Peter Schmalkoke
Erstfassung 05.04.2001, Überarbeitung 06.04.2002Der Mythos um die N Maschine
Inhalt:
Einleitung
Das Prinzip der N Maschine
Das Problem mit der N Maschine
Experimente:
1. Induktion bei linearer Bewegung
2. Induktion bei Rotation
3. Wo entsteht die Spannung?
4. Kraft und Strom
Die N Maschine und das Induktionsgesetz
Weitere Quellen im Internet
Schlußwort
Haftungsausschluß
Einleitung
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Unter den Anhängern der Idee einer freien Energie (eine Definition
von Marco Bischof) wird viel über die N Maschine spekuliert. Dabei
handelt es sich um eine Erfindung von Bruce dePalma, bei der ein
gewöhnlicher Elektromotor einen stromerzeugenden Homopolargenerator
antreibt. Sein Generator hat einen anderen Aufbau, als bei den in-
dustriell eingesetzten Geräten. Er soll angeblich mehr Energie lie-
fern können, als für seinen mechanischen Antrieb zur Stromerzeugung
aufzubringen ist."This model produced 6.7 Horsepower but only took 1 Horsepower
to run itself"
Quellen: http://www.borderlands.de/files/nmachine.zip):Depalma.asc
www.newphys.se/elektromagnum/physics/KeelyNet/energy/depalma.ascDaher soll es möglich sein, den erzeugten Strom für den Antrieb des
Motors zu verwenden und darüber hinaus zusätzliche elektrische En-
ergie zu erhalten.
Das Geheimnis der N Maschine bezieht sich im Wesentlichen auf den
Homopolargenerator in der Maschine von dePalma, der hier vorgestellt
und diskutiert werden soll. Dieser Artikel soll auch anhand einiger
Experimente helfen, etwas Licht ins Dunkel zu bringen.
Das Prinzip des Homopolargenerators
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Entsprechend dem Faradayschen Gesetz wird in einem elektrischen
Leiter eine Spannung zwischen seinen Enden induziert, wenn er sich
relativ zu einem Magnetfeld so bewegt, daß er dabei Feldlinien
durchkreuzt. Die Spanung ist proportional zu dem magnetische Fluß,
der pro Zeiteinheit durchkreuzt wird.Dieses Gesetz scheint dem Homopolargenerator zugrunde zu liegen.
Im Gegensatz zu den traditionell benutzten Stromgeneratoren bewegt
sich beim Homopolargenerator der Leiter durch ein Magnetfeld, das
für jeden Punkt des Rotors zu jedem Zeitpunkt die gleiche Stärke
aufweist. Das wird ermöglicht, indem der Leiter in einem drehsym-
metrischen Magnetfeld eines Dipolmagneten um dessen Symmetrieachse
rotiert. Es handelt sich also um einen echten unterbrechungslosen
Gleichstromgenerator.Als Magnete mit großem Gesamtfluß sind axial polarisierte Ringmag-
nete gut erhältlich, wie sie auch in Lautsprechern eingesetzt wer-
den. Mit ihrer Hilfe sind N Maschinen gebaut worden und sie können
gut für eigene Experimente benutzt werden.Oft werden N Maschinen so gebaut, daß sich eine Metallscheibe vor
der Polfläche des Magneten befindet, die um die gemeinsame Achse
rotiert. Zur Verstärkung des Flusses wird gerne ein zweiter Ring-
magnet mit gleicher Flußrichtung auf der anderen Seite der Scheibe
angebracht. Bei Rotation der Scheibe entsteht dann zwischen ihrer
Achse und dem Rand eine elektrische Spannung, die über Schleifkon-
takte abgenommen werden kann.Der Aufbau wird vereinfacht, wenn der Magnet zusammen mit der
Scheibe rotiert. Dann ist auch die induzierte Spannung maximal,
weil sich kein Luftspalt zwischen Magnet und Scheibe befinden muß,
der den magnetischen Fluß behindert. In der Zone zwischen den Mag-
neten ist die Scheibe am stärksten durchflutet und dort entsteht
die größte elekrische Spannung.Alternativ zum Fluß in axialer Richtung kann auch mit radial ge-
richtetem Fluß durch die Scheibe gearbeitet werden. Dann entsteht
die Spannung zwischen den einander gegenüber liegenden beiden Sei-
ten der Scheibe. Maximal ist sie dort, wo das Produkt aus Flußdich-
te und Umfangsgeschwindigkeit sein Maximum hat. Die Spannung ist an
diesen Stellen mit Schleifern abzunehmen. Diese Variante wird aber
kaum benutzt.Die Metallscheibe wird nicht nur vom abgenommenen Strom durchflos-
sen, sondern muß auch einen starken magnetischen Fluß ermöglichen.
