Oktoberferien im Salzkammergut Österreich

vom 18. bis 24. Oktober 2009

Endlich war es wieder so weit, es waren Oktoberferien in Hessen und wir waren dran, mit Sarah in den Urlaub zu fahren. Da unser Enkelkind bisher meistens ihren Urlaub am Meer verbrachte, haben wir es dieses Mal mit den Bergen versucht. Wir hatten ein Familienzimmer im tollen Hotel Stadler in Unterach direkt am Attersee gebucht.

An einigen Urlaubstagen hat Sarah ihre Tageseindrücke schriftlich festgehalten. Auszugsweise werden wir diese in unsere Reiseberichte einarbeiten. Also hier geht`s schon los!

"Also heute ist der 19. 10 .2009 wir waren heute am Wolfgangsee in St. Gilgen.- Als erstes sind wir mit der Seilbahn aufs 12er Horn gefahren . Am Anfang der Fahrt unten im Tal war es noch grün, doch als wir höher und höher fuhren, wurde es immer weißer . Als wir nach der schönen und langen Fahrt endlich oben waren lag der Schnee ca. 20 cm. .Opa und ich konnten leider nicht in den Schnee ,weil wir nicht die richtigen Schuhe an hatten. Der Schnee war sehr pulverig, deshalb konnten wir auch keinen Schneemann bauen. Das war aber nicht sonderlich schlimm, denn die Zwei hatten mir versprochen, in dieser Woche noch einmal auf einen Berg mit Schnee zu fahren."

"Etwas später fuhren wir auch schon wieder hinunter. Aber vorher gab`s in der Baude an der Seilbahnstation noch ein wärmendes Getränk. (Opa bekam heißen Obstmost, Oma einen Glühwein und ich heiße Schokolade). 12 Uhr sind wir dann in die Stadt gegangen . Dort sind wir ein wenig bummeln gegangen, ohne etwas zu kaufen. 12.30 Uhr sind wir in eine Gaststätte gegangen, dort haben wir alle Drei Kaiserschmarrn und Zwetschgenkompott gegessen . Das war zwar sehr lecker aber es war viel zu viel. Oma ,Opa und ich haben es nicht geschafft ."

"13 30 Uhr kam auch schon unser Schiff . Mit dem fuhren wir dann ungefähr 45 min. bis nach St. Wolfgang . In der Stadt machten wir zu Dritt einen Rundgang . Dann sind wir noch ein bisschen spazieren gegangen bis unser Schiff zurück zum Ausgangspunkt kam.

Ergänzend zu diesen Eindrücken möchten wir noch folgendes dazu fügen:
Der Attersee und auch der
Wolfgangsee sind sehr idyllisch gelegen. Das Wasser ist glasklar und der See ist umsäumt von grünen Almen, bunten Wäldern und etwas höher von schneebedeckten Bergen. Rund um die beiden Seen thronen prachtvolle Städtchen mit hübschen Kirchen und kunstvoll gestalteten Häuserfassaden. An einigen Balkons konnte man noch die Pracht der Blumenbepflanzungen bewundern. Was hat uns besonders beeindruckt: Das Städtchen St. Wolfgang und dort das „Weiße Rößl“, die hübschen Naturpanoramen ,grünes glasklares Wasser mit schönen Uferstädtchen und im Hintergrund schneebedeckte Berge.

Dienstag, der 20.10.2009
Heute wollten wir den Höhepunkt unseres Urlaubs erleben. Wir wollten nach Obertraun am Hallstätter See.. Mit der Dachstein-Seilbahn sollte es in ca. 3 Stationen hinauf auf den Dachstein gehen. In der ersten Station haben wir geplant, die Rieseneishöhle zu sehen. In der 2. Station gab es eine Mammuthöhle und auf der Bergstation Krippenstein gab es eine ganz besondere Aussichtsplattform. Aber leider wurden wir an der Kasse darüber informiert, dass aufgrund eines zeitigen Wintereinbruchs der Betrieb der Seilbahn vorerst eingestellt werden musste. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass ab morgen die Bahn wieder fährt. Was sollten wir nun tun?

Der Hallstätter See war bei diesem Wetter besonders schön anzusehen und die klare sonnige Luft lud zu einem Spaziergang ein. Also gingen wir auf dem Koppentalwanderweg entlang der Koppenbrüllerhöhle bis zur Schutzhütte Koppental. Bei strahlendem Sonnenschein entlang des Koppentraun zwischen schneebedeckten Bergen war dieser insgesamt zweistündige Spaziergang eine entspannende Aktivität. Und dann kamen wir bei der hübschen kleinen Waldhütte an. Eine heimisch familiäre Athmosphäre lockte uns zum Verweilen zu einer deftigen Jause ein. Der sympatische Wirt bereitete die Speisen selbst und erzählte von interessanten Ereignissen. Zum Schluss gabs noch einen Selbstgebrannten und schon gings auch wieder zurück.

Ebenfalls am Hallstätter See kamen wir durch den schönen Ort Hallstatt. Entlang der Seestraße waren ungewöhnlich viele kleine Holzhäuser, teilweise auf Steinfelsen gebaut. Durch hübsche kleine Gassen kamen wir vorbei am Gemeindehaus auf einen besonders reizvollen Marktplatz. In einem Cafè haben wir uns noch einmal mit den köstlichsten Leckereien gestärkt, bevor wir die Fahrt zurück in unser Hotel antraten.

