Dubai und Ausflüge in 4 weitere Emirate der V.A.E

vom 04.-13.03.2010
Ausgangspunkt unserer Rundreise durch die Vereinigten Arabischen Emirate war Dubai. Hier waren wir in einem Hotel in Deira (der Altstadt Dubai`s) untergebracht. Unter Altstadt hatten wir uns etwas ganz anderes vorgestellt. Die Altstadt in Dubai existiert aber erst seit ca. 30 Jahren, so dass von historischen Gebäuden und ähnlichen Zeichen alter Städte hier nichts zu sehen war.
Unser Hauptaugenmerk lag auf der Erkundung des modernen und des klassischen Dubai.

Die erste Station stand unter dem Motto "das moderne Dubai".
Unter modernes Dubai verstehen wir nunmehr eine Stadt mit vielfältigen Eindrücken - vom Charme der traditionellen Souks bis zu den im Sonnenlicht glänzenden modernen Wolkenkratzern. Der dichte Verkehr, die ständigen Bauaktivitäten, der Flugverkehr bei Tag und bei Nacht und natürlich auch die unzähligen Klimaanlagen an jedem Haus der Stadt bilden die Gesamtheit einer undefinierbaren Geräuschkulisse für 24 Stunden am Tag. Eben eine lebendige Großstadtathmosphäre.

Mit dem Bus gings durch die Stadtteile "burj dubai" und "jumeirah" auf die künstliche Insel "The Palme". Am Ende des Palmenstammes liegt das Hotel "Atlantis". Es gehört zu den besten Hotels in Dubai mit sehr vielen Attraktionen einer Urlaubs- und Märchenwelt. Dazu gehörte ein Aquapark mit einem riesigen Aquarium, das wir besichtigten. Weiter ging`s in die größte Eishalle des nahen Ostens - die Ski Dubai. Hier kann man auch bei größter Hitze auf Schnee Ski fahren, Snowboarden und Rodeln oder einfach nur im Schnee spielen und das das ganze Jahr über.

Beeindruckt waren wir vom hoechsten Gebaeude der Welt, dem "Burj Khalifa" in Down Town Burj Dubai. Eine Fahrt mit dem Fahrstuhl im Burj Khalifa war leider immer noch nicht möglich.
Auf dem hübschen Platz um die Dubai Mall (dem größten Einkaufcentrum der Welt) finden am Tag und auch nach Einbruch der Dunkel tolle Wasserspiele statt, die wir natürlich mit Freude betrachtet haben.

Nach einem Abendessen in den Twin Towers unternahmen wir noch einen Spaziergang am Creek mit romantisch beleuchteten Schiffen.

Heute fuhren wir in das Emirat Sharjah. Mitten auf dem Kulturesquare stand eine Koranskulptur und ringsherum standen das Theater, der Kulturpalast und eine Moschee.

Im Hafen von Sharjah entlang des Creek ankerten viele Schiffe, die auf die Beladung von Waren warteten. Für uns Betrachter war das ein heiden Durcheinander. Interessant war für uns auch das Treiben im Blauen Souk und auf dem Fischmarkt. Im Anschluss daran sahen wir die King Faisal Moschee.

Weiter ging`s ins Emirat Ajman: Das Ajman Museum war ein ehemaliges Fort und im 18. Jh Herrscherpalast. Hier wurde das Leben und Treiben aus früheren Zeiten hautnah dargestellt. Besondert toll fanden wir den Souk Al-Masqoof. Typisch arabisches Flair reizte uns zum Kaufen. Zur Belohnung gabs ein Glas Tee.
Das kleinste der 7 Emirate ist zwar nicht so modern, aber sauber und wirkt sehr persönlich.

Am Nachmittag fuhren wir zurück nach Dubai in die Dubai Mall zum Shoppen.

Außerdem erlebten wir das größte Aquarium der Welt. Hier trafen wir Auge in Auge Haie, Rochen und andere Fischarten in ihrem natürlichen Lebensraum an. Seltene Fische, Seedrachen und sonstiges uns unbekanntes Getier zog uns in seinen Bann.

Später bestaunten wir noch einmal die Wasserspiele mit musikalischer Untermalung nach Einbruch der Dunkelheit auf dem Platz vor der Dubai Mall. Auf dieses Schauspiel hätten wir auf keinen Fall verzichten wollen.


An diesem Tag stand ein Ausflug zum einzigsten 7sterne Hotel der Welt -dem Burj Al Arab - auf dem Programm. Jede Menge Glanz und Blinkern begrüßte uns bereits beim Eintritt in das legendäre Hotel. Während eines exclusiven Brunches mit vielen asiatischen Spezialitaeten und einem tollen Blick auf die Palmeninsel konnten wir den Luxus der Glämmerwelt schnuppern. Mit dem Fahrstuhl gings dann hinauf in den 27. Stock. Hier wollten wir in einem kleinen Caffee verweilen und den Panoramablick auf eine der Palmeninseln und die Weltkugel-Insel geniessen. Leider war aber gerade Teestunde und das Caffee von den Hotelgästen vorreserviert worden. Naja macht nichts, aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit war sowieso eine ziemlich truebe Sicht. Vom 7sterne Hotel aus hatten wir einen herrlichen Blick auf das Jumeirah Beach Hotel mit seinem traumhaften Strand.