Daher sind sowohl ihre elektrische als auch die magnetische Leit-
fähigkeit für die Wirksamkeit der Maschine von Bedeutung. Eisen
stellt hier einen guten Kompromiß dar. Seine elektrische Leitfähig-
keit ist zwar im Vergleich mit anderen Metallen nicht besonders
hoch, aber die magnetische Leitfähigkeit ist hervorragend.Beispiele für N Maschinen mit Abbildungen habe ich auf diesen
deutschsprachigen Internetseiten gefunden:
http://www.borderlands.de/projects.n-machine.php3
http://www.hcrs.at/NMASCH.HTMEine Beschreibung des Homopolargenerators (auf englisch):
http://www.tinaja.com/glib/muse117.pdfFür Homopolargeneratoren höchster Leistung werden stärkere Magnet-
felder benötigt, als Permanentmagnete liefern können. Das Feld muß
dann mittels Spulen oder Supraleitern erzeugt werden. Da mit den so
erzeugten Feldstärken leicht die Grenze der magnetischen Sättigung
für Eisen überschritten werden kann, verliert es seinen Vorteil in
Bezug auf die magnetische Leitfähigkeit. Unter solchen Bedingungen
können für die rotierende Scheibe solche Metalle besser geeignet
sein, die einen besonders kleinen elektrischen Verlustwiderstand
bieten. Hier ist vorzugsweise Kupfer zu verwenden, dessen elektri-
sche Leitfähigkeit nur noch von Silber übertroffen wird.Das Problem mit der N Maschine
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Häufig wird beim Homopolargenerator das Vorhandensein eines Stators
nicht erkannt (z.B. www.borderlands.de/energy.n-machine.php3). Da-
raus wird dann gefolgert, daß gegen eine von außen wirkende Drehung
keine Gegenkraft auftreten kann. Weiter ergibt sich daraus, daß die
Maschine Energie liefern kann, ohne daß eine entsprechende Energie
für die Drehung aufzubringen ist. Messungen an einer Maschine von
dePalma (Sunburst Maschine) lassen diesen Schluß zu.
Robert Kincheloe, Professor of Electrical Engineering (Emeritus)
von der Stanford University hat im Jahre 1986 diese Maschine unter-
sucht. Er hat für die Erzeugung des Stromes in der Maschine weniger
Energieaufwand festgestellt, als es der (rechnerisch bestimmten)
erzeugten elektrischen Leistung entsprach. Meßfehler konnten nicht
identifiziert werden. Siehe auch
www.newphys.se/elektromagnum/physics/KeelyNet/energy/dpalma5.asc
oder http://www.borderlands.de/files/nmachine.zip: Dpalma5.ascEin anderes Wunder betrifft die Abhängigkeit des Wirkungsgrades von
der Rotationsgeschwindigkeit. Ich fand die Behauptung, daß er ab
einer bestimmten Drehzahl größer als 100% werden soll. Hier wird
zwar die Notwendigkeit einer aufzuwendenden Energie angenommen,
aber die Implikationen sind die gleichen. Für diese Aussage habe
ich allerdings noch keine zuverlässige Quelle ermitteln können.
Ein linearer Zusammenhang zwischen Drehzahl und abgegebener Span-
nung ist auf den oben genannten Beispielseiten dokumentiert. Zwar
kann man ein Anwachsen des Wirkungsgrades annehmen, wenn die me-
chanischen Reibungsverluste nicht linear mit der erzeugten Lei-
stung steigen, jedoch ergibt sich dadurch kein Wirkungsgrad von
über 100%.Experimente zur Funktion der N Maschine
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An diesem Punkt ist auch mein Interesse an dem Gerät entstanden und
ich habe angefangen, selber daran zu experimentieren, um die Zusam-
menhänge richtig zu verstehen. Diese Experimente erforderten nicht
viel mehr, als einen alten Lautsprechermagneten mit Polscheibe,
eine Bohrmaschine als Antriebsmotor, ein Oszilloskop zum Messen der
Spannungen und etwas Geschick und Phantasie zur Gestaltung der Ver-
suche. Schließlich konnte ich eine mir schlüssig erscheinende Theo-
rie daraus ableiten, die ich hier vorstellen möchte.Ich möchte mich und den Leser im Folgenden nicht zu sehr mit den
Einzelheiten der Aufbauten und Messungen aufhalten, die ich selber
zur Erforschung der N Maschine durchgeführt habe. Bei Bedarf bin
ich aber gerne bereit, diese im Einzelnen vorzustellen und zu dis-
kutieren.Ich hoffe, daß ich die gewonnenen Erkenntnisse in allgemeiner Form
mit Worten vermitteln kann, ohne dabei zu sehr auf Einzelheiten
eher zufälliger Anordnungen eingehen zu müssen. Das sollte die
Allgemeingültigkeit der Aussagen unterstützen.Sinnvoller erscheinen mir dagegen prinzipielle Beschreibungen von
selber nachvollziehbaren Versuchsanordnungen.
