Silvester/Neujahr 2005/2006 in Russland vom 26.12.05-03.01.06

"Silvester-Winter-Badespass - Eine einmalige Silvesterreise: Schnee und Badesonne unter Palmen" ... so lautete das Motto unserer letzten Urlaubsreise im Jahr 2005. Das sollte der Höhepunkt für das wirklich tolle Jahr 2005 und ein besonderer Start ins Jahr 2006 werden.

Aber leider kommt es manchmal anders als man denkt.

Ein traumhaft schönes Urlaubsprogramm, durchgängig harmonisch und interessant abgestimmt, mit jeder Menge Kultur, Zeit zur Entspannung und einer großen Silvesterparty. Moskau, Sotschi und den Kaukasus sollten wir erleben und die geplanten Aktivitäten sollten entsprechend der unterschiedlichen Temperaturen stattfinden. Leider mussten wir bereits nach unserer Ankunft feststellen, dass wohl aus unseren Erwartungen nichts wurde. Verschiebungen der Programmpunkte, ja sogar Wegfall einer nicht geringen Anzahl von geplanten Unternehmungen, Qualitätsminderungen und eine mieserable Organisation der Reise sollten uns jeden Tag begleiten. Die Hotels und die Silvesterparty waren prima und so haben wir versucht, die kleinen Freuden, die uns blieben bewusster als sonst zu genießen.

Nach 2 Tagen Transfer über Moskau nach Sotschi haben wir die Stadt und Gegend auf eigene Faust erkundet.Sotschi ist eine Stadt am Schwarzen Meer in Russland. Sie liegt in der Region Krasnodar nahe der Grenze zu Georgien und hat 328.014 Einwohner. Sie ist einer der beliebtesten Bade- und Kurorte in Russland.
Sotschi liegt am Fuß des Kaukasus. Vom Strand aus sind die schneebedeckten Gipfel zu sehen. Die Stadt lockt Erholungssuchende mit einer subtropischen Vegetation, unzähligen Parks, Denkmälern und einer interessanten Architektur. Das Wetter zu dieser Jahreszeit war prima (ca. 11-13 Grd) , das Wasser zum Baden aber zu kalt. Der Strand ist steinig und in kurzen Abständen mit Wellenbrechern durchsetzt. Zu Silvester/Neumjahr ist in Sotschi viel los. Feiern, Feuerwerk, Rummel an jeder Ecke, nur die versprochen Kulturveranstaltungen fanden nicht statt. Ein lustiges Schauspiel war es, wenn die Passanten an der Hafenmauer flink und geschickt versuchten, ein Foto mit einer riesigen Welle im Hintergrund schießen zu lassen, ohne dabei nass zu werden. Viel Spaß kam auf, wenn das mit dem Trockenbleiben nicht so klappte.

Aufgrund unserer Sprachunkenntniss mussten wir uns mit Händen und Füßen verständigen. Wir haben aber festgestellt, dass die russischen Menschen immer freundlich und hilfsbereit waren. Ein besonderes Panorama zeigte sich uns nach Einbruch der Dunkelheit, als sich die vielen Kathedralen voll beleuchtet darstellten. Sehr romantisch kann auch ein Sonnenuntergang zwischen Palmen sein.

Wie schon gesagt, die Silvesterfeier im Hotel Radisson Lazurnaja war wirklich toll - wurde ja auch nicht vom Reiseveranstalter durchgeführt. Gutes Essen und Trinken, nette Leute, tolle Deko, viel Unterhaltung und klasse Musik. "Ein Jahreswechsel - wie man ihn sich wünscht" Prosit Neujahr !!!

Und für das neue Jahr - Jahr des Hundes lag in jedem Zimmer noch eine süße Überraschung bereit.

Mit dem Neujahrskonzert hat es nicht geklappt, dafür gabs einen Ausflug zu einem Aussichtsturm von dem aus man einen weiten Überblick über das Land hatte.

Auch mit der Teeverkostung auf der nördlichsten Teeplantage der Welt wurde es nichts (war im Winter geschlossen), dafür gings an eine Raststätte an einem kleinen See, wo es in einem Kaminzimmer 2 Kannen Tee gab.

Ausflug in die Bergregion Krasnaja Poljana (Rote Lichtung). Hier hatten wir die Möglichkeit mit der Seilbahn den Gipfel eines 2.340 m hohen Berges zu erklimmen. Leider stellte sich heraus, dass es sich nicht um eine Seilbahn, sondern um Sessellifts handelte- also war dieses Vergnügen für Peter nicht möglich. Auch die groß angekündigte Pferdeschlittenfahrt mit einem zünftigen Hüttenbesuch fand leider nicht statt.

Der Blick vom Gipfel des Berges war wirklich atemberaubend. Peter konnte dies auf dem Video miterleben. Auch die Athmosphäre in der kleinen Gaststätte am Fuße des Kaukasus in Krasnaja Poljana war nett.

Am 8. Reisetag gings zurück nach Moskau. Moskau ist die Hauptstadt Russlands und mit 10.381.288 Einwohnern in der eigentlichen Stadt und 14.435.176 in der Agglomeration die größte Stadt Europas. Die Temperaturen in Moskaus betrugen ca. -1 bis -5 Grd. C, also nicht anders als zu dieser Zeit in Deutschland. Wir waren in einem ausgesprochen luxeriösen Hotel "Orlenok" ganz in der Nähe der Lomonossow-Universität untergebracht. Hier gabs ein riesengroßes Casino und jede Menge Freizeitgestaltungen. Ein tolles Flair strahlte das beleuchtete Gebäude der Uni im Dunkeln aus.

Am Abend war eine Vorstellung im großen Moskauer Staatszirkus geplant. Mit den Karten der besten Kategorie hat es wohl nicht geklappt, auch war sicherlich nicht angedacht, dass wir an einer Kindervorstellung "Die Schneekönigung" teilnehmen sollten. Aber was soll`s - es war ein schönes Erlebnis.

Eines der Höhepunkte unserer Urlaubsreise war der Besuch des Kreml mit Schatzkammer und der Rote Platz im Zentrum Moskaus. Der Moskauer Kreml mit Kremlpalästen und -kathedralen hatte eine gewaltige Wirkung auf uns. Aufgrund der Zeitknappheit konnten wir die Schönheit der Gebäude, den Reichtum der Kathedralenausstattung sowie die Wertstücke der Schatzkammer nur im Eiltempo besichtigen.

Der Rote Platz ist das geschichtsträchtige Zentrum Moskaus. Das historische Museum und gegenüber die orientalisch anmutende Basilius-Kathedrale, das Kaufhaus Gum, das Lenin-Mausoleum bilden den Rahmen des berühmten Platzes. Uns hatte es besonders die bezaubernde Kathedrale mit ihren farbigen Kuppeln und kunstvollen Verzierungen angetan. Auf dem Platz haben wir zwei geschichtliche "Bekannte" angetroffen :-)

Ein schönes Land mit vielen Sehenswürdigkeiten, Naturschönheiten, verschiedenen Witterungserscheinungen und netten Menschen. Auch der Wermutstropfen der schlechten Organisation dieser Reise durch den Veranstalter sollte niemanden abhalten, dieses Land zu besuchen. - Dann aber mit einem anderen Reiseveranstalter!