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Bäume Begrasen Einschottern FS-Lichtsignal Farben Gebäude altern Gewässer Gleisverbinder-Zange Kit-bashing Müllhalde Rola-Auffahrrampe Strassenbau Wandbegrünung Weichenbausatz Weichenumbau M-K
Links Literaturhinweise |
Auf dieser Seite finden Sie Basteltipps basierend auf eigenen Erfahrungen
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Bäume: |
Wie viele andere Modellbahner habe ich mit den Pfeifenreinigern angefangen,
die von vielen Zubehörherstellern billig angeboten werden. Diese maschinell
gefertigten Tannensurrogate zeichnen sich durch günstigen Preis, traumhaften
Wuchs und ebenso nicht wirklichkeitsnahe Färbung aus - aber: es ist
eben der Preis, der so viele Modellbahner danach greifen läßt.
Mittlerweile habe ich die ersten dieser noch in Mengen im Regal lagernden, teilweise aber auch schon verbauten "Bäume" mit gutem Ergebnis nachbehandelt, und zwar:
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Kleber: |
In der Regel wird Weißleim für die Beflockung von
Bäumen empfohlen, aber ich hatte das Problem daß der bei mir
(besser gesagt von den Bäumchen) immer abperlte. Ich probiere derzeit
verschiedene Sprühkleber aus. Am besten ging es (nicht lachen) mit
Flint Sprühverband aus der Apotheke, das ist ein Spray um kleine Wunden
mit einem dünnen Film abzudecken. Da Flint farblos ist, kann man damit
auch gut die fertigen Bäumchen dünn übersprühen (statt
Haarspray).
Alternativen:
Eine gute Quelle ist die Natur, es gibt (wilde) Gehölze und Stauden, die getrocknet als Grundmaterial für Bäume dienen können. Die Kronen können mit Islandmoos (beflocken wie oben) oder auch aus zu Ballen bzw. Kugeln geformtem Heki-Flor angefertigt werden. Laubbäume lassen sich auch aus dünnem Draht (oder mehradrige Litze), der zu einem Stamm verdrillt, evtl. verlötet und unterschiedlich gebogen wird, anfertigen (Kronen ggf. wieder wie oben). Mit brauner Farbe und Sägemehlstreu erreicht man sehr gute Rindeneffekte. Nur: ich mache es nicht mehr, das ist mir zu aufwendig! Mittlerweile sind auch sehr gute Fertigprodukte auf dem Markt, für Solitäre kann man auch das Geld mal ausgeben... |
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Begrasung |
Auch ein Dauerbrenner: Begrasung... Wenn ich an meine erste Modellbahn
denke (vor fast 40 Jahren), es war ein Oval in Spur 0 mit Fleischmanngleisen,
2 Schlepptenderloks und eine Handvoll Waggons (nur noch wenige Relikte
mit Aufschrift Fleischmann - Made in US-Zone sind vorhanden), packt mich
die Wehmut. Das höchste der Gefühle war grün gefärbtes
Sägemehl... Heute sieht es anders aus. Von Grasmatten über Silflor
bis Woodland-Turf geht das Spektrum, nicht nur der Anfänger steht
davor wie der berühmte Ochse vor dem Berg....