1. Induktion bei linearer Bewegung
Bewegt man eine Drahtspule auf einem Eisenkern mit einem ihren Pole
an einem Pol eines Magneten vorbei bewegt, wird zwischen den Draht-
enden eine elektrische Spannung erzeugt. Am angeschlossenen Oszil-
loskop erkennt man, daß mit der Annäherung ein Spannungsimpuls er-
zeugt wird, dem bei der Entfernung ein weiterer mit umgekehrter
Polarität folgt. (Dieser Effekt ist leicht zu erkennen, da eine
Spule durch die Anzahl ihrer Windungen diese Spannung verstärkt.)Ganz anders sieht das Ergebnis aus, wenn nur ein Draht an dem Mag-
netpol vorbei geführt wird. (Um einen stärkeren Effekt zu erzielen,
kann man auch eine Spule aus mehreren Windungen benutzen, die dann
aber im Vergleich zum Windungsdurchmesser eng beieinander liegen-
müssen. So erhält man eine Reihenschaltung aus mehreren Drähten.)
Man kann beobachten, daß so lange, wie sich der Draht im Einfuß
des Magnetfeldes befindet und nur in eine Richtung bewegt wird,
eine Spannung mit nur einer Polarität erzeugt wird. Erst mit einer
Umkehr der Bewegungsrichtung ändert auch die induzierte Spannung
ihre Polarität.Im Gegensatz zum ersten Versuch kann hierbei auch ein Zeigerinstru-
ment benutzt werden (das viel träger arbeitet als ein Oszilloskop)
denn der Ausschlag erfolgt jeweils nur in eine Richtung.Bei beiden Versuchen spielt es keine Rolle, ob der Magnet oder der
Leiter bewegt wird, in dem die induzierte Spannung entsteht. Man
erhält jeweils die gleichen Ergebnisse.
2. Induktion bei Rotation
Für diese Versuche benötigt man einen Ringmagnet, eine Metallschei-
be mit ungefähr gleichem Durchmesser (Eisen ist gut geeignet), eine
Drehvorrichtung und ein Meßgerät für Spannungen im Millivolt-
Bereich.- Beginnen wir mit dem N-Effekt: Der Magnet wird zusammen mit der
zentrisch aufliegenden Metallscheibe um seine Achse rotiert.
Nun kann man mit Schleifkontakten (z.B. dicke Graphitminen aus
Druckbleistiften) zwischen der Mitte der Scheibe und ihrem Rand
eine Gleichspannung abnehmen. Diese Spannung wächst proportional
mit der Drehzahl.Was passiert nun, wenn nicht beide Teile rotieren?
