehr schmackhaft und abwechslungsreich und
die Unterhaltung entsprach dem Ziel der Reise. Hier gab es jede Menge sehr interessante
Info-Veranstaltungen über die Flora und Fauna, die Menschen, das Klima und natürlich
das Eis sowie der Einlfuss des Klimawandels in der Arktis. So waren wir jederzeit
auf die Ereignisse des nächsten Tages vorbereitet und haben dabei sehr viel erfahren
und gelernt. |
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Nun aber zu den Details unserer Reise! |
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Am nächsten Tag haben wir einen Bootsausflug nach Assaqutaq unternommen. Vom Fischerboot aus wurden wir mit einem Blechwannen ähnlichen Gefährt in rasanter Fahrt an Land gebracht. Diese Konstruktion war sinnvoll, da bis zum Ufer das Wasser sehr flach war. Die kleine Siedlung Assaqutaq unterlag der Entvölkerung in den 60er und 70er Jahren, wo die Menschen in größere Stüdte zogen. Heute wird die Siedlung meist als Schulheim genutzt. Im Juni kommen viele Einwohner von Sisimiut, um hier nach Kapelanfisch oder Lodde zu fischen. Einige kleine Häuser der Siedlung waren noch gut erhalten,an anderen dagegen nagte bereits der Zahn der Zeit. Erwähnenswert waren hier die alte Fischfabrik, das Schulheim und die alte Kirche.
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Danach gings nach Sisimiut. Mit einem Stadtplan bewaffnet und mit nützlichen Tipps in der Tasche konnten wir die Stadt auf eigene Faust entdecken. Wunderschön war die historische Innenstadt mit den hübschen Gebäuden aus dem 17. Jahrhundert. Das kulturhistorische einheimische Museum ließ uns einen Einblick in den Handel, die Industrie und den Fischfang gewähren. Um vom Polar-Circle-Boot aus in die Stadt zu gelangen mussten wir durch ein Tor aus den Knochen eines Walkiefers gehen. Das war ein tolles Panorama für einen Schnappschuss. Aufgefallen sind die vielen Holztreppen, die zu den höher gelegenen Häusern führen. Der Weg führte uns regelmäßig steil bergauf und bergab. Nur so konnten wir direkt zu den für uns wichtigsten Sehenswürdigkeiten gelangen wie z.B. zur Kirche, zum Museum, zum wunderschönen Torfhäuschen oder zum Yachthafen. |
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Abends am Schiff erhielen wir noch eine Kayakpräsentation.
Bewundernswert, wie lange die Akteure in dem eiskalten Wasser ihre Kunststücke
aufführten. |
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Der erste Blick am nächsten Morgen aus dem Fenster unserer Kabine ließ uns strahlen. Dicht an unserem Schiff vorbei sahen wir die ersten Eisberge. Bei wiederum strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um die 14 grd. C schifften wir Qerqertarsuaq an. Die Wanderung führte vorbei an kleinen bunten Häuschen, an denen Fische zum Trocknen aufgehängt waren, an einem Fußballplatz, den es in jedem kleinen Örtchen gibt, und wir sahen Grönlandhunde. Ein schwarze Strand war gesäumt mit angeschwemmten Resten von Eisbergen. Schön, solch Jahrmillionen altes Eis in den Händen zu halten. Es ging durch das Tal der Winde und tatsächlich konnte man die Aktivität der Winde als Sturm bezeichnen. Weiter überwanden wie den Berg des Kormorans und durchwanderten die chartakteristische Hügellandschaft. Hier lernten wir einen großen Teil der für die Diskobucht typischen Flora kennen. Schließlich lag er vor uns, der Wasserfall, der die Wassermassen des Roten Flusses durch fantastische Basaltformationen leitet. Zurück gingen wir alleine, damit wir die schönsten Fleckchen dieser Landschaft ganz in Ruhe genießen konnten.
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Aber das sollte es für diesen Tag noch nicht gewesen sein.