Viele meiner Geländeflächen, so z.B. ein aus 3 Modulen bestehendes Bahnhofsteil, habe ich mit Noch-Grasmatten begrünt. Von vielen abgelehnt, betrachte ich Grasmatten als ideale Basis: schnell sind große Flächen begrünt, und es gibt keine Probleme auf dieser Grundlage weiter zu verfeinern, z.B. partiell mit anderen Fasern oder feinen Schaumstoff-Flocken nachzuarbeiten. Die jetzt von Busch erscheinenden Grasmatten mit längeren Fasern führen zu Ergebnissen, die sonst nur mit hohem Aufwand zu erzielen sind. Grasmatten können entlang eines Lineals gerissen statt geschnitten werden, wodurch sich unregelmäßige (echtere) Kanten ergeben. Ein schmaler, wie beschrieben abgerissener Streifen einer Grasmatte kann als Mittelstreifen eines Feldwegs verwendet werden. Zu erwähnen sind in diesem Zusammenhang auch die Produkte von Silflor. Hier handelt es sich um eine Abart der Matten, die ein grobes Kunststoff-Geflecht statt des Trägerpapiers und erheblich längere Fasern verwenden. Erstaunlich ist bei Silflor, daß die Matten in der Lieferform etwas seltsam anmuten (sehr lange Fasern, eigenartige bis zu kräftige Farben), aber nach dem Anbringen eine tolle Wirkung ergeben! Elektrostatische Beflockungsgeräte sind zwar im Prinzip eine tolle Sache, aber das "Noch-Fläschchen" ist wesentlich preiswerter. Entscheidend ist dabei, daß nicht nur geschüttelt wird (maximal zur Hälfte füllen), sondern der richtige Sprühstoss, der kurz und heftig erfolgen muß (sozusagen eine trockene Rechte). Fasern habe ich immer in verschiedenen Farbtönungen vorrätig,
die ich abwechselnd bzw. gemischt einsetze. Zum Einfüllen in das Nochfläschchen
habe ich einen Plastiktrichter der bei einem Baby-Milchpulver mitgeliefert
wurde (auch fürs Fläschchen...). Wichtig ist für den richtigen
Effekt (statische Aufladung der Fasern), daß die Flasche maximal
halb gefüllt wird..
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Wandbewuchs |
Überwiegend werden auf Modelleisenbahnanlagen ältere Gebäude
dargestellt - ob das nun ein Betriebs- (Bahnhof, Stellwerk) oder Wohngebäude
ist, oft auch Mauern (Stützmauern usw.) Für den Bewuchs, der
sich hier im Laufe der Zeit bildet, setze ich Heki-Flor ein (gerissen,
nicht geschnitten) und als Kleber verwende ich dazu mittlerweile fast ausschließlich
den dickflüssigen Sekundenkleber von Greven.
Trick: wenn man mit dem Finger andrückt, bleibt dieser oft Kleben. Gegenmittel ist die Verwendung eines Schnitzels vom Schutzpapier einer Klebefolie o.ä., mit dem man das Material andrückt! Außerdem kann man mit dem Mauerbewuchs z.B. zu groß geratene Fugen oder mißlungene Farbpartien des Bausatzes kaschieren. |
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Müllhalde: |
Leider nicht selten in der Wirklichkeit und daher auch auf der Modellbahn
nachzubilden ist eine Müllhalde. Eine optisch sehr gute Wirkung ergibt
es, wenn Tetrapack-Tüten (leere!) in einer Küchenmaschine kleingehäckselt
werden und mit Weißleim o.ä. auf einen Styroporkern als "Berg"
geklebt werden, evtl. mit der Airbrush braungrau darübersprühen.....
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Gewässer |
Wer träumt nicht von einer Brücke am Fluß auf seiner
Modellbahn... Witzig sind auch Modellbauten wie die Faller-Wassermühle,
die mit richtigem Wasser betrieben werden. Allerdings ist echtes Wasser
aufgrund seiner physikalischen Eigenschaften im Maßstab 1:87 oder
auch kleiner nicht originalgetreu, außerdem ist es schwierig ein
richtiges Gewässer auf der Modellbahn anzulegen (Dichtigkeit, Gefälle,
Verdunstung usw.)
Prinzipiell stehen folgende Alternativen zur Verfügung:
Die Methode, durch rein farbliche Gestaltung und eine mehr oder weniger dicke Klarlackschicht Gewässer zu imitieren, führt zu erstaunlichen Ergebnissen wenn man sich an der Natur orientiert! Wichtig z.B. daß die Färbung um so dunkler ist, je tiefer das Gewässer ist. 2-Komponenten-Kunstharze lassen sich sehr gut verwenden, allerdings
ist auf folgendes zu achten: Das Harz muß ganz klar sein (nicht vergilbend).
Vorteilhaft ist auch, daß man z.B. Borsten als Schilf, Steinchen
(Katzenstreu - unbenutzt!), Umweltschweinereien (Fässer, Reifen) usw.
mit eingiessen kann.