- Drehen wir nur die Scheibe und lassen den Magnet ruhen, finden
wir wieder eine Gleichspannung zwischen Mitte und Rand der Schei-
be. Sie wird allerdings kleiner ausfallen, da es nun einen Luft-
spalt zum Magneten gibt, der den magnetischen Fluß in der Scheibe
verringert.- Drehen wir dagegen den Magneten und lassen die Scheibe ruhen,
dann können wir an der Scheibe keine Spannung mehr feststellen.- Wenn wir schließlich keinen der beiden Teile drehen, entsteht
ebenfalls keine Spannung.Es ist hiermit klar zu erkennen, daß nur eine Bewegung des Leiters
im magnetischen Feld in diesem eine Spannung erzeugt. Wie das Mag-
netfeld erzeugt wird, ist unwichtig, nur seine drehsymmetrische
Form ist wesentlich. Dann allerdings hat das Magnetfeld kein Merk-
mal, um von einer Relativbewegung zum Feld sprechen zu können.Man kann nicht sinnvoll von einer Rotation des Magnetfeldes oder
einer Drehbewegung relativ dazu sprechen. Da es vollkommen drehsym-
metrisch ist, besitzt es kein erkennbares Merkmal einer Rotation
und eine Rotationsgeschwindigkeit kann nicht gemessen werden. Zudem
ist es für die Funktion des Generators vollkommen ohne Bedeutung,
ob sich der Magnet dreht oder nicht. Vielmehr scheint das Magnet-
feld das notwendige, aber unbeteiligte Medium zu sein, in dem die
Induktionseffekte auftreten.Dies haben bereits auch andere festgestellt, siehe z.B.:
http://www.eskimo.com/~billb/freenrg/n-mach.html
http://www.tinaja.com/glib/muse121.pdfDemnach ist auch das Faradaysche Gesetz anders zu formulieren:
In einem elektrischen Leiter wird eine Spannung zwischen seinen
Enden induziert, wenn er sich in einem Magnetfeld relativ zu einem
zweiten Leiter in einer Meßanordnung so bewegt, daß er dabei Feld-
linien durchkreuzt und sich der magnetische Fluß in der Meßschleife
ändert. Die Spannung ist proportional zu der Änderung des magneti-
schen Flusses in der Schleife pro Zeiteinheit.Eine Beschreibung, die von einer Relativbewegung zu einem Magnet-
feld spricht, ist vereinfacht und genau gesehen falsch. Sie ist
allerdings sehr verbreitet und hat deshalb bereits zu viel Ver-
wirrung und unnötigen wissenschaftlichen Diskussionen geführt.
z.B. http://www.iei.ie/papers/faraday/faraday1.html
bzw. http://www.iei.ie/papers/faraday/KellyFa3.pdf
Diese Formulierung sollte deshalb unbedingt vermieden werden.Einzig wesentlich sind dagegen die Bewegungen von Rotor und Stator
relativ zu einander sowie die Stärke und Verteilung des magneti-
schen Flusses. Der Stator setzt sich dabei aus allen nicht rotie-
renden Teilen des elektrischen Stromkreises zusammen, die sich im
Einflußbereich des Magneten finden. Die Äquivalenz von Rotor und
Stator wird in dieser Abbildung deutlich:![]()
Bildquellen: http://www.eskimo.com/~billb/freenrg/N_MACH2.gif
http://www.borderlands.de/files/nmachine.zip: N_mach2.gif3. Wo entsteht die Spannung?
Diese Frage zur N Maschine ist schwierig zu beantwortenden, denn
die klärenden Experimente sind nicht mehr ganz einfach in ihrem
Aufbau. Im vorigen Abschnitt wurde eine Spannung zwischen den
Schleifkontakten nachgewiesen, die sich an der Achse und am Rand
der Scheibe befanden.Man kann daher vermuten, daß die entsprechenden Orte auf der Schei-
be selbst die nutzbare Spannung liefern. Alle Versuche, eine Span-
nung zwischen den rotierenden Punkten ohne Schleifer direkt an der
Scheibe nachzuweisen, haben regelmäßig ein negatives Resultat.Daher wurde die Vermutung geäußert, die Spannung entstehe mögli-
cherweise in den Schleifkontakten. Dies ist relativ einfach nach-
zuprüfen.
Bereits ohne die Anwesenheit eines Magnetfeldes erzeugen Schleif-
kontakte eine Spannung durch Reibung zwischen den Oberflächen un-
terschiedlicher Materialien. Damit lassen sich sehr hohe Spannungen
erzeugen, besonders wenn man Nichtleiter verwendet. Die dabei auf-
tretenden Ströme sind allerdings nur gering und erfordern große
reibende Oberflächen. Die durch magnetische Induktion erzeugte
Spannung ist im Vergleich dazu klein, der mögliche Strom ist dage-
gen aufgrund des geringen Widerstandes der Metallscheibe relativ
groß und erfordert keine besonders große Kontaktflächen. Die beiden
Effekte lassen sich gut unterscheiden, wenn bei der Messung ein
Lastwiderstand benutzt wird, der einen Stromfuß bei anliegender
Spannung erzwingt und die Kontaktflächen klein bleiben. Bei einem
solchen Aufbau ist ohne Magnetfeld nahezu keine Spannung zwischen
den Schleifern feststellbar.
