Einbau v. WeichenantriebenAls Problem beim Einbau von Unterflurantrieben stellt sich oft die Übertragung des Stellwegs auf die Stellschwelle dar. Dazu folgende Vorschläge:
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Besonders geeignet sind Umlenkhebel, wie sie im RC-Modellbau verwendet
werden:
Die Umlenkhebel aus dem RC-Modellbau (also für Flug-und Schiffsmodelle) sind i.d.R. aus Nylon, haben eine verstärkte Mittelbohrung und 2 Hebelenden (je nach einsatzzweck gegenüber oder um 90° versetzt) und dienen dazu, die Übertragung zwischen Servo und z.B. Höhen-/Seitenruder um die Ecke zu lenken und/oder den Stellweg anzugleichen. Die Hebelenden besitzen jeweils eine Reihe von Bohrungen, und je nachdem wo der Stelldraht eingesetzt wird, ergibt sich dadurch eine Änderung des Hebelwegs. Zu beachten ist, das der Hebelweg wegen des Federns des verwendeten Drahtes und mechanischer Spiele immer etwas größer sein sollte, als der Stellweg der Weiche selbst! Wenn man an das Ende eines Hebelarmes des Umlenkhebels einen Draht befestigt, z.B. so dass er durch das innerste und äusserste Loch eines hebels führt, über den Hebel nach aussen hinaussteht und dann umgebogen wird, kann man das Ende durch das Langloch nach oben in die Stellschwelle führen (siehe Skizze rechts). |
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Diesmal von unten gesehen:
Hier ist der Draht zur Stellschwelle nur in den Umlenkhebel eingehängt und wird durch ein Messing- oder Kunststoffröhrchen geführt, das Ende steht wiederum durch ein Loch durch die Grundplatte bzw .Trassenbrett in die Stellschwelle. Auch hier ist im Betrieb vom Weichenantrieb von oben nichts zu sehen! Wichtig ist bei beiden Lösungen eine möglichst leichtgängige und spielfreie Lagerung der Drehachse des Umlenkhebels. Dies kann z.B. so gemacht werden: ein Messingröhrchen, das gut in die Bohrung des Umlenkhebels passt, wird etwas länger als die Materialstärke des Hebelmittelteils abgelängt und mit einer Unterlegscheibe oben und unten an die Grundplatte geschraubt (so dass Unterlegscheiben und Messingrohr festsitzen, der Hebel aber beweglich bleibt). |
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Oft ist das Spiel des Stahldrahts in der Bohrung des Umlenkhebels
zu groß. Besonders lästig wird dies, wenn dieses Spiel nennenswert
im Verhältnis zum Stellweg ist!
Abhilfe schafft hier, wenn man eine passende Adernendhülse als Buchse in die Bohrung des Umlenkhebels einsetzt. Nebenstehende Abbildung zeigt, wie es geht. Natürlich sollte der Stelldraht immer noch leichtgängig sein und nicht stramm in der Hülse sitzen! |
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Natürlich können so auch Formsignale
angetrieben werden. Wenn sich der Antrieb - warum auch immer - nicht so
montieren lässt, daß der Stellweg vertikal liegt, kann ein Umlenkhebel
auch hier Abhilfe schaffen.
Erforderlich ist lediglich eine Lagerung, die die jetzt waagrecht liegende Achse des Umlenkhebels aufnimmt. Dies kann ein U-förmiges Blech, zwei Blechwinkel oder natürlich auch Holzklötzchen sein. |
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nebenstehendes Foto wurde von Peter Paiska zur Verfügung gestellt (Danke, Peter!). Hier sieht man einen montierten Fulgurex-Antrieb. Die Stellstange zum Umlenkhebel - hier einer mit 3 Armen - wird in einem angeklebten Kunststoffröhrchen geführt, vom rechten Arm des Umlenkhebels geht ein Draht nach oben durch eine einfache Bohrung in der Platte. Diese Ausführung hat sich sehr gut bewährt. |
Natürlich gilt das hier gezeigte nicht nur für Fulgurex- Antriebe!
Eine Bauanleitung für Weichenantriebe ist z.B. bei Mario Binder zu finden.
Kurt Harders bietet mit einem Weichenantrieb
auf Basis eines Fernsteuerservos eine interessante Alternative zu den
üblichen motorischen Weichenantrieben.
Wer weitere Seiten zu diesem Thema kennt, bitte mich per email informieren - Danke!
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