Als kleines Bonbon gingen wir noch nach "Klein Venedig", dem Souk Madinat Jumeirah. Eine tolle Hotelanlage mit einer ganzen Menge Geschäften, Bars, Restaurants und Terrassen. Durch die riese Anlage fließt ein Meerwasserkanal, auf dem man auch Bootsfahrten machen kann. Die Ufer sind mit romantischen Bruecken verbunden. Eine Athmosphaere, eben wie in Venedig. Auch von hier aus hatte man einen tollen Blick auf das gewaltige 7sterne Segel.

Nun war das klassische Dubai d`ran, das mit einer Stadtrunfahrt begann. Da war die Jumeirah Moschee, die 2. groesste Moschee in Dubai, der Palast des Scheich von Dubai, den wir natürlich nur von aussen und aus dem Bus sehen konnten. Beeiendruckend war wiederumg das Panorama der Skyline von Dubai am Creek mit der Bank von Dubai

Das Dubaimuseum befindet sich in einer alten Festung - im historischen Al-Fahidi Forts - dargestellt werden hier die Boten der Vergangenheit wie z.B. die Perlentaucher und andere Erinnerungen an die Geschichte Dubais. Alle Szenen waren originalgetreu nachgebildet.

Mit dem Wassertaxi - dem Abra - gings dann zum historischen Teil mit arabischen Maerkten. Heute ist Frauentag, da hat sich für manche der Besuch des Goldsouk aber für uns in dem Fall der Besuch des Gewuerzsouk gelohnt.

Am frühen Abend gings mit dem Jeep in die Wüste. Die Wüstensafari, die dann wirklich über "Stock und über Stein", über Dünen und durch Krater führte, steil bergauf und bergab und bei grosser Geschwindigkeit durch den Sand schlitternd ging, war ein schwindelerregendes Abenteuer. Noch mutiger waren die Jugendlichen auf ihren Quads. Atemberaubend war auch der Sonnenuntergang hinter den Duenen.

Nach der ca. einstündigen Erlebnisfahrt kamen wir bei Eintritt der Dämmerung im Beduinencamp an. Hier konnte man sich im Kamelreiten üben, während ein köstliches Barbeque über offenem Feuer für uns zubereitet wurde. Arabische Teppiche, eine traditionelle Ausstattung sowie Folklore und Bauchtanz sorgten für die richtige Atmosphäre.

Am nächsten Tag kamen wir in die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, nach Abu Dhabi. Das Emirat ist das größte und reichste der 7 Emirate. Sofort aufgefallen sind die vielen Parkanlagen und Straßenbegrünungen. Deshalb wird Abu Dhabi auch der Grüngürtel der V.A.E genannt. Auch hier gibt es eine Unmenge an Wolkenkratzern, diese erschienen uns aber als geordneter und geschmackvoller als in Dubai. Vielleicht liegt es daran, dass ganz anders als in Dubai, hier Promenaden mit Geh- und Radwegen die Tristheit von Hochhäusern unterbrechen und diese besonders am Strand entlang zum Flanieren einladen. Viele hübsche Moscheen und kleine Villen der Einheimischen bilden eine harmonische Architektur gegenüber der modernen Stadt.

Eine große Freude für die Augen ist die strahlend weiße und reichlich mit Gold bestückte Sheikh Zayed Moschee aus Marmor. Sie ist die 3. größte Moschee der Welt. Das war auf unserer Reise auch die einzigste Moschee, die wir von Innen besichtigen durften. Wir Frauen mußten die entsprechende Kleidung überziehen, was für uns natürlich kein Problem war.

Durch das Palastviertel gings dann zum Platz der Nationalen Einheit, wo die Symbole der Emirate zu sehen waren.
Heritage Village ist einem traditiionellen Beduinendorf nachempfunden und bietet einen Einblick in traditionelles Brauchtum. Von hieraus hatten wir einen tollen büick auf die Skyline von Abu Dhabi.

Tja, und nun zum Emirates Palace - ein 2004 fertiggestelltes 6-sterne Hotel mit einem atemberaubendem Flair. Prunk und Pracht im konservativem Stil. Hier verweilten wir zu einer Teestunde und ließen bei einem Rundgang im und ausserhalb des Palastes die Eindrücke auf uns wirken. Eine luxeriöse riesige Anlage mit einem herrlichen Strand.

Die Marina Mall ist das größte Einkaufscenter Abu Dhabis und für uns auch das Schoenste, das wir bis dato gesehen haben. Vom Caffee oben im Tower hatten wir einen schönen Rundumblick über Abu Dhabi.
Der heutige Zusatzleckerbissen war eine Fahrt zur neu errichteten Formel 1 Rennstrecke nach Yas Island. Dort konnten wir einen Probelauf eines Rennfahrer beobachten. Das war wirklich beeindruckend.Quietschende Reifen bei dieser Geschwindigkeit hautnah hören und sehen zu können. Modern und ueberaus geschmackvoll war das neue 5-sterne Yas-hotel direkt an der Rennstrecle anzusehen.