Typisch ist beim Homopolargenerator das Zusammenwirken von Schlei-
fern einerseits und einem Magnetfeld andererseits, die sich in en-
ger Nachbarschaft zueinander befinden. Falls das Magnetfeld die Be-
dingung für eine Spannung aus den Schleifkontakten ist, dann sollte
an der rotierenden Apparatur nur dort eine Spannung mit ihnen abzu-
nehmen sein, wo sie magnetisch durchflutet werden. Es gibt einen
Aufbau der zeigt, ob diese Bedingung für die Erzeugung der Spannung
notwendig ist:
![]()
Dazu lassen wir (wie in der Abbildung) z.B. bei einem zylindrischen
Eisenkörper längs seiner Achse ein Magnetfeld wirken, wobei es auf
der Oberfläche dieses Zylinders einen Ort ohne äußeres Magnetfeld
gibt. Dies läßt sich mit zwei gleich starken Magneten erreichen,
die sich mit gleicher Feldrichtung an den Stirnseiten des Zylinders
befinden. Ein Schleifer auf der halben Länge des Zylinders ist na-
hezu feldfrei (1). Ein zweiter Schleifer ist ebenfalls feldfrei an
der Drehachse anzubringen. Dazu kann entweder die Achse sehr lang
gemacht werden, um einen großen Abstand vom Magneten zu erreichen
(2), oder man benutzt zusätzliche eine außen liegende Polplatte,
die den magnetischen Fluß von der Achse abnimmt und nach außen
lenkt (3). Wenn eine solche Anordnung in Drehung versetz wird, läßt
sich eine Spannung mit großem Strom abnehmen, obwohl keiner der
Schleifer im Magnetfeld liegt.
Somit sind die Schleifer also nicht der Ursprung der Spannung.Mit diesem Aufbau läßt sich auch gut die Frage klären, ob entlang
der Drehachse eine Spannung erzeugt wird. Dazu sind die beiden
Schleifer an den Enden der Achse anzusetzen, wobei die Lager iso-
liert von einander sein müssen. Bezüglich des Magnetfeldes ist die
Anordnung der Elektroden nicht symmetrisch, es befindet sich je
eine auf der Nordpolseite und auf der Südpolseite der Magnete.
Bei Rotation entsteht jedoch keine Spannung.Einen ersten Hinweis auf die Antwort unserer Frage erhalten wir,
wenn man bei diesem Experiment die beiden Schleifer ganz außen
auf die Drehmittelpunkte der Welle setzt. Zwischen diesen Punkten
(4 und 5) tritt in keinem Fall eine Spannung auf, denn die Schlei-
fer berühren in diesem Fall keine Oberfläche, die sich bei Rota-
tion bewegt.Selbst wenn an diesen Punkten ein starkes Magnetfeld vorliegt
(geringer Abstand ohne Polplatte), tritt zwischen den Schleifern
keine Spannung auf!Zur Erzeugung einer Spannung ist es offensichtlich notwendig, daß
eine unterschiedliche Ortsgeschwindigkeit besteht zwischen einem
feststehendem Schleifer und der bewegten Kontaktfläche darunter.
Es genügt, wenn diese Bedingung für einen der Schleifer erfüllt
ist.In der obigen Abbildung ist außerdem zu erkennen:
Die Schleifer, zwischen denen eine Spannung auftritt, sind von
Feldlinien im dazwischen liegenden Raum getrennt. Das bedeutet
gleichzeitig, daß die Leitungen, die den Strom von der einen zur
anderen Elektrode transportieren, von Feldlinien geschnitten wer-
den. Dies ist eine zweite Bedingung, die immer erfüllt sein muß,
damit eine Spannung zwischen den Schleifelektroden feststellbar
wird.Diese beiden Punkte erscheinen mir wesentlich, die weitere Be-
schreibung der daraus entwickelten Theorie folgt weiter unten.
4. Kraft und Strom
Als Nächstes soll geklärt werden, ob in der N Maschine überhaupt
ein Drehmoment durch Stromfluß im rotierenden Leiter entsteht. Die
oben erwähnte Untersuchung durch Robert Kincheloe legt die Vermu-
tung nahe, daß dieses Drehmoment, wenn es überhaupt existiert,
sehr klein sein muß.Der Nachweis ist auch für den Anordnung im Homopolargenerator nicht
besonders schwer, wenn der Versuchsaufbau für kleine Kräfte geeig-
net ist. Die wichtigste Voraussetzung ist dabei eine möglichst rei-
bungsfreie Aufhängung des Rotors. Bei diesem Versuch soll daher auf
eine mechanische Welle mit Lagern und Haftreibung verzichtet werden
und ebenso auf reibende Schleifkontakte. Hierfür ist ein frei dreh-
barer Schwimmer geeignet, auf dem der Leiter im Magnetfeld gelagert
wird.