Noch einige Tips zur Gestaltung des Untergrundes / Ufers: Schilf erhält man am billigsten im Baumarkt in Form von Pinseln mit naturfarbenen Borsten, die dann passend abgeschnitten werden. Als Steine bzw. Felsbrocken kann Katzenstreu verwendet werden (wird in den verschiedensten Ausführungen angeboten, allerdings für den Modellbahner meist in zu großen Verpackungseinheiten). Wird Sand, Steinchen usw. verwendet, ist darauf zu achten daß die Farben des Gewässergrundes dazu passen. |
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Einschottern |
Zu diesem Thema sind schon ganze Bibiliotheken verfaßt worden,
trotzdem einige Bemerkungen:
Nachdem ich bereits einige Meter Märklin-Kunststoffgleis eingeschottert hatte, bin ich auf die fertigen Schaumstoffbettungen von Merkur gestoßen. Diese sind meines Erachtens optisch sehr ansprechend und bieten den Vorteil, daß das Gleis nur in die Bettung eingedrückt werden muß. Das Schotterbett wird mit Weißleim o.ä. auf den Untergrund (Trasse) geklebt. Schrauben bzw. Nägel sind nur nötig, wenn Flexgleise unter Spannung montiert werden und sollten nach dem Abbinden des Leims entfernt werden, so daß keine Schallbrücken bestehen. An den Stoßstellen kann mit passendem Schotter nachgearbeitet werden. Auch gezielt eingesetzte Unregelmäßigkeiten durch Nachschottern verbessern den Gesamteindruck. Auch für Bogengleise und Weichen sind passende Bettungen erhältlich. Was mich an den Märklin-K-Gleisen störte, waren die Weichen mit dem umständlichen Hebelwerk (insbesondere bei den schlanken Weichen mit beweglichen Herzstücken). Ich habe die Hebel herausgebrochen und bewegliche Herzstücke durch feste (aus zugefeilten Schienenabfällen von Flexgleisen) ersetzt. zur Beschreibung geht es hier lang: |
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Gleisrost |
Das beste Ergebnis liefert eine Airbrush, die seitlich entlang des
Schienenprofils geführt wird (von der Seite bzw. max 45 Grad von schräg
oben). So kann auch der Effekt nachgebildet werden, daß Schotterbett
und Schwellen neben den Schienen Rostspuren tragen. Wichtig ist, die Schienen
zu entfetten, da die Profile anscheinend auch im Neuzustand bereits leicht
gefettet sind und so die Farbe teilweise abperlt. Als Farbton empfehle
ich kein reines Rostbraun, da dies in der Regel zu knallig wirkt; es sollte
zumindest eine Spur grau beigemischt werden. Erstaunlich ist wie so oft
der Blick in die Wirklichkeit: Rost kann völlig verschiedene Farben
haben, von Ocker über Orange bis hin zu Dunkelbraun.
In Anleitungen zum Gleisfärben wird oft empfohlen, die Oberkante (Lauffläche) der Schienen mit feinem Schmirgelpapier von der Farbe zu reinigen. Davon ist unbedingt abzuraten! Vielmehr sollte sofort nach dem Aufsprühen mit einem Kartonstreifen die Lauffläche wieder gesäubert werden, da Schmirgelpapier die Gleise aufrauht und so sich Verschmutzungen wieder schneller absetzen können. |
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Farben |
Ich empfehle Airbrushfarben (meist auf Acrylbasis), zwar haben diese
teilweise schlechte Deckkraft aber dies ist gerade beim Altern gewollt.