Wieder auf dem Schiff und auf Fahrt zum nächsten Ziel wurde durchgegeben, dass
an der Steuerbordseite Wale zu sehen sind. Und siehe da, uns erfreute eine Walfisch-Familie
inmitten von kleineren und größeren Eisbergen. |
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Am nächsten Tag gegen 10.00 Uhr erreichten wir UUmmannaq. Schon von Weitem bezauberte uns ein romantisches Bild. An einem herzförmigen Berg zog sich eine Landzunge entlang auf der jede Menge bunte Häuser wie Spielzeughäuschen wirkten. Die Erforschung des Ortes war etwas anstrengend. Auf jedem Hügel und in jedem Tal konnte man etwas Neues und Interessantes entdecken. Schon der Hafen mit seinen kleinen Fischerbooten und umrandet von schneebedeckten Bergen sowie bestückt mit Resten von Eisbergen bot uns das, was wir beim ersten Eindruck vom Schiff aus erwartet hatten. Inmitten der wunderschönen Umgebung am Fuße des 1.170 m hohen "Herzberges" fielen uns außer den ansprechenden bunten Häusern, die einzige Kirche Grönlands aus Granit und die Torfhäuser auf. In der Nähe des Hafens gab es ein Hotel mit überregional bekannter Küche und einen kleinen Imbiß/Kaffee, wo wir das leckerste Eis Grönlands genießen konnten. |
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Das war`s aber noch lange nicht für heute. Uns erwartete eine 3-stündige Wanderung entlang des Herzbergs mit dem Schwierigkeitsgrad "schwer". Es ging zum Sommerhaus des Weihnachtsmannes. Nachdem wir die Stadt durchquert hatten veränderte sich das Gelände. Von hügelig bis bergig, über rutschiges Gelände, Steine und Geröll ging es erst berauf und dann wieder bergab. Einige Pfade waren sehr eng und an einer Seite fielen sie steil bergab. Da musste man schon ein gutes Gleichgewichtsgefühl und eine entsprechende Wanderausrüstung haben. Auch auf dieser Wanderung waren wir überrascht vom Reichtum der arktischen Flora, die hier zu finden war. Und dann waren wir da. Das kleine Haus des Weihnachtsmannes, welches er nutzt, um seine Kraft für den Weihnachtsmonat zu sammeln, kam uns gelegen, um Kraft für den beschwerlichen Rückweg zu schöpfen. Eine Stärkung mit Kaffee oder Tee und einem Stück Kuchen kam da gerade recht. Noch ein paar Minuten konnten wir die herrliche Kulisse am Ufer eines Fjordes unterhalb des Herzberges genießen. Ausgepauert aber zufrieden und stolz gings dann wieder zu unserem Schiff und in Richtung Ukkusissat, wo uns Einheimische mit Gesang, Tanz und Trachtenschau den Abend auf dem Schiff versüßten. Ukkusissat ist ein kleines an Berghängen errichtetes Dorf mit ca. 200 Einwohnern. Sie verdienen ihren Lebensunterhalt mit Jagen und Fischen.
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Eine Abschieds-Wanderung führte uns über bewachsenes und hügeliges Gelände zu einem Wasserfall und schließlich zur Abbruchkante des Inlandeises. An dieser Stelle konnten wir die gewaltige Größe und Weite des arktischen Eises sehen und auf uns wirken lassen. Die Vielfalt der unterschiedlichen Landschaften und Vegetationen auf kleinsten Raum hat uns sehr beeindruckt. |
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Zurück im Ort Kangerlussuaq unternahmen wir noch eine kleine Stadtrundfahrt mit dem Besuch des Museums und der Grönlandhunde, die außerhalb des Ortes untergebracht sind. Anschließen gings zum Grillabend am Tauwassersee mit Rentier- Moshus- und Lammfleisch, vielen leckeren Beilagen und endlich auch einmal Grönlandbier. Kurzärmelig im hellen Sonnenschein an einem romantischen Tauwassersee wurde diese wunderschöne und außergewöhnliche Reise würdig beendet. |
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Und hier noch ein paar Impressionen:
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