Heute war ein Ausflugstag in die Natur - nach Fujairha angesagt.
Fujairha ist das 5. groesste Emirat und liegt zwischrn dem Hajar-Gebirge und dem Indischen Ozean.
Wir befanden uns mitten im roten
Hajargebirge und rot ist das Felsgestein hier wirklich. Bunt war es allerdings in Masafi zum Freitagsmarkt. Heute ist zwar nicht Freitag, der Markt wird aber schon seit langem täglich abgehalten. Beeindruckend war die ganz andere, rauhe und bergige Landschaft, als die , die wir bisher gesehen haben. Eine kleine Bergklettertour war eine willkommene Abwechslung. Hier im Gebirge befindet sich die Kleinstadt Dibba, die teils zum Oman, teils zum Emirat Sharjah und teils zum Emirat Fujairah gehört.

Im Sandy Beach Hotel nahmen wir unser Mittagessen ein und hatten nunmehr Zeit, ein erfrischendes Bad im tuerkiesfarbenen Indischen Ozean zu nehmen. Das Panorama war ein Traum und die Zeit für diese willkommende Pause viel zur kurz.
Denn nun gings schon weiter zur Al Bidyah Moschee, dem ältesten Gotteshaus der V.A.E. Vor der Rückfahrt nach Dubai gings noch zum Fujairha-Fort, einer Festung, die über 500 Jahre über die Siedlung wacht.

Das war aber noch nicht Alles. Es fehlte noch die pure Natur, die Gartenstadt Al Ain im Emirat Abu Dhabi
Um den Eindruecken der Natur in den V.A.E noch eins d`raufzulegen, fuhren wir heute weit durch die Wüste an den Westrand des Hajar Gebirge nach Al Ain.
Al Ain verfügt über erhebliche Grundwasserreserven und trägt deshalb den Beinamen - Gartenstadt.
Unendlich viele Palmen- und Blumenflächen um- und durchziehen die grosse Oasenstadt.
Unser erster Besuch galt dem Museumspalasr Sheikh Zayed, dem Gruender der V.A.E. Sheikh Zayed lebte sehr bescheiden, war sehr volksnah und deshalb bei seinem Volk sehr beliebt. Bei einem arabischem Kaffee, natürlich mit Kardamon, wurden uns einige Stationen seines Lebens und Wirkens nahegbracht,
Die Stadt Al Ain ist nicht so modern, wie z.b. Dubai oder Abu Dhabi. Sie strahlt aber viel mehr Geschichte und Gemuetlichkeit und Sympathie aus. Mehrere Forts untermauerten den Herrschaftsanspruch auf die wohlhabende Oase.

Und dann ging es endlich in die Palmenoase. Bewässert durch reichhaltige Naturquellen wachsen auch heute noch unzählige Palmen, Bananen- bäme uvm. dicht an dicht, wie im Urwald. Auf einer Fläche von ca. 40 ha betreiben die Einheimischen hier heute landwirtschaflichen Obst- und Gemueseanbau. Als kleine Einlage wurde uns durch einen Gärtner vorgeführt , wie er bei der Bananenernte vorgeht.

Nun gings auf den Ziegen- und Kamelmarkt. Das hatten wir uns ganz anders vorgestellt. Wir dachten, dass hier die einzelnen Viehvesitzer ihre Tiere auf einem öffentlichem Platz zum Verkauf anbieten. Aber leider waren auf einem riesigen Grundstueck eine Menge von Tieren in kleinen Gehegen zusammengefärcht. Wir möchten nicht wissen, wie lange diese Tiere so dahinvegetieren, bis sie vielleicht - wer weiß zu welchem Zweck - irgendwann den Besitzer wechseln. Für uns war das ein mitleiderregender Anblick.

Nach einem ausgiebigem iranischen Mittagessen in der Aj Ain Mall (besonders für Kinder eingerichtet) besuchten wir den Hili Archaeologischen Park. Dieser war sehr schön, der Spaziergang bei dieser Mittagshitze aber auch anstrengend - und dabei sind das in dieser Regiom noch fruehlingshafte Temperaturen.

Am letzten Tag fuhren wir noch mit der neuen Metro
3 Stationen in den Zabel Park in Dubai. Die Metrostation Al Rigga war wirklich wunderschön. Die Strecke ging zu 2 Stationen unter- und 1 Station oberirdisch. Es war Freitag und für die Araber Feiertag. Aus diesem Grund war der Zabel Park dicht besiedelt mit Familien, die den freien Tag gemeinsam beim Grillen, Schwatzen und die Kinder beim Spielen im Freien verbrachten.

Alles in Allem war die Reise randvoll mit neuen und interessanten Ereignissen. Wir haben noch bei keiner Reise in der Kürze der Zeit so viele verschiedene Eindrücke gewonnen. Eine Reise die empfehlenswert ist.