Glänzende Farben sind für Rostspuren ungeeignet. Plaka- und Abtönfarben haben nach meiner Erfahrung eine zu grobe Pigmentstruktur und können daher nicht dünn genug aufgetragen werden. Revell- und Humbrolfarben trocknen häufig nicht Matt auf (auch wenn es draufsteht). Dazu kann ich folgende Empfehlung bestätigen: nicht aufrühren, sondern mit einem Holzstäbchen o.ä. etwas Bodensatz des Farbdöschens auf eine Palette (ich verwende die Blechdeckel der Knack-und-Back-Croissants, guten Appetit!) geben und mit Verdünner (ich nehme den von Revell) anrühren. Ansonsten habe ich gute Erfahrungen mit WACO-Bastelfarben (meines Wissens auf Acrylbasis) gemacht. Diese sind trocken wasserverdünnbar, was besonders das Pinselreinigen angenehm macht! Ich verwende die Farben mittlerweile auch für das Selbstbemalen von Preisermännchen und -weibchen. Noch besser geeignet und durch Zufall (wieder mal ein Sonderangebot) entdeckt sind Künstler-Acrylfarben in Tuben, die aufgrund ihrer pastösen Konsistenz die Entnahme kleiner Mengen ohne Umrühren erlauben, sehr gut decken und nicht verlaufen, andererseits bis auf Spritzfähigkeit verdünnt werden können. Größere Bedeutung haben in letzter Zeit auch "Puderfarben" erlangt, hierbei handelt es sich schlicht um die in Farben enthaltenen Farbpigmente (ohne Bindemittel). Siehe dazu Farbpigmente! |
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Gebäude supern |
Soll ich oder soll ich nicht, das ist hier die Frage.... Wenn man sich
die Inhaltsverzeichnisse von Modellbahnzeitschriften durchsieht, kommt
das Thema doch jedes Jahr dutzendfach auf den Tisch....
Doch wenn ich Ihren gespannten Gesichtsausdruck sehe, will ich diesen Punkt nicht übergehen und versuche auf Dinge einzugehen, die ich bislang nicht oder nicht so gefunden habe: |
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| Farbbehandlung | Die farbliche Behandlung von Gebäuden verfolgt 2 Zwecke: Einmal
soll der unnatürliche Eindruck der Bausätze, so wie sie aus der
Schachtel kommen, einer echten Farbgebung weichen, andererseits sollen
Gebäude Alterungsspuren erhalten, um wie ein altes Gebäude zu
wirken. Der Aufwand für eine Farbbehandlung hängt stark vom Hersteller
ab. Pola liefert viele Bausätze bereits gealtert, wobei die Alterung
aus einer (sehr) dünnen schwarzen Farbe besteht, die vor allem in
Vertiefungen hängen bleibt. Die Wirkung ist frappierend (zumindest
für den, der sich noch nie mit dem Altern beschäftigt hat und
nur
die kunterbunten Produkte von Faller, Kibri oder Vollmer kennt). Besorgen
Sie sich mal einen solchen vorgealterten Bausatz von Pola (Achtung, nicht
alle Pola-Bausätze sind so vorbereitet). Wenn Sie es selber machen
wollen: gaaaanz dünne schwarze Farbe, ich habe es mit Dispersions-Abtönfarbe
versucht. Wichtig: Einen Eimer mit Wasser und einen Schwamm oder Lappen
bereithalten! Wenn es zuviel Farbe war, das Teil sofort in den Eimer werfen
und abwischen - kaum angetrocknet, bekommt man die Farbe nicht mehr weg
und kann nur noch Übermalen.
