Rundreise Syrien/Jordanien und Baden in Aqaba
vom 18.02. - 05.03.2009
Eine Reise in den Orient klang für uns schon immer märchenhaft. Schon bei der Urlaubsplanung waren wir neugierig auf eine außergewöhnliche Geschichte, Kultur, Architektur und einzigartige Landschaftspanoramen. Dabei interessierte uns besonders Syrien und Jordanien, die eine historische Einheit der ersten Hochkulturen der Menschheitsgeschichte bilden. Also nichts wie auf in eine uns noch unbekannte und landschaftlich reizvolle Welt!!!

Per Flugzeug gings via Amman nach Damaskus. Unser erstes Reiseziel "Palmyra" erreichten wir mit dem Bus. Palmyra, ist eine große palmenreiche Oase-eine arabische Stadt, die auch zu römischer Zeit unabhängigen Handel betrieb. Wir besichtigten die Ruinen von Palmyra (Baal-Tempel, Bel-Shamin-Tempel, die Kolonadenstraße, die mehr als einen Klimonter lang und 11 Meter breit ist sowie den Triumpfbogen, Theater, Bäder und Agora).

Im Tal der Gräber sahen wir die berühmten Grabtürme, Schiebe-, Haus-, Tempel- und Palastgräber. All das sind heute noch gut erhaltene Zeugen einer genialen menschlichen Schöpfungskraft.

Am nächsten Tag gings zur bekannten Kreuzfahrerburg
"Krak des Chevaliers", die 600 m über der Senke von Homs thront. Die heute noch sichtbaren Bauteile stammen überwiegend aus der Zeit der Kreuzzüge und sind Bestandteil des Weltkulturerbes der UNESCO. Auf der Burg wurden wir von einem Unwetter überrascht und waren völlig durchnässt. In einem Restaurant konnten wir uns dann am Kanonenofen trocknen und wärmen. Nach einem Arak und einer zünftigen syrischen Mahlzeit schöpften wir Kraft zur Fortsetzung unserer Rundreise.

Unser nächstes Ziel war das malerische Bergdorf Maaloula, dessen Bewohner bis heute Westaramäisch, die Sprache Jesu, sprechen. Über eine Felsenschlucht, die sehr beeindruckend ist, kamen wir dann zum
Kloster der Heiligen Thekla. Das Frauenkloster wurde zu Ehren der "Heiligen Thekla" an genau der Stelle errichtet, wo sie sich in früheren Zeiten erschöpft niedergelassen hatte.
Bei Einbruch der Dunkelheit leuchtete das Kloster goldig am tiefblauen Abendhimmel

Am Abend kamen wir in Damaskus an. Unsere Reisegruppe bestand lediglich aus 3 Personen. Aus diesem Grund nahm unser pfiffiger Reiseleiter auch einmal die Gelegenheit wahr, uns das Leben und Schaffen der Einheimischen näher zu bringen. So stellten

wir uns während eines Regengusses in einer kleinen Boutique unter und wurden sofort zu einem wärmenden Tee eingeladen oder während eines abendlichen Spazierganges besuchten wir ein bei Einheimischen beonders beliebte Cafés. Hier konnten wir live erleben, wie leicht es ist, mit den Leuten ins Gespräch zu kommen - wir konnten uns mit einigen Brocken Englisch und zur Not mit Händen und Füßen verständigen. Ganz unverbindlich wurden wir zu Kardamom-Kaffee oder einer Wasserpfeife eingeladen. Wir waren doch schon sehr erstaunt, dass für die offene Gastfreundschaft keinerlei Gefälligkeitskauf erwartet wurde. Nein, ganz im Gegenteil, bei einer Einladung zum Tee oder Kaffee würde eine Bezahlung sogar als Beleidigung angesehen werden. Diese Situation war für uns aus den Erfahrungen anderer Reisen in arabische Länder sehr ungewöhnlich und außerordentlich überraschend. :-)

Der nächste Tag war voll und ganz der Hauptstadt Syriens "Damaskus" gewidmet. Damaskus, schon der Name klingt nach einer märchenhaften Stadt. Ein Spaziergang durch endlose, schattige Souks der Altstadt war super interessant und völlig unbeschwert. Quirliger Trubel, unendlich viele Waren und nicht zu vergessen - wir konnten unbedrängt und in Ruhe nach allem schauen. Natürlich hatte unser Reiseleiter wieder eine kleine Überraschung für uns: Er führte uns in das beliebteste Eiscafé der Stadt, in welchem wir für uns völlig neue Leckereien probieren konnten.

Weiter spazierten wir vorbei an den prächtigen Karawansereien, Palästen und Moscheen. Zwischen all den kunstvollen Mauern konnten wir immer wieder die üppigen Gärten, die im Innern der Häuser verborgen liegen, bewundern. Die arabische Welt konnten wir hier in ihrer authentischen Vielfalt erleben. Das hat unsere Erwartungen bei Weitem übertroffen.

Wir waren überaus angenehm überrascht, wie wir als Nichtmuslemen in der Omayyaden-Moschee von Damaskus willkommen geheißen wurden. Wir Frauen mussten uns lediglich einen Umhang anziehen. Ansonsten war es kein Problem sogar in den Betbereichen Eintritt zu erhalten.

Als krönenden Abschluss fuhren wir am letzten Abend mit dem Bus auf den Quassiun-Berg, um bei Sonnenuntergang den herrlichen Blick auf Damaskus zu genießen.

Nach dieser märchenhaften Rundreise durch Syrien ging unsere Fahrt weiter nach Jordanien .