Mittwoch, den 21.10.2009
Na wer sagt es denn? Nach dem Frühstück haben wir im Internet nachgeschaut und festgestellt, dass die
Dachsteinseilbahn ab heute wieder in Betrieb ist.
Also gings auch gleich los zu unserem Lieblingsziel. Am Attersse war der Morgen noch sehr neblig. In Obertraun hingegen schien die Sonne in ihrer schönsten Pracht. Die Seilbahn war nur für 2 Teilstrecken freigegeben. Die Eishöhle und auch die Mammuthöhle waren nicht begehbar. Schade, aber wir haben alles unternommen, was bei dieser Witterung ging. Unsere Auffahrt mit der Seilbahn ging bis zum Krippenstein 2.110 m hoch. Dort erwartete uns eine große Überraschung. Hier erwarteten uns bis zu 1m hohe Schneewehen. Es waren Wege gefräst auf denen wir zu herrlichen Aussichtsplattformen gelangten, von denen aus wir die schneebedeckte Berglandschaft der Alpen bestaunten natürlich auch einen Schneemann bauten. In der Lodge haben wir im Freien heiße Getränke zu uns genommen und auch hier haben wir uns im Sonnenschein an den herrlichen Panoramen erfreut. Die Huskys der Fam. Rosifka haben ebenfalls den wärmenden Sonnenschein auf dem Krippenstein genossen. Auf der 1. Teilstrecke haben wir noch einen Abstecher zum Museum unternommen. Wie schon erwähnt, der Weg zur Mammuthöhle war den Touristen versperrt, da die entstandenen Eiszapfen vor der Höhle eine zu große Gefahr für die Besucher darstellten.

Auf der Rückfahrt zum Attersee machten wir noch einen Abstecher zu den Salzwelten in Hallstatt. Mit der Panoramabahn ging es in eine Höhe von ca. 830 m. Dort erwartete uns noch ein anstrengender Marsch und gewaltiger Treppenaufstieg zum ältesten Salzbergwerk der Welt. Mit einer sexy Schutzkleidung ausgestattet marschierten wir durch enge Stollen in verschiedene Salzwelten. Viel haben wir von der Bergführerin, durch Filmvorführungen oder aus den Erzählungen des Bergmann Sepp (eine animierte menschengrosse Puppe) über die 7000. jährige Salzgewinnung der verschiedenen Epochen und über die Geschichte des Mannes im Salz erfahren. Besonders aufregend waren die rasanten Rutschpartien z.B. auf der längsten Bergmannsrutsche der Welt. Auch die Vorführung der Lasershow am Salzsee und die Rückfahrt auf der Grubenbahn (Bergmannshund) werden uns noch lange in Erinnerung bleiben.

Donnerstag den ,22.10.2009 und nun wieder Sarah:
"Wir waren heute in Henndorf auf dem Hof Gut Aiderbichl . Das ist ein Hof für Tiere, die aus schlechten Zuständen kommen und gerettet worden sind . Als wir ankamen liefen wir erstmal einen langen Weg entlang und sahen sofort sehr viele Kühe und frei laufende Ziegen . Als wir weiter gingen kamen natürlich noch mehr Tiere. Links auf dem Weg war ein Gehege mit Lamas und zwei riesigen Ochsen. Einer davon war glaube ich ein Wollochse und der andere ein ganz normaler aber der riesig war und ungefähr 1400 kg wog. Danach gingen wir in einen Pferdestall. Dort wurden die meisten Pferde vor dem Schlachter gerettet ,außer vier Jahrmarktpferde, die ihr ganzes Leben im Kreis gelaufen sind .Unter anderem waren dort noch große Schweine ,Hühner , Füchse ,Frettchen ,Enten ,Esel, Kaninchen ,Tauben ,Pfaue ,Mini Kühe und Mini Pferde. Es gab auch noch das weltgrößte Dressurpferd überhaupt, das sollte eigentlich eingeschläfert werden ,weil es Herzprobleme hatte. Doch jetzt hat es ein richtiges Zuhause auf Gut Aiderbichel gefunden .Dann haben wir auch noch ein Pferd gesehen, das eine Krankheit hat, die Elefantenfuß heißt .Als wir essen waren, waren die Mitarbeiter in der Halle schon fleißig am Schmücken für Weihnachten . Es gab Spaghetti Bolognese oder Gulasch . Als wir fast fertig waren, kam noch eine Ziege herein, die aber leider verkrüppelt war . Aber so wie es aussah, hatte sie keine Schmerzen . Vor der Kneipe waren auch noch zwei Mini Schweine, die ständig raus gescheucht werden mussten .Auf dem Hof waren wir ungefähr 4 Stunden . Danach sind wir noch nach Fuschl gefahren, wo wir noch Torte gegessen und Kaffee und heiße Schockolade getrunken haben . Das war mein Tag, denn ich durfte heute alles machen, was ich wollte."

Am Freitag war das Wetter nicht mehr so schön, für uns die Gelegenheit baden zu gehen. Also gings auf nach Bad Ischl in die Salzkammergut Therme. Die Wasserwelt hatte uns allen Dreien was zu bieten. Selbst Sarah kam auf ihre Kosten, obwohl keine Wasserrutsche vorhanden war und auch kein Toben oder Springen ins Wasser erlaubt war. Aber große Becken zum Schwimmen oder das Treiben im Lazy River hielten uns in ständiger Bewegung. Da kam ein kräftiges Mittagessen mit anschließender Mittagsruhe gerade richtig. Wir haben uns fast den ganzen Tag in der einzigartigen Outdoor-Fluss-landschaft aufgehalten, aber ein kleiner Spaziergang durch Bad Ischl war noch drin. Iim Hotel angekommen fielen wir völlig müde und erschöpft ins Bett.