Wichtig: bei diesem Verfahren erst mal Teile des Bausatzes altern und dann zusammenbauen! Beim Zusammenbau darauf achten, daß die Klebeflächen von Farbe gesäubert sind, da sonst der Kleber den Kunststoff nicht mehr verschweissen kan Sehr gute Ergebnisse brachte auch folgendes Verfahren: mit der Airbrush ganz dünn dunkle (z.B. Sepia, Umbra, Oliv, Schwarz) Farbe mit viel Luft (Airbrush mit 2-Weg-Regelung) aufbringen, ruhig fleckig (ein echtes Haus ist nach 5 Jahren auch nicht mehr einheitlich gefärbt). Eventuell verschiedenfarbige Flecken aufbringen (aber ich wiederhole: ganz dünn, nur ein Schleier!). Deckende Anstriche sind bei vielen Hausbausätzen ebenfalls durchaus angebracht, entsprechend abgetönte Dispersionsfarbe ist hier geeignet. Deckende Anstriche bringe ich auf den Rohbau auf, d.h. die Außenwände sind verklebt. So kann man auch die Fugen an den Ecken zuschmieren. Auch hier der Hinweis: die speziellen Polystyrol-Kleber haften auf Farbe nicht, ich habe das gemerkt als die Fensterläden immer am Boden lagen (mein Standardkleber auch für sowas: Greven Sekundenkleber dickflüssig...) . Deckende Farben ermöglichen es auch einen Bausatz so ganz anders aussehen zu lassen, z.B. Fachwerk verschwinden zu lassen. Dächer fallen ebenfalls häufig durch unechtes Aussehen (Farbe, Glanz) auf - noch dazu, da diese ja dem Betrachter einer Anlage geradezu ins Auge springen. Entsprechende Farbe (Ziegelrot, Rotbraun, Grün, Grau - je nach Material das dargestellt werden soll) wird mit einem Läppchen auf den Teilen verrieben. Probieren Sie folgende Arbeitsweisen: Farbe dünn anrühren, mit weichem Pinsel auftragen und mit Läppchen abwischen; mit dicker Farbe und Läppchen Farbe direkt aufreiben bzw. abweichende Farben partiell aufwischen; für den Perfektionisten: Dachziegel einzeln in verschiedenen Farben bemalen (Wieder: Originale betrachten, eventuell von einem Kirchturm aus....) Dächer sind im Original häufig bemoost, dies kann man mit einem grünen Schleier aus der Airbrush aufsprühen oder auch mit der (alten) Zahnbürste auftupfen. Zu Farben siehe auch ! Mauerwerk wird wesentlich realistischer durch das Nachbehandeln der Fugen, dabei muß man sich überlegen welche Farbe die Mauersteine und welche die Fugen haben sollen. Mauersteine sind meist Ziegelrot oder grau, Fugen hellgrau bis dunkelgrau. Meine Methode: die Fugenfarbe (dünn) mit Pinsel in die Fugen einarbeiten, mit Lappen die Oberfläche des Mauerwerks zwischendrin immer abwischen, nach Trocknen der Fugen mit einem Läppchen die (dicke) Farbe dünn auf die Mauersteine aufwischen; je nach Mauerwerk kann es aber auch einfacher sein zuerst das Mauerwerk zu streichen und dann die Fugen nachzubehandeln. Auch hier: Ausprobieren, am Besten an einer Mauerplatte die es in allen möglichen Ausführungen von Faller, Kibri, Vollmer usw. gibt. Alt wirkt ein Gebäude durch folgende Kleinigkeiten: Dunkler, fleckiger Anstrich (typisch ist auch: dunkle Spuren oberhalb von Fenstern, Türen), fehlende oder schief hängende Fensterläden, zerbrochene Fenster (mit einer Reißnadel o.ä. in das Fensterglas von hinten einritzen), abgebröckelter Putz (Mauerwerk mit Moltofill verspachtelt und teilweise abgekratzt), vernagelte Fenster/Türen (mit Bretterimitationen). Außerdem sind ältere Gebäude häufig bewachsen. |
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Aufstellung |
Bodenplatten: Ich verwende die überstehenden Bodenplatten von
Häuschen grundsätzlich nicht mehr, da diese kaum in die Landschaft
zu integrieren sind. Eine Ausnahme sind natürlich Bodenteile wie bei
der Faller Stadthausserie, die den Sockel darstellen.