![]()
Es funktioniert z.B. gut mit einem dünnen Kupferdraht, der in meh-
reren Windungen zu einer großen Spule gewickelt wird. Dieser Wickel
ist in der Mitte so zu verwinden, daß die Form einer 8 entsteht.
Die beiden Hälften dieser 8 sind dann im Feld eines Ringmagneten
so anzuordnen, daß jeweils ein Teil beider Schlaufen von der Mitte
nach außen über den Pol des Magneten führt. Dadurch wird erreicht,
daß der Strom über dem Magneten immer radial mit gleicher Richtung
erfolgt (nach innen oder nach außen gerichtet). Der Draht kann in
der beschriebenen Form am Magneten befestigt werden. Das Ganze
kommt dann auf den Schwimmer im Wasser. Die frei stehenden Teile
der Drahtschlaufen werden in einiger Entfernung vom Magneten an
einem waagerechten Stab befestigt, was ihnen eine feste Verbindung
zur Umgebung verschafft. Damit wird gleichzeitig ein Stator ge-
schaffen, gegen den ein Drehmoment auftreten sollte. Wenn man nun
durch diesen Draht einen kräftigen Strom fließen läßt, kann man
erkennen, daß sich der Schwimmer um ein paar Grad dreht. Wenn der
Strom abgeschaltet wird, nimmt er wieder seine frühere Stellung ein.
Die offenbar auftretende Kraft führt zu einer Verwindung des Kup-
ferdrahtes, der ihr eine Federkraft entgegen setzt.Also bewirkt ein Strom, der im achsenparallelen Magnetfeld in ra-
dialer Richtung fließt, ein Drehmoment in dem stromdurchflossenen
Leiter. Das entspricht bei der N Maschine dem Rotor. Solch ein
Strom tritt bei der N Maschine immer dann auf, wenn elektrische
Energie abgenommen wird. Wenn eine Drehung gegen dieses Drehmoment
erfolgt, ist dazu entsprechend Energie aufzubringen.Da es zu jeder Kraft üblicherweise eine Gegenkraft gibt, bleibt
noch die Frage zu klären, wo diese Gegenkraft bei der N Maschine
auftritt.Die einzigen wirksamen Teile, die nicht rotieren und sich zwingend
außerhalb der Drehachse befinden müssen, sind die Schleifer und
ihre Zuleitungen. Wenn man den Verlauf der Feldlinien verfolgt, er-
kennt man bei jedem funktionierenden Homopolargenerator, daß sie
den Rotor einerseits und die feststehenden elektrischen Teile ande-
rerseits in jeweils entgegengesetzter Richtung durchlaufen. Feld-
linien, die nicht durch den Raum des Stators fließen, sind für die
Funktion des Generators unwirksam. Daher ist der magnetische Ge-
samtfluß in beiden Teilen gleich groß und umgekehrt gerichtet.
So wirkt auf die Zuleitung zur Kontaktfläche des Schleifers die
gleiche Kraft wie im Rotor mit umgekehrter Richtung.Dieser Zusammenhang wird auch nicht dadurch außer Kraft gesetzt,
daß es sich bei der N Maschine um ein Drehmoment handelt anstelle
einer linear gerichteten Kraft. Das Drehmoment steigt einerseits
proportional mit dem Radius zwischen der Drehachse und dem Ansatz-
ort der Kraft und der Stator hat dabei den deutlich größeren Radius
aufzuweisen. Andererseits ist die Kraft proportional zur Fußdich-
te, und diese sinkt umgekehrt proportional mit dem Radius. Also
heben sich die Effekte exakt gegenseitig auf und das Kräftegleich-
gewicht bleibt bestehen.Somit sind die auftretenden elektrodynamischen Kräfte und Drehmo-
mente im Homopolargenerator widerspruchsfrei nach den bekannten
Gesetzen beschreibbar.< Lorentz, Ampère, Weber, ... >
Die N Maschine & das Gesetz der elektromagnetischen Induktion
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In seiner allgemeineren Formulierung lautet das Faradaysche Gesetz:
"Die elektromotorische Kraft (EMK) der elektromagnetischen Induk-
tion in einer Schleife ist proportional der zeitlichen Änderung
des magnetischen Flusses durch die Fläche, die von der Schleife um-
schlossen wird. Dabei spielt es keine Rolle, wodurch die Änderung
des magnetischen Flusses bewirkt wird. Es kann sich dabei um eine
Verformung oder Verlagerung der Schleife im äußeren Magnetfeld
oder jede beliebige andere Änderung des Magnetfeldes mit der Zeit
handeln. Wird eine geschlossene Schleife im Magnetfeld verschoben,
entsteht eine EMK in allen ihren Abschnitten, die von magnetischen
Induktionslinien geschnitten werden. Die algebraische Summe dieser
EMK ist gleich der gesamten induzierten EMK in der Schleife. Um die
geschlossene Schleife im Magnetfeld zu bewegen, muß eine Arbeit
verrichtet werden, die gleich der Arbeit des in der Schleife indu-
zierten Stroms ist."
