Erfurter Weihnachtsmarkt am 16.12.2008
Der Erfurter Weihnachtsmarkt sollte wohl mit einer der schönsten Weihnachtsmärkte Deutschlands sein. Diese Beurteilungen im Internet hat uns bewogen, dem Weihnachtsmarkt und der Stadt Erfurt einen Besuch abzustatten. Gelesen und gehört hatten wir aber auch, dass ein Besuch am Wochenende wegen der unzähligen Touristen kein Vergnügen wäre. Also haben wir uns einen Tag Urlaub gegönnt und unseren Besuch auf einen Dienstag gelegt. Wir hatten riskiert, mit dem Auto bis in die Innenstadt zu fahren und hatten sogar Glück und einen Parkplatz im Zentrum erhalten. Es war Mittagszeit als wir über den Markt schlenderten. Wie jeder Weihnachtsmarkt kommt die volle weihnachtlich romantische Wirkung erst bei Einbruch der Dunkelheit zur Geltung. Und so zogen wir es vor, zuerst einmal die wunderschöne Altstadt, die Krämerbrücke und die Zitadelle zu besichtigen.

Erfurt hat einen der am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtkerne Deutschlands. Hier findet man wunderschöne Patrizierhäuser und liebevoll rekonstruierte Fachwerkhäuser. Eine Augenweide ist das prächtige Rathaus. Und ein wahrer Leckerbissen der Mariendom und die Severikirche, die das unverwechselbare Wahrzeichen Erfurts sind.

Die Krämerbrücke ist eines der bedeutendsten Bauwerke Erfurts. Sie ist mit ihren 120 m die größte beidsseits bebaute Steinbrücke der Welt und bildet eine Verbindung über die Gera. Es befinden sich in den 32 Häusern meist Läden für Kunsthandwerk und Antiquitäten. Einen Besuch dieses Denkmals sollte sich keiner entgehen lassen. Das nahm sich sogar der Weihnachtsmann vor :-)
Hinter der Krämerbrücke und am Rathaus entlang gab es ebenfalls kleine Weihnachtsmärkte, auf denen man sich mit köstlichen Leckereien stärken konnte.

Die Zitadelle Petersberg (auch Festung Petersberg genannt) ist eine der größten und besterhaltenen preußischen Stadtfestungen Europas. Von der Festungsmauer hatten wir einen wunderbaren Ausblick auf den Altstadtkern und somit auch über den gesamten Weihnachtsmarkt.

Es wurde langsam dunkler und so stiegen wir über die Domstufen hinab auf den Weihnachtsmarkt. Die Gestaltung ist wirklich gelungen, nichts wirkte überladen. Alles glänzte und funkelte und weihnachtliche Düfte stiegen in unsere Nasen. Attraktionen des Erfurter Weihnachtsmarktes sind die Weihnachtskrippe mit 14 handgeschnitzten, fast lebensgroßen Holzfiguren und die 12 Meter hohe Original Erzgebirgische Weihnachtspyramide. Nicht sehr schön war der Weihnachtsbaum bei Tageslicht anzusehen. Schlapp und schon halb verwelkt hingen die Zweige herunter. Aber am Abend wurde dieser Makel durch viele bunte Lichter in einer besonders festlichen Weise überdeckt und wirkte sogar herrschaftlich.

Auch für das Vergnügen der Kleinen war gesorgt. Kinderkarrussel, Märchenwald, Riesenrad und Eisenbahn sorgten für glückliche Kinderaugen.

Es war wunderschön, mit einem Becher Glühwein und einer leckeren Thüringer Riesenbratwurst auf den Domstufen den Blick vorbei an dem großen Adventskranz über den feierlich beleuchteten Weihnachtsmarkt schweifen zu lassen. Um das Bild vollständig in seiner Romantik abzurunden hat nur noch die Beleuchtung des Domes zu dieser frühabendlichen Stunde gefehlt.

Der Ausflug auf den wunderschönen Erfurter Weihnachtsmarkt hat sich für uns gelohnt. Wir können uns jedoch vorstellen, dass ein Besuch an den Wochenenden aufgrund der Menschenmengen nicht so entspannt sein wird.