Mit Erfolg habe ich bei den Faller-Stadthäusern jetzt folgende Befestigungsart eingesetzt: Die Bodenpartie (Sockel) besitzt einen durchgehenden Plastikstreifen mit einer Bohrung für den Lampensockel (der da unten nicht hingehört, sondern viel höher im Haus - aber das ist eine andere Geschichte...) In diesen Plastikstreifen habe ich ein Loch gebohrt und mit Heißkleber lange M3-Schrauben geklebt, die durch die Grundplatte der Anlage nach unten stehen und dort mit einer Mutter befestigt werden. So können die Häuser für Lampenwechsel oder Umbauten problemlos abgeschraubt werden und halten trotzdem sicher. Sind keine solchen Bodenplatten vorhanden bzw. sollen sie nicht eingesetzt werden, kann am Hausboden eine flache Holzleiste zwischen 2 gegenüberliegende Wände geklebt werden, in die die Schraube gesetzt wird. Ein Fehler, der mir auf Fotos meiner eigenen Anlage aufgefallen ist, ist folgendes: Plaziert man ein Häuschen auf einer Straße, ist - vor allem wenn man von der Seite auf die Anlage blickt - ein Spalt zwischen der Strasse und dem Mauerwerk zu erkennen, während ein "echtes" Haus sozusagen aus dem Boden wächst. Solche Spalten sind mit Bewuchs (Heki-Flor) oder Sand (mit verdünntem Weißleim fixiert) zu kaschieren, wobei ggf. zu beachten ist daß das Haus wieder entfernt werden kann. Bahnhöfe: Modellbahnhöfe waren für mich immer irgendwie "komisch anders" als die Wirklichkeit. Ich wußte nicht, warum - bis mir eines Tages bei der Durchsicht eines Buches mit Vorbildbahnhöfen die Erleuchtung kam: ein echter Bahnhof steht nie direkt am Gleis! Teilweise ist ein erheblicher Abstand festzustellen. |
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Kit-bashing |
Darunter versteht man die Variation eines oder mehrerer Gebäudebausätze,
d.h. der Bausatz wird nicht nach Beschreibung gebaut sondern z.B. um ein
Stockwerk gekürzt, eine lange Lagerhalle aus 2 gleichen Bausätzen
usw. Eine pauschale Anleitung ist dazu nicht möglich, nur einige Tips:
Beachten Sie die Stockwerkhöhen. Viele Bausätze sind
mit verschiedenen Stockwerkhöhen (meist sowieso zu niedrig) konstruiert.
Es lohnt sich, z.B. aus Karton ein "Muster" des gewünschten
Gebäudes anzufertigen, bevor man die Teile zerschneidet! Auch bei
Dachänderungen ist eine Kartonvorlage sinnvoll, vor allem bei verwinkelten
Dachkonstruktionen.
Trauen Sie sich ruhig ran, wenn Sie einigermassen Routine aus dem Zusammenbau normaler Bausätze haben schaffen sie auch das! Vielleicht können Sie auf einem Flohmarkt einen preiswerten (alten) Gebäudebausatz erstehen, damit ein materieller Schaden nicht zu hoch ausfällt.. |
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Holz |
Holz ist als Baumaterial häufig zu finden, z.B. Zäune, Türen, Bänke, Masten, Wandverkleidungen, Bretterstapel und vieles mehr. Sehr gut läßt sich im Modell echtes Holz verwenden. Ich setze z.B. ein: Telegrafenmasten aus Schaschlikspiessen, Balsaholz für Bohlenübergänge, Furnierholzstreifen für Bretter. Von einem alten Bett-Seitenteil, das seit Jahren im Freien verwitterte, habe ich mir ein Stück Furnier abgemacht (stand schon ab, da sich der Leim gelöst hatte). Das mittlerweile grau gewordene Holz eignet sich perfekt für die Darstellung von verwitterten Holzteilen, einziger Nachteil: schwierig zuzuschneiden, da der Schnitt immer in Faserrichtung davonläuft. | ||
Strassenbau |
Dazu nur zwei kurze Tips: ich habe gute Ergebnisse mit graubeige gestrichenem, feinen Schleifpapier erzielt. Da Schleifpapier in der Regel nur in kleinen Bögen erhältlich ist, habe ich mir bei einem Schreiner eine gebrauchte Bahn von einer Furnierschleifmaschine besorgt. Auch recht gut gefällt mir folgendes: Faller - Straßenfarbe unverdünnt aufgetragen, in die noch feuchte Farbe gesiebte Asche aus dem Kachelofen aufgestreut und in Fahrtrichtung vorsichtig verwischt. |
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| Gleisverbinderzange |
Bei häufigem Auf- und Abbau von Modellbahngleisen ist häufig der Punkt erreicht, an dem die Gleisverbinder verbogen sind und weder Halt noch Kontakt sicherstellen. Mit gewöhnlichem Werkzeug ist es nicht einfach, die richtige Form wieder hinzubekommen.