(Jaworski/Detlaf, Physik-Handbuch für Studium und Physik, 1986)Die oben beschriebenen Experimente und Schlüsse stehen nicht im
Widerspruch zu diesem Gesetz. Allerdings ist seine Anwendbarkeit
fraglich, denn es findet im Homopolargenerator keine Änderung des
Magnetfeldes statt, weder in irgend einer rotierenden Schleife,
noch im Gesamtstromkreis. Lediglich die räumliche Orientierung
des Materials im Rotor und mit ihr synchron die Richtung des Feldes
ändern sich stetig für jeden Punkt des Rotors. Entsprechend gibt es
keine Schleife, in deren umschlossenen Fläche das Feld seinen Be-
trag ändert.Das Modell der magnetischen Feldlinien stößt beim Homopolar-
generator einmal mehr auf eine Herausforderung. Mit einem kleinen
Klimmzug bleibt es allerdings auch hier benutzbar. Eine besonders
elegante Lösung des Erklärungsproblems ist dies jedoch nicht:Wir betrachen in der rotierenden Scheibe das Stück Leiter, das die
kürzeste Verbindung zwischen den Scheifern darstellt und ergänzen
die Leiterschleife über die Schleifer und die feststehenden Lei-
tungen. Nun verfolgen wir die Bewegung in der Scheibe bei der Ro-
tation. Dabei wandert dieses Stück in einer Drehung quer zum mag-
netischen Feld, so daß dabei Feldlinien geschnitten werden. Die
betrachtete Schleife vergrößert sich dabei um die zurückgelegte
Strecke auf den Umfangslinien. Damit ändert sich der magnetische
Fluß in der Schleife. Dieser Vorgang wird während einer ganzen Um-
drehung ununterbrochen fortgesetzt, bis die ursprüngliche Position
wieder erreicht ist und das Ganze wiederholt sich ständig. Da längs
des Umfanges einer solchen Bewegung keine Spannung induziert wird,
sind alle Punkte auf solchen Linien gleichwertig und wir können
den Vorgang als kontinuierlich ansehen.Diese Vorstellung führt bei konsequenter Weiterverfolgung zu einem
beliebig anwachsenden Fluß in der Schleife - größer als der vom
Magneten gelieferte! Hier wird deutlich, daß das Feldlinienmodell
seine Grenze erreicht, und eine andere Betrachtungsweise notwendig
wird.Folgendes Modell erscheint mir dagegen treffender:
Das magnetische Feld ist für jeden Punkt im Raum als ein Vektor zu
verstehen, der eine Richtung besitzt. Diese ist zu berücksichtigen.
Durch die Vernüpfung dieses Vektors mit dem Vektor einer Bewegung
wird ein elektrisches Potential definiert.
Dies führt aber nicht zu einer Spannung in einer Schleife, sondern
nur zu unterschiedlichen elektrischen Potentialen im Raum entlang
einer Schleife. Entsprechend tritt bei einer Schleife mit beliebi-
ger Rotationsgeschwindigkeit keine Spannung auf.Nach meinem Verständnis ist ein Potential eine energetische
Eigenschaft, die ein Punkt im Raum haben kann, eine Spannung
ist die meßbare Differenz der Potentiale zweier Punkte.