Ich habe mir nicht die Mühe gemacht, nach Spezialwerkzeug zu suchen (das meistens eh zu teuer ist), sondern eine einfache Lösung dafür gefunden: Bei einer kleinen Flachzange (möglichst kompakter, d.h. kurzer und breiter Kopf ist ideal) habe ich in die Backen innen ca. 1 mm von der Spitze mit der Mini-Trennscheibe Nuten eingeschliffen. Diese wurden nach Gefühl so tief angebracht, daß die Zange von oben um den Schienenkopf "herumfassen" und die Schienenverbinder wieder in Form bringen kann. Bei verbogenen Schienenverbindern genügt jetzt ein Griff, und die Sache sitzt wieder. Ausserdem kann man damit sogar aus Weissblechstreifen selbst Schienenverbinder herstellen. |
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Literaturverzeichnis |
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| Es gibt mittlerweile zahllose Bücher und Zeitschriften zur Modellbahn.
Ich möchte hier einiges nennen, das man zumindest im Laden mal ansehen
sollte. Eine Kaufempfehlung möchte ich nicht geben, da dies von der
Zielsetzung des Einzelnen zu sehr abhängt. Gerade bei Zeitschriften
ist mal was interessantes enthalten, das nächste Mal wieder nicht...Nicht
zu vergessen die verschiedenen Specials von MIBA, Modellbahn-Journal usw.
Wirklich schlecht ist keine Modellbahnzeitschrift, ich empfehle den Besuch
von Bahnhofsbuchhandlungen die in der Regel viel Auswahl bieten, einfach
mal reinsehen was interessant ist.
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Zeitschriften: |
MIBA(v/M), Modellbahnjournal(M), Eisenbahnjournal(V), eisenbahnmagazin
(V/M). (Hinweis: V=Vorbild, M=Modell, Großschreibung: Schwerpunkt).
Bezugsquelle: In gut sortierten Zeitschriftenläden bzw. Abteilungen,
in Bahnhofsbuchhaltungen erfahrungsgemäß umfangreichstes Sortiment,
auch Modellbahn-Händler, Abonnement.
MIBA, Eisenbahnjournal u.andere geben auch Sonderhefte zu bestimmten Themenkreisen heraus. Bezugsquelle: wie Zeitschriften |
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Bücher: |
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Ein Muß für jeden Modellbahner ist m.E. "Gruß aus
Ferbach" von Jacques le Plat (MIBA), bei
MIBA sind auch eine Reihe anderer Bücher zu finden (genauso wie bei
vielen anderen Verlagen von Modellbahnzeitschriften). Bücher von Bernhard
Stein gibt es von verschiedenen Verlagen, sie sind immer für eine
Anregung gut und auch für den Anfänger nicht zu hochgestochen.
Auch der Alba-Verlag bietet umfangreiche Literatur zu Modelleisenbahn.
Bezugsquelle: Buchhandlungen (dort sollte auch ggf. eine Bestellung zur
Ansicht möglich sein), Direktversand der Verlage (meist Anzeigen in
Zeitschriften!), Modellbahn-Händler führen oft auch eine gewisse
Auswahl.
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Sonstige |
Von verschiedenen Herstellern gibt es Broschüren und Anleitungsbücher. So wurde von Faller u.a. ein dickes Heft über Dioramenbau (...von Bernhard Stein...) herausgegeben, von Noch ist seit kurzem eine Beschreibung speziell zur Verarbeitung der Woodland Scenics-Produkte (die jetzt auch von Noch vertrieben werden) erhältlich. Zu beachten ist dabei, daß diese Anleitungen oft sehr herstellerspezifisch sind, wie z.B. die von Märklin. Daneben bieten die meisten Modellbahnhersteller Gleisplanhefte bzw. -bücher an. | ||
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