Meßbar ist die Differenz, wenn die Einzelableitungen der be-
trachteten Punkte über neutrale "Verlängerungen" zum Ort der
Messung zusammen geführt werden können. Eine Spannung kann
nur in einer Schleife aus Objekt und Meßleitungen existieren.Die Verteilung des Potentials entlang einer Schleife ist dagegen
abhängig von der Rotationsgeschwindigkeit. Wenn zwei Schleifen mit
verschiedener Rotationsgeschwindigkeit existieren, haben diese ver-
schiedene Potentialverteilung für den selben Raum. An dieser Stelle
erhalten die Schleifer ihre Funktion: Sie verbinden ein Teil einer
rotierenden Schleife mit einem Teil einer feststehenden Schleife zu
einer geschlossenen. An den Schleiferorten können diese Potentiale
in der beiden unterschiedlich rotierenden Bezugssystemen verschie-
den sein. Die Differenzen dazwischen addieren sich in der ganzen
Schleife über Rotor, Stator und Schleifer und bilden so die abnehm-
bare Spannung. Die beiden Schleifer müssen sich dazu an Punkten
unterschiedlichen Potentials befinden. Weil entlang der Drehachse
aufgrund fehlender Ortsgeschwindigkeit keine Induktion und somit
keine Potentialdifferenz auftritt, dürfen nicht beide Schleifkon-
takte auf der Achse liegen. Damit ist gleichzeitig sichergestellt,
daß eine Drehung der beiden Teilsysteme gegeneinander angebbar ist.Hiermit ist die beobachtbare Spannung durch die Differenz der Rota-
tionsgeschwindigkeiten bestimmt. Innere Eigenschaften des Magnet-
feldes treten nicht in Erscheinung und eine Rotation des Feldes
ist keine Größe mit Bedeutung.Für diese Theorie einer Potentialverteilung, die vom Bezugssystem
abhängig ist, bleibt nun noch eine Gleichungsform zu entwickeln,
die auch quantitative Aussagen ermöglicht.Es ist anzunehmen, daß eine entsprechende Beschreibung mit Hilfe
der Maxwellschen Gleichungen möglich ist. Ich bin allerdings noch
nicht selber in der Lage, diese adäquat anzuwenden.
Weitere Quellen im Internet
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Zu Ehren dePalmas (verstorben 1997) wurde diese Seite eingerichtet,
auf der seine originale Arbeit dargestellt ist: depalma.pair.com/Einige ursprüngliche Texte, die für die öffentliche Diskussion
in den elektronischen Medien bedeutend waren, sind dort erhalten:
www.newphys.se/elektromagnum/physics/KeelyNet/energy/index.html
oder http://www.borderlands.de/files/nmachine.zipÄhnliche Erkenntnisse und Dokumente zur N Maschine im Internet:
http://www.tinaja.com/glib/muse121.pdf
Das Dokument zeigt u.a. ein Experiment, das die Unabhängigkeit
zwischen einem Magnet und seinem Feld demonstrieren soll.http://phact.org/e/z/freewire.htm
In jenem Text wurde die Relativbewegung zwischen Rotor und Stator
richtig erkannt und die Funktion der Faradayschen Scheibe zutref-
fend erklärt. Allerdings wurde die Rotation des Magnetfeldes zur
Argumentation benutzt, was mir nicht notwendig erscheint.
http://www.amasci.com/freenrg/n-mach.html
Auch dort wurde der Stator richtig erkannt. Außerdem wird eine in-
teressante Idee zur Selbsterregung des Magnetfeldes vorgestellt:
http://www.eskimo.com/~billb/freenrg/chevron.gif (Hier eine Kopie)
Schlußwort
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Die Funktion der N Maschine wurde bei dem Versuch, sie zu verstehen,
oft mit möglichen Gravitationswirkungen und der Energie des Vakuums
in Verbindung gebracht. Dabei stützten sich diese Überlegungen (so
weit ich sehen kann) auf unvollständige Erkenntnisse über die Funk-
tion der Maschine und erscheinen mir nicht haltbar. In diesem Zusam-
menhang scheinen mir visionäre Wünsche nach revolutionierenden Tech-
niken an die Stelle exakter Analysen zu treten. Eine sich selber an-
treibende N Maschine, die zudem noch überschüssige Energie abgibt,
konnte bisher noch nie der Öffentlichkeit vorgestelllt werden. Das
interessante Ergebnis der Messung von Robert Kincheloe an der Sun-
burst Maschine von Bruce dePalma ist anscheinend noch nicht geklärt
worden. Ich vermute dort einen Beobachtungsfehler. Eine genauere
Analyse des Versuchsaufbaus ist mir leider nicht möglich, weil dazu
keine entsprechenden Unterlagen zur Verfügung stehen. Damit könnte
allerdings die Frage abschließend geklärt werden, ob an der Maschi-
ne tatsächlich ein over-unity-effect auftritt, also mehr Energie er-
zeugt wird, als aufzuwenden ist.
Positive Nebeneffekte der Beschäftigung mit dieser Maschine sind
aus meiner Sicht ein besseres Verständnis der elektromagnetischen
Gesetze und die Anregung der Diskussion über das Wesen von Energie
und Gravitation. Aber das ist eine andere Bühne.